Was ist die Aufgabe der beiden Zeugen in der Offenbarung des Johannes, was sollen sie bezeugen?
Wenn man sie nicht kennt, dann neigt man bestimmt gerne dazu sie als symbolische Darstellung gleich wieder abzutun und übergeht sie.
Zu offensichtlich ist die Parallele mit der christlichen Kernaussage, dass beide getötet werden, und nach dreieinhalb Tagen wieder auferstehen.
Ist jedoch die exakte Todeszeit bekannt, hüben und drüben, und hält man sich an die ziemlich genau bezeichnete Zeitspanne,
dann gelangt man zum Zeitpunkt der Auferstehungsvision, die allgemein mit „nach drei Tagen“ angegeben wurde. (Offb 11,3-14)
Die Kalkulation beginnt damit, in der Zeitberechnung der Tage nach dem Mondkalender in der jüdischen Tradition,
da fängt der Tag mit dem Mondaufgang an, also um 18.00 Uhr am Abend startet bereits der nächste Tag.
Ab 6.00 Uhr am Morgen werden dann die 12 Stunden des Tages gezählt.
Darum heißt es auch zur 9. Stunde, und wir verstehen darunter 15.00 Uhr, oder 3.00 Uhr nach Mittag.
Aber das stimmt so nicht!
Was jedoch gleich ist, das ist der Karfreitag. Der beginnt jedoch bereits um 18.00 Uhr am Gründonnerstag.
Nach einem Abendessen und einer beginnenden gemeinschaftlichen Veranstaltung dürfen wir die Todeszeit mit 20.00 Uhr festlegen.
Demnach ist der 1. Tag am Freitag um 20.00 Uhr beendet.
Danach folgt der 2. Tag bis Samstag (Sabbat) um 20.00 Uhr.
Anschließend wird der 3. Tag am Sonntag um 20.00 Uhr beendet, dem 1. Tag in der Woche.
Bleibt nur noch einen halben Tag mit 12 Stunden dazuzählen, und es wird aus 20.00 Uhr am Abend sogleich 8.00 Uhr am Morgen, dem Montag.
Dieses 8.00 Uhr am Morgen ist in etwa der Zeitpunkt in der Morgendämmerung,
wo jemand in entspannter Lage nach dem Schlaf, in Gesellschaft seiner Freunde, eine interessante Vision erfahren kann.
Aber bestimmt nicht vor dem Einschlafen am vorherigen Tag.