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Zwangsgedanken

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von DUCKFACE, 16. September 2012.

  1. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

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    Hallo!

    Was sind Zwangsgedanken? Wie äußern sie sich und welche psychologische Funktion besitzen sie?

    Meines Wissens können die Inhalte von Zwangsgedanken außerordentlich vielgestaltig sein. Der Eine wird von dem zwanghaft in Erscheinung tretenden Gedanken verfolgt, zigmal die Türen seines PKWs oder die Herdplatten seiner Küche kontrollieren zu müssen. Den Zweiten plagt die Zwangsvorstellung, einem geliebten Menschen ein bestialisches Leid zuzufügen. Den Dritten dominiert die Obsession, spezielle Gegenstände könnten bei Berührung oder Benutzung magisch-dämonische Effekte entfalten, denen in der Fantasie ein enormes Zerstörungspotenzial zugeschrieben wird. Der Vierte muss immerzu sein Gewicht überprüfen, der Fünfte wird von der fixen Idee, er könne einer Intoxikation zum Opfer fallen, in Angst und Schrecken versetzt.

    Eklatant ist: Derartige Gedanken können die Aktivität eines Menschen blockieren und die Lebensqualität immens reduzieren, indem sie emotionale Leidensdrücke erzeugen.

    Doch welchen Sinn haben nun die Zwangsgedanken, die immer mehr Menschen überfallen und sie am Leben hindern? Ich bin der Meinung, die Genese der Zwangsgedanken ist vielschichtig und komplex. Manchmal können die Zwangsgedanken als Abwehr von Individuation und Autonomie fungieren, indem sie immer dann auftreten, wenn der Betroffene sich gen Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit entwickeln möchte. Anstatt sich weiterhin der positiven Wandlung, seiner psychischen Metamorphose zu widmen, beschäftigt er sich plötzlich mit den Zwangsgedanken und den daraus resultierenden Emotionen.

    In anderen Fällen kann es sich bei den Zwangsgedanken vielleicht um ein unbewusstes Schuldgefühl handeln, das ebenfalls das Ziel verfolgt, die seelische Entwicklung eines Menschen zu unterbinden. Sobald ein übermäßig an Mutter oder Vater fixierter Mensch auch psychisch erwachsen werden möchte, erheben sich aufgrund der aktiven emotionalen Bindungsmechanismen Schuldgefühle bezüglich der Eltern, die dem Betroffenen in seiner Kindheit suggerierten, dass sie seiner bedürfen, damit es ihnen wohlergeht. Sie haben ihn nicht in die Autarkie entlassen. Schuldgefühle behindern im Gewande der Zwangsstörung den einer symbiotischen Bindung unterworfenen Menschen. Sie dienen folglich der Aufrechterhaltung der Symbiose und der damit verbundenen Vermeidung der persönlichen Reifung.

    Mit den Fantasien der Omnipotenz assoziierte Zwangsgedanken, die oftmals mystisch-magischer Natur sind, können Indikator einer infantilen Charakterstruktur des Betroffenen sein. Dieser Mensch hat nicht in ausreichendem Maße erlernt, Reales von Fiktivem zu differenzieren. Er lebt möglicherweise noch in der Welt der Märchen, Legenden und Sagen, in denen Hexerei, Magie und Zauberei etwas Konventionelles darstellen. Gerade die Allmachtsfantasien können aber auch als emotionale Kompensation von unbewussten Ohnmachts- und Minderwertigkeitsgefühlen dienen, die infolge einer identitätsmissachtenden, ignoranten und degradierenden Erziehung der Eltern entstanden sind. Denkbar ist auch, dass der Betroffene in der Fantasie noch immer mit dem omnipotenten Objekt seiner Kindheit, einem als übermächtig erlebten Elternteil, identifiziert ist und sich selber daher derartige Mächte zuspricht.

    Nicht zuletzt sind Zwangsgedanken häufig aggressiven Inhalts. Verbrennungen, magisch-rituell verursachte Liquidierungen, Vergiftungen beinhalten allesamt etwas hochgradig Verderbliches. Die innere und unbewusste Aggressivität, die entweder aus der Kindheit stammt oder sich im Laufe eines Lebens mangels sozialer Kompetenzen (konsequente Abgrenzung, Konfrontation von Herabsetzungen, Identitätsverletzungen, Kränkungen) akkumulierte, wird mit Hilfe der zwangsneurotischen Symptome stellvertetend an sich selber oder gedanklich am Anderen abreagiert und somit abgewehrt. Die emotionale Balance der Psyche bleibt hierdurch weitgehend gewahrt, indem eine Aufsummierung von Aggressionen durch eine substituierte Abreaktion restringiert und unter Kontrolle gehalten wird.

    Das ist meine Ideen hierzu.

    Viele Grüße

    Duckface
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    lass die gedanken kommen ...die gehen auch wieder und beruhigen sich schon ...
    ich bin sehr einfach geworden ...und muss da nicht alles verkomplizieren ...wer das mag der soll das tun ...kein problem
    zwangsgedanken kommen da ...wo jemand jemanden zwingen will ...wies scheint ...
    ich setze da auf natürlichkeit...:D:)
     
  3. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    Bis hierhin bin ich bei dir.... und stelle mir gerade die Frage:
    sind die Beispielzwangsgedanken, die du aufführst nicht schon fast ein Glücksfall, wenn sie so offenkundig sind?
    Weil sie sich so besser therapieren lassen?

    Und sind folgende Fragen auch Zwangsgedanken, und zwar die problematischeren:

    --- ich bin so leer
    --- ich habe keine Träume
    --- ich weiß nicht
     
  4. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    leere ist kein zwang ...ne sehnsucht ne tiefe...
    und man meint man muss so voll sein ...voller gedanken ...man wird dazu fast schon gezwungen...bis dir jemand klar macht ...zwang steht jeder guten entwicklung im wege ...dann haste den ehrgeiz nicht mehr und lässt dein hirn einfach leerlaufen
    das ego macht dann in panik denn es ist auf gedanken angewiesen ...mit ihnen grossgeworden quasi...:)
     
  5. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    Ich persönlich assoziiere auch Positives mit Leere, aber viele eben nicht.

    Sie haben eine Leere im Kopf.....

    Was ich vielmehr meine ist, dass der Gedanke "ich bin so leer" ein Zwangsgedanke sein kann.
    Und zudem denke ich, dass eben das nicht stimmt. Sie sind nicht leer, weil wären sie es, hätten sie damit kein Problem.....Wie kann man mit wirklicher Leere ein Zuviel an Leere haben? Geht nicht !
     
  6. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    das ego macht die probleme
    es ist mit der sprache also mit dem wort und den gedanken entstanden und sein halt sind ängste ...es ist auf ängsten aufgebaut
    wenn die leere da ist ....fühlt es sich bedroht und schmeisst den verstand dann wieder an ...der weitere unsinnige berechnungen von ängsten und weiteren sorgen dann konstruiert...im sinnen von ...was wäre wenn
    was wäre wenn der pott aber nen loch hat ...ja dann wäre leere....:D
    und alle gedanken würden weichen ...und gefühle der ganzheit und frische würden auftauchen...
    immer neu im jetzt...:D
     
  7. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    wem sagst du das......

    letztlich gründet sich alles pathologische auf Angst, denk ich manchmal..... pathologisch is uch schon wieder so ein Wort, was ein Unwort ist, aber wie soll man s sonst benennen.....
    Gott ist Liebe, der Teufel ist die Angst.... die einzige Hölle, die es wirklich gibt, und beides ist eben hier zu finden, Himmel u Hölle auf Erden....
     
  8. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    Manche Zwangserkrankte neigen dazu, eine an Perfektion kaum zu übertrumpfende Ordnung herzustellen, indem sie bestimmte Gegenstände unnötig anordnen oder in exzessivem Maße reinigen. Die Angst vor dem Kontrollverlust, vor der inneren Strukturlosigkeit und dem psychischen Chaos wird abgewehrt, indem sie auf die äußere Realität projiziert wird. Die anschließenden Zwangshandlungen erfüllen dann den Zweck der emotionalen Neutralisation der besagten Ängste.

    Viren, Mikroorganismen und Schmutzpartikel können eventuell die Angst vor den zudringlichen, intimitätsheischenden und identitätszerstörenden Einflüssen der Elternfiguren aktualisieren, die im Anschluss auf die Mikroben und den Dreck projiziert wird, so dass der Betroffene bemüht ist, sich ihrer zu erwehren, indem er z. B. eine übertriebene Hygiene betreibt. Als Projektionsfläche kommen Viren und Bakterien in Frage, weil auch sie die Grenzen eines Menschen überschreiten und Destruktives fabrizieren können (Eindringen in den Organismus, Verursachung von Krankheiten etc.).

    Auf kognitiver Ebene verbinden manche Menschen vermutlich auch das Selbstwertgefühl mit ihren Zwangsgedanken und -handlungen. Sie streben an, ein stabiles Selbstwertgefühl zu erhalten, indem sie ihre Zwangshandlungen ausführen: Der unter einem Reinigungszwang leidende Mensch kann sich aufgrund seiner Sauberkeit beispielsweise als diszipliniert und damit zugleich als wertvoll erleben, solange er sämtliche Kontaminationen vermeiden kann. In seinem subjektiven Bewertungssystem ist in diesem Falle die optimale Reinlichkeit mit dem Selbstwert verknüpft.
     
  9. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    erleuchtung ...ist hier im westen was pathologisches...
    das sagt eigentlich alles
    es läuft hier unter...depersonalisierung
    und wenn man sich von hochkomplizierten reden blenden lässt dann verkriecht man sich vielleicht lange jahre als dummkopf im mauseloch:trost:
    anstatt sich mal wieder dem licht zu widmen...
    dann wirds langsam einfacher...also kompliziertheit ist okay wers mag ...aber es muss nicht sein...:)
     
  10. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    und einfach geht s einfacher als man manchmal denkt ....

    so --- und nu Schluß damit :)
     

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