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Sterbehilfe

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Fee, 13. Oktober 2004.

  1. Fee

    Fee Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Mai 2004
    Beiträge:
    1.915
    Ort:
    100 km um Aachen
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    Hallo,

    ich habe hier im Forum viel gelesen über Leben und Sterben und nach dem Tod....
    Viele von uns haben schon die traurige Erfahrung gemacht und einen geliebten Menschen verloren, sei es ein oder beide Elternteile, oder Verwandte oder Freunde oder sogar das eigene Kind.
    Durch eine unheilbare Krankheit jemanden zu verlieren, ist sehr traurig, zumal man oftmals eine Krebskrankeit oder eine andere nicht heilen kann.

    Mein Mann (damals 22 Jahre) und meinen Vater habe ich verloren durch eine Krebserkrankung. Schlimm genug, dass man mit erleben muss, was für Schmerzen solch ein Sterben der Betroffene hat, bevor er durch den Tod "erlöst" wird von diesen Qualen.

    Ich habe mich so oft gefragt, warum ein Mensch, der keine Aussicht auf Heilung hat und dann im Stadium, wo es dem Ende zugeht, unerträgliche Schmerzen hinnehmen muss, ohne sich davon befreien zu können, indem er selbst entscheiden kann, wann das "erträgliche "Mass seiner Schmerzen erreicht ist und er nicht mehr leiden will.

    Damit meine ich die Sterbehilfe.
    Wenn ich einmal sterben muss, und habe schreckliche Schmerzen, warum kann ich dann nicht selbst bestimmen, wann ich endlich davon befreit werden will, um zu sterben in Würde und ohne Pein.

    Wer hat das Recht dazu, uns dieser Entscheidung zu entmündigen???

    Wann endlich können wir selbst entscheiden, vom Arzt eine Sterbehilfe zu bekommen, wenn wir das so wollen???

    Ich hoffe, niemand muss mehr unter Qualen sterben!!! Wir bekommen Narkose vor Operationen, die uns heilen sollen, aber wenn es zuende geht, warum bekommen wir dann nicht auch die Möglichkeit, ohne Schmerzen zu sterben??

    Mich würde interessieren, wie Ihr darüber denken tut.

    LG
    Maike
     
  2. romy_hexe

    romy_hexe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. September 2003
    Beiträge:
    1.368
    Ort:
    Plauen/Sachsen
    Hallo Maike

    im Grunde sehe ich es wie Du. Hab allerdings auch die Vermutung, daß sich nichts grundlegendes daran ändert, solang die gesetzlichen grundlagen so bleiben, wie sie sind. Es ist ein zu schmaler Grat, den Ärzte gehen, wenn sie diese Hilfe jemandem geben. Denn im Grunde muß der, der diese Hilfe möchte, sich die Spritze oder was auch immer selbst geben ... und auch dann ist es noch ein sehr großer Grenzfall und es kommt dann auf die Richter an.

    Ich hab keine Ahnung, ob es in Österreich auch so ist, aber ich geh mal davon aus, daß es dort noch strenger geregelt ist.

    Ich wünschte, es würde mehr Wert auf die Patientenverfügungen gelegt. Diese ernster genommen und sich danach gerichtet.

    Alles liebe
    Romy
     
  3. Dagmar

    Dagmar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2004
    Beiträge:
    1.032
    Halo Maike,

    aus Erfahrung bei Verwandten weiß ich, dass es keine Abkürzung gibt. Es gibt keine Abkürzung, die die früher und durch die eigene Hand gegangen sind, denen fehlt was. Es war noch nicht an der Zeit.
    Sie haben was vorweggenommen.

    Ich kannte einen der hatte Krebs und der fing an der Nase an, zog über di eAugen ins Gehirn. Er war von jeher ein grosser Meditierer, ich weiß nicht wie er es gemacht hat aber seine restliche Zeit verbrachte er in tiefer Meditation. Un der schlimmsten Phase, hatte er einen Versuch mit Morphium unternommen aber er mochte es nicht, es bracht ihn zuweit weg von sich selbst, benebelte, machte unklar.

    Er ging in Meditation.

    Und Clemens Kuby beschreibt ja solche Erfahrungen mit schlimmsten Schmerz 'Unterwegs in die nächste Dimension'.

    Also ich für mich, will den ganzen Weg gehen.
    Jemand anderen zu begleiten ist schwer, es ist sehr schwer das Leid des anderen zu sehen, es ihm zuzumuten und nicht mitzuleiden. Denoch ist es für mich eben ein 'neuralgischer Moment' und dem will ich nicht ausweichen sondern erleben, lebbar machen. Begleiten.

    Liebe Grüße Dagmar
     
  4. Toffifee

    Toffifee Guest

    Liebe Maike Gutjahr, sei gegrüßt! :winken5:

    Zunächst möchte ich Dir mein Mitgefühl aussprechen, daß Du Deinen Mann und Deinen Vater verloren hast.
    Ich sehe es genauso wie Du und möchte mich für die aktive Euthanasie (unter strengen medizinischen/juristischen Auflagen) aussprechen.
    Ich habe selber passive Sterbehilfe geleistet und weiss, wie schlimm es ist mit ansehen zu müssen, wie ein Mensch unter größten Schmerzen (oft über lange Zeiträume) vom Krebs gequält wird. Wer so etwas selber hautnah miterlebt, wünscht sich, daß der geliebte Mensch endlich erlöst wird und in Frieden sterben kann.
    Ich bin überzeugt davon, daß kein Gott es gutheißen kann, daß sich ein Mensch quält! Wenn es so wäre, dann würde die gesamte Medizin bzw. Intensiv-Medizin a priori ad absurdum geführt werden.
    Ich wünsche mir für die Zukunft, daß sich diese Meinung auch in der Politik durchsetzen wird.


    Viele liebe Grüße :)

    Toffifee
     
  5. Dagda

    Dagda Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    14
    ich wünsche einen wunderschönen guten tag!

    ihr sprecht hier eine für unsere gesellschaft sehr heikle thematik die wohl kaum pauschal abzuhandeln ist, an.

    ich persönlich bin der meinung das sterbehilfe nichts bring, denn wie DagoBert bereits sagte nimmt man da etwas vorweg. man sollte nicht in diese - nennen wir es mal gesetzmässigkeiten - des lebens eingreifen. ausserdem hat es was für sich wenn sich die betreffende person von ihren angehörigen und dem leben verabschieden kann, auch wenn es oft unter massiven schmerzen ist. ich kenne beide seite, einige meiner lieben sind schon gegangen, die einen plötzlich, die anderen über einen gewissen zeitraum.

    wie gesagt, das war gerade meine persönliche meinung. da sicherlich viele menschen meine einstellung nicht teilen denke ich sollte die möglichkeit der euthanasie der menschheit geboten werden. schliesslich stellt es auch einen gewissen faktor von freiheit dar. juristisch besteht - so weit ich weis - die möglichkeit z.b. lebenserhaltende massnahmen auszuschliessen. ein weiteres thema ist sicherlich die tabuisierung dieses themas. es sollte mehr in der öffentlichkeit darüber gesprochen werden.
     
  6. Fee

    Fee Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo, Ihr Lieben,

    danke für Euer Mitgefühl und Eure Meinungen.
    Ich wusste, dass es immer die oder die Entscheidung geben wird für andere, schliesslich sind wir Menschen ja nicht alle gleich.

    Wer wie Ihr schon hautnah einen Menschen sterben sehen hat (bei mir sind es drei mir nahestehende gewesen, meine Grossmutter auch noch, sie ist aber friedlich gegangen), der möchte soetwas nicht durchmachen.
    Aussuchen kann man sich das leider nicht.
    Aber wenn die Medizin schon so weit fortgeschritten ist, wir auf den Mond fliegen können und alles Mögliche erfunden haben, warum soll der Mensch dann nicht sagen können: Bis hier her und nun ist Schluss!

    Ich meinte nicht unbedingt Morphium oder schmerzlindernde Mittel, ich meinte richtig Sterbehilfe in Form einer Spritze, die Dich vom Leid erlöst und der Qual und einen endlich gehen lässt, wofür man sich selber entschieden hat....

    In Holland soll dies möglich sein?!

    Einem Tier gibt man den Gnadenschuss, um es von den Qualen zu erlösen, wie es oft mit Pferden getan wird, wenn sie sich die Beine brechen. Ein Mensch soll solange es geht leiden, bis er selber stirbt. Ist doch nicht richtig diese Entscheidung. Ist zwar ein ziemlich krasser Unterschied, aber so ist es.

    Mit Meditation kenne ich mich nicht aus. Ich weiss nicht, wie es möglich sein kann, durch meditieren mit Schmerzen umgehen zu können. Da müsste ich mal im Internet nachsehen unter Meditation etc.

    Als Kind habe ich immer gedacht: Warum muss man sterben? Man wird geboren und dann holt der Tod Dich wieder weg von dieser schönen Erde. Und wenn man dann auch noch gehen muss, dann müssen viele einen schmerzhaften Weg gehen, bis sie da sind, wo sie herkamen....

    Wollen wir mal abwarten, wann wir Menschen endlich selber über uns und unseren Körper und unser Leben und Sterben entscheiden können.

    Euch liebe Grüsse,
    Maike
     
  7. Dagmar

    Dagmar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2004
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    1.032
    Wer den Tod selbst in die Hand nimmt, leugnet das Grössere in dem wir alle aufgehoben sind. Wer sich selbst umbringt, macht sich gross, maßt sich an es besser zu wissen als sein Schicksal. Er nimmt sich wichtige Schritte.


    Da verallgemeinerst du total. Und für mich stimmt das nicht. Das würde doch bedeuten, nur weil du es nicht aushalten kannst, weil es für dich schlimm war, meist du, dass das keiner aushalten will und es muss Sterbehilfe geben und zwar für alle. Schau doch über deinen begrenzten Suppenteller.

    In Hospizen begleiten sie, man muss halt Raum und Befähigung dafür schaffen.

    Liebe Grüße Dagmar
     
  8. Fee

    Fee Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Mai 2004
    Beiträge:
    1.915
    Ort:
    100 km um Aachen
    Hallo, Dagobert,


    [
    Was für wichtige Schritte sollen das sein, etwa die "Erfahrung" des Leidens, die man dann nicht mitmachen will? Oder die Schritte, ins Jenseits zu gehen, wie alle anderen auch?


    Ich habe nicht gesagt, dass jeder Sterbehilfe bekommen muss, oder soll, sondern jeder FREI entscheiden soll und darf, ob er sie annehmen will oder nicht.

    .
    Für mich gibt es keine Begrenzungen, schon gar nicht bei Suppentellern, naja, ich stehe auf Erbsensuppe :ironie:

    LG
    Maike
     
  9. Toffifee

    Toffifee Guest

    Liebe Leute, seid gegrüßt! :)

    Das Thema Sterbehilfe ist ein sehr heikles, wenn auch sehr wichtiges Thema und ich finde es sehr mutig von Maike, daß sie diesen Thread eröffnet hat.
    Ich würde mich auf eine sachliche Diskussion zu diesem Theama freuen.
    Um aktive Euthanasie ranken sich viele Missverständnisse...
    Es geht z.B. nicht darum einem Selbstmörder Hilfestellung zu geben. Sondern es geht darum einem Menschen, dessen Sterben innerhalb eines absehbaren Zeitraums sowieso zu erwarten ist, einen qualvollen Tod zu ersparen. Gerade darin liegt doch ein Akt großer Menschlichkeit. Jeder von uns wünscht sich doch einen friedvollen Tod.
    Selbst wenn die aktive Sterbehilfe in Deutschland jemals erlaubt wird, so bedeutet es doch letztlich mehr Freiheit.
    Das Leben ist unendlich kostbar, daher sollte es jedem Menschen freigestellt sein, sich z.B. bewusst für ein Sterbehospiz zu entscheiden, um jede verbleibende Sekunde auf der Erde noch auszuschöpfen. Oder aber, wenn der Patient es wünscht(!), eine Heilung ausgeschlossen, das Sterben in naher Zukunft zu erwarten und die Schmerzen übermächtig sind, den Leidensweg zu verkürzen.
    Ich glaube wovor die Menschen wirklich Angst haben sind genau genommen zwei Dinge.
    1) Missbrauch 2) Verstoß gegen Gottes Gebote oder "kosmische Gesetze"

    1)Aktive Euthanasie darf nur unter sehr strengen(!) juristischen und medizinischen Auflagen gestattet sein.

    2)Kein Gott will, daß Menschen leiden. Viele Menschen glauben, daß man auf diesem Planeten Erfahrungen machen oder etwas lernen soll. Richtig! Wie wäre es einfach mit mehr Menschlichkeit.


    In diesem Sinne... Alles, alles Liebe und Gute!!!

    Liebe Grüße

    Toffifee
     
  10. WyrmCaya

    WyrmCaya Neues Mitglied

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    25. März 2004
    Beiträge:
    12.942
    Ort:
    Caya und Wyrm wohnen in Wien
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    ach da dreht man sich doch nur im kreis..

    es kommt total auf den menschen an, der sterbehilfe will.

    in meinem zivi war auf der station ein mann, der war so 50. konnte gar nix mehr, nicht mal reden.. riss sich 3 mal den katheter raus, obwohl er fixiert war.

    er konnte noch nicken etc, und er wollte sterben.

    vielleicht kommst du irgendwann an den punkt, wo nix mehr gehr.. wo das, was du dir vorgenommen hast nicht mehr getan werden kann. das spürt man.

    deshalb finde ich, dass es auf den menschen ankommt und man nicht pauschalisieren kann, dass etwas vorneweg genommen würde etc.
     
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