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Liberalisierung der Begriffe

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von diabolo, 14. April 2005.

  1. diabolo

    diabolo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2005
    Beiträge:
    372
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    Das Wort Kredit kommt von credere=glauben. Trennt man sich von der denkhemmenden Bedeutung dieses Wortes um sich etwa die spirituelle Kraft dieses Wortes zunutze zu machen, so erschließen sich neue assoziative Wege und Zusammenhänge. Sprache ermöglicht Begreifen und hemmt Begreifen gleichzeitig.

    Die Kunst sophistischer Irreführung der Bevölkerung (Demagogie) muß deshalb auch darin liegen, Begriffe in den Köpfen so zu fixieren, daß der Denkapparat möglichst unfähig eigener Denkbewegungen bleibt. Die tiefere Seele möchte sich äußern, ES denkt - man muß verhindern, daß sich diese unwillkürlichen Sprachregungen in verwendeten Begriffen ausdrücken kann, wie sonst sollte man den Menschen von außen Ersatzwirklichkeiten aufdrücken und einsuggerieren können, wenn man ihre Selbstfähigkeit zu denken, nicht durch begriffliche Prokrustesbette zerstückeln und verwirren würde.

    Seine Sprache ein Stück befreien von einengenden Definitionen, sie zu liberalisieren, frei beweglicher und verwendbarer zu machen, dabei hilft einem Etymologie schon ganz gut - allmählich aus dem ES denkt ein ICH denke werden zu lassen, wobei dann die unwillkürlich treibende Kraft des "ES denkt" durchaus erhalten bleibt, das Denken wird lebendig - wenn es sich selber mehr glaubt, als dem Getöse der Theologen, Wissenschaftler, Politiker und sonstigen Besserwisser (Mitesser) ist der Kampf eigentlich schon gewonnen.

    Es ist gut Begriffe auf möglichst wenig Grundinformation reduzieren zu können, hierdurch werden sie am flexibelsten, können unterschiedlich (auch unlogisch) benutzt werden, notfalls situativ definiert werden, meistens sollte sich aber die gemeinte Bedeutung aus dem jeweiligen Kontext annähernd herleiten lassen.

    Nehmen wir mal an es gibt eine (spirituelle) Ideensphäre, wo die Begriffe herkommen, es gibt dann dort so etwas wie einen idealen Baum, oder eine ideale Maus, eine ideale Gleichheit, eine ideale Wissenschaftlichkeit, weil alle Begriffe in der "kosmischen Ordnung" schon eine Schwingungsinformation haben und sich dadurch voneinander unterscheiden. Diese Allgemeinbegriffe haben sogar eine wirkende Kraft, sodaß es gar nicht einerlei ist, ob man ein reales Ding mit diesem oder jenem Allgemeinbegriff bezeichnet.

    Sokrates verstehe ich bislang so, daß er von der Existenz dieser idealen Ideensphäre ausging, dann aber den realen Gebrauch der Allgemeinbegriffe untersuchte ob denn diese Allgemeinbegriffe auch so definiert und verwendet wurden, daß sie für jeden denkbaren allgeméinen Fall auch anwendbar waren. Hierbei wies er dann stets nach, daß die Begriffe eben nicht in der allgeméinsten Bedeutung verwendet sondern stets in einer sehr eingeschränkten Bedeutung, die oft die Interessen seiner damaligen konservativen Umgebung schützte. So läßt sich dem Benutzer der Begriffe der die Scheuklappen ablegt, stets nachweisen, daß er über die wirkliche Bedeutung der Begriffe nichts weiß und die Benutzung der beschränkten Bedeutung läßt sich zerstören oder auflösen.

    Diese Zerstörung zementierter Begriffe die das Institutionalisierte schützen wie das Konservative ist aber die Voraussetzung, daß die je neu gebärende psychische Aktivität aber erst Raum finden kann. So gesehen ist der Konservative mit seinen institutionalisierten Privilegien immer der "Todfeind" des Kreativen - wünschenswert wären Menschen in denen das Konservative und das Kreative, der Lebenstrieb und der Todestrieb, in gleichstarken Proportionen realisiert wäre, was eine sowohl stabile als sich ständig wandelnde Kultur bedeuten würde -

    Man kann deshalb den konservativ fixierten vorwerfen, sie würden sich selber, ihre Institutionen nicht analysieren, der Vorwurf greift aber ins Leere, weil der konservativ Privilegierte seine Grundlage zerstört wenn er sich analysiert. Jede wirklich Analyse, ist meine These, folgt dem Todestrieb und reißt die Fundamente von letztlich immer auf "Verlogenheiten" gestützten Konservatismen ein.
    Diese notwendig destruierende Kritik und Analyse muß von Außenstehenden geleistet werden.
     
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