Können Autisten wirklich nicht lieben?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Astro11, 21. Juli 2008.

  1. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Saarland
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    Hallo Loge33

    Zitat:Gut beschrieben, kommt mir teilweise sehr bekannt vor, außer Telepathie , ich würde es so nicht nennen, da ich nie ein besonderes Interesse an (anderen) Menschen hatte, allerdings denke ich in Bildern und Synonymen. Allerdings Märchen, Sagen, Metaphern waren mir immer als kitschig verhasst. Ich dachte immer, die Welt sei sachlich. 'Du warst nie jung', sind die Sätze, die ich zu hören bekam und bekomme. Ist vermutlich auch so.

    Als ich klein war,interessierten mich auch eher andere Dinge, z.B: Dinosaurier.
    Irgendwann hat sich das durchaus geändert, wobei mir oft die Beobachterrolle
    mehr liegt. ich brauche auf jeden Fall Rückzugsmöglichkeiten. Zu kitschig
    will ich es auch nicht, ich mag es in allen Bereichen dezent und abgeklärt.
    Ich war und bin;) durchaus kindisch, oft aber auf meine eigene Art.
    Ich finde zum Beispiel oft Leute, die sich für erwachsen halten (z.B Manager
    mit schnellen Autos; Leute, die dümmlichstes Zeug reden; Saufgelage) extrem kindisch in negativer Weise, während ich in
    meiner Teleempathie seltenst versuche zu erwachsen zu sein.
    Oft nehme ich das ganze Leben nicht ernst, dann aber irgendeine Kleinigkeit.
    Ich empfand mich schon immer als sehr widersprüchlich, uneins.
    Immerhin bin ich kein Stereotyp.

    LG PsiSnake
     
  2. SandyEngel

    SandyEngel Guest

    dem kann ich nur zustimmen!

    außerdem kann man das nicht so verallgemeinern. autismus gibts ja in verschiedenen abstufungen..

    meine tochter hat eine "gemäßigte" form, das asperger syndrom, was während der kindheit, als wir es noch nicht wußten, zu großen mißverständnissen auf beiden seiten geführt hat.
    drum wäre es meines erachtens schon empfehlenswert, eine diagnose stellen zu lassen. es ist dann für alle beteiligten leichter, damit umzugehen.

    lieben können sie auf jeden fall, weil es keinen menschen gibt, der nicht lieben kann.

    lg
    sandy
     
  3. Loge33

    Loge33 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2007
    Beiträge:
    18.071
    Ja, Detailgenauigkeit bzw. Fixierung auf ein Detail, Verzetteln gar, dran aufhängen mag ein Schlüsselphänomen sein. Empfinde ich auch so. Zudem Themen abgegrast sind, wenn ich sie für mich geklärt habe. Das soziale Mitteilungsbedürfnis ist vermutlich eingeschränkt im Vergleich.

    LG Loge33
     
  4. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

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    Neulich kam ein Film im Kino. "Ben X" . Fand ich ganz interessant und betrifft dieses Thema hier.

    http://www.benx.kinowelt.de/

    Ob Autisten lieben können oder nicht - ich denke sie können es. Auf ihre Weise. Habe mal einen autistischen Jungen betreut, der dann und wann auf vertraute Personen zukam, sie im Gesicht anfasste und sie ganz lange sah. Dann ließ er wieder los und ging ohne ein Wort zu sagen wieder seinen eigenen Wegen. Keine Ahnung was in ihm vorhing, doch vielleicht war das eine Art der Zuneigung.

    Ansonsten ist mir noch ein Buch in Erinnerung, wo es um einen Autisten ging, was auch hochinteressant war. Weiß leider nicht mehr, wie es hieß. Da wurde sehr gut beschrieben, wie wichtig es ist für diese Menschen, daß das Umfeld stets gleich ist und warum. Wenn ich noch mal drüber stolper oder mir einfällt wie das Buch hieß, werde ich es mal mitteilen. War von einem Therapeuten geschrieben (oder Therapeutin) die den jungen Menschen über Jahre begleitet hatte.

    Kaji
     
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