KassandrasRuf
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Du glaubst doch nicht ernsthaft das die allein flüchtenden Kinder sich das selbst ausgedacht haben von der Familie fortzugehen und sich auf eine gefährliche und höchst unsichere Reise zu machen.
Wie kommst Du auf diesen Schmarrn? Schrieb ich irgendwo, dass sich die Frauen und/oder Kinder mal eben so auf ein solches Wagnis einlassen?
Familien schicken ihre Kinder normalerweise nur bei völlig aussichtslosen Notlagen alleine weg, in der Hoffnung, dass sie, wo immer sie in der EU landen werden, bessere Zukunftschancen haben werden.
Da kommen dann solche Aussagen:
Anevay #282
Keine Perspektive heißt nicht gleich zu verhungern, sondern keine Perspektive darauf zu haben z.B. aufzustreben beruflich, reich und wohlhabend zu werden (subjektiv betrachtet).
Für mich ist das nach wie vor eine fast obszöne Aussage und eine extreme Abwertung von Menschen die vor wirtschaftlich und existentiell aussichtslosen Situationen (keine Chance auf Bildung, Gesundheitsversorgung, Einkommen das Grundbedürfnisse sichert, politische Stabilität....) flüchten um sich und ihren Familien a la long ein besseres Leben zu ermöglichen.
Durchschnittliches Jahreseinkommen (gerechnet BIP pro Kopf - d.h. die Streubreite ist riesig, das tatsächliche Einkommen, ohne Eliten liegt wesentlich niedriger) am Beispiel von Senegal
http://www.laenderdaten.info/laendervergleich.php?country1=SEN&country2=DEU
Senegal US$ 1700,- (ca. 1500 Euro) pro Jahr; die Lebenserwartung liegt bei 61 Jahren, die Arbeitslosigkeit bei knapp 50%; die Lebensmittelpreise steigen sprunghaft - ein 20kg Sack Reis kostete Anfang 2012 ca. €12,- und lag Anfang 2014 bei mehr als dem Doppelten. Die Preise für Fisch und Gemüse verdoppeln sich z.T. innerhalb weniger Tage.
Ähnlich trist sieht die Situation in zahlreichen anderen afrikanischen und asiatischen Staaten aus. Von der Armut und dem extremen Einkommensgefälle in vielen dieser Länder (z.B. Senegal, Nigeria) profitieren wir in Europa auch als Endverbraucher.