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Das Mißverständnis Emphatie

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von Brotherhood, 15. Januar 2010.

  1. Brotherhood

    Brotherhood Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2005
    Beiträge:
    577
    Ort:
    S-H
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    Es glauben echt viele Menschen, das Emphatie etwas mit einer außersinnlichen, speziellen Fähigkeit zu tun hat.

    Das ist es nicht!

    Emphatie ist die psychologische Fähigkeit des Einfühlungsvermögens. Sich vorstellen können, was der andere empfindet. Auch auf Basis der Spiegelneuronen - allerdings ist es absolut kein "telephatischer, hellsichtiger" Vorgang. Viele Beiträge hier zeigen, das die Menschen sich weder mit den Begriffen, noch mit ihren eigenen Sehnsüchten richtig auseinandersetzen.

    Emphatie wird auch in Unternehmungsberatungen als Coaching für Personalmanager eingesetzt.

    Auszug:
    "Empathie mit einem anderen Menschen bedeutet, sich in dessen Lage zu versetzen und mit ihm mitzufühlen, sich darüber klar zu werden, was der andere fühlen muss, sowie die eigenen Gefühle zu erkennen und angemessen zu reagieren.[1] Ein Lebewesen ist mit einem anderen empathisch, wenn es sich in dieses einfühlt, sich also vorstellt, es wäre das andere, beziehungsweise so fühlt, wahrnimmt und denkt, als wäre es das andere." (...)

    "...Empathie ermöglicht also schon gemäß Freud und Lipps, von Außen unter Beachtung der Grenzen eine andere Person ganzheitlich - also auch unter Einbeziehung derer Emotionalität – zu erfassen, diese im eigenen Bewusstsein als „Alter Ego“ (mit begrenzter Kontingenz) zu konstruieren und mit dieser zu kommunizieren.
    Veraltet ist die Auffassung, dass Empathie es ermöglicht, Gefühle zu teilen oder gar „in den Anderen einzudringen“. Dieser Vorgang wird mit Gefühlsansteckung (engl.: Emotional Contagion) oder auch "Mitgefühl" bezeichnet (für Therapeuten schwierig, aber nicht immer vermeidbar) oder ist sogar eine Grenzverletzung (für Therapeuten unbedingt zu vermeiden).
    Da Gefühlsansteckung und Empathie oft miteinander verflochten auftreten und das Eine mit dem Anderen dann gleichgesetzt wird, ist eine begriffliche Trennung nicht nur für Therapeuten, sondern auch im Alltag von großer Bedeutung. Gefühlsansteckung (und auch „Mitgefühl“) ist immer eine Überschreitung der persönlichen Grenzen, was das Wort „Ansteckung“ ja auch aussagt. Sie kann als positiv oder negativ empfunden, als Hilfe oder Therapie eingesetzt werden oder eher belastend wirken. Gefühlsansteckung geschieht oft unwillentlich, sie kann aber nur kognitiv beendet werden.
    Im Gegensatz dazu bedingt Empathie ganz ausdrücklich den Ausschluss jeglicher Überschreitung oder Vermischung beiderseitiger persönlicher Grenzen. Es ist ausschließlich die Fähigkeit eine Person, unter strikter Respektierung der Individualität, von Außen ganzheitlich wahrzunehmen.
    Lipps unterscheidet drei Stufen der Empathie: Die erste Ebene beinhaltet generelle Empathie, wenn die Form eines Objekts eine Aktivität hervorruft. Auf der zweiten Ebene vollzieht sich natürliche Empathie. Auf dieser ruft ein Objekt eine Aktivität hervor, die versucht, es in einen realen Kontext bzw. einen kausalen Zusammenhang einzuordnen. Auf dieser Ebene geschieht es, das Objekte "vermenschlicht" werden. Auf der dritten, der höchsten Ebene der Empathie, reagieren wir auf echten menschlichen Ausdruck wie Gesten, Gesichtsausdrücke und Stimmlagen."

    (Siehe auch: Jean Decety: Beiträge zur Empathieforschung)
     
  2. Chirra

    Chirra Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Dezember 2006
    Beiträge:
    3.368
    Ort:
    Chemnitz
    Ja, ich habe vor einigen Tgen auch erst herausgefunden gehabt, dass ich Emphatie mit Telephatie verwechselt habe. Ich habe gedacht zu fühlen was Jemand anderes fühlt, wäre Emphatie, aber in Wirklichkeit ist das Telephatie sprich "Fernfühlen"! :rolleyes:

    lg Chirra
     
  3. Susannah

    Susannah Mitglied

    Registriert seit:
    1. Dezember 2009
    Beiträge:
    144
    Ort:
    Tirol
    ;)

    Sehr schön, das ist ein Wort! ;) Keine weiteren Fragen ...
    da gibts dann ja noch so ein Fachwort aus dem Coaching für die dritte Ebene, wie war das gleich ...?
     
  4. Sepia

    Sepia Guest

    Danke für dieses interessante Thema, hast Du Buchtipps, oder gibt es nur ein Buch dazu.?..welche hast Du gelesen, oder findet man alles im Netz.?

    Ich habe mit einem Empathen zu tun und empfinde es immer wieder als Grenzüberschreitend, aber ich kann es nicht in Worte fassen, obwohl ich spüre dass es falsch ist, wenn er mir sagt, dass ich wiedermal etwas auf ihn übertragen habe und er sagt, dass er weiss wie ich mich fühle, auch wenn ich dan sage, dass es nicht so ist, besteht er darauf, dass er es gefühlt hat, also stimmen muss, da ich ja auf ihn übertrage. Zwischendurch fange ich an , an mir selbst zu zweifeln.
     
  5. magnolia

    magnolia Guest

    Sehr interessanter und verständlicher Beitrag.

    Da habe ich jedoch eine Frage.
    Wenn jemand die Fähigkeit hat, zB körperliche Schmerzen des Gegenübers wahrzunehmen, zu lokalisieren und genau zu beschreiben. Angenommen dir sagt jemand, dass sein Knie weh tut ohne dir zu sagen welches. Du weißt welches Knie es ist, wo der Schmerz genau sitzt und ob er zB pochend oder stumpf ist. Gehört sowas nicht zur Empathie?
     
  6. Fabsismama

    Fabsismama Neues Mitglied

    Registriert seit:
    8. Januar 2010
    Beiträge:
    13
    Ort:
    Kärnten
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    Hallo
    Mir hat der Bericht auch sehr gut gefallen.
    Das Empathie sehr viel mit Respekt und vor allem Wertschätzung zu tun hat, da stimme ich dir voll inhaltlich zu.
    Empathie hat nichts damit zu tun das jemand Schmerzen der anderen fühlt.
    Die Empathie hat sehr viel eher damit zu tun, das man seinem Gesprächspartner zuhört und das man sich zuhört. Das gehörte nicht bewertet oder interpretiert. Die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahrnimmt, ohne aber selbst seine Gefühle und Bedürfnisse ausser acht zu lassen.
    Schon gar nicht mit dem gegenüber vermischt.
    Gute Bücher dazu kenne ich nicht.
    Habe aber gerade ein Buch gelesen, das viel mit Empathie zu tun hat.
    Es heißt: Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg.

    Liebe Grüße
    Manuela
     
  7. Lufthauch

    Lufthauch Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2010
    Beiträge:
    4
    Und was ist, wenn wir annehmen, dass es ein Wort ist, das sich in zwei Bedeutungen aufgespaltet hat?
    Natürlich ist Empathie ein im Grunde normales Verhalten, dass Menschen sich entgegenbringen, wenn sie sozial miteinander interagieren.
    Die Empathie aus esoterischer Sicht ist jedoch, imo, die Fähigkeit, die Stimmung (Gefühle, Schmerzen etc.) anderer wahrzunehmen oder gar am eigenen Leibe zu erleben, ohne, vorher sozial interagieren zu müssen.

    Nennen wir sie doch sensitive Empathie.

    LG
     
  8. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    16.224
    Ort:
    Saarland
    Ja Brotherhood, Empathie ist keine außersinnliche Fähigkeit, so wie man den Begriff normalerweise versteht. Das außersinnliche Mitfühlen oder Übertragen von Gefühlen gehört eigentlich zur Telepathie. Aber weil jeder immer meint, man würde dann vom Gedankenlesen sprechen, sage ich auch mittlerweile meistens Teleempathie dazu (auch wenn ich dann auch von Übertragen spreche). Oder ich stelle klar, in welchem Zusammenhang ich einen Begriff verwende. Hier ist auch eine Unterhaltung zu dem Thema:http://www.esoterikforum.at/threads/104230

    P.S: Falls du jetzt damit meinst, dass Telepathie mit Emotionen (oder sogar generell) nicht funktioniert, so bestreite ich das. Ist mir nicht ganz klar, was du sagen willst. Ich habe nicht allzuviele deiner Beiträge gelesen, außer dass es hauptsächlich mit Remote Viewing zu tun hat, was natürlich was anderes als Telepathie ist, wobei unter Umständen ein Experiment auf beide Arten gelöst werden könnte, je nach Aufbau.

    LG PsiSnake
     
  9. Constantin

    Constantin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Januar 2010
    Beiträge:
    9.469
    Ort:
    Ludwigsburg(BW)
    Hallo Brotherhood;

    Der Verstand definiert seine Vorstellung von Empathie, daraus ergibt sich das nicht Einverstanden sein. Viele Fragen sind noch offen und Empathieentschlüsselung erst in den Kinderschuhen. Alles was heute glaubhaft erklärt wird, kann sich morgen schon total ändern. Seien wir offen für die Menschen die Empathen sind, lassen wir es uns doch von ihnen erklären ohne sie als psychisch labile zu vorverurteilen.
    Dank einiger Forscher darunter Psychologen und Neurologen die ohne Vorurteile sind, die sich mit Empathen beschäftigen, kommt Licht ins Dunkel.
    Denn suchst du Antwort auf Fragen, frage den der es wirklich weiß und nicht den der es vermutet zu wissen, sich denkt zu wissen.!

    Speziell ist die Fähigkeit beim einem Empathen. Wissenschaftlich bewiesen, das bei diesem ein Gen dafür verantwortlich ist. Siehe googlen, kann noch keine Links setzen
    Psyche: Einzelnes Gen steuert Empathie und Stressanfälligkeit


    Das es mit unseren Wahrnehmungssinnen zu tun, ist logisch oder?
    Sind es nun die Innersinne oder die Aussensinne?

    ASW-außersinnliche Wahrnehmung bedeutet, das die Wahrnehmung nicht über die physischen Sinne abläuft.


    Sich vorstellen können was der andere empfindet?

    Was hat das bitte mit Einfühlen zu tun? Das wäre eher ein sich Eindenken, vermuten. Davon ausgehen, sich vorstellen, erinnern, wie würde sich der Eindenkende selbst fühlen, wie fühlte sich der Eindenkende, wäre/war dieser in derselben Sitution wie das Gegenüber. Ein analytischer Denkprozess, analytisches Einschätzen, das vom Ratio ausgeht.
    Empathie hat mit Fühlen zu tun. Gefühle selbst zu erfühlen ist etwas anderes, als Gefühle nur gedanklich zu vermuten.

    Ja und, nicht nur dort. Fragt sich nur ob dieses Einsetzen tatsächlich Empathie ist, oder etwas ganz anderes.

    Mit welchen Sinnen versetzen wir uns bei der obigen Definition in des Gegenübers Lage?
    Wenn sich dieser einfühlt, also vorstellt, hier wird das Einfühlen gleichgesetzt mit dem Vorstellen? Ist das tatsächlich so oder heißt es sich Eindenken? Wie schon oben erwähnt.

    Was wenn die Grenzen des sich Eindenkenden andere sind in seiner Vorstellung, als die des Gegenübers?

    Mitfühlen-Mitleiden wäre das Teilen von Emotionen und Gedanken. Das beinhaltet das wir uns dem Gegenüber öffnen und seine Emotionen zu uns einzuladen, sie übernehmen als wären sie unsere Eigenen um darüber zu erfahren, was das Gegenüber fühlt. Meist ist dies ein unbewußter emotionaler Prozess. Eine Symbiose in der beide miteinander verschmelzen, die wir unbewußt zulassen um dem anderen zu entlasten.
    Eindringen können wir in den anderen nicht. Wenn dann dringt die Emotion, der Gedanke des Anderen in uns. Das können wir nicht beeinflussen, läuft unbewußt ab.
    Wir können um uns gedanklich eine Mauer bauen, damit die Emotionen und Gedanken nicht eindringen, damit wir diese nicht wahrnehmen, aber eindringen tun sie trotzdem auch ohne unser bewußtes Wissen, oder die bewußte Wahrnehmung.

    Mitgefühl ist nicht dasselbe wie Mitfühlen.

    Betreten wir einen Raum wo sich ein Streit vollzog, spüren wir diese Negativenergie im Raum und lassen uns mitziehen. Wir fühlen uns nieder gedrückt. Dies geschieht auch bei Positivenergien, wir werden angehoben und fühlen uns voller Freude.

    Mitgefühl hat nichts mit Ansteckung zu tun. Das wäre beim Mitfühlen der Fall.

    Wir müssen uns nicht vorstellen, uns Denken was könnte in diesem Raum vorgefallen sein, denn das wäre eine Vermutung. Die Energie im Raum trägt die Antwort, die übernommen wird.
    Dies geschieht auch ohne unser Wollen.

    Ja, das wäre eine Begabung eines Empathen. Ganzheittliches wahrnehmen aller Bewußtseinsebenen.

    Die meisten der sich Eindenkenden, bekommen doch die Grenze eines andren gar nicht mit, sie bekommen doch gar nicht mit das sich bereits die Emotionen und Gedanken vermischt haben. Von Ganzheitlichkeit keine Spur.

    Ein Versuch von Lipps Empathie zu erklären. Schon allein das Erwähnen von äußerem Ausdruck, wie Gesten, Gesichtsausdrücke und Stimmlage sagt aus, das dieser Mensch nicht wirklich weiß von was er spricht. Physiognomie-Körpersprache hat mit Empathie nichts gemeinsam. Körpersprache sind äußere Merkmale anhand derer sich der Eindenkende vorstellen kann wie das Gegenüber sich fühlen könnte, nichts als Vermutungen. Denn wie leicht ist es bei dieser Analyse den Eindenkenden auf eine falsche Fährte zu führen.

    gruß constantin
     
  10. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
    Beiträge:
    8.562
    Ort:
    NRW
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    Das kommt mir doch sehr bekannt vor????

    Mein Tip:
    Zweifle NICHT an dir selber, sondern an dem was er dir versucht einzureden.
    Das ist kein Empath...sondern ein stark gestörter und manipulativer Energievampir...
    FERNHALTEN!!!! Ganz schnell...:rolleyes:
     
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