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Meine Mutter und ich

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von pluto, 17. November 2006.

  1. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
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    dort, wo es schön ist
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    Hallo,

    vor kurzem war ich bei einer Heilpraktikerin. Zusammen fanden wir heraus, dass sich mein Leben im Alter von 2 - 3 Jahren so langsam verändert hat. Ich bin das erstgeborene Kind. Ein Jahr später kam ein Bruder und noch ein Jahr später noch einer. Als dann der jüngste geboren war veränderte das mein Leben und meine Beziehung zu meiner Mama völlig.

    Wir fanden heraus, dass mich meine Mutter bis zum zweiten Kind sehr verwöhnt hat. Sie hatte mir ihre ganze Liebe gegeben und war auf all meine Bedürfnisse mit Wohlwollen und einer enormen Sensibilität eingegangen. Als das zweite Kind da war, wurde es schon weniger, aber sie versuchte trotzdem sich mir voll und ganz zu widmen.

    Nun kam das dritte Kind. Jetzt war ich die große, die ständig Rücksicht nehmen musste. Meine Bedürfnisse waren für sie minderwertig. Sie dachte, es würde mir nichts ausmachen, zurückzustehen. Das war für mich wie ein Verlust. Von da an wurde ich recht bockig und trotzig ihr gegenüber.

    Das schlimmste ist, dass ich immer wieder nach dieser allumfassenden Liebe von ihr gesucht habe. Bis zu dem Tag bei der HP wusste ich gar nicht, dass meine Mutter mich einmal wirklich geliebt und verwöhnt hatte. Dieses zu erfahren war ein wunderschönes Erlebnis.

    Nun habe ich ein Problem:
    Ich kann zwar die Liebe meiner Mutter spüren, allerdings auch den Schmerz des Verlassenseins. Und da stecke ich nun drin. Gestern habe ich mir die Tarot-Karten gelegt: bis zum dritten Kind erging es mir wie die Gerechtigkeit, mit 2 - 3 Jahren wie die Welt und seitdem wie 9 der Stäbe. Das ist ein Mann, der sich an einem Stab festhält, der eine Binde um den Kopf herum hat und vor einer Reihe von Stäben steht.

    Ich würde ganz gerne den Schmerz verheilen lassen und bin völlig überfordert wie das geschehen soll. Zur HP kann ich erst wieder in ca. 4 Wochen hin. Und ob ich das bis dahin aushalte, in so einem Zwischenzustand zu leben, weiß ich nicht.

    Habt ihr Ideen, wie ich mir helfen kann, dieses zwiespältige Mutterbild zu integrieren?

    Liebe Grüße pluto
     
  2. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
    Liebe Pluto,

    du solltest deiner Mutter verzeihen, dass sie auch nur ein Mensch war, wie würde es dir ergehen, wenn du in ihrer Situation gewesen wärst.
    Könntest du für dich die Forderung: "Ich hätte alle meine Kinder gleich behandelt und sicher keins vergessen" hundertprozent mit JA beantworten?

    Sie war ein Mensch, mit Fehlern und Schwächen, aber sie hat sicher das Beste versucht, aus ihrer Sicht.................................

    Lerne damit zu leben, es anzunehmen, auch den Schmerz, der ist ok und genieße dafür um so mehr, die Liebe, die sie dir die ersten Jahre geschenkt hat..............

    Alles Liebe:)
    Tanja
     
  3. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Naja. Das war wohl früher auch so üblich, nicht wahr. Ich bin mir nicht sicher, ob sie deine Gefühle als minderwertig betrachtet hat, pluto. Kann es sein, daß sie mit drei relativ kleinen Kindern emotional etwas überfordert war? Und unbewußt gehofft hat, du als ihre Große, Gescheite, würdest das schon irgendwie verstehen? So verquer das auch klingt, ist das nicht auch ein Vertrauensbeweis? Sie hat dir (auch wenn sie dich damit überladen hat) zugetraut, so groß und gescheit zu sein, daß du ihr eine Stütze bist - die sie vielleicht sonstwo nicht hatte.

    Das ist keine Entschuldigung - nur ein anderer Blickwinkel, der dich vielleicht erfahren läßt, daß es auch eine versteckte Wertschätzung gewesen sein kann. Und ein Eingeständnis einer gewissen Ratlosigkeit ihren alltäglichen Geschichten gegenüber. Sie hätte wohl selbst Hilfe gebraucht, wenn sie ihre große Tochter wie eine Erwachsene eingeschätzt hat.
     
  4. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
    hallo pluto !

    ich mag mich da anschließen...deine Mutter ist auch kein fehlerfreier Wundermensch. So, wie du auch nicht (was ja auch befeiend sein kann, das Gefühl...) Was da helfen kann....

    Schau mal, was an deiner Mutter konkret du aus ehrlichem Herzen, also wirklich ! stimmig für dich.... schätzen und anerkennen kannst. Sag ihr das vielleicht mal bei Gelegenheit.

    Die Schmerzenergien in die Dynamik geben, die du dir wünscht. Wenn dein inneres Kind sich verlassen vorkommt.....dann versprich ihm, dass du als "Grosse.r" nun gut aufpassen und auf alle Fälle da bleiben wirst. Dass du deine Bedürfnisse ernst und wichtig nimmst - versprochen ...und das wird auch bewiesen. Kleine (innere) Kinder brauchen gelebte Beweise von den Grossen :)

    vielleicht ist etwas dabei, was du für dich als passend empfindest.

    Liebe Grüße an Dich !

    :) Jo
     
  5. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
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    dort, wo es schön ist
    Hallo miteinander,

    eure Antworten sind wunderbar. :liebe1:

    @ Tanja,

    dass meine Mutter auch nur ein Mensch war (ist), das weiß ich.

    Als ich über deine Antwort nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass ich das derzeit nicht empfinden kann. Dann bin ich darauf gekommen, wann ich es nicht kann: sobald meine Mama einen ihrer Söhne um sich herum hat, dann verhält sie sich wieder anders zu mir und der Kreislauf beginnt (mich verteidigen, mich wichtig machen).

    Und genau hier bin ich jetzt angelangt und suche einen Weg, der mich mit solchen Konfrontationen umgehen lässt. Ist nur ein Bruder von mir dabei, dann empfinde ich mich - heute noch - als ob ich vernachlässigt werde und weniger bekomme.

    Meine Kinder hätte ich ganz gerne gleich behandelt. Da aber ein behindertes Kind sich ständig in den Vordergrund drängt oder wegen dieses manches nicht möglich ist, habe ich dann mit meiner jüngsten Tochter über dieses Dilemma gesprochen. Aus meiner Sicht hat sie dies jedoch nie verdaut und leidet im Prinzip ähnlich wie ich.


    @ Kinnaree,

    Das hat mir die HP auch zu vermitteln versucht: ich solle mir mal vorstellen, alle drei Jahre je ein Kind zu bekommen, wie es ihr wohl damit ergangen sein könnte.

    Das liest sich wie Balsam auf meiner Seele. Darüber werde ich noch ausführlich nachdenken und es auf mich wirken lassen.

    Es ist tatsächlich so, dass ich das einzige Kind von ihr bin, das eine eigene Familie hat und versucht selbstständig zurecht zu kommen. Früher habe ich sie noch mehr gebraucht und sie war für mich da. Heute will ich sie nicht mehr belasten.


    @ Jovannah,

    eher indirekt habe ich schon hin und wieder mal gesagt, dass ich manches ihrer Erziehung nachvollziehen kann, jetzt da ich selbst Kinder habe.

    Mein kleines Kind
    ich habe mich bisher als recht unzuverlässig erwiesen. Vielleicht auch deswegen der Aufschrei.

    Liebe Grüße pluto
     
  6. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
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    Liebe Pluto,

    das hört sich für mich so an, als hättest du die Eifersucht aus deiner Kindheit auf deine Brüder (du hast 3 Brüder? Du Ärmste.) bis heute mitgetragen, obwohl du längst eine eigene Familie hast.

    Ich musste mich von meiner Mutter ganz trennen, weil es kein Zusammenkommen mehr gab, ja das hat sehr wehgetan am Anfang, bis ich begriffen hab, dass ich nun erwachsen bin und für mich selbst verantwortlich. Ich kann meine Mutter in Zukunft als Freundin betrachten, aber nicht mehr als Mutter. Dafür hat sie ihre Mutterpflichten, wie ich sie mir vorstellte, einfach nicht erfüllt.

    Irgendwann habe ich begriffen, dass sie ihr Bestes gab, aus ihrer Sicht, sie hatte halt selbst genug Probleme und wusste sich nicht mehr zu helfen, darunter leidet man nunmal als Kind.
    Aber als Erwachsener kann man sich das nochmal ansehen, mit seinem inneren Kind gemeinsam am besten und sagen: "Ja du warst klein und konntest es nicht verstehen, aber jetzt bin ich da und ich werde dir das geben, was wir beide in unserer Kindheit vermisst haben."

    Nur du selbst kannst dir das Vertrauen in dich und in den richtigen Umgang mit dieser Situaton geben. Trau es dir zu!

    Lieben Gruß:)
    Tanja
     
  7. meisterkind

    meisterkind Mitglied

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    4. November 2006
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    Liebe Pluto,

    Da kann ich mich Tanja nur anschliessen!
    Ich bin selber Mutter von drei Kindern..........es ist nicht immer leicht allen gerecht zu werden. Mein großer muß auch mehr mithelfen. Wir versuchen im aber dafür auch rechte einzuräumen die die kleinen nicht haben.
    Der große sagt mir auch das er das gefühl hat das er weniger wert ist als die kleinen. Es ist nicht so.........wir lieben alle drei Kinder !

    Aber es gibt Menschen die immer das gefühl haben das sie zukurz kommen .Ich hoffe er versteht später mal das es nicht so ist. Wir zeigen es im auch immer.
     
  8. Gabriel

    Gabriel Mitglied

    Registriert seit:
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    60
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    das beste und wohl altbewährteste heilmittel sind tränen, tränen und nochmals tränen.

    tränen, so sagt man, reinigen die seele

    (ein grund, warum meine kinder ihre tränen IMMER weinen DÜRFEN - ist heutzutage nicht selbstverständlich.)
     
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