Das Schwierigste war für Jesus, den inkarnierten Sohn Gottes, dass die Menschen glauben, dass er der Sohn Gottes ist und ihr Erlöser.
So war Johannes der Täufer sein Wegbereiter und Jesus liess sich taufen und Gott verkündete dabei laut, dass dies eben sein vielgeliebter Sohn sei. Ein guter Anfang, Die viele Wunder sollten dies weiterhin bezeugen.
Dabei kann ich Dir im Prinzip nur zustimmen. Es ist nur so, dass die Taufe eigentlich mit dem Gelöbnis der Reue und Umkehr zu einem gottgefälligen Menschen verbunden ist. Wie man in den Evangelien lesen kann, wird dies auch bei der Taufe Jesus durch die Stimme bekundet:
Markus 1[11] Und da sprach eine Stimme vom Himmel: „Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen finde.“
Der Widerspruch entsteht nun dadurch, dass Jesus als der Sohn Gottes von ihm als Messias entsandt wurde. Die Frage stellt sich nun, welche Reue ein Messias mit der Taufe abgegolten werden soll und von was soll er sich zur Umkehr entschließen?
Ein Widerspruch, der anscheinend auch die Evangelisten aufgefallen war. Deshalb wurden da auch dem Täufer die Worte in den Mund gelegt:
Matthäus 3[14] Aber Johannes wehrte ihm (Jesus) und sprach: Ich bedarf wohl, dass ich von Dir getauft werde, und du kommst zu mir? [15] Jesus aber antwortete: Lass es jetzt sein! also gebührt es uns, der Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er´s ihm zu.
Egal, wie man das nun bewerten möchte, zumindest ist damit die Taufe ein starkes Argument, das für einen historischen Jesus sprechen könnte.
Leider geht aus den uralten Schriften nicht hervor, wovon die Menschheit hat erlöst werden müssen und daher ist (und bleibt vermutlich) es Dir ein Rätsel.
Nein, für mich ist das eigentlich kein Rätsel, denn in den Evangelien wird ja unentwegt vom Himmelreich, der Reue und der Erlösung aus der Knechtschaft geschrieben. Ja und auch vom Weg, der zu diesem Ziel führt, wird beschrieben.
Aber die Erlösung von den täglichen Sünden der Menschen kann es auch nicht sein!
Ja, für die Erlösung von den alltäglichen Sündern sind wir selbst verantwortlich, in dem wir sie bereuen. Bei den Sünden, die Jesus auf sich nahm, sollte es um die kollektiven Sünden in dieser Welt gehen, so auch um die Erbsünde von Adam und Eva:
1. Korinther 15[20] Nun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden, unter jenen, die da schlafen.
[21] So wie durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt.
[22] Denn gleich wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.
[23] Ein jeder in seiner Ordnung: der Erstling Christus ; darnach die Christo angehören, wenn er kommen wird.
Ich persönlich, glaube nicht daran, dass eine Schuld getilgt werden kann.
Stellt sich die Frage, aus welchem Grund Satan damals Adam und Eva in Versuchung führte und wieso er dies auch heute noch bei den Menschen tut - das muss ja eine ungeheuer befriedigende Tätigkeit sein, andere über so riesige Zeiträume ständig vom Willen Gottes fernzuhalten!!?
In der biblischen Tradition gehört der Satan eigentlich zum göttlichen Pantheon. Er wird dort als eine Art Staatsanwalt verstanden, der im Auftrag Gottes die Menschen auf ihre Gottestreue prüft.
Ein gutes Beispiel dafür ist Jesus Versuchung in der Wüste. Ein anderes Beispiel ist die Geschichte bei Hiob, in der Gott den Satan nach der Gottestreue Hiobs und seiner Söhne fragte (Hiob 1). So hatte also auch Adam und Eva mit ihrem Sündenfall ihre Prüfung auf ihre Gottestreue nicht bestanden.
Die Aufgabe Jesu, des eingeborenen Sohnes Gottes, auf eine simple Todeserfahrung zu reduzieren sollte selbst Dir etwas fragwürdig erscheinen
Da hast Du mich völlig missverstanden. Ich hatte lediglich davon geschrieben, dass ich von dieser Interpretation der Taufe schon einmal etwas gelesen hatte. Ich Teile dieses Verständnis zu der Taufe nicht (siehe
#6866).
Merlin