Was ist Wissenschaft und wie funktioniert sie?

Werbung:
Wie ordnest Du die Medizin ein? Harte, exakte oder weiche Wissenschaft? Ich würde die Psychologie ähnlich der Medizin einordnen.
Bei Medizin und Psychologie gibts das Problem, dass Objekt und Subjekt (Untersuchender und Untersuchungsobjekt) auf irgendeine Weise identisch sind. Menschen beschäftigen sich mit der Untersuchung von Menschen. Da ists natürlich schwierig, objektiv zu bleiben. Noch dazu verhalten sich nicht alle Menschen gleich, was die Sache noch ein bisschen schwieriger macht (im Gegensatz zu Atomen, Wärmestrahlung, Kristallen usw. beispielsweise).
Wobei Medizin ja im Prinzip keine Wissenschaft ist, sondern "Heilkunst", um das mal so auszudrücken. Mit dem Fortschritt der Wissenschaften (wie Mikrobiologie/Antibiotika/Darmflora oder die diversen Blutanalysen/Chemie oder Röntgen/Physik) benützt man diverse wissenschaftliche Methoden, um Kranke oder Verletzte zu heilen, mal simpel ausgedrückt.
 
Bei Medizin und Psychologie gibts das Problem, dass Objekt und Subjekt (Untersuchender und Untersuchungsobjekt) auf irgendeine Weise identisch sind. Menschen beschäftigen sich mit der Untersuchung von Menschen. Da ists natürlich schwierig, objektiv zu bleiben.

Nicht nur da ist es schwierig. Und auch die anderen "harten" Wissenschaften erzählen auch etwas über uns.

Noch dazu verhalten sich nicht alle Menschen gleich, was die Sache noch ein bisschen schwieriger macht (im Gegensatz zu Atomen, Wärmestrahlung, Kristallen usw. beispielsweise).

Zum einen: Menschen haben doch ziemlich viele Gemeinsamkeiten, was für die große Mehrheit oder gar alle Menschen gilt.

Wenn Du einen europäischen Menschen aufforderst, schnell und spontan eine Farbe, ein Werkzeug und ein Musikinstrument zu nennen, wird ein großer Anteil: "Rot, Hammer, Geige" antworten (zumindest vor 30 Jahren; ich las mal, dass sich das geändert hat). Warum? Es hat mit der Gesrllscgaft zu tun, die uns prägt. Mag sein, dass es einzelne gibt, die: "Pink, Rohrzange, Didgederidoo" antworten, aber sowas ist eher die Ausnahme als die Regel.

Es gibt auch eine statistische Häufung, wenn man Menschen bittet irgendeine beliebige Zahl zwischen 1 und 100 zu nennen. Viele nennen die 37. Wenn wir absolut individuell wären, gäbe es solche Häufungen nicht.

Darüber hinaus sind die Objekte, die z.B. in der Physik untersucht werden, auch joch-individuell. Bei z.B. einem einzelnen radioaktiven Atom kannst Du nicht borhersagen, wann es zerfällt. Das kann innerhalb der nächsten 10 passieren oder erst in 1000 Jahren. Du kannst Wahrscheinlivhkeiten berechnen und Statistiken erstellen, was für das Ensemble auch gut passend ist, aber das einzelne Atom nicht vorhersagen.

Oder in der Astronomie: Die Sterne können wir kategorisieren und einteien. Trotzdem sind Sterne hoch-individuell, und jeder Stern hat eine Besonderheit, die ihn von den anderen abhebt.

Wobei Medizin ja im Prinzip keine Wissenschaft ist, sondern "Heilkunst", um das mal so auszudrücken. Mit dem Fortschritt der Wissenschaften (wie Mikrobiologie/Antibiotika/Darmflora oder die diversen Blutanalysen/Chemie oder Röntgen/Physik) benützt man diverse wissenschaftliche Methoden, um Kranke oder Verletzte zu heilen, mal simpel ausgedrückt.

Ja, und da sehen wir eben auch durchaus Gemeinsamkeiten zwischen den individuellen Menschen. Und das können wir und zu Nutze machen.
 
Darüber hinaus sind die Objekte, die z.B. in der Physik untersucht werden, auch joch-individuell. Bei z.B. einem einzelnen radioaktiven Atom kannst Du nicht borhersagen, wann es zerfällt. Das kann innerhalb der nächsten 10 passieren oder erst in 1000 Jahren. Du kannst Wahrscheinlivhkeiten berechnen und Statistiken erstellen, was für das Ensemble auch gut passend ist, aber das einzelne Atom nicht vorhersagen.
beispielsweise sind alle Elektronen absolut gleich, ich erinnere mich an den Ausspruch eines Physiklehrers: "Ein Elektron hat kein Mascherl". ;-)
 
Werbung:
beispielsweise sind alle Elektronen absolut gleich, ich erinnere mich an den Ausspruch eines Physiklehrers: "Ein Elektron hat kein Mascherl". ;-)

Das ist richtig, und trotzdem ist es unberechenbar bzw. nur im Ensemble (Quantenmechanik). Und Elektronen sind auch nicht das einzige, womit Physiker sich befassen.
 
Zurück
Oben