Gabi
Aktives Mitglied
Ja,ich verstehe,was Du meinst.Aber ich kann vor allem nachvollziehen,dass eine Frau nicht nur erstmal,sondern ihr ganzes Leben lang ,eine Vergewaltigung als ein ungerechtes Übel betrachtet.Man kann aus dieser "Erfahrung"etwas lernen,man kann damit mit der Zeit umgehen und als eine "Begebenheit" akzeptieren,die stattgefunden hat ohne sich dabei als selbstbemitleidendes Opfer dabei zu fühlen.Verstehst Du?.......aber:"Die Wunden heilen,aber die Narben bleiben".........
Sehr viele Frauen sehen es ihr Leben lang als Übel, akzeptieren es, weil es "halt so sein sollte", arangieren sich damit, ABER, sie heilen es nicht und damit bleiben sie weiterhin im Leiden, wenn auch weniger bewußt. D.h. sie akzeptieren, was geschehen ist, nehmen es aber nicht wirklich an, verschieben es also lediglich ins Unterbewußte, um damit besser leben zu können. Mir ist klar, daß das (noch) die meisten Menschen tun, denn wir sind es gewohnt, zu leiden und können uns nicht vorstellen, daß es auch ohne geht, bzw. daß diese Dinge wirklich geheilt werden können. Heilen heißt, ganz werden, d.h. wir werden uns der wahren Natur des Geschehens bewußt, erkennen, wieso weshalb warum und vor allem ein großes Stück von unserem wahren Selbst und wenn wir das wirklich ANnehmen, NICHT akzeptieren oder HINnehmen, dann heilt es wir leben wieder ein Stück mehr unseres wahren Selbst.
Jeder/jede wertet und urteilt auf irgendeine Art und Weise.Und die,die Kinder,Frauen,Männer vergewaltigen verurteile ich.Man kann auch für das Verhalten solcher Verbrecher eine ERKLÄRUNG finden (sie wurden z.B.: selbst in der Kindheit sexuell missbraucht),aber keine ENTSCHULDIGUNG....
Etwas nicht zu ver-/beurteilen, bedeutet nicht, dem Täter eine Entschuldigung für seine Tat zu geben. D.h. nur weil ich ein Verbrechen nicht verurteile, heißt das nicht, daß ich den Täter laufen lasse. Keinerlei Wertung bedeutet, sich bewußt zu sein, daß JEDER ALLES schon einmal getan hat, als Täter und Opfer, daß wir nicht wirklich getrennt sind und das was der Eine auslebt, verdrängt der andere und umgekehrt. Man verurteilt etwas solange, bis man diesen Teil, in sich selbst entdeckt, erkennt, daß man selbst es ist, der das tut oder erlebt hat. Verstehst Du, was ich meine ? Mir ist klar, daß man das auch nicht einfach so "tun" kann. Also, ich habe mich auch nicht dafür entschieden so nach dem Motto: ab sofort verurteile ich nicht mehr. Nee, was ich den Männern, ja der Menschheit früher gewünscht habe, ist "heftig".
Es ist wie das Sprichwort: der getroffene Hund bellt. Wenn jemand auf irgendetwas "allergisch" reagiert, also sich darüber aufregt, es verurteilt, oder nichts damit zu tun haben will oder auch augenscheinlich grundlos in Tränen ausbricht usw., dann hat er genau das in sich selbst noch nicht geheilt. Es spricht ihn emotional so sehr an, weil er selbst darunter irgendwann einmal gelitten hat oder es selbt einmal getan hat.
Liebe Grüße
Gabi