Die Leere der Lehre

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Zu meiden, was zu vermeiden ist, ist klug.
Zu meiden, was zu überwinden ist, ist unklug.

Wer das meidet, was er selbst fürchtet, der vermehrt die Angst (in sich).
Wer das meidet, was der andere fürchtet, der vermindert die Angst.

So bringt das Meiden der Furcht einem selbst Schaden.
So bringt das Meiden der Furcht im anderen Nutzen.

Wer weiß, was die Ordnung des Einen meidet, der weiß, wie die Angst zu vermindern ist.

So auch der Berufene:
Er sieht/(er)kennt die Angst.

So spricht er die Angst im anderen nicht an (nährt sie nicht)
und versteht es doch, die richtige Antwort zu geben,
damit das, was die Angst ist, sich vermindert.

Der Berufene drängt seinen Rat nicht auf
und doch kommt man zu Ihm, um seinen Rat zu hören.

Ohne selbst tätig zu werden,
versteht er es zum rechten/richtigen Tun anzuleiten,
um das, was die Angst ist, zu vermindern.

Warum ist das so?
Die Ordnung/Lehre des Einen strebt weder dannach die Angst zu vermehren (Furcht einzuflößen),
noch dannach sie zu vermeiden, doch zeigt sie auf, wie man sie überwinden kann.

Wie geschieht dies?
Die Ordnung/Lehre des Einen zeigt auf ,was die Ursache, die Funktion und die Auswirkung der Angst ist, was die Angst bedeutet.
 
(74)
Wenn die Menschen jenes nicht fürchten, das in Ihnen (selbst) ist, wie sollte etwas in sie eintreten, das sie in sich (selbst) fürchten?
Wenn die Menschen das fürchten, was in Ihnen (selbst) ist, wie sollte etwas im Außen existieren, wovor sie nicht fürchten,
dass es in sie eindringen könnte?

Die Menschen in beständiger Furcht zu halten, vor dem, was in Ihnen (selbst) ist, zeugt von Torheit.
Die Menschen von der Furcht zu befreien, da sie in Ihnen (selbst) ist, zeugt von klugem Handeln.

Durch keine Veränderung im Außen kann der Mensch von seiner Angst befreit werden.
Nur durch eine Veränderung von dem, was in Ihm (selbst) ist, kann der Mensch von seiner Angst befreit werden.

Wer ist es, der solches zu bewirken vermag?

Nur einer, der die Angst, die in Ihm selbst ist, überwinden konnte, kann dies im anderen bewirken.
Keiner, der die Angst, die in Ihm selbst ist, nicht überwinden konnte, kann dies im anderen bewirken.

Es gibt den Einen, der die Angst von Allen und in allem überwacht und das Überwinden der Angst.
Wer sich Ihm anvertraut, da er ihn in sich (selbst) findet, wird die Angst überwinden und das, was er (selbst) geworden ist.

Es gibt viele die Ihre Angst zu überwachen suchen und zu überwinden.
Doch da sie sich dem Einen, da er in Ihnen (selbst) zu finden ist, nicht anvertrauen, können sie Ihre Angst nicht überwinden
und auch nicht das, was sie (selbst) geworden sind.
 
Extremsituationen bedingen Transzendenzerfahrung: Diese ist charakterisiert durch einen paradoxen Umschlag in der Erlebnisweise:

Angst ist nicht beliebig steigerbar. Extreme Angst führt automatisch zur Aufgabe des Ich's und zur Erkenntnis einer höheren Kraft, die trägt, so dass das unmittelbar Erlebte keinen Einfluss mehr hat. Daraus folgt der Verlust der Angst vor der Vernichtung. Z. B. beim ersten Fallschirmabsprung oder Bungie Jumping.

Einsamkeit führt zur Trostlosigkeit. Auch diese ist nicht beliebig steigerbar und kann zur Erfahrung einer höheren Wirklichkeit und damit zur Erfahrung des “Aufgefangenseins” führen.

Absurdität des Daseins (z.B. schlechte Behandlung wie im KZ, Krieg, Diagnose "unheilbarer Krebs", Tod eines geliebten und geschätzten Mitmenschen) führt evtl. jenseits aller Verzweiflung zur Erkenntnis einer höheren, unbegreifbaren Ordnung

Solche Extremkonfrontationen vermögen die Tür einer anderen Wirklichkeit und zu einer anderen Sicht der Dinge zu öffnen. Heisst also: Wenn man sich gerade mit jenen Dingen des Lebens bewusst konfrontiert, die einem Widerstreben, kann ein Durchbruch in die Transzendenz erfolgen.
 
Niemand schrieb:
Extremsituationen bedingen Transzendenzerfahrung: Diese ist charakterisiert durch einen paradoxen Umschlag in der Erlebnisweise:

Angst ist nicht beliebig steigerbar. Extreme Angst führt automatisch zur Aufgabe des Ich's und zur Erkenntnis einer höheren Kraft, die trägt, so dass das unmittelbar Erlebte keinen Einfluss mehr hat. Daraus folgt der Verlust der Angst vor der Vernichtung. Z. B. beim ersten Fallschirmabsprung oder Bungie Jumping.

Einsamkeit führt zur Trostlosigkeit. Auch diese ist nicht beliebig steigerbar und kann zur Erfahrung einer höheren Wirklichkeit und damit zur Erfahrung des “Aufgefangenseins” führen.

Absurdität des Daseins (z.B. schlechte Behandlung wie im KZ, Krieg, Diagnose "unheilbarer Krebs", Tod eines geliebten und geschätzten Mitmenschen) führt evtl. jenseits aller Verzweiflung zur Erkenntnis einer höheren, unbegreifbaren Ordnung

Solche Extremkonfrontationen vermögen die Tür einer anderen Wirklichkeit und zu einer anderen Sicht der Dinge zu öffnen. Heisst also: Wenn man sich gerade mit jenen Dingen des Lebens bewusst konfrontiert, die einem Widerstreben, kann ein Durchbruch in die Transzendenz erfolgen.

Wenn man sich mit den Dingen beschäftigt die einem Widerstreben. zB warum jemand alleine ist, dann wird dieser bewusste Mensch sicherlich nicht in eine Extremsituation fallen, weil dieser Mensch ganz einfach weiss, wie die Situation zu ändern ist, warum er einsam ist. Er wird an der Situation etgwas ändern. Somit werden sicherlich die, die sich bewusst damit auseinandersetzen nicht zu einer Extremsituation kommen.
 
ElaMiNaTo schrieb:
Wenn man sich mit den Dingen beschäftigt die einem Widerstreben. zB warum jemand alleine ist, dann wird dieser bewusste Mensch sicherlich nicht in eine Extremsituation fallen, weil dieser Mensch ganz einfach weiss, wie die Situation zu ändern ist, warum er einsam ist. Er wird an der Situation etgwas ändern. Somit werden sicherlich die, die sich bewusst damit auseinandersetzen nicht zu einer Extremsituation kommen.

Das ist genau der Punkt: Anstatt hindurchzugehen durch die Einsamkeit, wählen die Menschen wieder den leichteren Weg um damit dem Unangenehmen auszuweichen. Den Feind besiegt man nur, wenn man mitten hindurch geht ;)
 
Niemand schrieb:
Das ist genau der Punkt: Anstatt hindurchzugehen durch die Einsamkeit, wählen die Menschen wieder den leichteren Weg um damit dem Unangenehmen auszuweichen. Den Feind besiegt man nur, wenn man mitten hindurch geht ;-)

Entschuldige, aber was sabbelst du da ? Wenn sich jemand der Einsamkeit bewusst ist, dann geht er ja auch einen Stück durch die Einsamkeit, oder durch die Angst, oder was weiss ich und eben weil er den Mut hat sich damit auseinanderzusetzen und die Angst oder die Einsamkeit eben nicht verdrängt, wird er etwas ändern und deswegen wird dort keine Extremsituation auftreten.
 
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Die Angst hinter allen Ängsten, ist die Angst davor: keine Liebe zu leben und nicht geliebt zu werden (gehört zusammen, ist ein Gefühl). Projiziert auf die Zukunft.
Alles Liebe
 
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