Ich bin im Grunde nur indirekt via Steuergelder betroffen (o.k., auch da ist jeder Cent zusätzlich einer zuviel), weil ich demnächst in die "Pampa" ziehe. 50 Schritte weiter beginnt der Wald und das war's. Für Asylanten ist das nicht komfortabel genug, ohne Auto geht in der Gegend nichts (ach ja, man könnte ja jedem Flüchtling gleich noch ein Auto schenken, käme bestimmt toll; aber nix billiges marke "Ente", sondern gediegene Mittelklasse inkl. Steuer, Versicherung und frei tanken [wer den Sarkasmus findet, darf ihn behalten]), die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 6...8 km entfernt, bergab und retour natürlich wieder (ordentlich) bergauf. Einfach! Nicht! Zumutbar...!
Wenn ich aber sehe, wie hier in der Nähe meines alten Wohnortes jungen Familien ihr Eigentum entwertet wird, in dem man in eine Einfamilienhaussiedlung Asylanten-Container setzt, dann kann ich die Wut und den Ärger der Leute gut verstehen. Die befürchten zu Recht Dreck, Lärm, Müll, Drogendealerei, Gewaltverbrechen und lassen ihre Kinder garantiert nicht mehr ohne Begleitung in den KiGa oder die Schule. Die haben schlicht Angst. Außerdem wurde den Bürgern der zentral gelegene Parkplatz weggenommen, mit dem man den eigentlichen Wohnbereich entlasten wollte. Auf gut deutsch: Hier wurde ganz massiv in die Lebensqualität eingegriffen, einfach so, per ordre Gutmensch, ohne die Leute auch nur zu hören. In der Gegend zahlen die Leute für ein Eigenheim locker 350 Mille, je nach Grundstück auch mehr. Vom Wert kann man jetzt gut 20% abziehen, also 70.000 €. Nur die tatsächlichen Hypotheken ändern sich natürlich nicht, die müssen abbezahlt werden. Daß das böses Blut gibt, das ist nur zu verständlich. Ich käme mir vor wie bestohlen...
Man sollte gutmenschelnden Politikern, die dieses Land resp. seine Bürger mit aller Gewalt bereichern wollen, einen Asylanten-Container in den Vorgarten stellen, vielleicht begreifen sie dann, was sie den Einheimischen antun. Die Forderungen von manchen Politikern, man möge doch "Flüchtlinge" privat aufnehmen, sind so dreist, daß es schon grotesk ist. Wer will schon Fremde im Umfeld der eigenen Familie, für die man auch noch ggf. lebenslang zahlen soll. Wer sich darauf einläßt, ist m.M.n. nicht ganz dicht und handelt verantwortungslos gegenüber seiner Familie.
LG
Grauer Wolf