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Ein einziges Leben

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von DadalinSpa, 10. Juni 2010.

  1. DadalinSpa

    DadalinSpa Guest

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    Jetzt mal angenommen du hättest nur ein einziges Leben.
    Ich meine, stell dir das mal, du würdest auf diese Welt kommen und du hättest nur ein gottverdammtes Leben auf dieser Erde um Erfahrungen zu machen.
    Stell dir mal vor, du könntest machen, was du möchtest aber weil du dich noch nicht so auskennst und unsicher bist, hörst du auf die Leute, die dir erzählen welche Gefahren in dieser Welt lauern. Du willst einfach den Tag genießen, aber Sie sagen dir, dass du dies und jenes nicht tun darfst. Das nervt dich, aber später bist du dankbar, weil es doch so vernünftig war. Du hast es selbst eingesehen. Also wirst du auch immer vernünftiger. Aber irgendetwas hat sich verändert. Früher hast du die Welt irgendwie noch gefürchtet, aber hattest immer das Gefühl, dass da Jemand ist der auf dich aufpasst. Jetzt hast du Schiss, aber glaubst die ganze Welt zu kennen.
    Das macht alles irgendwie auch Sinn. Diese Welt ist eben nicht so harmlos wie man sie noch als Kind gesehen hat. Es gibt Regeln und Pflichten und an die muss man sich schließlich halten. Man hat gefälligst einen guten Job zu machen, sollte eine Familie gründen und seinen Besitz erweitern. Gehört sich so, man will ja schließlich irgendwo auch Anerkennung. Aber noch etwas hat sich verändert. Früher hat man immer gesagt, was man denkt. Heute überlegt man es sich ganz genau und wenn man wirklich clever ist, hat man immer den passenden und am besten lustigsten Spruch für jede Situation parat, damit man gut ankommt. Ja klar, vor seinen Kollegen muss man schließlch auch locker sein und cool. Das zeigt wie smart man ist und wie nett zugleich. Wenns möglich ist, macht man seinen Job und schiebt das andere Zeug an die Kollegen ab. Hey, man muss schließlich gucken wo man bleibt, weil der Chef erwartet das schließlich, dass man seine Sachen gut erledigt und die anderen danken es ja ohnehin nicht. Aber der Humor rettet über jede Situation. Ein passendes Witzchen zur rechten Zeit und alles ist in Ordnung. Klar, dass der Charme auch bei den Nachbarn zählt und was überhaupt immer wichtig ist, wenn mal ein Betriebsausflug ist oder ne kleine Feier stattfindet, dann solltest du wirklich dabei sein. Das weiß man doch noch aus Schulzeiten. Wenn du da nicht mal beim Saufen mit von der Partie warst, dann warste doch voll der Aussenseiter. Wie die Loser, die nichts vertragen haben oder nicht mitwollten.

    Das ist auch alles ziemlich cool, bis du bei einem Unfall fast ums Leben kamst und all deine Freunde nicht mehr cool zu dir sind und mit dir lachen, weil du bei deinem Unfall dein halbes Gesicht verloren hast und das Leben auch nicht mehr so witzig findest. Ein einziger Tag und du hinterfragst dein ganzes Leben. Ich war doch immer treu, ich war immer nett zu den Kollegen, ich war doch beliebt, mich mag mein Chef, ich habe ein Haus und ein Kind, eine großartige Frau...du fragst dich wie viel das jetzt noch zählt?
    Dein Chef kann auf einen Krüppel verzichten, die Kollegen mögen Freaks nicht und deine Frau unterstützt dich so gut sie kann, aber wird mit dir nicht fertig, weil du das Kotzen bekommst, wenn du in den Spiegel siehst.
    Dein ganzes Geld reicht nicht um dich wieder zu dem zu machen, der du mal warst und deine smarte humorvolle Maske ist in tausend Stücke zerbrochen.
    Wer bist du eigentlich, fragst du dich?

    All das, was ich über das Leben gelernt habe, wie viel war das wert?
    Ein einziger Moment und alles kaputt. All die Chancen bei Frauen, die ich hatte. Ich hätte oft mit Ihnen schlafen können, aber ich wußte, dass das moralisch nicht in Ordnung ist. Meine Kollegen, man, oft hätte ich Ihnen gerne die Meinung gesagt, aber das hätte nur Stress gegeben, vor allem mit meinem Chef. Ich gebe ja zu, der Job hat mich ohnehin nie besonders erfreut, aber ich habe gut verdient und war etwas.

    Man, ich habe nur ein einziges Leben und habe vor einigen Tagen noch über Gott und die Welt geschimpft, damit ich mit den anderen mitdiskutieren konnte, aber jetzt, was interessiert es mich jetzt.
    Ich habe gottverdammt nochmal all die Jahre so getan, als würde ich ewig leben. Jetzt habe ich gar nichts mehr...meine Frau hat mich verlassen..sie ist gesprungen und hat mir ein paar Abschiedszeilen hinterlassen...nur mein Sohn ist mir geblieben..



    So, und wie viel würdest du von all deinen moralischen Ansätzen halten,
    wenn du alles verlieren würdest. Würde es sich lohnen im Selbstmitleid zu versinken. Würde es sich lohnen immer auf andere zu hören?
    Würde es sich lohnen diese Welt immer nur vernünftig anzugehen?
    Was wäre, wenn du wüßtest, dieses Leben ist einmalig?
    Lohnt es sich überhaupt immer anderen gefallen zu wollen?
    Lohnt es sich, sich einen großartigen Charakter zu generieren um gut anzukommen? Lohnt es sich, sich Häuser anzuschaffen und zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen?

    Keine Sorge. Ich moralisiere nicht. Ich selbst sehe das Leben als Traum, als realistischen Traum, allerdings auch als einmaligen Traum und ich frage mich wie oft ich im Leben wirklich nach mir selbst geguckt habe, wenn es darauf ankam oder wann ich nach anderen geguckt habe um nicht verstoßen zu werden. Ich frage mich wie sehr war ich in meiner Mitte.

    Die Geschicht kann man natürlich auch aus einer positiven Perspektive erzählen, weil das Aussehen definitiv nicht alles im Leben ist. Es sollte nur aufzeigen, dass man letzten Endes immer nur sich selbst am Nächsten ist.
     
  2. derschreiber

    derschreiber Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2009
    Beiträge:
    419
    ja,solange man mit sich selbst nicht klar kommt,hat alles andere wenig sinn im leben......
     
  3. Sadivila

    Sadivila Guest

    Hallo,


    Sein Sohn ist ihm geblieben.
    Für mich sind Kinder das kostbarste was man überhaupt im Leben bekommen kann:)
    So ist er aus meiner Sicht trotz allem ein Mensch dem das kostbarste geblieben ist.

    Zum einmaligen Leben kann ich nichts sagen, weil ich daran nicht glaube.


    Sadi:)
     
  4. DadalinSpa

    DadalinSpa Guest

    Der Glaube gehört in die Kirche. Ich weiß, dass wir ewig leben,
    aber ich weiß auch, dass die Person, die ich jetzt bin und diese Form nicht mehr existieren werden. Daher ist es wirklich schnurz ob ich nun so tue als hätte ich ein Leben oder ob ich so tue als hätte ich mehrere.
     
  5. Sadivila

    Sadivila Guest

    Ich glaub nicht das es schnurz ist.
    Denn du weisst nicht wie es mit deinen GEFÜHLEN im Jenseits aussieht..
    oda?
    Den Körper lass ich zurück , gut.
     
  6. DadalinSpa

    DadalinSpa Guest

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    Gefühle entstehen über den Körper.
    Was dir bleibt sind die Erinnerungen an die Gefühle.
    Aber es ist auch nicht so, dass man noch ein großartiges Ich hätte,
    welches sich nach dem Tod damit identifiziert.
     
  7. derschreiber

    derschreiber Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2009
    Beiträge:
    419
    wir senden alle eine botschaft aus,die für uns bestimmt ist und hoffen
    auf die entsprechende antwort.........................aber wer weiss?
     
  8. Sun42

    Sun42 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Mai 2008
    Beiträge:
    6.439
    Für eine gewisse Zeit wurde es gebraucht , war sogar wichtig ,
    um mit der Welt , mit der dichten Materie erst mal klar zu kommen.
    Das bisherige Weltbild , wie man zu sein hatte , zerbricht.

    Wenigstens durftest dass als eine Erfahrung auch mitnehmen.

    Seine Meinung darf doch jeder vertreten , nur "Der Ton macht die Musik" ;)

    Und nun bist davon befreit worden , sei doch froh und dankbar. Kannst Dich nun etwas neuem widmen , was Dir dann auch mehr Spaß macht.

    Eben ... weil es die Meinungen und Denkweisen der Anderen waren , aber jedoch nicht die Deinige.

    Sie hat Dich einen gewissen Wegabschnitt begleitet , einen Sohn Dir geschenkt , und geht nun ihren Weg in eine andere Richtung weiter. Ermöglicht Dir dadurch , dass Du Dich ebenfalls NEU orientieren kannst.
    Jemand wichtiges ist ja bei Dir geblieben ;)

    Nä , ich würde (habe) eine Grunderneuerung mir vornehmen.
    Und nur noch meine eigene Sicht der Dinge mitteilen, ob sie ein anderer mag , oder anders betrachtet , lasse ich ihm stehen.
    Jedoch werde ich mir selbst treu bleiben. Lebt sich um einiges angenehmer.
    Nein

    Man kann ihnen ja zuhören , spricht ja nix dagegen. Jedoch würde ich niemals mehr in meinem Leben einen Menschen bestätigen , wenn es nicht meine Sichtweise dazu ist.

    Was bedeutet für Dich vernünftig?
    Ehrlich sich selbst gegenüber , dann klappt es auch mit dem Leben.

    Für mich ist dieses Leben einmalig , da ich es in dieser Form wahrscheinlich auch nur einmal so erleben kann, wollte , tun. :)
    Nää , hab ich bereits hinter mir. War ein komplettes unzufriedenes Leben damals. Für alle anderen immer da , zur Stelle , und ich , vergaß mich und meine Bedürfnisse stets dabei.

    Nein , für wen? Doch nicht für einen selbst...

    hmmm... wie antworte ich da jetzt.
    Wenn ich ein Haus haben möchte , was mir aber keine Fußfesseln der Bank gegenüber anlegen würde , ja. Heiraten ... Blödsinn ! War ich auch mal würde ich nicht mehr tun , da ich ja nicht heute weiß , ob ich den Mensch den ich JETZT liebe und mit dem ich mein Leben gerne verbringe , in einigen Jahren auch noch so betrachte. Heiraten ist out ! :D

    Ich auch ;)

    Diese Fragen stellt man sich ab einem gewissen Zeitpunkt.
    Oft durch Situationen , in welchem sich sein bisheriges Weltbild als nicht mehr authentisch darstellt. Und plötzlich erschreckt wahrnimmt , dass ich mich ja gar nicht selbst so lebe. Und dann wird einem plötzlich bewusst , dass da etwas nicht rund läuft. Dass die Person die ich glaubte zu sein , gar nicht ICH bin. Aber wo ist dann mein ICH geblieben? Und sie werden alle sich auf die Suche begeben , um ihr selbst zu finden , welches durch ihre Verformung (Programmierung) verloren ging.
    Genannt : Selbstfindungsweg

    Leider leben die Menschen sich aber selbst als etwas wenig wertvolles.
    Denn

    >>Niemand in unserem Leben behandelt uns schlechter als wir uns selbst<<

    Hatte darüber auf meiner Homepage einiges geschrieben

    http://www.die-tuer-zur-seele.de.tl/Wer-bin-Ich.htm

    Liebe Grüße
    Tina
     
  9. zwiIIing

    zwiIIing Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2010
    Beiträge:
    4.767
    Gutes Thema.

    Diese Gedanken habe ich mir schon vor Jahren tatsächlich so ähnlich gemacht. Mit dem Ergebniss, dass ich mir für manches wirklich zu schade bin.

    Das hat übrigens nichts mit Arroganz zu tun, wenn man da aber wirklich mal hindenkt und fühlt ist es folgerichtig. Und ja, es ist dabei schnurz, wie viele, und ob man überhaupt mehrere Leben hat.

    (Ich stimme übrigens dahingehend nicht zu... ich habe wirklich nur ein Leben... das ist aber ganz schön lang...:D)
     
  10. DadalinSpa

    DadalinSpa Guest

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    Ich denke das ist einfach ein Lebensthema.
    Es geht darum herauszufinden, was lebensnotwendig ist.
    Beispielsweise ist das Aufbauen von Grundstücken, Partnerschaften, eben Kind und Kegel etwas sehr Natürliches. Das ist so ein Thema in meiner Altersklasse. Da baut man sich das alles auf und lebt es.
    Ich meine aber, was ist prinzipiell wirklich wichtig im Leben und wie oft verbauen wir es uns, weil wir uns zu sehr auf äußere Dinge konzentriert haben anstatt auf das Wesentliche.
    Manchmal schalte ich einfach mein Hirn aus sowie sämtliche Pflichten und lass einfach fallen. Ich bin froh, dass ich soetwas sehr gut kann.
    Mir ist dann alles völlig egal. Dann merkt man wieder wie sehr man sich in irgendwelche Zwänge gesteckt hat, die bei genauer Betrachtung albern sind.
    Doch all das ist eben lebensnotwendig. Wir müssen glauben, dass wir ewig leben, weil wir uns sonst sofort umbringen würden. Ich meine damit das Gefühl, dass uns etwas erhalten bleibt. :)
     
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