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Gehört der tibetische Buddhismus tatsächlich zum Buddhismus

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von OM2009, 6. Dezember 2008.

  1. OM2009

    OM2009 Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2008
    Beiträge:
    51
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    Buddha lehrte folgendes

    "Man ist seine eigene Zuflucht, wer anders könnte die Zuflucht sein?" (Dhammapada, V, 160, 1926), sagte Buddha und ermahnte seine Schüler, niemals Zuflucht und Hilfe bei irgend einem anderen zu suchen. Er lehrte, ermutigte und spornte jeden persönlich an, sich selbst zu entwickeln und an seiner eigenen Befreiung zu arbeiten, denn der Mensch hat die Kraft in sich, sich selbst durch die eigne, persönliche Anstrengung und Intelligenz von allen Fesseln zu befreien. Buddha sagte: "Ihr selbst müßt streben heißen Sinns, Erwachte sind Verkünder nur." (Dhammapada, ebd, 276). Wenn Buddha überhaupt ein "Erlöser" genannt werden soll, dann nur in dem Sinn, daß er den Weg zur Erlösung entdeckt und gezeigt hat.

    Aber wir selbst müssen den Weg gehen.


    Im wohl behüteten Selbst findet sich ein Erlöser, der anderswo kaum zu finden ist.
    Ihr müsst euch selber bemühen; die Erwachten weisen bloß den Pfad.
    Die Sich-Läuternden können ihn beschreiten und so von den Fesseln des Todes frei werden."

    Dammapada des Pali-Kanons


    Der tibetische Buddhismus hingegen verehrt Lamas, Heilige und viele andere. Guru Rinpoche wird als Begründer des tibetischen Buddhismus verehrt.

    Und deshalb ist klar ,dass sich der tibetische Buddhismus nicht auf Gautama beruft sondern auf Rinpoche.

    Lamas werden als Heiligkeit verehrt und man schmeisst und kniet sich vor Buddhastatuen.

    In der Theokratie (Buddhokratie) des Alten Tibet gab es bis in das 20. Jh. hinein Sklaverei, Leibeigenschaft, Frauenunterdrückung und ein brutales Strafrecht. Die verschiedenen lamaistischen Schulen lieferten sich ständige blutige Gemetzel und waren in gegenseitige Kriege verwickelt. Eine Trennung von Staat und „Kirche“, von Politik und Religion war im „Gottesstaat“ der Dalai Lamas ebenso unbekannt wie der Schutz der Menschenrechte. Hohe Lamas genossen Unfehlbarkeit, wurden und werden auch heute noch – nicht nur im übertragenen Sinne – als „wandelnde Gottheiten“ auf Erden verehrt.

    In der tibetischen Praxis wird Padmasambhava verehrt und visualisiert.

    Wenn ihr mich oberhalb eures Kopfes visualisiert,
    werde ich jenseits von nah und fern sein.
    Das Buddhamandala meines Körpers ist nicht materiell.
    Mit diesem Verständnis, laßt Hingabe in eurem Geist
    entstehen.


    Die Hauptpraxis während des Retreats besteht darin, anhand eines kurzen Textes Padmasambhava zu visualisieren, sein Hauptmantra, das so genannte Vajra-Guru-Mantra zu rezitieren und eine Meditation durchzuführen, bei der es zur Identifikation mit dem Körper-, Rede- und Geistaspekt von Padmasambhava kommt.


    Mit dem Geist visualisieren wir Padmasambhava, mit der Rede rezitieren wir die Zufluchtsformel und mit unserem Körper führen wir die physische Aktivität der Niederwerfungen aus. Padmasambhava ist der tantrische Buddha, der realisierte Meister, der die tantrischen Lehren nach Tibet brachte. Deshalb visualisieren wir ihn und nicht Shakyamuni Buddha, den sutrischen Meister. Nach und nach gelangt man zu der Erkenntnis, dass die Objekte der Zuflucht nicht außen sondern innen sind. Wir verbeugen uns vor einem außen visualisierten Padmasambhava, der der vollkommen Erwachte ist, aber unsere Natur des Geistes ist nicht getrennt oder verschieden von der Natur des Geistes unseres Lamas. Der gewöhnliche Geist, der volles Erwachen visualisieren kann, muss den Samen des vollen Erwachens in sich tragen. Die Rede, die Mantra rezitieren und mit der Energie Padmasambhavas durch das Mantra kommunizieren kann, muss den Samen verwirklichter Energie beinhalten. Der Körper, der sich vor Padmasambhava verneigen und die Hingabe dieser Aktivität fühlen kann, muss den Samen des verwirklichten Freudenkörpers in sich tragen. So sind die Objekte unserer Niederwerfungen verwirklichter Körper, Rede und Geist, und werden von unseren eigenen Körper, Rede und Geist ausgeführt. Wenn man ein Buch lesen kann und dessen Inhalt versteht, dann kann man nicht getrennt sein vom Verständnis dessen, was in den Worten des Buches ausgedrückt wird. Wenn man sich der Praxis der Niederwerfung, Mantra Rezitation und Visualisierung verpflichten kann, hat man eine Verbindung zu diesen Praktiken, die durch Wiederholung nur stärker und tiefer werden kann.

    Während wir Niederwerfungen praktizieren, rezitieren wir außerdem die Formel für die Erzeugung von Bodhicitta das ist der Wunsch, dass alle Wesen frei von Samsara sein mögen


    Der Chan Buddhismus hingegen verehrt nichts und niemandem. Bodhidharmna bezieht sich in seiner Reden ausschliesslich auf Gautama Buddha und dass man keine Bodhisatvas verehren soll. Ihr sollt die Verehrung nicht in falsche Richtungen lenken heisst es bei Bodhidharma. Bodhidharma sagte : Buddha ist euer Geist und ausser diesem Geist gibt es keinen Buddha dem man verehren soll.
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.830
    Ort:
    hear(hier)
    is doch egal -wie du schon sagst -dein geist gehört dir- wisse ihn zugebrauchen:D
     
  3. button

    button Mitglied

    Registriert seit:
    9. Dezember 2004
    Beiträge:
    57
    Ort:
    Hessen/RLP
    ich schließe mich dem Sternenatemzug an.
    jeder ist frei, das zu vergöttern, was ihm göttlich erscheinen vermag. glaubt jemand blind oder zweifelt, verliert sein glauben oder geht dafür ins feuer - er geht seinen weg.
    was würde es bringen, die von den anderen für unantastbar heilig gehaltenen wahrheiten zu entweihen? nichts. man würde dabei die gefühle der anderen verletzen, den menschen die seele nehmen. wozu? um die anderen genauso fragwürdigen wahrheiten für heilig zu erklären? aber wer ist schon ohne sünde? alle große gestalten der weltreligionen waren menschen ;)
     
  4. FrischMilch

    FrischMilch Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2005
    Beiträge:
    462
    Im tib. Buddhismus nimmt man Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha. Wie in allen anderen Schulen auch.
    Nur zusätzlich, nicht ausschliesslich, wie es Om2009 darstellt, nimmt man Zuflucht zum Lama.
    Der Lama ist aber nicht die Person, sondern es ist der buddhistische Lehrer, der den Weg kennt, da er ihn schon gegangen ist.

    Bodhisattvas sind Buddhas. In dr Erleuchtung gibt es keinen Unterschied, zwischen Gautama oder einem anderem Erleuchteten. Gautma ist nur ein historischer Buddha, aber sein Geisteszustand nicht nicht anders oder höher, als der anderer Buddhas.

    Bodhisattvas sind Buddhas, die aber den WEG zeigen, die Dharmapraxis. Die Buddhas, die wie Gautama dargestellt werden, zeigen das ZIEL, daß durch diese Praxis erlangt wird.

    Die Chan haben ebenso ihre Bodhisattvas, und sogar reichlich tantrische Praktiken. Es ist eine Falschaussage, daß sie nichts und niemanden verehren.
    Das Chan-Pendant zu Tschenrezig (Aveloketeshvara) heisst Kuan Yin, im Zen Kannon.

    Ausserdem ist es nicht sinnvoll, kulturell-gesellschaftliche und politische Probleme als Widerlegung eines authentischen Buddhismus zu mißbrauchen. Das ist genauso falsch, wie den Buddhismus zu gebrauchen, um Greultaten zu rechtfertigen.

    Gruß
    FM
     



  5. praktiziere den tibetischen Buddhismus
    seit ein paar Jahren, mehr oder weniger


    ehrlich gesagt beginne ich erst jetzt mich
    mit dem Daikiniland zu befassen

    aber auch nur um die Übersicht zu haben



    es ist mir eine zu grosse Vielfalt
    ich halte mich an Shakyamuni und Chenrezig


    jetzt kam noch Heruka dazu welcher den zornigen Aspekt verkörpert
    mir geht es darum in die Leere zu kommen


    sich zu befreien ist der Weg und das Ziel
    und dazu gehört immer mehr raus zu schaffen
    statt dazu zu erschaffen




    und das ist Atma





    Ali:umarmen:
     
  6. Tommy

    Tommy Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Mai 2006
    Beiträge:
    12.505
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    Oha. Jetzt gibts also auch im Buddhismus einen dogmatischen Fundamentalismus. "Wir sind die wahren Buddhisten, und die da nicht."

    War ja nur eine Frage der Zeit.

    :D
     
  7. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.783
    Naja, hardcore Theravadins sehen den tibetischen Buddhismus wohl ohne Zweifel als unbuddhistische Blasphemie. Auch weil man hier den wahren Sinn HINTER dem ganzen Symbolismus und den Ritualen beurteilen muss wenn man beurteilen will ob TB tatsächlich Buddhismus ist. Und da muss man sich halt dann auch die Mühe machen.

    Ausserdem ist es einfach so daß der TB einfach vom Stil her nicht jeden anzieht. Aber etwas persönlich nicht zu mögen bzw damit nichts anfangen zu können, wie wohl bei den meisten Ablehnern, sagt an sich nichts darüber aus ob es eine autentische buddhistische Tradition ist.
     
  8. FrischMilch

    FrischMilch Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2005
    Beiträge:
    462
    Mittlerweile ist es ja deutlich umgekehrt: Theravada zieht nicht jeden an.
    Wie auch, wenn sie die Ansicht vertreten, dass eigentlich nur Nonnen und Mönche die Erleuchtung erlangen können?

    Der Vorwurf eines "Buddhismus Light" des tib. Buddhismus, kann man getrost vergessen, weil das Blödsinn ist. Die tib. Buddhisten nehmen viele Unbequemlichkeiten auf sich, um zu praktizieren und sinnvolles für andere zu tun. Da ist eine enorme Aktivität.

    Der tib. Buddhismus is wirklich sehr gross geworden, im Westen.
     
  9. ELi7

    ELi7 Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    Las Terrenas, Dom.Rep.
    Was den tibetischen Buddhismus für uns westliche Menschen so anziehend macht, ist der Totenkult der ursprünglichen Bön-Traditon, der im Tibetanischen Totenbuch (Schreibweise!) erhalten ist.

    Dieses Buch ist eine bedeutsame Lektüre zum Verständnis der Prozesse des Sterbens und unverzichtbar in der Sterbebegleitung.
     
  10. FrischMilch

    FrischMilch Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2005
    Beiträge:
    462
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    Na, ich glaube DAS ist das geringste, was uns anzieht. Zumindest kenne ich keine Praktizierenden, die sich am Totenbuch hypen. Ohne Frage ein spannendes Werk. Klar.
     
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