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Satsang

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Ann4, 31. Oktober 2005.

  1. Ann4

    Ann4 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Oktober 2004
    Beiträge:
    57
    Ort:
    Hannover
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    (ich hoffe, dass ich hier richtig bin, sonst einfach in einen anderen thread verschieben)

    Hallo,

    War von Euch schon mal jemand bei einem Satsang? Wie hat es Euch gefallen ? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht ?

    würde mich freuen von Euren Erfahrungen zu hören

    Lieben Gruß

    Ann
     
  2. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Hi Ann,

    Ja, hab das zweimal aus Neugier ausprobiert. Meine Empfehlung ist, einfach mal hingehen und selbst ausprobieren, dabei aber weder den gesunden Menschenverstand zuhause lassen, noch unbedingt grad negativ voreingenommen hinzugehen. Am besten ist es, wenn du möglichst neutral an die Sache herangehst und es als Experiment betrachtest, welches vielleicht gut geht oder schiefgeht. Im schlimmsten Fall hast du einen Abend sinnlos vertan und bist um ein paar Euros leichter (normalerweise kostet ein einzelner Satsang-Abend nicht wirklich viel, ungefähr so viel, wie du für einen Kinofilm ausgeben würdest, allerdings ist da keine Gewähr - ich glaube, für Eckhart Tolle bezahlst du locker auch mal 40 Euro oder so, während Samarpan sich mit bescheidenen 10 Euro für einen Abend abgibt, zumindest in Zürich ist das der Fall). Deine Seele wird dabei jedenfalls sicher nicht aufgefressen, auch wenn konservative Kreise dir das einreden wollen.

    Sehr interessant ist, sich einfach mal darauf zu achten, welche Leute dort sind, wie der Raum eingerichtet ist usw. Alleine schon das ist sehr lehrreich. Dann die Person selbst. Ich weiss nicht, wer das bei Samarpan veranlasst hatte, aber jemand hatte tatsächlich Bilder von Jesus, Osho, Ramana Maharshi usw. aufgehängt (jetzt hätte ich beinahe geschrieben, jemand habe sich "entblödet diese Bilder aufzuhängen"...). Irgendwelche unsägliche Schmalzmusik wurde auch gespielt, die mich ehrlich gesagt ziemlich störte dabei, innerlich ruhig zu werden, obwohl sie genau die umgekehrte Wirkung hätte haben sollen. Ob Samarpan sich überhaupt um den ganzen Kram kümmert oder nicht, das weiss ich nicht, vermutlich findet er es irgendwie witzig zu sehen, was da die Leute in ihn reinprojizieren, ungefähr wie in den Weihnachtsmann, ansonsten ist es ihm schnurzpiepegal. Das ist meine Einschätzung.

    Am intensivsten ist die Atmosphäre. Die ist wirklich geladen. Bei nicht wenigen Anwesenden wird der Verstand einfach abgestellt, ein ziemlich erstaunliches Erlebnis. Du kannst dann nicht mehr richtig denken bzw. extrem träge und wirst dadurch innerlich sehr ruhig. (Klingt vielleicht unangenehm, aber wer meditiert, kennt diesen Zustand. Es gibt kaum etwas schöneres.)
    Wichtig ist zu erkennen, dass wer immer es ist, der Satsang gibt, nicht wirklich ER/SIE der/diejenige ist, der etwas zu geben hat, und nicht du der/diejenige bist, der etwas empfängt, sonst artet das ganze in eine jener unterwürfigen Lehrer/Schüler-Beziehungen aus, und das kann - in meinen Augen - nicht der Sinn sein. Der Satsanggeber ist lediglich ein Katalysator, der in dir etwas freilegt, aber das ist nichts Neues, sondern nur das, was sowieso schon in dir als Anlage vorhanden ist.

    Hoffe, das beantwortet die Frage einigermassen.

    Greetz fckw
     
  3. Ann4

    Ann4 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Oktober 2004
    Beiträge:
    57
    Ort:
    Hannover
    Halllo fckw,

    vielen Dank für Deine Antwort und das Teilen Deiner Erfahrung. Finde ich echt interessant


    [Am intensivsten ist die Atmosphäre. Die ist wirklich geladen.


    Wie meinst du das konkret? Wie nimmst Du das wahr?

    lg

    Ann
     
  4. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
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    Hi Ann,

    Hm, das ist nicht einfach zu beschreiben. (Am besten, du nimmst einfach mal an einem Satsang teil. Vergleiche diese Seite, da findest du ganz viele Satsangfritzen. Wenn du deren Terminkalender checkst, findest du sicher jemanden, der irgendwann mal in der Nähe von dort, wo du wohnst, ein Satsang hält. Das ist aber KEINE konkrete Empfehlung - du musst selbst entscheiden, ob du sowas tun willst, und wer dich anspricht.)

    Ich versuch's mal zu beschreiben: Das erste Mal hab ich sowas erlebt, als eine Nonne (tib. Buddhismus) in Bern ein Gesangskonzert gab, wo sie traditionelle, religiöse, buddhistische Gesänge vorsang. Die Frau tat überhaupt nichts besonderes, sie sass einfach da und sang, völlig ohne jegliche musikalische Begleitung. Aber sie hatte einfach eine umwerfende Ausstrahlung, oder zumindest etwas, was wir im allgemeinen als "Ausstrahlung" bezeichnen. Es ging eine fast vollkommene Ruhe von ihr aus, eine Freundlichkeit und ein innerer Friede. Ich kontrollierte den Raum, weil es mich interessierte: Überall lächelten die Menschen unwillkürlich. Alleine die Anwesenheit der Frau bewirkte oder öffnete etwas in einem, und da das in allen gleichzeitig geschah, bewirkte das eine Atmosphäre ruhiger Konzentriertheit.

    In dieser Atmosphäre ist es SEHR viel einfacher, an Schattenseiten heranzukommen, an die du normalerweise kaum rankommst, weil sie viel zu tief begraben sind. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass nicht selten Menschen im Satsang derart emotional aufgewühlt sind, dass sie in Tränen ausbrechen. (Natürlich kann man jetzt wieder einwenden, das sei halt so eine Art "trendy" - aber dann kann man wiederum sagen, dass niemand, der nicht will, an sowas teilzunehmen braucht. Es ist schliesslich freiwillig.) Ein guter Satsanggeber wirkt katalysatorisch durch seine Anwesenheit. Im Grunde braucht er gar nichts zu tun oder zu sagen, alleine seine Anwesenheit reicht aus, um eine Wirkung zu entfalten - sofern du als Anwesender es denn zulässt. Die innere Bereitschaft ist wichtig, was aber wiederum nicht heisst, dass du alles schlucken musst und alles zu glauben hast.

    Es gibt in der Satsangszene nämlich auch Trends, die ich nicht begrüsse, etwa eine gewisse Tendenz des "Wissenden vs. Unwissende". Der eine hat's, die anderen haben's nicht, würden es aber gerne ebenfalls haben. Und der, der's hat, behauptet konsequent, es gäbe keinen Unterschied zwischen ihm und den anderen (das gehört zum guten Ton in der Satsangszene). Das ganze ist ein bisschen theatermässig einstudiert. Darüberhinaus sind nicht wenige von ihnen ziemliche Schauspieler, Samarpan ist ein ziemlicher Clown in meinen Augen. Ich habe den Eindruck, offenbar wissen die meisten, die Satsang geben, überhaupt nicht, warum sie ihre Wirkung entfalten, und alles, was sie sagen, ist völliges Blabla. Das ändert aber alles nichts daran, dass sie eine Wirkung entfalten. Es liegt am Ende an dir, ob du etwas mitnehmen willst oder nicht.

    Des weiteren ist es üblich, den sogenannten "Mind" (dt. ungefähr "Verstand") als die Quelle alles Bösen hinzustellen. Schalte den Mind aus, und du bist perfekt, so ungefähr das oft runtergebetete Mantra. Dass der Mensch als Mensch eben immer auch ein denkender Mensch ist, das wird dann einfach unter den Tisch gewischt. Der "Mind" ist in meinen Augen keineswegs böse, sondern es ist die ausschliessliche Identifikation mit ihm, die Probleme bereitet.

    Greetz fckw
     

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