Flüchtlinge - Plage oder Chance?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Da beißt sich auch wieder die Katze in den Schwanz. Eben weil man nichts zu essen hat, muss man für eine entsprechende Anzahl von Kindern sorgen, damit einige überleben und die das Potential haben, sich um die Alten zu kümmern. Da kann der einzelne nicht global denken, wenns ums nackte überleben geht. Hat man eine gewisse Sicherheit, geht automatisch die Bevölkerung zurück. Selbst bei den Schwellenländern lässt der Bevölkerungswachstum bereits nach. Wir kennen das von der deutschen Bevölkeungsentwicklung.

Drum wäre ja Verzicht in jeweils einem der erforderliche Bereiche erforderlich. Rente vs. Kinderkriegen. Funktioniert hier, wie Du sagst, ganz gut.

Wie weit es politisch jedoch erwünscht ist, Länder, die man gegeneinander ausspielen kann und so sehr günstig an billige Arbeitskräfte hier bei uns sowie den Einkauf von günstigen Rohstoffen dort, Menschen Bildung und Wissen und Vernunft zukommen zu lassen.. wohl eher nicht. Lieber nimmt man Asylanten auf und tut auf altruistisch. Wegen der wirtschaftlichen Vorteile. Übrigens wird ja so gerne argumentiert, die Flüchtlinge hier wären so toll für unsere Wirtschaft und sooo nutzbringend. Klar. KiK und McDonald freuen sich über fleißige Konsumenten und billige Arbeitskräfte. Die brauchen für beides weder besonders viel Bildung noch viel Kenntnisse.

Böse? Ja, Lucia mag vielleicht nochmal den Artikel einstellen, wo Flüchtlinge als gern gesehene Wirtschaftsfaktioren gepriesen wurden... natürlich unter dem Deckmantel von Altruismus.

Solange es Menschen gibt, die in Machtpositionen sitzen und Vorteile von der jetzigen Situation genießen, auch was die Machtinhaber der Länder angeht, wo Kriege herrschen, wird sich wohl nix ändern. Und hier bei uns will ja eh keiner verzichten.

Aber man könnte...

LG
Any
 
Werbung:
Ich gehe davon aus, dass Du keine konkrete Vorstellung davon hast, unter welchen Bedingungen Menschen leben, die aus existentiellen Gründen ihr Land verlassen und sich mit ihren Kindern (oder bei Jugendlichen manchmal auch nur diese) auf Schlepperbanden und einen extrem gefahrvollen Weg einlassen, sonst würdest Du hoffentlich nicht so einen blasierten Ton anschlagen.
90 - 95% der minderjährigen Flüchtlinge kommen in Begleitung der Eltern bzw. eines Elternteils (
http://www.b-umf.de/images/Eckpunkte_Gesetz_Umverteilung_10042015.pdf)

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlag...A7A1994A9C37D.1_cid294?__blob=publicationFile
Unbegleitete Minderjährige in Deutschland
Während politische Verfolgung, Verfolgung aufgrund einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit, Bürgerkriege sowie eine mangelnde Perspektive sowohl für Erwachsene als auch für Minderjährige Motive zur Flucht sein können, existieren eine Vielzahl von Bedrohungssituationen, von denen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße betroffen sind. Dazu zählen z. B. die Rekrutierung als Kindersoldaten, Genitalverstümmelung bei Mädchen, Zwangsprostitution und -verheiratung, familiäre Gewalt oder auch die Suche nach Familienangehörigen (Deutscher Caritasverband 2014a: 23). Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Fluchtursachen und Umständen für die in Deutschland lebenden unbegleiteten Minderjährigen lässt die Datenlage nicht zu.

Aber nicht nur spezifische Bedrohungssituationen tragen dazu bei, dass Minderjährige ohne Begleitung ihrer Eltern in Deutschland eine Perspektive suchen. Oftmals verlieren sie ihre Eltern in Konflikten oder sie fliehen zwar zusammen mit ihren Eltern aus ihrer Herkunftsregion, werden jedoch durch die Umstände der Flucht von diesen getrennt und schlagen sich dann ohne sie bis nach Deutschland durch. Ebenso kommt es vor, dass Kinder gezielt von ihren Eltern auf die Flucht geschickt werden (Deutscher Caritasverband 2014a: 23f.; Parusel 2009: 19f.).“



Von welchen Migranten aus afrikanischen oder asiatischen Ländern meinst Du konkret, dass sie auf der Welle mitreiten und die Gunst der Stunde nutzen? Und welche Gunst könnte das sein (im Mittelmeer zu ertrinken oder von Militärbooten abgedrängt od. überhaupt von den Schleppern getötet zu werden halte ich z.B. für keine besondere Gunst)?
Ich persönlich nehme übrigens lieber den Begriff Armutsmigranten, da das Wort Wirtschaftsflüchtling a) falsch ist und b) einen mittlerweile stark pejorativen Konnex hat (aber er wurde in diesem Thread eben schon häufiger benutzt, und ich denke die meisten wissen auch was gemeint ist).

"Echte Flüchtlinge" sind streng genommen nur Personen die unter Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention fallen:
http://www.bmz.de/de/was_wir_machen...hintergrund/definition_fluechtling/index.html
"Laut Artikel 1A der Genfer Flüchtlingskonvention ist ein Flüchtling eine Person, die "aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will.
Der Wortlaut der Konvention bezieht sich jedoch nicht eindeutig auf Menschen, die vor kriegerischen Auseinandersetzungen fliehen oder Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure wie Rebellen oder Milizen fürchten."


Das Völkerrecht trennt also nach "zur Flucht gezwungen" aus obig genannten Gründen = Flüchtling (darf nicht abgeschoben werden), oder "aus eigenem Antrieb", das betrifft ALLE ANDEREN Gründe = Migrant (darf abgeschoben werden).
D.h. konkret - jede andere Art der Bedrohung (von drohender Genitalverstümmelung über drohende Rekrutierung als Kindersoldat, Gewalt, Folter bis Hunger...) die zum Verlassen eines Landes führt wird als Migration eingestuft.
Nigerianische Muslime die vor dem Terror der Boko Haram fliehen (die allermeisten Terror-Opfer sind Muslime) gelten z.B. nicht als Flüchtlinge und dürfen wieder abgeschoben werden. Allgemeine schwerwiegende Notsituationen oder Bürgerkrieg berechtigen auch nicht zu Asyl. Die Menschen aus Syrien haben keinen Flüchtlingsstatus (sie verließen das Land freiwillig auf Grund der "Notsituation Bürgerkrieg") und kein Asyl, auf Grund des noch andauernden bewaffneten Konflikts stehen sie vorübergehend unter subsidiärem Schutz.




Die "westliche Hilfe" ist zur Zeit nach wie vor eher Makulatur. Es gibt zwar zahlreiche, z.T. private, Hilfsprojekte, aber die Nachhaltigkeit ist zweifelhaft.
Große Konzerne haben wenig Interesse an einer echten Entwicklung dieser Länder, Arbeitskräfte sind extrem billig und dürfen mit staatlicher Billigung ausgebeutet werden (wovon wir wiederum ziemlich profitieren - z.B. die meisten essentiellen Rohstoffe für Elektronikartikel kommen aus Regionen mit der ärmsten Bevölkerung).
Und was die europäischen Regierungen an Interventionen und Handelsverträgen in den letzten Jahrzehnten abgeliefert haben, darüber könnte man einen eigenen Thread machen....
Damit Menschen in ihren Heimatländern bleiben können braucht es für sie echte Perspektiven (was auf unseren Wohlstand allerdings Auswirkungen hätte). Aussperren nützt nix - sie kommen trotzdem.

D A N K E ! ! ! ! ! ! ! ! !
 
Drum wäre ja Verzicht in jeweils einem der erforderliche Bereiche erforderlich. Rente vs. Kinderkriegen. Funktioniert hier, wie Du sagst, ganz gut.

Wie weit es politisch jedoch erwünscht ist, Länder, die man gegeneinander ausspielen kann und so sehr günstig an billige Arbeitskräfte hier bei uns sowie den Einkauf von günstigen Rohstoffen dort, Menschen Bildung und Wissen und Vernunft zukommen zu lassen.. wohl eher nicht. Lieber nimmt man Asylanten auf und tut auf altruistisch. Wegen der wirtschaftlichen Vorteile. Übrigens wird ja so gerne argumentiert, die Flüchtlinge hier wären so toll für unsere Wirtschaft und sooo nutzbringend. Klar. KiK und McDonald freuen sich über fleißige Konsumenten und billige Arbeitskräfte. Die brauchen für beides weder besonders viel Bildung noch viel Kenntnisse.

Böse? Ja, Lucia mag vielleicht nochmal den Artikel einstellen, wo Flüchtlinge als gern gesehene Wirtschaftsfaktioren gepriesen wurden... natürlich unter dem Deckmantel von Altruismus.

Solange es Menschen gibt, die in Machtpositionen sitzen und Vorteile von der jetzigen Situation genießen, auch was die Machtinhaber der Länder angeht, wo Kriege herrschen, wird sich wohl nix ändern. Und hier bei uns will ja eh keiner verzichten.

Aber man könnte...

LG
Any

"Solange es Menschen gibt, die in Machtpositionen sitzen
und Vorteile von der jetzigen Situation genießen,
auch was die Machtinhaber der Länder angeht, wo Kriege herrschen,
wird sich wohl nix ändern.
Und hier bei uns will ja eh keiner verzichten"


Klare Worte, endlich.
 
Märchen? Große Volksreden schwingen aber keinen Plan von der Materie haben...so kenn ich meine Rechten!!! Zurück an die Schulbank, Gabi0815!

Na ja, Du bist in Threads wie diesen noch eine Antwort auf die Frage schuldig, woher die dann zu verteilende Kohle denn kommen soll? Aus dem Replikator bei Enterpreise wohl kaum. Irgendjemand muss das Geld = Steuern erwirtschaften. Und nun erkläre mir ohne dein ideologisches Konzept zu nehmen, wie geil Marxismus wäre, wenn man bei Null anfangen könnte, wie das in unserem jetzigen System funktionieren soll. Und wer diese Steuern tatsächlich am Ende erwirtschaftet.

Ich bezweifel in diesem Zusammenhang, dass Du Kenntnis darüber hast, wie das mit der Haushaltsführung des Staates überhaupt funktioniert.

Und vergiß die Schulden nicht, die nebst Zinsen Tag um Tag zurückzuzahlen sind. ;)

LG
Any
 
Drum wäre ja Verzicht in jeweils einem der erforderliche Bereiche erforderlich. Rente vs. Kinderkriegen. Funktioniert hier, wie Du sagst, ganz gut.

Wie weit es politisch jedoch erwünscht ist, Länder, die man gegeneinander ausspielen kann und so sehr günstig an billige Arbeitskräfte hier bei uns sowie den Einkauf von günstigen Rohstoffen dort, Menschen Bildung und Wissen und Vernunft zukommen zu lassen.. wohl eher nicht. Lieber nimmt man Asylanten auf und tut auf altruistisch. Wegen der wirtschaftlichen Vorteile. Übrigens wird ja so gerne argumentiert, die Flüchtlinge hier wären so toll für unsere Wirtschaft und sooo nutzbringend. Klar. KiK und McDonald freuen sich über fleißige Konsumenten und billige Arbeitskräfte. Die brauchen für beides weder besonders viel Bildung noch viel Kenntnisse.

Böse? Ja, Lucia mag vielleicht nochmal den Artikel einstellen, wo Flüchtlinge als gern gesehene Wirtschaftsfaktioren gepriesen wurden... natürlich unter dem Deckmantel von Altruismus.

Solange es Menschen gibt, die in Machtpositionen sitzen und Vorteile von der jetzigen Situation genießen, auch was die Machtinhaber der Länder angeht, wo Kriege herrschen, wird sich wohl nix ändern. Und hier bei uns will ja eh keiner verzichten.

Aber man könnte...

LG
Any
Flüchtlinge durchlaufen ja andere Kriterien als gesuchte Arbeitskräfte, das ist nicht zwingend kompatibel und braucht es auch nicht.

Ja, Du hast Recht. Es gibt viele Machtinteressen,haben wir ja alle. Gleichzeitig kann ich mir vorstellen, das selbst diese Machtinteressierten das System für schwachsinnig halten, es aber tun, weil es sonst ein anderer tut, kurios.
Irgendwie kann keiner aussteigen. Ich experimentiere zwar in dieser Richtung, aber bin immer noch im System.
Verrückt.
..und wäre ich bereits unbeteiligt, würde ich durchaus mit den Wölfen heulen...
 
gääähn* ...wenn du noch immer nicht begriffen hast, dass es sich um eine ideologische Frage handelt, also um deine sicht der dinge, die klarerweise persöööönlich ist, dann kann ich jetzt auch nichts machen.

Deine oder meine Ideologie ist bei Thema totale Nebensache. Die Politik bestimmt die Marschrichtung.
Ich find nix billiger, als sich einer elitären Gemeinschaft der unbetroffenen zuzuordnen. als ob du einen klareren Blick hättest, wenn du zusammen mit den letzten Vollproleten im Chor singst, dass die Deutschen aussterben...ich weiß nicht wo manche Menschen ihre Selbsteinschätzung hernehmen...irgendwie zum lachen.

Deine Meinung sei dir unbenommen, ich fänds nur schön, wenn du sprachlich etwas abrüstest.
Hast du eigentlich so wenig Selbstbewusstsein, dass du andere Ansichten, ohne ständige Abwertung, nicht einfach mal akzeptieren kannst? Du musst sie ja nicht gut finden.

Ansonsten gebe ich dir den "Vollproleten" gern zurück.

Märchen? Große Volksreden schwingen aber keinen Plan von der Materie haben...so kenn ich meine Rechten!!! Zurück an die Schulbank, Gabi0815!

In diesem Fall wäre für dich die Kita passend. Vielleicht lernst du da einen vernünftigen Kommunikationsstil, kleiner Sabbelh.
 
Werbung:
absolut kein Neid - nur wieso bekommen es Flüchtlinge und unsere Mitmenschen nicht die auch Hilfe benötigen - ich Persönlich kenne keinen Neid - da ich selber schon ganz unten war

lg Cheerokee
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben