Flüchtlinge - Plage oder Chance?

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Sicherlich, würde ernstes und aufrichtiges politisches Interesse an Menschenleben bestehen, könnte mit Sicherheit Einiges verbessert werden. Ich meine jedoch nicht ohne eine Geburtenregelung und Veränderung der politischen Systeme, Ziele und Programme. Wie ungerne Menschen sich in diese Themen reinreden lassen ist gemeinhin bekannt.

Ich behaupte: die meisten Menschen wollen das nicht. Und das beginnt bei jedem Einzelnen. Hier wie dort. Denn die Lösung bedeutet auf der einen wie auf der anderen Ebene: Verzicht. Auf Machtstrukturen, Ideologien, Luxusgüter, Freiheiten (Geld) usw.

LG
Any
Da beißt sich auch wieder die Katze in den Schwanz. Eben weil man nichts zu essen hat, muss man für eine entsprechende Anzahl von Kindern sorgen, damit einige überleben und die das Potential haben, sich um die Alten zu kümmern. Da kann der einzelne nicht global denken, wenns ums nackte überleben geht. Hat man eine gewisse Sicherheit, geht automatisch die Bevölkerung zurück. Selbst bei den Schwellenländern lässt der Bevölkerungswachstum bereits nach. Wir kennen das von der deutschen Bevölkeungsentwicklung.
 
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Da beißt sich auch wieder die Katze in den Schwanz. Eben weil man nichts zu essen hat, muss man für eine entsprechende Anzahl von Kindern sorgen, damit einige überleben und die das Potential haben, sich um die Alten zu kümmern. Da kann der einzelne nicht global denken, wenns ums nackte überleben geht. Hat man eine gewisse Sicherheit, geht automatisch die Bevölkerung zurück. Selbst bei den Schwellenländern lässt der Bevölkerungswachstum bereits nach. Wir kennen das von der deutschen Bevölkeungsentwicklung.

Dazu gibts eine sehr sehenswerte Doku "Hunger", und noch eine zweite "Durst"
http://www.ardmediathek.de/tv/Repor...Erste/Video?documentId=5685584&bcastId=799280
 
Eine veränderte Agrarpolitik würde der Gesundheit und dem Wohlergehen sowohl in den reichen Indusrieländern, als auch den Kleinbauern völlig verarmter Länder helfen. Diese relativ komplexen Verhältnisse in einem Thread zu klären ist sicherlich zu schwierig. Es gab mal einen absurden Bericht über Fleischreste aus der EU , welche in die Dritte Welt verschickt wurde ( vielleicht haben wir noch nicht genug Hunde, die Hunger leiden) und gleichzeitig sämtliche Kleinbauern dort in den bankrott treiben. Ich such mal, vielleicht finde ich das noch


Hm, das wars nicht, zeigt aber schon mal den Problemansatz:



Das funktioniert auch bei anderen Branchen. Die afrikanischen Länder werden systematisch ruiniert.
Auch nur ein Beispiel.
Man kann recht viele finden, wenn man recherchiert. Natürlich nicht, wenn man ein perfides Herabwürdigungsweltbild verteidigen muß - dann recherchiert man nicht.
 
Gibt es alles und das alles ist für mich keine Not. Wo Kinder in Massen nachproduziert werden und es eh zu viele Menschen gibt, geschieht es leider schnell, werden sie zu einer handelbaren Ware. Das ist aber noch immer die Verantwortung der Eltern selbst.

Lg
Any[/QUOTE]
Nein, keine Not? Was dann? Phantasialand?
 
ich stell nur die Frage ob die Flüchtlinge auch Später Arbeiten möchten - wo sie doch jetzt alles Gratis bekommen - Internet Bus oder Bahnkarten usw. Sicher sind diese Menschen sehr Arm . Aber wer kümmert sich um unsere Menschen die Arm sind. und bennötigen wir Arbeitsplätze nicht für uns selber? ob Plage oderChance die Entscheidung überlasse ich euch. zuerst sehen wir nur das Gute und danach das Negative und dann wird gejammert . is halt nur meine Meinung

lg Cheerokee
 
Nein, ich bin in keiner Weise persönlich betroffen oder sonst mit dem Flüchtlingsproblem verbandelt und daher durchaus in der Lage diese Problematik aus einer gewissen Distanz und ohne dieses Betroffenheitsgetue anzuschauen.
Das Elend mit der Identifizierung ist, dass man eben leider in die Rolle rutscht das Gegenteil zu bekämpfen. Nur ganz wenige können den Dingen neutral gegenüber stehen.
Je mehr ein Thema zur persönlichen Angelegenheit wird, um so stärker wird die Abgrenzung zur Gegenposition. Und damit diskutieren wir fragmenthaft und verlieren den Blick für die Gesamtsituation.

*gääähn* ...wenn du noch immer nicht begriffen hast, dass es sich um eine ideologische Frage handelt, also um deine sicht der dinge, die klarerweise persöööönlich ist, dann kann ich jetzt auch nichts machen.

Ich find nix billiger, als sich einer elitären Gemeinschaft der unbetroffenen zuzuordnen. als ob du einen klareren Blick hättest, wenn du zusammen mit den letzten Vollproleten im Chor singst, dass die Deutschen aussterben...ich weiß nicht wo manche Menschen ihre Selbsteinschätzung hernehmen...irgendwie zum lachen.

Auch so ein Märchen.
Zunächst ist es die heute arbeitende Bevölkerung, die den Sozialstaat und alle, die von ihm profitieren, am Leben erhalten.
Zuwanderung ist dann in Ordnung, wenn dies nach den geltenden Vorgaben geschieht, d.h. der Betreffende muss Arbeit haben und in dieses System einzahlen.

Märchen? Große Volksreden schwingen aber keinen Plan von der Materie haben...so kenn ich meine Rechten!!! Zurück an die Schulbank, Gabi0815!
 
ich stell nur die Frage ob die Flüchtlinge auch Später Arbeiten möchten - wo sie doch jetzt alles Gratis bekommen - Internet Bus oder Bahnkarten usw.

Also darum geht es (nur), um die Obfrage. Nein, doch nicht, DIE bekommen ja ALLES Gratis. Neid?

Sicher sind diese Menschen sehr Arm . Aber wer kümmert sich um unsere Menschen die Arm sind. und bennötigen wir Arbeitsplätze nicht für uns selber?

Nochmal Neid?

ob Plage oderChance die Entscheidung überlasse ich euch. zuerst sehen wir nur das Gute und danach das Negative und dann wird gejammert . is halt nur meine Meinung

Gut oder schlecht ist relativ, geht mir genauso im Leben, wenn ich mich (wieder mal) selber dabei ertappe, andere Menschen aus bestimmten oder eher unbestimmten Gründen bewerten zu müssen.

Die Thematik Flucht und Flüchtlinge kann man sicherlich weder auf die Schnelle in einem Forum noch erst recht nicht am Stammtisch ausdiskutieren. Klar, es gibt Pro und Kontras zur Thematik, und jeder hat recht. Nur ist es auch so. Ein Zitat von Dieter Hildebrandt, sinngemäß: "Der Berg ruft nicht mehr, der kommt mittlerweile selber".
 
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Andersrum wird ein Schuh draus: Wie können Eltern ihr Kind in eine gefahrvolle und höchst unsichere Zukunft schicken? Da kann die Not noch so groß sein - wie können sich Eltern da von ihren Kindern trennen? Da komme ich nicht mit, zum einen weil sie ihren Kindern eine unglaubliche Verantwortung aufladen und zum anderen weil sie den Tod ihres Kindes billigend in Kauf nehmen.
Und da frage ich mich - wofür?

Ich gehe davon aus, dass Du keine konkrete Vorstellung davon hast, unter welchen Bedingungen Menschen leben, die aus existentiellen Gründen ihr Land verlassen und sich mit ihren Kindern (oder bei Jugendlichen manchmal auch nur diese) auf Schlepperbanden und einen extrem gefahrvollen Weg einlassen, sonst würdest Du hoffentlich nicht so einen blasierten Ton anschlagen.
90 - 95% der minderjährigen Flüchtlinge kommen in Begleitung der Eltern bzw. eines Elternteils (
http://www.b-umf.de/images/Eckpunkte_Gesetz_Umverteilung_10042015.pdf)

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlag...A7A1994A9C37D.1_cid294?__blob=publicationFile
Unbegleitete Minderjährige in Deutschland
Während politische Verfolgung, Verfolgung aufgrund einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit, Bürgerkriege sowie eine mangelnde Perspektive sowohl für Erwachsene als auch für Minderjährige Motive zur Flucht sein können, existieren eine Vielzahl von Bedrohungssituationen, von denen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße betroffen sind. Dazu zählen z. B. die Rekrutierung als Kindersoldaten, Genitalverstümmelung bei Mädchen, Zwangsprostitution und -verheiratung, familiäre Gewalt oder auch die Suche nach Familienangehörigen (Deutscher Caritasverband 2014a: 23). Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Fluchtursachen und Umständen für die in Deutschland lebenden unbegleiteten Minderjährigen lässt die Datenlage nicht zu.

Aber nicht nur spezifische Bedrohungssituationen tragen dazu bei, dass Minderjährige ohne Begleitung ihrer Eltern in Deutschland eine Perspektive suchen. Oftmals verlieren sie ihre Eltern in Konflikten oder sie fliehen zwar zusammen mit ihren Eltern aus ihrer Herkunftsregion, werden jedoch durch die Umstände der Flucht von diesen getrennt und schlagen sich dann ohne sie bis nach Deutschland durch. Ebenso kommt es vor, dass Kinder gezielt von ihren Eltern auf die Flucht geschickt werden (Deutscher Caritasverband 2014a: 23f.; Parusel 2009: 19f.).“

Nochmal, ich rede hier nicht von den echten Flüchtlingen, die ganz konkret um ihr Leben fürchten müssen. Ich rede von denen, die auf der Welle mitreiten und die Gunst der Stunde nutzen.
Auch wenn du großes Verständnis für die Wirtschaftsflüchtlinge hast - das Gesetz sieht das anders und letztlich nehmen die Wirtschaftsflüchtlinge den wirklich Verfolgten die Plätze in den Flüchtlingsunterkünften, vom Wohlwollen und Akzeptanz der Bevölkerung ganz zu schweigen.

Von welchen Migranten aus afrikanischen oder asiatischen Ländern meinst Du konkret, dass sie auf der Welle mitreiten und die Gunst der Stunde nutzen? Und welche Gunst könnte das sein (im Mittelmeer zu ertrinken oder von Militärbooten abgedrängt od. überhaupt von den Schleppern getötet zu werden halte ich z.B. für keine besondere Gunst)?
Ich persönlich nehme übrigens lieber den Begriff Armutsmigranten, da das Wort Wirtschaftsflüchtling a) falsch ist und b) einen mittlerweile stark pejorativen Konnex hat (aber er wurde in diesem Thread eben schon häufiger benutzt, und ich denke die meisten wissen auch was gemeint ist).

"Echte Flüchtlinge" sind streng genommen nur Personen die unter Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention fallen:
http://www.bmz.de/de/was_wir_machen...hintergrund/definition_fluechtling/index.html
"Laut Artikel 1A der Genfer Flüchtlingskonvention ist ein Flüchtling eine Person, die "aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will.
Der Wortlaut der Konvention bezieht sich jedoch nicht eindeutig auf Menschen, die vor kriegerischen Auseinandersetzungen fliehen oder Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure wie Rebellen oder Milizen fürchten."


Das Völkerrecht trennt also nach "zur Flucht gezwungen" aus obig genannten Gründen = Flüchtling (darf nicht abgeschoben werden), oder "aus eigenem Antrieb", das betrifft ALLE ANDEREN Gründe = Migrant (darf abgeschoben werden).
D.h. konkret - jede andere Art der Bedrohung (von drohender Genitalverstümmelung über drohende Rekrutierung als Kindersoldat, Gewalt, Folter bis Hunger...) die zum Verlassen eines Landes führt wird als Migration eingestuft.
Nigerianische Muslime die vor dem Terror der Boko Haram fliehen (die allermeisten Terror-Opfer sind Muslime) gelten z.B. nicht als Flüchtlinge und dürfen wieder abgeschoben werden. Allgemeine schwerwiegende Notsituationen oder Bürgerkrieg berechtigen auch nicht zu Asyl. Die Menschen aus Syrien haben keinen Flüchtlingsstatus (sie verließen das Land freiwillig auf Grund der "Notsituation Bürgerkrieg") und kein Asyl, auf Grund des noch andauernden bewaffneten Konflikts stehen sie vorübergehend unter subsidiärem Schutz.


Die Probleme lösen sich doch nicht durch wegrennen und dann rumhängen in einem fremden Land, ohne Perspektive. Die Lösung kann nur vor Ort und im eigenen Land angegangen werden, gerne mit westlicher Hilfe.
Zunächst müsste den Menschen einmal dringendst die Realität, die sie hier erwartet, nahe gebracht werden, z.b. dass ihre Hoffnung auf Zukunftschancen nur für einen Bruchteil der Gestrandeten wahr werden kann, dass es für die meisten jedoch ein ziemlicher Alptraum werden wird.

Die "westliche Hilfe" ist zur Zeit nach wie vor eher Makulatur. Es gibt zwar zahlreiche, z.T. private, Hilfsprojekte, aber die Nachhaltigkeit ist zweifelhaft.
Große Konzerne haben wenig Interesse an einer echten Entwicklung dieser Länder, Arbeitskräfte sind extrem billig und dürfen mit staatlicher Billigung ausgebeutet werden (wovon wir wiederum ziemlich profitieren - z.B. die meisten essentiellen Rohstoffe für Elektronikartikel kommen aus Regionen mit der ärmsten Bevölkerung).
Und was die europäischen Regierungen an Interventionen und Handelsverträgen in den letzten Jahrzehnten abgeliefert haben, darüber könnte man einen eigenen Thread machen....
Damit Menschen in ihren Heimatländern bleiben können braucht es für sie echte Perspektiven (was auf unseren Wohlstand allerdings Auswirkungen hätte). Aussperren nützt nix - sie kommen trotzdem.
 
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