Braucht der Mensch ein Vorbild?
Es gibt nach der Pythagoreischen Tetractys vier Stufen des Menschseins.
1. unterste Stufe, der Mensch braucht Gesetze, nach denen er leben muss, um nicht bestraft zu werden.
2.Stufe, der Mensch braucht Vorbilder, denen er nacheifern kann
3.Stufe, die Einsicht, nach seinem Gewissen das Richtige zu tun
4. oberste Stufe, Handeln aus Liebe zum Mitmenschen und zur Schöpfung,
Genau so, wie vor 2000 Jahren, denkt und handelt der Mensch auch heute noch je nach seiner individuellen Entwicklung nach einer oder mehrerer dieser Maximen.
Ob Jesus die pythagoreische Tetractys gekannt hat, weisss ich nicht. Aber nach den Überlieferungen hat er die bedingungslose Liebe, also die oberste Stufe dieser vier Maximen gepredigt und als Vorbild vorgelebt.
In Konflikt kam er jedoch mit den Mosaischen Gesetzen, dem Handeln aus Angst vor Bestrafung, die er zwar nicht nachweislich gebrochen, aber auch nicht gepredigt hat. Die einzige Stelle, die hierauf Bezug nimmt, ist
Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet; daß, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. Joh-13.34
Und dieses 'Neue Gebot' stand für die jüdischen Schriftgelehrten im Widerspruch zu den Mosaischen Gesetzen
Du beziehst dich auf meinen Beitrag 3259, wo ich mit
@Teigabid im Dialog gewesen bin:
Um den Sinn seiner Existenz geht es aber und du selbst gibst einen an, nämlich sein Vorbild für uns bis heute. Ich aber kann keinen Sinn darin sehen, dass er vor 2000 Jahren als Vorbild auf der Erde herumlief, was uns heute als Vorbild dienen sollte. Was soll denn daran so vorbildhaft sein?
Nun, du antwortest mir nicht in der von mir aufgestellten Frage, was denn so vorbildhaft sein soll. Stattdessen antwortest du damit, dass der Mensch ein Vorbild brauche:
Braucht der Mensch ein Vorbild?
Anschließend kommst du dann mit irgendwelchen Doktrinen, denen du einen Namen gibst:
Es gibt nach der Pythagoreischen Tetractys vier Stufen des Menschseins.
1. unterste Stufe, der Mensch braucht Gesetze, nach denen er leben muss, um nicht bestraft zu werden.
2.Stufe, der Mensch braucht Vorbilder, denen er nacheifern kann
3.Stufe, die Einsicht, nach seinem Gewissen das Richtige zu tun
4. oberste Stufe, Handeln aus Liebe zum Mitmenschen und zur Schöpfung,
Das würde mich schon fast wie ein schwerer Hammer gleich mit vier Schlägen erschlagen und unter Zwang versetzten, es glauben zu müssen, wenn ich nicht in der Lage wäre, auf Distanz von Glaubenskonstrukten gehen zu können, die ich ja noch gar nicht schlucken kann.
Schließlich behauptest du, der Mensch sei einst so gewesen wie heute:
Genau so, wie vor 2000 Jahren, denkt und handelt der Mensch auch heute noch je nach seiner individuellen Entwicklung nach einer oder mehrerer dieser Maximen.
Naja, du tust ja gerade so, als ob du damals gelebt hättest und das deshalb alles ganz genau wissen würdest. Ich finde, solches tralala zu behaupten, ist selbstdarstellerisch und ein weiterer Schlag in die Freiheit anderer Menschen.
Ob Jesus die pythagoreische Tetractys gekannt hat,
Du meinst, Jesus war auf der Erde und hat hier und dort hier und dort Doktrinen gesammelt, vielleicht um so als Sammler der große Jesus zu werden? Ich finde nicht, dass er profan vorgegangen ist, wie du es dir vorstellst.
Ich schaue mir jetzt mal einzeln die folgenden Behauptungen an, die hier stakkatoartig zusammengeballt sind:
Aber nach den Überlieferungen hat er die bedingungslose Liebe, also die oberste Stufe dieser vier Maximen gepredigt und als Vorbild vorgelebt.
Ich beginne:
Aber nach den Überlieferungen
Welche Überlieferungen?
hat er die bedingungslose Liebe ... gepredigt
Auf welcher Grundlage auch immer, so kann ein Irgendwer predigen, was er will, so hat das auf die Freiheit des Menschen keinen Einfluss. Und so, wie du es hier darstellst, trägt es den Zwang zur Liebe in sich, der sich sogar mit dem Begriff der Bedingungslosigkeit noch übertrifft.
hat er die bedingungslose Liebe ... als Vorbild vorgelebt
Was ein Irgendwer auch immer irgendwie vorgelebt haben soll, so belegst du es nicht und behauptest weiterhin nur dreist. Des Weiteren hat das keine Bedeutung für den freien Menschen und nur sie entscheidet.
bedingungslose Liebe, also die oberste Stufe dieser vier Maximen
Und nun stellst du (nicht Jesus), der sich hier als ELi7 als neuzeitlicher Prediger aufführt, auf angebliche vier Maximen noch eine weitere auf, quasi als Sahnehäubchen, wo man ja kaum noch widerstehen kann.
Und nun soll dem schier unwiderstehlichen Sahnehäubchen noch eine weitere Bestätigung durch Johannes erhalten:
Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet; daß, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. Joh-13.34
Was der liebe Johannes auch immer meint. so interpretierst du es mit Zwang:
Weil es da steht, muss dem unbedingt wortwörtlich Folge geleistet werden.
Ich finde, dein Beitrag ist beispielhaft für dein Vorgehen, indem er komprimiert deine generelle Neigung zur Zwanghaftigkeit in religiösen Angelegenheiten darstellt, Glaubenskonstrukte anderen überstülpen zu wollen, welche versuchen, Menschen autoritativ durch eine maßloseste Überforderung der „bedingungslosen Liebe“ sklavisch in Unfreiheit zu bringen, wovon du der Anführer sein willst!