Well, well! ALnei!
Also eine generelle Sicht Gottes wollen wir uns reinziehen ... fein.

Die erste Frage die mir da durch den Kopf geht:
Ist ein Gott, als eine schöpferische Kraft zu sehen, die Erde, Himmel und Mensch geschaffen hat?
Oder ist Gott als ein Geschöpf zu sehen, das der menschliche Glaube, auf
der Suche nach seinem Ursprung, mit menschlichem Potenzial erschuf?
Lässt sich das überhaupt so sehen, oder bedingen beide Komponenten
einander um überhaupt die jeweils eigene Existenz rechtfertigen zu können?
Aber wir wollen hier nicht rumphilosopieren, das führt nur zu Kopfschmerzen.
Meine eigene Ansicht dazu ist schnell dargelegt:
Gott, obwohl ich diese Beizeichung nur ausnahmsweise zulasse, ist eine
Kraft, eine Energie die sich in der uns bekannten Welt kreativ äussert.
Dem unterstelle ich nun aber keinen Willen, in dem Sinne wie wir den
Willen definieren. Obwohl ich zugestehen muss, das der Wille an sich
auch Teil dieser Kraft ist. Aber eben nur wie die Haarwuzel eines Haares
Teil unseres Körpers ist. Bewusstsein wird in der Gottessicht ganz
allgemein recht gross geschrieben. Sehe ich nicht so. Auch das Bewustsein
ist in jene Kraft integriert, kommt aber primär aus dem Bewustsein der
Lebensformen. Im Vergleich also wieder wie der kleine Fingernagel, der
langsam wächst. Aus dieser Sicht stellt sich nun logischerweise die
Frage, wozu wäre es gut, mit einer derartigen Form/Unform zu kommunizieren?
Kommunikation in Form eines Gebetes zB. erscheint mir daher eine sehr
abstrakte Handlung zu sein, um die menschliche Psyche zu befriedigen.
Das enthebt mich auch der Notwendigkeit dieser Kraft für meine Existenz
zu danken. Immerhin ich existiere und wurde nicht gefragt ob ich das
überhaupt möchte. Wo lägen denn die Alternativen zur Existenz, das
ich mich bei Gott als dankbar erweisen müsste? Und am Ende möchte
ich mich der oft vertretenen Meinung anschliessen, das kaum ein
Überwesen angetan sein dürfte, wenn die Schöpfung vor Gott
demütig auf den Knien umherrutscht.
Euer abstrakter Ischariot