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Hausaufgaben bringen nichts

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von opti, 2. Februar 2008.

  1. opti

    opti Guest

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    Wissenschaftler der Universität Dresden geben Lehrern den Rat, Kindern keine Hausaufgaben mehr aufzugeben. Sie haben festgestellt, dass Hausaufgaben nicht dazu beitragen, dass Kinder bessere Schüler werden. Sie sagen, Kinder bekommen keine besseren Noten, egal ob sie Hausaufgaben machen oder nicht.

    In einer Studie wurden 1300 Schüler und 500 Lehrer befragt. Die Studie ergab, dass die meisten Lehrer nicht einschätzen konnten, ob die Hausaufgaben wirklich einen Sinn haben. Bei einem Großteil der Schüler stellte man keinen Erfolg bei den schulischen Leistungen fest. Deshalb sagt Andreas Wiere, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Erziehungswissenschaft der TU Dresden: "Wir brauchen eine andere Kultur der Wissensvermittlung".

    Ein Großteil der Schüler nimmt täglich an Hausaufgabenbetreuungen teil. Nun hat man solche Angebote untersucht und die Schüler, Lehrer und Eltern befragt. Dabei stellte man fest, dass die Hausaufgabenbetreuung auf die Leistungen der Schüler keinen Einfluss hat. Entscheidend sind also nicht die täglichen Quälereien mit den Hausaufgaben, sondern eine gute pädagogische Betreuung.

    Hausaufgaben sind überflüssig
     
  2. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2005
    Beiträge:
    23.378
    Ort:
    home sweet home
    Hä wo isn der andere Thread hin hier, du hattest doch schon mal einen eröffnet zu dem Thema??? :confused:
     
  3. opti

    opti Guest

    Galahad meinte, er würde gegen das Copyright verstoßen und hat ihn wohl gelöscht. Dabei hatte ich die Quelle angegeben und auch nur Auszüge aus dem Artikel zitiert. Darum habe ich dasselbe noch einmal mit meinen eigenen Worten wiedergegeben.
     
  4. opti

    opti Guest

    Was mir vor allen Dingen bei den Hausaufgaben nicht gefällt, ist die Erwartung der Lehrer, dass alle Hausaufgaben erledigt werden. Dabei wird keine Rücksicht auf die individuelle Situation der Kinder genommen. Manchen Kindern fällt es aufgrund ihrer Lernschwierigkeit sehr viel schwerer, die erforderlichen Hausaufgaben zu machen. Sie sitzen mitunter stundenlang völlig frustriert vor ihren Aufgaben und werden zum Teil von ihren Eltern gezwungen, die Hausaufgaben zu machen. Welchen Sinn soll das haben? Es demotiviert nur die Kinder und lässt einen Hass auf die Schule aufkommen. In diesem Fall wäre es sicherlich sinnvoller, wenn die Kinder nach draußen zum Spielen gingen, um sich auszutoben. Ich muss ehrlich sagen, ich verstehe die Eltern nicht, die so etwas von ihren Kindern verlangen. Wäre es mein Kind, dann würde ich ihm vielleicht einen gewissen zeitlichen Rahmen vorgeben, irgendwo zwischen 30 und 60 Minuten, indem es seine Hausaufgaben selbstständig erledigen kann. Alles was diesen Zeitrahmen überschreitet, würde ich ablehnen, selbst wenn es dann Ärger mit der Schule geben sollte.

    Darum ist es gut, dass jetzt festgestellt wurde, dass Hausaufgaben nicht viel bringen, dass schlechte Schüler dadurch nur noch schlechter werden und gute Schüler dadurch nicht unbedingt besser. An einigen Schulen werden mittlerweile sogar keine Hausaufgaben mehr gegeben. Dort werden die Hausaufgaben in der Schule erledigt. Gibt es Probleme, dann ist immer ein Lehrer in der Nähe der weiterhelfen kann. Dadurch werden auch die sozialen Benachteiligungen der Schüler aufgehoben, denn viele Eltern mit einem schwachen sozialen Hintergrund sind nicht in der Lage, ihren Kindern die erforderliche Unterstützung zu geben. Nur wenn die Kinder es nicht schaffen, ihre Schularbeiten in der Schule zu erledigen, dann beenden sie sie zu Hause. Das kommt aber eher selten vor, höchstens ein- oder zweimal in der Woche. Und auch dann sollte es einen gewissen zeitlichen Rahmen nicht überschreiten. Das ist jedenfalls meine Meinung. Ohnehin ist der Frontalunterricht sowieso völlig überholt. Dabei lernen die Kinder ohnehin nicht viel und haben es in kurzer Zeit wieder vergessen. Man sollte vielleicht auch die starren Strukturen der Schule etwas auflösen und die Schule zu einem lebensfreudlichen Ort umgestalten, an dem nicht nur Lernstoff vermittelt wird, sondern an dem Fröhlichkeit, Spiele, soziale Kompetenzen und auch spirituelle Werte vermittelt werden. Autogenes Training, Yoga und Meditation sollten ebenso selbstverständlich sein, wie Deutsch, Mathematik und Physik.

    Das Wichtigste, was die Schule den Kindern beibrigen kann, ist die Freude am selbstständigen Lernen, auch ohne die Anleitung eines Lehrers. Aber genau dies wird durch unser heutiges Schulsytem verhindert. Hat das Kind erst einmal Freude am Lernen entwickelt, dann ist es nämlich sehr viel motivierter beim Lernen und es bedarf dann auch keines Druckes mehr von außen.
     
  5. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2007
    Beiträge:
    5.949
    Ort:
    WIEN
    Hallo Opti,

    Jedes Wissen, das geboten wurde, braucht bei den meisten Menschen eine Vertiefung durch die Übung. Das sind die Hausaufgaben. Meistens schneidet der gute Lehrer die Hausaufgaben auf den Durchschnittwert des Leistbaren zu. Die intelligenteren Schüler werden demnach ihre Hausaufgaben schnell erledigt haben, die etwas Schwerfälligen werden länger brauchen. Die Hausaufgaben hängen also mit Vertiefung des Wissens zusammen. Schließlich soll jeder Schüler die Chance haben, sich das in der Schule Erarbeitet zu Hause durch die Wiederholung besser einzuprägen. Das brauchen vor allem mittlere und schlecht begabte Kinder. Die Hausaufgaben abzuschaffen wäre demnach ein Fehler.

    Das ist nur ein Vorteil für den Lehrer aber zum Nachteil für die Schüler.

    Das müsste aber dann eine Ganztagsschule sein, in welcher am Nachmittag andere Lehrer bei den Hausaufgaben helfen. So etwas gibt es ja schon.

    Die meisten Kinder schaffen ihre Hausaufgaben, überhaupt in einer Ganztagsschule. Doch man kann sich nicht immer nach den Trödelkindern richten. Da würden ja die Begabten benachteiligt werden. Der Lehrer bemüht sich normalerweise aber trotzdem auch dem schlechtesten Schüler eine Chance zu geben.

    Den Frontalunterricht kann man nicht ganz aus der Welt schaffen, selbst wenn er unmodern geworden ist. An der Universität gibt es dann nur mehr Frontalunterricht, oder?

    Nur SOLLTE der Frontalunterricht zugunsten des Gruppenunterrichts und des Schülergesprächs in den Hintergrund treten, zumindest in der Volks- und Hauptschule. Und ich stimme zu, dass man auf den spielerischen Unterricht vor allem auf der Grundstufe nicht vergessen sollte.

    Dem Lehrer wird das auch in seiner Ausbildung immer wieder nahegelegt.

    Doch der Lehrer kann seine Unterrichtsmethode frei wählen und das hat bestimmt seine Gründe, so wie ja auch der Arzt die Behandlung des Patienten selbst wählen muss.


    Das ist eben nicht im Lehrplan verankert. Doch gibt es bestimmt irgendwelche Angebote außerhalb der Schule.

    Zugegeben, eine Idealvorstellung, doch wird man auch in Zukunft auf den Lehrer nicht verzichten können. Dass der Lehrer darauf hinarbeitet, dass seine Schüler sich auch selbsttätig Wissen aneigenen können, sollte selbstverständlich sein.

    Unser Schulsystem ist eben wirklich nicht glücklich beschaffen. Da werden noch immer Direktorposten nach dem Parteien-Proporz und nicht nach der Fähigkeit vergeben. Dadurch gibt es viele schwache Direktoren, die unfähig sind, die Schule souverän zu leiten. Das tut den Lehrern nicht gut und wirkt sich auch auf die Lehrmethoden negativ aus. Der Lehrer braucht nämlich zum Unterrichten nicht nur viel Kraft sondern auch die Motivation, schwierigere Unterrichtsmethodern anzuwenden. Der Außenstehende kann nur oberflächlich urteilen. Unterrichten wird immer schwieriger. Die Kinder sind oft undiszipliniert, sodass man auch methodisch darauf eingehen muss. Solche Kinder können schwer zu einem Schülergespräch kommen, auch der Gruppenuntericht ist wesentlich schwieriger zu überblicken.

    Die Schule und somit auch der Lehrer können ohne Hilfe der Eltern, die eigentlich bereits ein erzogenes Kind in die Schule schicken müssten, nicht bewältigen. Die Kinder werden nämlich immer konzentrationsgestörter und sprachärmer. Es gibt einen Lehrplan, der zu bewältigen ist, Vorgesetzte, die von Menschenführung keine Ahnung haben, neidische Kollegen, uneinsichtige Eltern, womöglich ist in der eigenen Familie auch nicht jeden Tag Sonnenschein und die Schüler sind nicht erzogen und somit auch nicht lernwillig, dadurch auch konzentrationsgestört. Die meisten Schüler verstehen noch zusätzlich nicht die deutsche Sprache.

    Das Schulsystem sollte ein Anliegen der Politik sein. Und die Politiker wurden vom Volk gewählt. Wer ein Anliegen hat, muss sich an sie wenden.

    Uns muss es ein Anliegen sein, dass nicht alles am Lehrer hängen bleibt. Er tut, was er unter diesen schwierigen Umständen tun kann. Er ist kein Zauberer!!

    Das ist meine Sichtweise.

    Liebe Grüße

    eva07
     
  6. fiore

    fiore Mitglied

    Registriert seit:
    25. Oktober 2005
    Beiträge:
    44
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    Hausaufgaben geben dem Lehrer ein feedback, wie der Unterrichtsstoff verstanden wurde. Demnach wäre es völlig unzulässig, sie zu streichen.
    Ein guter Lehrer wird individuell ausgeabeitete Hausübungen einzeln korrigieren und dann eine einheitliche Fehleranalyse machen, d.h., evtl. den Lehrstoff vertiefen, wiederholen oder eben versuchen, noch einmal eine Hausübung in einer leichteren Form zu geben.
    Besser ist es doch, bei diesen Übungen Fehler zu machen, als dann bei einem Test oder einer Schularbeit.

    Learning by doing ist die Devise :dontknow2
     
  7. Morticia

    Morticia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. April 2007
    Beiträge:
    29.799
    Ort:
    Bayern
    ...ich würde nichts gegen die hausaufgaben sagen wenn sie sinnvoll wären ...leider sind mehr als die hälte der lehrer nicht fähig aufgaben richtig zu geben...den wie erwähnt hätten sie den sinn herauszubekommen wo und wieviele schüler sich nicht auskennen....doch die lehrer nützen die hausaufgabe dazu den kindern den stoff nur zum selbstlerlernen zu geben um sich die erklärung zu sparen......der stoff is durch ...
    ....hauptsächlich in den weiterführenden schulen....und in den grundschulen leiden die kinder unter übereifrigen lehrer weil sie meinen finger müssen brennen nach dem schreiben.................???????????????
     
  8. opti

    opti Guest

    Was die Schüler nach neun Schuljahren gelernt haben, ist verdammt wenig. Sie haben im wesentlichen gelernt, sich anzupassen, den Mund zu halten und das vorgetragene nachzubeten. Von Bildung im eigentlichen Sinne kann überhaupt nicht die Rede sein. Ich spreche übrigens vom größten Teil der Haupt- und Realschüler. Auf jeden Fall haben die meisten Schüler nicht gelernt, ihren eigenen Kopf zu benutzen. Das ist auch gar nicht beabsichtigt, denn ich glaube nicht, dass die Schule es als ihre Aufgabe versteht, selbstbewusste und intelligente Schüler zu erziehen, die eine eigene Meinung haben und auch dafür eintreten.

    Ich meine, das heutige Schulsystem hat auf ganzer Breite versagt. Da nützen auch die Hausaufgaben nichts. Sie sind nur ein weiteres Instrument, den Schüler zu einem angepassten und untertänigen Menschen zu erziehen. Was ist denn nach der Schule, wenn die Schüler die Schule verlassen? Sind sie dann hungrig auf Wissen, streben sie danach ihr Wissen zu vertiefen? Keinesfalls, denn die meisten Schüler sind von der Schule so frustriert, dass sie um alles, was mit Bildung zu tun hat, einen großen Bogen machen. Man braucht sich doch nur einmal anzusehen, was die meisten Erwachsenen täglich an Zeitungen und Bücher konsumieren, wenn sie überhaupt lesen, und was sie sich für Fernsehprograme anschauen.

    Dass es auch ohne Hausaufgaben geht, zeigt der Artikel Besser lernen ohne Hausaufgaben Und genau das wird die Zukunft der Schüler sein. Und ich glaube, das wird motiviertere, interessiertere und inteligentere Schüler zur Folge haben, Schüler die es gelernt haben, sich den Unterrichtsstoff selber zu erarbeiten, Schüler, die nach Abschluss der Schule Hunger nach mehr Bildung und Wissen haben.
     
  9. Lobkowitz

    Lobkowitz Aktives Mitglied

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    in diresem fall kann ich mioch opti sehr anschließen..
    abre nicht nur die hausaufgaben gehören abgeschafft, das gesamte unterrichtssystem müßte völliog neu gestaltet werden..
    ich hab viele jahre lang in volksschulen gearbeitet, kenn also da system recht genau..
    da gehören völlig neue ansätze her..
    alles liebe
    thomas
     
  10. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    Leider werden dem Schüler Schuldgefühle für "falsche" Lösungen eingeredet und nicht der Lehrer überdenkt seine Unterrichtsmethode. Da liegt ein Fehler in der Herangehensweise.

    Früher hatte ich eine MatheLehrerin, die war persönlich beleidigt, weil ich weder die Hausaufgaben gemacht habe, noch dem Unterricht gefolgt bin - und dann trotzdem in den Klassenarbeiten immer eine zwei geschrieben habe.
    In diesem Fach brauchte ich einfach weder die Erklärung noch die Übung, um gute Noten zu schreiben. Wozu sollte ich Hausaufgaben machen und aufpassen, wenn ich es eh schon verstanden hatte?
    In anderen Fächern sah es anders aus, doch da wurde mir die Freude am Lernen durch demotivierende Lehrmethoden ausgetrieben, oder durch Angst vorm Lehrer oder was auch immer.
    Am Ende meiner Schul"karriere" konnte ich mein Abi dann auch nur durch Mathe schaffen, weil ich da schon vorher soviel wusste, dass die Lehrer mich mit ihrem Gehabe nicht beeindrucken konnten - in anderen Fächern war ich eine totale Versagerin.

    Und das zweit-schlimmste Fach (weil ich vor dem Lehrer am meisten Angst hatte) gehört nun zu den Grundvorraussetzungen in meinem Beruf. Ich bin froh, dass ich meine Ängste im Deutschen verloren habe - und die Dinge, die in der Schule vermittelt wurden, doch nicht so wichtig sind....

    LG
    Ahorn
     
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