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Mondknoten, Lilith, beides als Sphäre des Hinausgestossenseins

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Iakchus, 18. Mai 2006.

  1. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
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    Deutschland
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    Hi allerseits!

    Die Mondknoten sind keine Körper, sondern Schnittpunkte.

    Begrifflichkeit:

    Nördlicher Mondknoten
    die Schlinge der Glyphe (graphisches Symbol) bildet einen umgedrehten Topf, dessen nach aussen gerichtete Wölbung nach oben zeigt, als würde man einen herkömmlichen Küchen-Topf umdrehen. Zwei kleine Schlingen befinden sich jeweils links und rechts.
    Die Inder bezeichnen diese nördlichen Mondknoten als RAHU.

    Die meisten Astrologen sehen hier das sogenannte Entwicklungspotential; wo das Bewusstsein am ehesten Forschritte machen kann.
    Dieser Punkt wird oft mit Jupiter assoziiert (auch von den Indern, die eine expandierende Wirkung feststellten).

    Südlicher Mondknoten
    die Schlinge der Glyphe (graphisches Symbol) bildet einen mit dem Boden aufsitzenden Topf, dessen nach aussen gerichtete Wölbung nach unten aufliegt, als würde man einen herkömmlichen Küchen-Topf einfach so aufstellen, dass er seinem Nutzen entsprechend zum Einsatz kommen kann, der Inhalt sich füllen kann. Zwei kleine Schlingen befinden sich auch hier jeweils links und rechts.

    Die Inder bezeichnen diesen absteigenden Mondknoten als KETU. Und sehen ihn weit positiver als die meisten westlichen Astrologen manchmal (vielleicht im Zuge der tendenziellen Orientierung von Entwicklung und Fortschritt in der westlichen Psychologie) zum Ausdruck bringen. Das soll nicht heissen, dass der absteigende Mondknoten schlechter ist. Die Inder scheinen einfach nur in dieser Hinsicht weniger belastet zu sein von unserem Gut/Schlecht Denken. Auch wenn westliche Astrologen im Grunde den absteigenden nicht absolut mit einem schlechten Pol identifizieren, resultiert die Bewertung des südlichen, absteigenden Pols wahrscheinlich aus der Denkhaltung der Rezipienten. Wir alle (im Westen) sind es primär gewohnt, in polaren Gegensätzen zu denken.
    Dieser Punkt wird allgemein in Analogie gesetzt zum Saturn Prinzip (auch von den Indern als Kontrahierend, Zusammenziehend).

    Insgesamt sehen die Inder den nördlichen, uns eher als wohlbekömmlich vertrauten, aufsteigenden Monkdnoten sogar negativer.
    Kann es sein, dass die Inder weniger materialistisch sind? Und wir in diesem Mondknoten einfach nur das SOLARE sehen, die EXPANSION?

    Die westlichen Astrologen sehen jedenfalls den Nordknoten als expansiv, Jupiter, und den absteigenden Südknoten als eher Saturn zugehörig, selbst wenn sie nicht das Wort in den Mund nehmen, dass der Südknoten negativ ist, so kommt der Eindruck im Zusammenhang oft zwangsläufig.

    Ich will nicht pauschal unterstellen, dass die westlichen Astrologen an dieser polaren Gegenüberstellung einen Anteil hätten, sondern ich will pauschal unterstellen, dass diese Gewichtung, die wie mehr oder weniger unbewusst auf die beiden Knoten projizieren, kulturell bedingt ist.

    Die Inder sehen weniger Jupiter in dem nördlichen Punkt, sondern konträr entgegengesetzt der Auffassung vom südlichen Konten bei den Westlern, diesen NÖRDLICHEN PUNKT als analog zum Saturn. Bei den Westlern ist es ja eher der südliche, absteigende MK (=Mondknoten), der dem Saturn analog zu sein scheint.

    Die Inder assozieren mit diesem absteigenden Mondknoten, dem südlichen also, auch eher Mars. Und wie gesagt mit dem aufsteigenden MK, dem nördlichen also Saturn.


    Inder:............................................................Westen:
    aufst. Nordknoten(RAHU)
    Saturn............................................................Jupiter

    abst. Südknoten(KETU)
    Mars..............................................................Saturn

    Ohne allzu sehr verwirren zu wollen, gilt es das festzuhalten, dass die Anschauungen also womöglich kulturell bedingt sind und ich denke, das hat nichts mit dem Unterschied zwischen siderischem und tropischen Tierkreis zu tun, weil diese Abweichungen des sid. Systems vom tropischen (westlichen) nur maximal ein Zeichen betragen. Aber nicht polar entgegengesetzt sind.

    Ich halte diese Vergleiche für ausserordentlich wichtig oder nützlich, um sich über die wahre Bedeutung der Mondknoten klar zu werden. Was immer diese sein mag.
    --------------------------------------------------------------------------

    Über die Monknoten gibt es allerhand Ansätze. Die einen Ansätze gehen strikt von Reinkarnation aus, andere sehen Entwicklungspotentiale darin. Bindungen bzw. Verwurzelungen am absteigenden, südlichen Knoten.
    Aufstiegschancen am aufsteigenden Nordknoten.


    Die Inder sehen in dem nördlichen Punkt die Tendenz zum Massentrend, wenn dieser zu stark wäre, könne er unsere Energie ausdünnen. Analog eines schlecht gestellten Jupiters, neigen wir dann zur Übertreibung und lassen uns von kollektiven Einflüssen mitreissen.

    Andererseits kann der südliche Knoten nach Auffassung der indischen bzw. vedischen Astrologen eine starke Konzentration bewirken, was also positiv wäre, und uns abstrusen oder obskuren Themen bewältigen lässt (analog eines günstigen Saturns im Horoskop).

    Bei den Indern heisst es, der südliche absteigende Mondknoten, KETU, kann Zweifel, Chaos und Eigensinn hervorrufen; -

    Und RAHU, der Nordknoten könne in Kombination mit dem Mond Schuld haben an Geisteskrankheiten, nervöse oder seelische Störungen. Besessenheit.

    Die vedische Astrologie erkennt aber an, dass die Mondknoten, besonders der nördliche, in Verbindung mit günstigen Planeten bzw. einfach stark gestellten Planeten einen wirklich positiven, jupiterhaften Einfluss haben können.

    Die Vedischen Astrologen sagen, dass diese MKs Planeten (symbolisch) verfinstern können. Das sei so gelagert, dass RAHU den Mond extrem verdunkelt und das Schlechte hervorkehrt, in Form von Hemmung und Verneinung (Nihilismus?), und KETU die Sonne verdunkelt, das Selbst.

    >Alles aus "Astrologie der Seher" von David Frawley. Windpferd Verlag.

    --------------------------------------------------------------------------

    Nun hatte ich eine Eingebung, die noch zu überprüfen ist, doch seis drum:

    Mir scheint, diese beiden Punkte des MK und ebenso Lilith als Schnittpunkt, bezeichnen Ebenen, auf denen ein Kontakt mit einer Sphäre geschaffen wird, die sprichwörtlich nicht von dieser Welt ist. Es ist eine Ebene des Dunklen. Alles andere ist in einem Zusammenhang, Rückläufigkeit könnte demnach ebenso diese Sphäre des Andersartigen anzeigen, weil Rückläufigkeit ebenso die normale Gangart des Universums verlässt. Die drei Schnittpunkte MK und Lilith verlassen diese normale Gangart nicht durch Besonderheiten ihrer Bewegung, sondern eher durch Besonderheiten ihrer reinen Existenz als Schnittpunkte. Ein Bereich des Übersinnlichen.
    Unerlöst: dunkle Triebe, Schlammgrube des eigenen Karms (der Taten), oder erlöst: ja, was dann? Vielleicht der Schlangenmeister, der fähig ist, mit solcherlei Dunkelheit umzugehen?

    Bei Lilith ist das gängige mythische Gebäude wie folgt: Adam und Lilith. Lilith war eine Frau, die den Anspruch stellte, nicht mehr unter Adam im Liebesakt zu liegen. Zack, Lilith weg, will nicht mehr, sie erhob keineswegs den Anspruch auf Dominanz, wollte nur gleichberechtigt sein. So rief Adam den Gottvater um Hilfe. Hol mir Lilith zurück. Stattdessen schnitzte Gottvater aus der Rippe Adams, die gute Eva. Und sie wurden glücklich bis heute.

    Ich habe zwar Problemchen mit diesem Mythos. Aber bleibe mal ganz bei dem Mythos selbst, und halte die Moral raus, die sich als blosse Moral sowieso mit der Zeit der Jahrhunderte diesem Mythos wahrscheinlich überlagerte. Und der heutige Umkehrpunkt ist die Moral, dass uns diese Geschichte nicht gefallen will, weil sie so verdammt patriacharlisch anmutet.

    Hier sehe ich jedenfalls, dass Lilith ebenso etwas ist, was nicht zu dieser Welt passt. Adam stelle ich mir vor, als gewöhnlichen Menschen. Lilith hatte die Eigenschaft, sich an dieser Gewöhnlichkeit zu reiben. Es war der Reiz des nicht zusammenpassenden, was schlussendlich Lilith zu etwas aussergewöhnlichebn macht.
    Ganz egal, was nun wirklich der Grund war, warum Lilith hier bei Adam nicht hinpasste (es ist ja ein Mythos, ich will das NICHT alles sprichwörtlich nehmen). Lilith ist anders, genau wie die Mondnoten. Ein übersinnlicher Bereich. Mit allem Chaos und erlöst, also mit aller Anstrengung genossen, vielleicht ein Bereich, wo eine dunkle Vernunft, das Richtige, was zu tun wäre, anzeigt.

    Naja, inspiratio.

    LG
    S.
     
  2. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Natürlich haben die Inder - irgendwo - auch ihre Art der polaren Gegenüberstellung, hab ich mir grad mal gedacht.

    DER MENSCH IST HALT SO: DENKT IMMER SCHWARZ WEISS UND DIE ANDEREN KULTUREN SIND SOWIESO UNVERTRAUTER; und PATHOS MACHT ES MÖGLICH: da sagen dann alle "wir sind die Besseren".
    Nun ja, alles hat seine zwei Seiten, vielleicht noch mehr Seiten. Vielleicht ist es am besten, man stellt dieses Schwarzweiss Denken total sekundär. Primär ist die REINE Wirkung. Und zwar die, die entsteht, wenn man den gesamten Zusammenhang ins Auge fasst, der relevant für den Horoskopeigner entsteht. Der eine hat einen schwierigen Planeten am MK und der andere einen Planeten, der leichter ist - in Bezug zum Mondknoten. Zum Beispiel.

    Grüße
    s
     
  3. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo!

    Lilith ist schwer zu fassen, einiges, was ich bislang dazu gelesen habe, überzeugt mich nicht gänzlich und drückt eher den Versuch aus, mit Verstand und Logik es sich einfach zu machen, indem man die Essenz von Lilith einfach als "die dunkle Seite in einem" beschreibt.

    Zuerst gilt es wohl sich Klarheit zu verschaffen, mit welcher Lilith man eigentlich arbeitet, denn es gibt:

    * jene Lilith, die als Gegenüber Priapus (aber oft auch nicht in exakter Opposition) hat. Dazu gibt es auch verschiedene Ephemeriden. Mir scheint jene Lilith am überzeugendsten, dessen EPHEMERIDEN (Gestirnsstands-Tabelle) mit "mittlerer Lilith" angegeben werden. Diese können bis zu 25° Grad von der "wahren Lilith" abweichen (die Bezeichung "wahr" ist irreführend und stellt einfach nur ein anderes astronomisches Konzept der Berechnung dar). Dann gibt es noch von Dieter Koch eine interpolierte Lilith, die ebenso versucht den astronomischen Verhältnissen am nahesten zu kommen. Die entsprechenden Unterschiede und Anwendungen der Berechnung sind mir etwas zu kompliziert um es kurz darzustellen, bei Bedarf muss man da mal selbst schauen. *g* Diese interpolierte Lilith weicht jedenfalls maximal um 5° von der mittleren Lilith ab.

    Ob diese Lilith Priapus nun ein Schnittpunkt ist, oder nur ein erdferner bzw. erdnaher Punkt, naja, noch Unklar... aber sekundär.

    * es gibt eine hypothetische Lilith nach Waldemath

    * es gibt einen Asteroiden LILITH, mit der amtlichen Asteroiden Nummer 1181. Als Asteroiden sind alle Himmelskörper bezeichnet, die eine berechenbare Bahn aufweisen, so ist Ceres, Juno oder auch Chiron ein Asteroid. Die meisten befinden sich zwischen Mars und Jupiter.

    * es gibt eine Lilith nach Sepharial, unter anderem von Autoren wie Zundel und Chrubini ins Gespräch gebracht, die wiederum oft Goldstein-Jacobsen undWilson-Ludlum zitieren, und die Ephemeriden von Delphin Jay benutzen.
    Diese Lilith sei kein Schnittpunkt oder Sensitiver Punkt wie die Lilith/Priapus, sondern ein zu beobachtender "Staubklumpen" (so ungefähr), ein Schatten, der nur selten sichtbar ist, wenn die Erdbeobachterposition zB in Opposition zur Sonne ist und nicht in der Nähe der Milchstr. sei. Interessant, aber bis jetzt habe ich kein Computerprogramm, dass diese Lilith zeigt. Nach den Ephemeriden, die Cherubini/Zundel benutzen, müsste diese Lilith zum Beispiel am 1.1.2000 auf 25° Widder sein. Am 1. 2 2000 auf 29° Krebs...
    Die Bewegung ist ungefähr: 3° und 2 Bogenminuten pro Tag.

    Ich denke, dass es diese verschiedenen Liliths gibt, braucht nicht verwirren, denn da sie alle auf demselben mythologischen Namen zurück gehen, ist es naheliegend, von einer Ähnlichkeit des Prinzips zu sprechen.


    Interessant an folgendem Artikel ist eine tiefere Sichtweise der Lilith/Priapus und es ist aufschlussreicher als so manches, was ich bisher gelesen habe.

    http://www.vdhb.de/Lilith-Vortrag/lilith-vortrag.html

    Demnach ist Lilith schon in Berührung mit karmischen Themen, ähnlich wie der Mondknoten.

    Kurz gesagt, würde es sich demnach um zwei Punkte handeln, Lilith und Priapus. Wobei Lilith mentale, auf Vorstellungsbilder und Wunschbilder
    bezogene Inhalte verdeutlicht, die verdrängt sind und zwar nicht unbedingt in diesem Leben verdrängt wurden, sondern uns mitgegeben wurden als Aufgabe, sie bewusst zu machen und zu erlösen (fragt sich nur genau wie)...

    Priapus ist dann der andere Pol, der ähnliches anzeigt, nur sehr viel stofflicher, auf Triebe bezogen, mitunter auf sexuelle Themen bezogen, aber auch Abhängigkeiten oder Machtfragen, also verdrängte Begierden.

    Der Begriff Abgespaltensein ist nach Rindgen (siehe Link) sehr wichtig. Daher glaube ich, dass man allgemein immer wieder bei Lilith auf diese Ebene der Schattenbereiche kommt, auf einen Punkt, wo es um Berührungsängste mit dem geht, was einem nicht richtig zugehört, aber auch nicht einfach so ignoriert werden kann.
    Nach Rindgens kabbalisrtitischen Bezug handelt es sich um sozusagen zwei Schalen, in denen Abgespaltenes darauf wartet, in Ordnung gebracht zu werden, als ob es sich um die Banden zur Vergangenheit handelt, die man nur los wird, wenn man "es" in Ordnung bringt.

    Textausschnitt:
    "Diese “versinken in die Schalen”. Dort “warten” sie darauf, daß die reinkarnierte Seele sie einmal wieder “annimmt” und zur Erfüllung ihres Begehrens bringt. Diese alten “Hüllen” werden bei jeder Wiedergeburt wieder mehr oder weniger präsent; jeder Mensch hat hier sein unerlöstes Erbe. Sie bleiben, wie es Blavatsky formuliert hat, “als karmische Wirkungen, als Keime in der Atmosphäre der irdischen Ebene hängen, bereit, wieder in das Leben zu treten, um sich als rachsüchtige Feinde an die neue Persönlichkeit des Egos zu heften, wenn dieses wiedergeboren wird.”

    Auf dem spirituellen Weg werden diese abgelegten Wünsche und Gedanken wieder assimiliert, verarbeitet und entweder in ein liebevolles Leben überführt oder, wo dies nicht möglich ist, zerstört."

    Den Bezug zum "Hinausgestossensein" aus dem Normalen, taucht auch in anderen Lilith Deutungen auf und scheint mir interessant...; man übertritt das Normale (in vielerlei Hinsicht), manchmal notwendigerweise, oder bereichernd, andere Male als triebhaft und schädlich...

    Lg
    Stefan
     
  4. nina3

    nina3 Aktives Mitglied

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    hey was sagt ihr hier dazu,ich habe mal gelesen das man das waage zeichen besser der lilith als zur venus geordnet hätte??
     
  5. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo!

    Jedem, wie es ihm beliebt. Ich kenne diese Theorie, andere Theorien über eine mögliche Waage Zuordnung ebenso, dass man etwa den Asteroiden Pholus gerne dort hin zu Waage ordnet. Obwohl man Pholus eigentlich eher mit Schattenthemen, die an die Oberfläche drängen, in Verbindung bringt.

    Wenn es auch irgendwo um Ausgleich (Venus-Waage) geht, und wenn ein gewisser Saturn Aspekt vielleicht auch gut zu Lilith passt (denn Waage kann unheimlich verbissen sein, wie auch konservativ, und Saturn steht in Waage erhöht - gemäß klassischer Würdenlehre), so würde ich persönlich Lilith eher nicht zu Zeichen sortieren.

    Immerhin würde eine Zuordnung von Mondknoten (ähnliche Punkte wie Lilith ja auch so einen Punkt darstellt) zu Zeichen auch nicht ganz stimmig sein, selbst wenn der aufsteigende MK oft mit Jupiter (Expansion) in Verbindung gebracht wird, so ist diese expansive Wirkung des aufst. MK aber noch zu leisten bzw zu vollbringen und bei Jupiter/Schütze denkt man eigentlich an schon bereits vorhandenes Potential, Fähigkeit, die schon angelegt ist. Es zeigt sich aber immer wieder, dass dieser aufst. Mondknoten eine gewisse Anstrengung erfordert, da ist nichts leichtes oder bequemes (was mit Jupiter eher assoziert wird, wenn es sich um den Planeten Jupiter handelt; bei einem Zeichen handelt es sich immer um ein Potential, das zur Verwirklichung drängt und entsprechende Planeten darin färbt, psychisch mit Inhalt ausfüllt); Bequem aber wäre es am absteig. Mondknoten, der jedoch wird mit Saturn in Verbindung gebracht, und wir sehen in Saturn keineswegs etwas Bequemes, eher etwas träges im Sinne von beklemmend; aufgrund seiner magnetischen Wirkung vielleicht sagt man dem abst. MK Saturncharakter zu, da der abst. MK den Horoskopeigner geneigt macht, sich am abst. MK aufzuhalten und sich zurückzuziehen. Also es ist nicht so stimmig, den Mondknoten einen gewissen Prinzip zuzuordnen, das mit Planeten und/oder Zeichen wirklich eins zu eins analog ausgedrückt werden kann. Dasselbe gilt für Lilith. Lilith scheint eher so etwas wie ein Mechanismus zu sein. Eine Tür in verborgenes oder verbotenes, oder einfach Unbewusstes. Vielleicht auch ein Mechanismus, der wenn er stimuliert (durch Transite etwa oder Aspekte im Radix) wird, etwas auslöst, psychische Energie freisetzt, aber vermutlich würde es schwer fallen, einen gemeinsamen Nenner bei Lilith zu finden, vielleicht Pluto und Saturn. Doch ordnet man es einem Prinzip zu, dann fehlt das andere Prinzip/die andere Facette.

    Doch B. Rindgen bringt es auf den Punkt, oder andere wo ichs gelesen habe: dass eigentlich das gesamte Radix mit Lilith ausgelöst wird, bzw. in Verbindung steht (sobald Lilith ausgelöst wird, macht sich das Radix oder Themen des Radixs irgendwie im Kontext bemerkbar).

    Manche meinen, die MONDKNOTEN würden soziale, kommunikative Aspekte verdeutlichen, vielleicht ist da was dran, aber wenn dann ist das nur eine Facette und keineswegs die Hauptbedeutung der Mondknoten. Aber um das genauer zu sagen, fehlt mir noch die Erfahrung und ich selbst habe diese Thesen und andere, selbst mit Lilith in Waage, noch nicht völlig verworfen.

    Bis jetzt erscheint es mir nur nicht allzu sinnvoll.

    Ceres wird zu Stier sortiert und auch das finde ich noch nicht ganz überzeugend. Der heroische Aspekt (Schlagwort EHRGEIZ) von Ceres findet sich wahrscheinlich eher in anderen Zeichen. Der Versorgungstrieb und eventuelles Entbehren als Leiderfahrung geht teilweise in Stier. Manche sagen, der Versorgungsinstinkt korrespondiere dagegen gut mit Krebs, weil es auch die mütterliche Entbehrung anzeigt. Ich habe mal gewagt, Jungfrau und Ceres in Verbindung zu bringen, aber mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, aber es wäre auch nur so, dass Ceres dann keineswegs Merkur ablöst.

    Ich denke bei Asteroiden (zB Pholus, Ceres, Chiron) ist es eher so, dass sie verschiedene Facetten haben, die mit mehreren Zeichenprinzipien korrespondieren, ordnet man sie einem Zeichen zu, vernachlässigt und missachtet man in gewisser Weise ihre anderen Facetten, denn sie sind keineswegs so eindeutig wie manche Planeten (Mars, Merkur, Venus, Sonne usw.).

    Die klassische Zuordnung der Venus und Merkur zu zwei Zeichen verkörpert unterschiedliche Facetten der Venus und des Merkurs. Beides auch mit Abendstern und Morgenstern übersetzbar.

    Merkur Morgenstern: Zwillinge, Abendstern Jungfrau. Morgens nüchtern, und abends philosophischer.
    Dasselbe bei Venus als Morgenstern: Stier. Als Abendstern ebenso einen Hauch philosophischer: Waage.

    Die klassische Zuordnung bildet ein taugliches Gerüst; Uranus, Neptun und Pluto, die seit neuester Zeit zu Wassermann, Neptun und Skorpion geordnet werden, vervollkommen das Bild. Andere Faktoren zu Zeichhen zu ordnen kann man als Versuch deuten, der bis jetzt noch nicht gelungen ist, womöglich weil noch die Erfahrung fehlt, wer weiss, es mag eine mögliche zukünftige Zuordnung gewisser neuer Faktoren geben, doch müsste diese meines Erachtens vielschichtiger und komplizierter aussehen, als wie zB Venus in Waage durch Pholus/Lilith einfach zu ersetzen, und Merkur in Jungfrau durch Chiron zu ersetzen, weil hier Chiron meines Erachtens vielleicht einige Weisheit der Jungfrau besitzt, aber gewisse Aspekte des Chirons scheinen nicht richtig in die Jungfrau zu passen und umgekehrt, dass Jungfrau noch was über behält, was nicht gleich mit Chiron ausgefüllt wird. Merkur macht die Jungfrau in der Anschauung analytisch, und beweglich, und das passt. Chiron macht die Jungfrau zur weisen und auch besonders zum verletzlichen Archetypus, und ich glaube, das passt nicht immer.

    Diese Faktoren sind auch noch sehr jung in der Tradition und es müssen wahrscheinlich noch Erfahrungen damit gesammelt werden.

    Es müsste mal jemand klar darlegen, warum Lilith in die Waage kann. Und weiter, warum Chiron Merkur gleich ersetzen soll, Pholus in Waage, womöglich Ceres die Stier Venus noch ablösen (dann wäre mitunter Venus ohne zugeordnetes Zeichen, wenn Waage schon Pholus und/oder Lilith ist). Dabei auch die verschiedenen Facetten berücksichtigen, die diese Faktoren besitzen, denn ich denke, das wird zu leicht sprichwörtlich chirurgisch einfach zurechtgestutzt.

    Aber wie gesagt, prinzipiell bin ich der Ansicht, jeder solle das astrologisch tun, was er für richtig hält, denn am Ende mag es dennoch dieselbe Deutung in der Quintessenz ergeben. Nur ich könnte nicht mit Lilith in Waage arbeiten...

    LG :)
    Stefan
     
  6. nina3

    nina3 Aktives Mitglied

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    :homer: mhm..gut. ich habs mir grad mal eben waage-venusisch überflogen und mir die rosinen rausgepickt ;)

    gute nacht *umarm*
     
  7. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Stefan!

    Du schreibst da sehr oft in Begriffen wie "polare Gegenüberstellung" etc., und das wird ja auch durch sehr viel Literatur gestützt, die ganz isoliert den NMK und den SMK betrachten. Vor allem aber handelt es sich um eine Achse, und das vermisse ich in den Deutungen oft, ob die nun karmisch oder sonstwie angelegt sind. Lilith scheint mir ja ohnedies fürs Erste von den allermeisten ideologisch verhaftet worden zu sein (und ist im übrigen auch der eine Pol einer Achse ... das Perihel der Mondbahn, und da ist gegenüber auch noch das Aphel, das bei den wenigen, die's überhaupt zur Kenntnis nehmen, den Namen "Priapus" erhalten hat, was vermutlich den Deutungsassoziationen auch ihre Unbefangenheit nimmt *g*).

    Über die Betrachtung von Achsen und Gegenpolen im Horoskop ließe sich ja überhaupt viel schreiben... aber bleiben wir mal bei den "berechneten Punkten". Ich meine auch, dass die eine andere Qualität vermitteln als die Planeten. Planeten im Horoskop stehen für individuelle Merkmale, auch die Transsaturnier durch Häuserstellung (vor allem) und durch Aspekte mit "persönlichen" Planeten. Berechnete Punkte - ich stell das vorweg einfach mal in den Raum - weisen demgegenüber eher transpersonale Qualitäten auf.

    Seit geraumer Zeit - ich setze das persönlich am ehesten mit C.G.Jung und seinem Postulat eines kollektiven Unbewussten an - haben sich in der Psychologie Anschauungen und Konstrukte entwickelt, die über das Erklärungsmodell des isolierten Einzelmenschen hinausschauen und dessen Einbettung in Zusammenhänge betrachten. In der Evolutionstheorie nach Ken Wilber emergieren solche "neuen" Weltsichten, und er meint, wir stünden an der Schwelle zu einem "kentaurischen Bewusstsein", das sich von den funktionalen Konstruktionen einer aristotelischen Logik durch das Vermögen unterscheide, in der Anschauung tiefere Zusammenhänge zu erkennen. (Analog der astrologisch postulierte Beginn des Wassermann-Zeitalters!?)

    Dafür gibt es Belege (wenn man eben unter diesem Gesichtspunkt drauf schaut): In der Quantenphysik, in der Chaostheorie (fraktale Symmetrien praktisch überall in der Natur), in der Biologie (Rupert Sheldrakes "morphogenetische Felder"), in der Psychologie (Systemische Strukturaufstellungen leben von der schauenden Wahrnehmung und nicht von der funktionalen Erklärung) und und und...

    Das alles bringt neue Sichtweisen, keine neue Substanz. Immerhin lädt es (mich) ein, auch die MK und Lilith so zu betrachten ... und da fällt mir zunächst mal auf (wie Dir auch, Stefan), dass beide "überpersönliche" Qualitäten zu beschreiben scheinen. Und siehe da, auch in der aktuellen psychologischen Arbeit hat der Begriff des Transpersonalen einen Stellenwert erhalten. Nicht nur durch Wilbers explizit so benannte "Transpersonale Psychologie", sondern etwa auch in der systemischen Arbeit, die transpersonale Phänomene wie Familie, Arbeitsplatz etc. in die Arbeit mit dem Individuum einbezieht, und in manchen anderen Bereichen therapeutischer und/oder forschender Arbeit.

    Wenn ich nun die MK oder Lilith unter dem Aspekt betrachte, dass sie mir Ansätze für die transpersonalen Bezüge eines Individuums aufzeigen, habe ich die Brücke zwischen den überlieferten Sichtweisen wie "karmisch" etc. und Deutungsmöglichkeiten auf der Basis aktueller Erkenntnistheorie geschlagen. (Was in keiner Weise eine Missachtung der Tradition bedeutet, ganz im Gegenteil: Auch hier zeigt sich, dass in der Astrologie vieles im Keim vorhanden war/ist, was in anderen Disziplinen analog erst zu entdecken war oder noch ist). Ich habe viele Horoskope daraufhin angeschaut und zum Beispiel bei Lilith festgestellt, dass gespannte Lilith-Aspekte fast immer auf gespannte Verstrickungen im Familiensystem hinweisen (was fruchtbare Lösungswege eröffnen kann). Die MK-Achse würde ich dzt. am liebsten als den "Attraktor des Lebensweges" bezeichnen, quasi als "Generallinie". Ich hab's gerade erst beobachtet, als jemand (nach dem Verfahren der Fraktalen Progression) exakt am SMK eine Null-Grad-Mond-Saturn-Konjunktion hatte und tiefe Depressionsschübe erlebte im Zusammenhang mit einem Thema, das für sie ein Lebensthema ist. Aber da wird noch viel zu schauen sein, bevor ich mich traue, da Allgemeineres zu sagen. Jedenfalls, zusammenfassend: Mir scheint, dass MK- und Lilith-Achsen in der Astrologie viel von dem ausdrücken, was die anderen Wissenschaften über den Menschen gerade ins Boot holen.

    Dank dir für den Impuls, Stefan :)

    Alles Liebe,
    Jake
     
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