wie gefährlich können Geister/Dämonen sein?

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es bewirkt ganz sicher was..

Mal umgekehrt: Angenommen, es wäre die nächsten paar tausend Jahre umgekehrt, was würde das dann bewirken?

kann man ein Unrecht durch ein anderes Unrecht ungeschehen machen? Wird dadurch irgendetwas besser? Das alte Unrecht aufgehoben?

Manchmal hab ich den Eindruck, dass sich hinter solchen Gedanken und Forderungen schlicht und einfach ein gewisser Rachegedanke verbirgt, eleganter und dem Gewissen zuträglicher ausgedrückt: ausgleichende Gerechtigkeit :) Wobei die Gerechtigkeit dann darin besteht, dass nun ein anderes Unrecht zum Ausgleich begangen wird...

schon mal darüber nachgedacht?

Darum geht es gar nicht, sondern um die Art und Weise, wie menschliches Bewusstsein funktioniert und was der Gebrauch von Worten für eine Wirkung hat
 
es bewirkt ganz sicher was..

Mal umgekehrt: Angenommen, es wäre die nächsten paar tausend Jahre umgekehrt, was würde das dann bewirken?

kann man ein Unrecht durch ein anderes Unrecht ungeschehen machen? Wird dadurch irgendetwas besser? Das alte Unrecht aufgehoben?

Manchmal hab ich den Eindruck, dass sich hinter solchen Gedanken und Forderungen schlicht und einfach ein gewisser Rachegedanke verbirgt, eleganter und dem Gewissen zuträglicher ausgedrückt: ausgleichende Gerechtigkeit :) Wobei die Gerechtigkeit dann darin besteht, dass nun ein anderes Unrecht zum Ausgleich begangen wird...

schon mal darüber nachgedacht?

ach - und deshalb bleibste einfach beim ersten "unrecht" damit das zweite "unrecht" gar nicht erst passieren kann.

wie logisch. hast du darüber nachgedacht?

:rolleyes:
 
ach - und deshalb bleibste einfach beim ersten "unrecht" damit das zweite "unrecht" gar nicht erst passieren kann.

wie logisch. hast du darüber nachgedacht?

:rolleyes:

ja , hab ich..

Dazu eine einfache Überlegung:

Volk A tötet 1 Mio Menschen des Volkes B. Da sich das Blatt wendet kommt Volk B in die Position Vergeltung zu üben und tötet 1 Mio Menschen des Volkes A. Am Ende stehen die Überlebenden beider Völker mit Hass im Herzen und die Köpfe voller Feindbilder vor einem Berg von 2 Mio Leichen.

Volk B argumentiert mit dem gerechtfertigem Ausgleich, Volk A sagt, ja aber vor 500 Jahren hat Volk B ....
und immer so weiter und immer so fort...

Es ist das Prinzip des "mehr desselben" entnommen aus Paul Watzlawik Anleitung zum Unglücklichsein

Es ist ein sehr plakatives Beispiel, aber es zeigt meines Erachtens deutlich auf, was ich sagen wollte

Ein anderes Beispiel:
Ein Belgier kommt kurz nach Kriegsende nach Deutschland. Er hasst die Deutschen, verständlich.... nachvollziehbar...
sie passieren eine Brücke, auf der kurz vorher noch gekämpft wurde. Der Belgier sieht auf der Brücke seinen ersten Toten, ein junger deutscher Mann, der mit verdrehten Gliedern im Brückengeländer hängt.
Dem Belgier wird klar, was Krieg und das Erzeugen von Feindbildern, das ja vor einem Krieg notwendigerweise geschehen muss, eigentlich bedeutet.
Nach einer Woche geht der Kriegsberichterstatter wieder nach Belgien zurück und schenkt auf Grund dieser Einsicht, einer deutschen Familie den Rest eines Päckchens Kaffee. Vor dem Anblick des Toten auf der Brücke, wäre dies für ihn undenkbar gewesen.

Wenn A Unrecht an B begeht und B mit Unrecht antwortet, passiert nur eines, nämlich , dass am Ende noch mehr Unrecht da ist. Diese Einsicht macht das Unrecht von A nicht besser oder richtiger ...
Aber so entsteht ein Teufelskreis
A Unrecht an B
B Unrecht an A
A Unrecht an B
......
......

und immer gerechtfertigt durch das vorangehende Unrecht des jeweils anderen. Und dieses Beispiel ist noch einfach. Stellt euch mal vor, B holt sich Unterstützung bei Volk C, das nun auch involviert wird.

Solche Kreise können nur durchbrochen werden, wenn einer mal auf die Befriedigung seines Egos und auf die Rache/ausgleichende Gerechtigkeit verzichtet.
just my two pence :)
 
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ja , hab ich..

Dazu eine einfache Überlegung:

Volk A tötet 1 Mio Menschen des Volkes B. Da sich das Blatt wendet kommt Volk B in die Position Vergeltung zu üben und tötet 1 Mio Menschen des Volkes A. Am Ende stehen die Überlebenden beider Völker mit Hass im Herzen und die Köpfe voller Feindbilder vor einem Berg von 2 Mio Leichen.

Volk B argumentiert mit dem gerechtfertigem Ausgleich, Volk A sagt, ja aber vor 500 Jahren hat Volk B ....
und immer so weiter und immer so fort...

Es ist das Prinzip des "mehr desselben" entnommen aus Paul Watzlawik Anleitung zum Unglücklichsein

Es ist ein sehr plakatives Beispiel, aber es zeigt meines Erachtens deutlich auf, was ich sagen wollte

Ein anderes Beispiel:
Ein Belgier kommt kurz nach Kriegsende nach Deutschland. Er hasst die Deutschen, verständlich.... nachvollziehbar...
sie passieren eine Brücke, auf der kurz vorher noch gekämpft wurde. Der Belgier sieht auf der Brücke seinen ersten Toten, ein junger deutscher Mann, der mit verdrehten Gliedern im Brückengeländer hängt.
Dem Belgier wird klar, was Krieg und das Erzeugen von Feindbildern, das ja vor einem Krieg notwendigerweise geschehen muss, eigentlich bedeutet.
Nach einer Woche geht der Kriegsberichterstatter wieder nach Belgien zurück und schenkt auf Grund dieser Einsicht, einer deutschen Familie den Rest eines Päckchens Kaffee. Vor dem Anblick des Toten auf der Brücke, wäre dies für ihn undenkbar gewesen.

Wenn A Unrecht an B begeht und B mit Unrecht antwortet, passiert nur eines, nämlich , dass am Ende noch mehr Unrecht da ist. Diese Einsicht macht das Unrecht von A nicht besser oder richtiger ...
Aber so entsteht ein Teufelskreis
A Unrecht an B
B Unrecht an A
A Unrecht an B
......
......

und immer gerechtfertigt durch das vorangehende Unrecht des jeweils anderen. Und dieses Beispiel ist noch einfach. Stellt euch mal vor, B holt sich Unterstützung bei Volk C, das nun auch involviert wird.

Solche Kreise können nur durchbrochen werden, wenn einer mal auf die Befriedigung seines Egos und auf die Rache/ausgleichende Gerechtigkeit verzichtet.
just my two pence :)


Das ist 1. kein wirklich passender Vergleich, da wir gerade die Wirkung eines Wortes diskutieren, zudem im magischen Kontext, der nämlich verbietet, sich "auf eine Seite zu schlagen".

Und 2., wäre der richtigere Ansatz, dass er nicht auf "Rache verzichtet" (weil ein Verzicht auf irgendetwas dieses Etwas durchaus bestätigt), sondern dass er erkennt, dass da gar nichts ist, auf was er verzichten müsste.
Zum Beispiel weil Volk A und Volk B ein Volk sein sollte/ist.
 
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