Ja, man kann seine Gedanken und Emotionen betrachten, an sich selbst vorbei ziehen lassen, ohne sie zu bewerten. der Punkt ist für mich bloß der: Ist das nicht trotzdem auch ein Gedanke, dieser scheinbar neutrale Beobachter, den Manche als Wesenskern oder ihr Selbst empfinden? wenn ja, dann ist dieser Zeuge aber auch nur eine Hirnfunktion, etwas Erdachtes, das stirbt wenn unsrer Hirn stirbt.
In etwas tieferer Meditation (die aber natürlich auch kein wirklicher Hirntod ist) verschwindet er jedenfalls, dieser Beobachter Trotzdem scheint es mir da noch etwas Anderes, darüber (über den Beobachter) hinaus gehendes zu geben dass das Ich (das Gehirn), wenn es wieder (erwacht) aktiv wird zu interpretieren und in blumige Worte zu fassen versucht und das ich am liebsten Liebe nenne. Es ist dann aber kein wirkliches Erinnern, sondern mehr so etwas, wie die Interpretation einer Vision. Zwar sagt man sich dann vielleicht im Nachhinein: Hey, cool, das war ja ich, der das erlebt hat. in meiner subjektiven Wahrheit gibt es in diesem Zustand aber gar kein Ich, das über etwas berichten könnte, weil das später als komisches Gefühl der Liebe Interpretierte und der, der es vermeintlich gefühlt hat eins waren.
Bewusstsein kann es also meiner Meinung nach nur geben solange man in Unterscheidung und Getrenntsein existiert. Wenn alles, wie in Vorurknall-Zeiten, noch eins wäre gäbe es also meiner Ansicht nach nur Un-Bewusstsein was, wie ich finde aber auch nix Böses wäre.