Matthäus 16
[18] Und ich (Jesus) sage dir auch: Du bist Petrus [Kephas; Anm. v. T.], und auf diesen Fels will ich bauen meine Gemeinde*, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen
[19] und ich will dir des Himmelreiches Schlüssel geben: Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel lose sein.
* εκληϲιαν – eklisian/Kirche.
Merlin
Ich meine da muss man weiter ausholen, um die Inhalte richtig zu verstehen.
Darum macht es Sinn beim Nazaräner anzufangen.
Denn eigentlich hat Petrus keinen göttlichen Auftrag im direkten Sinn erhalten.
Und der war ja auch so ungeheuer wichtig!
Wie kam aber Jesus dazu diese Weisungen in Auftrag zu geben?
Nun, das hat sehr wahrscheinlich mit seiner vorübergehenden Befindlichkeit zu tun,
wie man so sagt, „ganz bei Gott gewesen zu sein, womöglich gleich im Himmel“.
Diese besondere Bevollmächtigung ist jedoch nicht allein auf Jesus Mist gewachsen,
sondern davon machte auch schon davor der eine oder andere Prophet im Judentum Gebrauch.
Zum Beispiel Ezechiel, besonders im 13. Kapitel.
Da setzte er sich als Prophet am Hofe mit der Qualität der richtigen und falschen Prophetie auseinander.
Dabei bediente sich Ezechiel eines Kunstgriffes wie man so sagt. Er rollte dabei das Feld wie folgt auf:
Seine Information kommt direkt von Gott. Und sein Gott redet ihn mit dem Titel „Menschensohn“ an.
Damit wird die Wahrhaftigkeit seiner Information mit dem Zusammenhang dargestellt,
in der Vergangenheit bestand bereits ein Verhältnis in dem der Mensch Ezechiel einen Menschensohn Ezechiel „geboren“ hatte,
der in der Folge dann wie mit der Installation eines „roten Telefons“ den direkten Draht zu Gott gewährleistete,
aufgrund der Verbindung des Menschen Ezechiel zum „Menschensohn“ Ezechiel, der wiederum aus dem Menschen Ezechiel hervorgegangen war.
Dabei ist auffällig, sowohl der Umgang mit dem Titel oder der Bezeichnung „Menschensohn“,
wie auch die ausdrückliche Betonung allein diese Vorbedingung garantiert einen echten und wahren Propheten der Juden,
sie stellen eine gewisse Parallelität zu Jesus dar.
Egal was und wie daraus etwas aus freiem Willen gestaltet wurde, letztlich ist das Produkt unweigerlich traditionell im Judentum eingebettet.
Wenden wir uns nun wieder der Aufgabe von Petrus zu, die gar nicht in Abrede gestellt wird,
dann bemerken wir dieser wird in der Schrift nicht wie die vorangegangenen Propheten, oder wie Jesus, dargestellt.
Dies lässt den Schluss zu, Petrus war unter Jesus noch in der Ausbildung, was den Kontakt zum Jenseits betrifft.
Die Vermutung der Erfüllung einer Bringschuld an seinem Lebensretter wird bei Jesus daher gar nicht so viel verkehrt sein,
durchgeführt an einem dessen Söhne, also bei dem mit der Nahtoderfahrung.
Etwa so. Was Jesus ebenso zu Petrus gesagt haben könnte:
„Petrus, komm einmal mit, ich zeige Dir was. Du wirst staunen was alles möglich ist.
Und egal wie sich die Lausbuben im Tempel auch aufführen, geh Deinen Weg.
Du hast das Zeug zu einem echten Propheten.“
Nun gut, abschließend hat uns dies am Ende Johannes in seiner Offenbarung ohnehin irgendwie mitgeteilt …
Offb 10,8-11
Und die Stimme aus dem Himmel, die ich gehört hatte, sprach noch einmal zu mir:
Geh, nimm das Buch, das der Engel, der auf dem Meer und auf dem Land steht, aufgeschlagen in der Hand hält.
Und ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das kleine Buch zu geben.
Er sagte zu mir: Nimm und iss es! In deinem Magen wird es bitter sein, in deinem Mund aber süß wie Honig.
Da nahm ich das kleine Buch aus der Hand des Engels und aß es.
In meinem Mund war es süß wie Honig. Als ich es aber gegessen hatte, wurde mein Magen bitter.
Und mir wurde gesagt: Du musst noch einmal weissagen über viele Völker und Nationen mit ihren Sprachen und Königen.
„Aber diesen Paulus setze auf ein hochrangiges Pferd, damit ihn der Kreislaufkollaps holen soll.
Oder ein scharfes Schwert seinen Kopf in zwei Teile spaltet,
damit ein Teil in Padua und der andere Teil in Prag gelagert werden kann!
So wie Rom in ein Westrom und ein Ostrom aufgeteilt ist, von nun an.“
Ach so, die Mitleidsmasche?! Ja, die ist wirklich großartig.
… und ein
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