Flüchtlinge - Plage oder Chance?

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Ich drücke mich vermutlich unscharf aus. Ich denke nicht in Staaten und Gemeinwesen, sondern in Landschaften, in Lebensräumen, in Geographie. Die potentielle Beeinträchtigung ist die gleiche oder zumindest sehr ähnlich.

LG
Grauer Wolf
Ok, das Unterforum bezieht sich allerdings auf Gesellschaft und Politik.
 
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Davor hatten die Engländer für den Irak die Grenzen festgelegt. Die können aber auch gar nichts alleine, tsts

Nein, aber genau das war das Problem.

Außerdem hätten die Kurden sowieso einen eigenen Staat gewollt.

Der Irak ist selbst nur ein kolonialistisches Gebilde.
Es gibt keinen wirklichen Grund es zu erhalten. Die Gruppen die das dort wollen haben dabei nur ihre eigene Macht im Sinn.

Allerdings demonstrieren die Iraker auch nicht gerade ihre Toleranz, dadurch dass das Zusammenleben nicht funktioniert.

Wobei ich die Kurden da rausnehme. In deren Region gibt es keine Probleme mit anderen Religionen.
 
Nein, aber genau das war das Problem.

Außerdem hätten die Kurden sowieso einen eigenen Staat gewollt.

Der Irak ist selbst nur ein kolonialistisches Gebilde.
Es gibt keinen wirklichen Grund es zu erhalten. Die Gruppen die das dort wollen haben dabei nur ihre eigene Macht im Sinn.

Allerdings demonstrieren die Iraker auch nicht gerade ihre Toleranz, dadurch dass das Zusammenleben nicht funktioniert.

Wobei ich die Kurden da rausnehme. In deren Region gibt es keine Probleme mit anderen Religionen.
Die Engländer und Franzosen haben die Gegend nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches filetiert. Bzgl. Machtinteressen ist freilich die Problematik, das ausgerechnet der IS die alten Grenzen wieder herstellen will. Grundsätzlich ist Das Bedürfnis für Deutsche sicherlich nachvollziehbar.
Jedenfalls ist ein Großteil der Problematik sämtlichen Westmächten zu verdanken.
 
das haben deutsche Eltern im 2. Weltkrieg auch getan, weil sie wollten, dass ihre Kinder eine Zukunft haben. Was ist für Eltern besser: der sichere Tod der Kinder, wenn diese bei ihnen bleiben, oder die Hoffnung auf Zukunft für die Kinder durch eine Trennung?
Eltern, die sich für die Trennung entscheiden, weil sie für ihre Kinder eine Zukunft möchten, haben sich diese Entscheidung wahrscheinlich nicht leicht gemacht. Uns, die wir in einem sicheren Land leben, steht es wohl kaum zu, über diese Eltern zu urteilen.

Du schreibst es selbst: der sichere Tod.

In anderen Ländern werden Kinder aber durchaus auch in die Prostitution verkauft oder auch für ein wenig Farbe, um das Haus neu streichen zu können (Ging mal durch die Medien, darüber wurde hier im Forum auch diskutiert und sich aufgeregt, dass eine Frau so etwas tut). Gibt es alles und das alles ist für mich keine Not. Wo Kinder in Massen nachproduziert werden und es eh zu viele Menschen gibt, geschieht es leider schnell, werden sie zu einer handelbaren Ware. Das ist aber noch immer die Verantwortung der Eltern selbst.

Das mit der Kindsverschickung weiß ich auch noch von meiner Familie, da wurden Kinder aber nicht ins Unbekannte geschickt oder für immer fortgegeben.

Lg
Any
 
Die Engländer und Franzosen haben die Gegend nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches filetiert. Bzgl. Machtinteressen ist freilich die Problematik, das ausgerechnet der IS die alten Grenzen wieder herstellen will. Grundsätzlich ist Das Bedürfnis für Deutsche sicherlich nachvollziehbar.
Jedenfalls ist ein Großteil der Problematik sämtlichen Westmächten zu verdanken.

Ebenso wie den Osmanen (die Kolonialherren davor) und eben heute immer mehr der religiösen (und teilweise auch ethnischen) Intoleranz.
 
Leben ist unbezahlbar und mit keiner wirtschaftlichen Kennzahl zu messen, weil es nämlich viel mehr wert ist als alles, was man zählen kann.
Die Realität zeigt es anders, ganz anders. Wäre es so, gäbe es all die Länder nicht, in denen Krieg ist und Grausamkeit Alltag ist.

Und jeder Mensch, der hier lebt, unterstützt das dort alleine durch seine Existenz.

Jeder Einzelne müsste sich hier in seinem Lebensstandard auf den Standard der Leute dort herunterschrauben, damit "fair verteilt und alle dieselben Chancen hätten." Jeder Einzelne hier müsste sich vollumfänglich alleine in Bezug auf Afrika für zwei Menschen verantwortlich zeichnen, auch wirtschaftlich Verzicht üben für dortige medizinische Versorgung, essen, trinken und auch Bildung und Kultur, denn 1,1 Milliarden leben dort auf dem Kontinent, 500. Mio. hier.

Oder anders, von deinem Einkommen, wieviel würdest Du bereit sein dorthin zu schicken, für zwei Menschen, wo Du glaubst, diejenigen dort kämen damit menschenwürdig klar? Und würdest Du lebenslang dazu bereit sein, auch für deren Nachkommenschaft weiter verantwortlich zu sein. Ab wievielen Kindern, die diese zwei Menschen bekommen, würdest Du sagen: nun ist mal gut, mehr geht nicht, nun verhütet mal bitte?

So ganz individuell betrachtet, denn dann kann man wirklich hineinfühlen, bei allem Altruismus, wo die persönlichen Grenzen sind. Fremdgelder zu verteilen ist nämlich immer leicht, Asylantenheime fordern, solange die nicht auf dem Nachbargrundstück stehen, Sozialarbeiter und Schulen, solange man selbst nicht von etwaigen Problemen (oder die eigenen Kinder) betroffen sind.

LG
Any
 
Die Realität zeigt es anders, ganz anders. Wäre es so, gäbe es all die Länder nicht, in denen Krieg ist und Grausamkeit Alltag ist.

Und jeder Mensch, der hier lebt, unterstützt das dort alleine durch seine Existenz.

Jeder Einzelne müsste sich hier in seinem Lebensstandard auf den Standard der Leute dort herunterschrauben, damit "fair verteilt und alle dieselben Chancen hätten." Jeder Einzelne hier müsste sich vollumfänglich alleine in Bezug auf Afrika für zwei Menschen verantwortlich zeichnen, auch wirtschaftlich Verzicht üben für dortige medizinische Versorgung, essen, trinken und auch Bildung und Kultur, denn 1,1 Milliarden leben dort auf dem Kontinent, 500. Mio. hier.

Oder anders, von deinem Einkommen, wieviel würdest Du bereit sein dorthin zu schicken, für zwei Menschen, wo Du glaubst, diejenigen dort kämen damit menschenwürdig klar? Und würdest Du lebenslang dazu bereit sein, auch für deren Nachkommenschaft weiter verantwortlich zu sein. Ab wievielen Kindern, die diese zwei Menschen bekommen, würdest Du sagen: nun ist mal gut, mehr geht nicht, nun verhütet mal bitte?

So ganz individuell betrachtet, denn dann kann man wirklich hineinfühlen, bei allem Altruismus, wo die persönlichen Grenzen sind. Fremdgelder zu verteilen ist nämlich immer leicht, Asylantenheime fordern, solange die nicht auf dem Nachbargrundstück stehen, Sozialarbeiter und Schulen, solange man selbst nicht von etwaigen Problemen (oder die eigenen Kinder) betroffen sind.

LG
Any
Eine veränderte Agrarpolitik würde der Gesundheit und dem Wohlergehen sowohl in den reichen Indusrieländern, als auch den Kleinbauern völlig verarmter Länder helfen. Diese relativ komplexen Verhältnisse in einem Thread zu klären ist sicherlich zu schwierig. Es gab mal einen absurden Bericht über Fleischreste aus der EU , welche in die Dritte Welt verschickt wurde ( vielleicht haben wir noch nicht genug Hunde, die Hunger leiden) und gleichzeitig sämtliche Kleinbauern dort in den bankrott treiben. Ich such mal, vielleicht finde ich das noch


Hm, das wars nicht, zeigt aber schon mal den Problemansatz:

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und "persönlich" ist die Sache von Anfang an, weil es hier nicht um die Frage geht, ob der Mond um die Sonne kreist, sondern wie man mit der Asylfrage umgeht...und das ist kein Thema der Wissenschaft sondern der Politik und Ideologie.
Nein, ich bin in keiner Weise persönlich betroffen oder sonst mit dem Flüchtlingsproblem verbandelt und daher durchaus in der Lage diese Problematik aus einer gewissen Distanz und ohne dieses Betroffenheitsgetue anzuschauen.
Das Elend mit der Identifizierung ist, dass man eben leider in die Rolle rutscht das Gegenteil zu bekämpfen. Nur ganz wenige können den Dingen neutral gegenüber stehen.
Je mehr ein Thema zur persönlichen Angelegenheit wird, um so stärker wird die Abgrenzung zur Gegenposition. Und damit diskutieren wir fragmenthaft und verlieren den Blick für die Gesamtsituation.

Asylanten sind wild und dreckig und besetzen mein Land.
So war doch gleich oben noch der Tenor der Einheimischen, oder nicht? ;)
Du reagierst nicht direkt auf meine Argumente, sondern auf deine Deutung davon.
Und damit ist dein Wahrnehmungsfokus so eingeschränkt, dass du Gegenmeinungen nur noch aus einer bestimmten Sicht sehen kannst.
Schade.

Zitat von Sabbah:
Und da könnte man zum Beispiel anführen, dass Deutschland, aber auch Österreich, sofern man den Sozialstaat in seiner heutigen form fortsetzen möchte, ganz entschieden auf Zuwanderung angewiesen ist.

Auch so ein Märchen.
Zunächst ist es die heute arbeitende Bevölkerung, die den Sozialstaat und alle, die von ihm profitieren, am Leben erhalten.
Zuwanderung ist dann in Ordnung, wenn dies nach den geltenden Vorgaben geschieht, d.h. der Betreffende muss Arbeit haben und in dieses System einzahlen.
Meines Wissens ist es so gut wie unmöglich für jemanden außerhalb der EU, Deutschland als Wirtschaftsflüchtling zu erreichen, insofern ist ein Großteil der Diskussion irrelevant.
Ja wo sind se denn, die hochqualifizierten Fachkräft?
Im übrigen kommen diese "Wirtschaftsflüchtlinge" mit der allgemeinen Flüchtlingswelle, d.h. ohne echt bedroht zu sein, sondern weil eine automatische Anerkennung erfolgt, wenn man aus bestimmten Ländern kommt.
 
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Eine veränderte Agrarpolitik würde der Gesundheit und dem Wohlergehen sowohl in den reichen Indusrieländern, als auch den Kleinbauern völlig verarmter Länder helfen. Diese relativ komplexen Verhältnisse in einem Thread zu klären ist sicherlich zu schwierig. Es gab mal einen absurden Bericht über Fleischreste aus der EU , welche in die Dritte Welt verschickt wurde ( vielleicht haben wir noch nicht genug Hunde, die Hunger leiden) und gleichzeitig sämtliche Kleinbauern dort in den bankrott treiben. Ich such mal, vielleicht finde ich das noch.
Sicherlich, würde ernstes und aufrichtiges politisches Interesse an Menschenleben bestehen, könnte mit Sicherheit Einiges verbessert werden. Ich meine jedoch nicht ohne eine Geburtenregelung und Veränderung der politischen Systeme, Ziele und Programme. Wie ungerne Menschen sich in diese Themen reinreden lassen ist gemeinhin bekannt.

Ich behaupte: die meisten Menschen wollen das nicht. Und das beginnt bei jedem Einzelnen. Hier wie dort. Denn die Lösung bedeutet auf der einen wie auf der anderen Ebene: Verzicht. Auf Machtstrukturen, Ideologien, Luxusgüter, Freiheiten (Geld) usw.

LG
Any
 
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