Muggle, etwas fehlt!
Und das ist die lebendige Beziehung zur Quelle:
http://www.salvation.de/Das_Dialogische_Prinzip_allgemein.html
Das Dialogische ist ein Gespräch, in das im Prinzip alle Menschen eingebunden sind - jeder für sich und manche Gemeinschaften auch noch als solche (z.B. die Juden als Volk Gottes, andere spirituelle Gemeinschaften, aber auch Paare, Familien, Stämme ...) - das aber nicht alle Menschen als solches wahrnehmen können. Die Voraussetzung für die Wahrnehmung dieses Dialogs ist eine Art "Gnade", andere würden sagen der "Zufall" der Geschichte, der erstaunlicherweise und ohne erkennbaren Grund gewisse Personen in den Zustand einer derartigen Wahrnehmung versetzt, während andere, die anscheinend viel mehr "Recht" auf eine "Anschauung" hätten (etwa Fachtheologen oder geistliche Würdenträger), von ihr doch oft ausgeschlossen sind. Nun, Jesus hat sehr scharf formulierte Aussagen in diesem Sinn gemacht - aber es finden sich natürlich immer Gründe für Personen, die eben nicht mit einer Anschauung bedacht worden sind, diese Aussagen nicht auf sich beziehen zu müssen und sich weiterhin dazuzuzählen, ohne sich je wirklich ehrlich zu prüfen - und dann vielleicht gerade beim Feststellen des Nicht-Bestehens der Prüfung mit einer Anschauung beschenkt zu werden.
Der Dialog ist nämlich im Prinzip jederzeit allen Menschen zugänglich, er ist biologisch verankert - obwohl "Michael" den Baum des Lebens bewacht und vor jedem unbefugten Zugriff sichert. Der unbefugte Zugriff besteht ja nur darin, dass jemand aufgrund seiner Urteile über "gut" und "schlecht" das Paradies (als etwas "Gutes") erreichen möchte [um hier etwas vorwegzunehmen: Hier wird schon klar, dass die bildhafte (also mythische) Darstellung der philosophischen Frage nach dem Ursprung des Übels etwas anderes ist als das für-Fakt-Halten legendärer (nachträglich aufgrund eines Mythos erfundener) Ereignisse - und ich will damit keinesfalls etwas gegen die Berechtigung des Mythos selbst einwenden oder gegen das Erdichten inspirierender Geschichten!]. So jemand kann nicht eingelassen werden, denn er/sie erhebt sich ja über die Natur, in der es das eine nicht ohne das andere gibt.
Es fehlt die Demut, d.h. die Anerkennung der Realität der vollkommenen Abhängigkeit des Geschöpfes vom Schöpfer. Erst jemand, der Gott nicht als ein Wissender, sondern als ein Unwissender gegenübertritt, kann in den Dialog eintreten, denn ein Wissender kann natürlich nur seine eigene Stimme hören, und er wird der Stimme Gottes nicht glauben.
Daher kommt es, dass oft Menschen, die am Boden ihrer Existenz angelangt waren, plötzlich zu Mittlern wurden, und dass kaum je einer zu einem Mittler wurde, dem diese Erfahrung (des am Ende Seins) fehlt. Naturwissenschaftler untersuchen dieses Phänomen mittlerweile und halten es für ein biologisches Notprogramm, das einsetzt, wenn alle auf Gedanken basierenden Ideen versagen, also für eine Art Rückgriff auf eine instinktive Basis, doch das Erstaunliche für sie würde sein wenn sie es wagen würden dieses Phänomen wirklich eingehend zu betrachten ,
dass die Ideen, die solchen Situationen entspringen, geradezu unglaublich situationsbezogen informiert sind, akkurat und letzten Endes höchst rational, rationaler als jede Überlegung es je sein könnte (vgl. Gideon, Ri 6-8). Und außerdem, dass dem, der sich "auf diesen Dialog hörend" verhält, (auch nach erfolgter Entscheidung) die ganze (unbewusste) Natur zu Hilfe kommt (vgl. die ägyptischen Plagen, Ex 7-11, so legendär diese auch sein mögen). Und das sind Erfahrungen (andere würden hier vielleicht von "Wunder" sprechen), die von allen, die in der Anschauung leben, als ihre eigenen persönlichen Erfahrungen bestätigt werden. Sie wissen dadurch, wie Schleiermacher [aaO. 118], dass alles (der ganze Verlauf des Lebens und der Evolution) ein Wunder ist.