Gott=Mama?

Ich betrachte Gott als Wesen, das alles umschließt ohne mit allem identisch zu sein.

......


..

Das kann man glauben,
vielleicht gibt es so etwas sogar.

Warum dann nicht lieber einen neuen Namen geben ?
"Viktor-X", zum Beispiel.

Ist nicht der Name Gott "copyright"-geschützt ?

Ich meine, dahinter stecken so viele Vorstellungen,
die miteinander so gut wie nichts zu tun haben.

Ich denke,
dass man seine eigene Vorstellung auch benennen soll,
ansonsten wird es sogar irgendwie ausgenützt...

Weisst du, was ich meine, Eva07 ?
Jede Vorstellung von Gott ist doch in Ordnung.
Eine Diskussion kann aber leicht absurd werden,
wenn zwei von Gott reden,
ohne dass sie wissen,
dass sie eigentlich nicht von der gleichen "Sache" reden.

...

Gruß,
alnei

..
 
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Hallo ihr Kinder Gottes!

Um mal bei der Christlichen Weltsicht zu bleiben, erlaube ich mir dazu die Bibel
zu befragen. Auch hier finden wir Abschnitte, die uns ermutigen die Bilder von
Neugeburt oder Wiedergeburt als Bestätigung der weiblichen Komponente
Gottes in der Natur zu sehen:

Im Paulanischen Brief an die Galater 4:19
"Für euch, meine Kinder, erleide ich von neuem Geburtswehen,
bis Christus in euch Gestalt annimmt."


Hiob 38:8 bringt es schön auf den Punkt
"Und er hat das Meer mit Toren versiegelt, das hervorzukommen
begann, wie wenn es aus dem Mutterschoss hervorbräche."


Um beim Thema zu bleiben - Hiob 38:28
"Gibt es einen Vater für den Regen, oder wer hat die Tautropfen geboren."

Und einen Vers weiter - Hiob 38:29
"Aus wessen Leib kommt tatsächlich Eis hervor. Und was
den Reif des Himmels betrifft, wer gebiert ihn denn."


Deuteronomium Mose 32:18
"Den Fels, der dir zum Vater wurde, vergassest du dann, Und du begannst Gott aus
dem Gedächtnis zu verlieren, der dich unter Geburtsschmerzen hervorgebracht hat."


Jesaja 42:14
"... Wie eine Gebärende werde ich stöhnen, lechzen und tief Atem holen zur selben Zeit."


So spricht also selbst die Heilge Schrift der Christen in einigen Bildern von
der gebärenden Seite - eindeutig in weiblichem Bezug - Gott als Mutter.

Ist der Gott der Hebräer als ein alter Mann mit weissem Bart zu sehen?
Nicht unbedingt, wie ich finde. Ein Wesen, das die Himmel und die Erde
erschuf, viel später für den Dualismus sorgte, wird kaum dualistisch zu
sehenn sein. Also Mutter und Vater in einer Wesenheit - ohne Trennung.

Die Frage nach dem Geschlecht des Herrn, führt sich aber selber ad
absurdum, wenn man gewillt ist, nach der Funktion, dem Sinn des
Geschlechtes von Gott zu fragen. Fortpflanzung etwa? ;)


Euer zitierender Ischariot

PS: Oben genannte Zitate und Ansichten, stehen nicht zwingend mit der Meinung des Verfassers dieses Beitrages in Einklang.
 
also zunächst einmal: es gibt leute, die theologie studiert haben. denen kann man nun gewiss nicht eine faulheit des denkens vorwerfen-im gegenteil! da wird hebräisch, aramäisch (die sprache jesu) usw... gelernt...

ich habe das buch: jesus von nazareth von ratzi gelesen, obwohl ich nicht katholisch bin. einfach aus interesse. in diesem buch schreibt herr ratzinger auch, dass gott durchaus auch einen weiblichen aspekt beinhaltet. bei den katholiken zählt halt eher die gottesmutter maria als weibliche mütterliche leitfigur.

in ratzis buch ist aus historischer sicht auch die rede davon, dass einige apostel auf ihrer wanderschaft von frauen begleitet wurden-apostel, die lukas folgten-wenn ich es richtig verstanden habe.

einfach so ins blaue etwas zu behaupten, ohne die bibel und die fakten der damaligen zeit, als jesus lebte zu kennen, finde ich immer sehr oberflächlich.

althea
 
*

In dieser Diskussion sollten wir uns keineswegs NUR auf die Bibel beschränken.

Auch der Hundegott kann hier in Frage gestellt werden, oder ein ganz persönlicher Aspekt des Gottes.

Zum Beispiel, der böse Gott, der sich vom Bewusstsein ernährt, oder der nicht existierende Ich-Gott im illusorischen Herzen, und so weiter...

...

*

Meine eigene Hauptidee ist hier die,
dass wir, wenn wir über Gott sprechen,
immer zuerst definieren sollten,
was das Wort Gott für jeden einzelnen bedeutet.


*

(Habe ich schon X-mal geschrieben)

P.S.

Es ist aber trotzdem sehr interessant,
über den weiblichen Aspekt des Gottes in der Bibel
zu hören.

(Danke, Ischariot, für die zitierten Stellen.)

Gruß an alle,
alnei
 
Well, well! ALnei!

Also eine generelle Sicht Gottes wollen wir uns reinziehen ... fein. :)
Die erste Frage die mir da durch den Kopf geht:

Ist ein Gott, als eine schöpferische Kraft zu sehen, die Erde, Himmel und Mensch geschaffen hat?

Oder ist Gott als ein Geschöpf zu sehen, das der menschliche Glaube, auf
der Suche nach seinem Ursprung, mit menschlichem Potenzial erschuf?

Lässt sich das überhaupt so sehen, oder bedingen beide Komponenten
einander um überhaupt die jeweils eigene Existenz rechtfertigen zu können?
Aber wir wollen hier nicht rumphilosopieren, das führt nur zu Kopfschmerzen.


Meine eigene Ansicht dazu ist schnell dargelegt:
Gott, obwohl ich diese Beizeichung nur ausnahmsweise zulasse, ist eine
Kraft, eine Energie die sich in der uns bekannten Welt kreativ äussert.
Dem unterstelle ich nun aber keinen Willen, in dem Sinne wie wir den
Willen definieren. Obwohl ich zugestehen muss, das der Wille an sich
auch Teil dieser Kraft ist. Aber eben nur wie die Haarwuzel eines Haares
Teil unseres Körpers ist. Bewusstsein wird in der Gottessicht ganz
allgemein recht gross geschrieben. Sehe ich nicht so. Auch das Bewustsein
ist in jene Kraft integriert, kommt aber primär aus dem Bewustsein der
Lebensformen. Im Vergleich also wieder wie der kleine Fingernagel, der
langsam wächst. Aus dieser Sicht stellt sich nun logischerweise die
Frage, wozu wäre es gut, mit einer derartigen Form/Unform zu kommunizieren?
Kommunikation in Form eines Gebetes zB. erscheint mir daher eine sehr
abstrakte Handlung zu sein, um die menschliche Psyche zu befriedigen.
Das enthebt mich auch der Notwendigkeit dieser Kraft für meine Existenz
zu danken. Immerhin ich existiere und wurde nicht gefragt ob ich das
überhaupt möchte. Wo lägen denn die Alternativen zur Existenz, das
ich mich bei Gott als dankbar erweisen müsste? Und am Ende möchte
ich mich der oft vertretenen Meinung anschliessen, das kaum ein
Überwesen angetan sein dürfte, wenn die Schöpfung vor Gott
demütig auf den Knien umherrutscht.


Euer abstrakter Ischariot
 
Schön ist es wie wir hier liebend und einander respektierend um
Erkenntnis ringen als Menschen,die vielleicht sonst nichts gemeinsam haben -aber das Interesse an diesem Thema verbindet doch ungemein und das ist einfach schön .Danke an alle.
Alles Liebe HW
 
Well, well! ALnei!

Also eine generelle Sicht Gottes wollen wir uns reinziehen ... fein. :)


Oh, ah. Nein, keine generelle Sicht Gottes. Nicht wir.

*

Ein paar Gedanken:

- Das Wort Gott ist ein Schwarzes Loch in dem Sinne, dass Menschen so viele Bedeutungen mit dem Wort Gott gleichsetzen wollen.

-Es ist absurd, wenn verschiedene Menschen den selben Begriff für etwas ganz Anderes benützen. Bei dem Begriff Gott kommt es oft, wenn nicht sogar immer zu diesem Fall.

Zum Beispiel:

Einer benützt das Wort Gott für das Selbst. In diesem Fall wäre es vielleicht sinnvoller vom Selbst zu reden, als von Gott. Viele würden ansonsten denken, dass er auf einmal ihr Gott sein will.

Und wenn jemand mit dem Wort Gott alles meint, wäre es viel sinnvoller, von alles zu reden, als von Gott. Jemand anderer könnte nämlich denken, dass da von seinem Selbst die Rede ist und dass der andere ihn lobt.

*

Wie auch immer es sinnlos sein kann, über Gott zu reden (!?),
wäre es hilfreich, am Anfang jeder Diskussion, in der über Gott geredet wird (nicht nur in diesem Thread, nicht nur im Internet :stickout2) zuerst klarzustellen,
was für jeden Beteiligten das Wort Gott bedeutet.

Nur so können die Elemente, die hinter den verschiedenen Worten "Gott" stehen, ans Licht gebracht werden. Dann kann ein konstruktives Gespräch leichter stattfinden.

*

Natürlich sind verschiedene Motive von Gott-Gebrauch immer interessant zu "erforschen". :)

Gruß,
alnei

*
 
also gut, ich versuche es einmal kurz und bündig:

wenn es das jenseits,
von dem einige die meinen es erfahren zu haben,
und die anderen darüber in kenntnis setzen,
gar nicht gibt,

dann müsste das jenseits schleunigst erfunden werden.


vom menschen aus gesehen in eine bestimmte richtung gedacht,
um damit fortschrittlich zu wirken, und
nach dem ende der sonnenmaterie eine geistige perspektive zu haben.

an die ewigkeit möchte ich da gar noch nicht denken.

und ein :zauberer1
 
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Ja Alnei:Was hälste davon Gott ist so verschiedenartig ,dass man es einfach nicht erfassen kann -so verschiedenartig -wie es Menschen gibt ,die sich auf dieses Thema einlassen .Das hat man nun mal einfach zu respektieren .Sonst könntest du lieber alnei selbst
Gefahr laufen ,deiner Sichtweise allein göttlichen Glanz verleien zu wollen.Wir packens wahrscheinlich nur jeder für sich und teilen die
Mama einfach -indem wir uns mitteilen ohne Ziel in dieser Ewigkeit des Jetzt. Allen einen schönen Abend.
Alles Liebe HW:baden:
 
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