Das genau sehe ich anders. Frauen zu entrechten für eine "bessere" Gesellschaft? Nope.
Wie kommst Du schon wieder auf "entrechten" ... bitte lass mal deine Dämonen aus dem Stall, da drinnen stinkt's gewaltig.
Es heisst, die Beziehung zwischen Mann und Frau auf eine gesunde Basis zu stellen. Eine Basis, die geschichtlich früher alleine auf Grund der Bedingungen schon da war, die weitgehend sogar bis ins römische Reich erhalten geblieben ist, und die dann von der Kirche zerstört wurde. Eigentlich kämpft Emanzipation gegen Kirchenregeln. Denn durch die Kirche wurde Frau sein in Europa entwertet und entrechtet. Das haben wir aber mittlerweile weitgehend korrigiert. Nur die Auswirkungen werden sich halt erst in 4-5 Generationen zeigen. 120-150 Jahre ... und sicher nicht schon heute. Wie eingangs geschrieben - dass das Ungeduld verursacht - einsichtig.
Das andere ist halt dieser sinnlose Krieg gegen das Mann, der die Gesellschaft grob stört und einen Veruch darstellt, bei dem sich schon jetzt die dadurch entstehenden Schäden abzeichnen (so, das wiederhole ich jetzt zum letzten Mal).
Das bitte was?

Du redest die ganze Zeit von Werten, also was eine Frau angeblich "wertvoll" macht und genau dieses "Ich muss für alle da sein"-Zeugs ist anerzogen, nicht angeboren. Und Du hast es selbst hinreichend dargelegt, dass Du es für falsch hälst, wenn eine Frau selbstbestimmt ihr Leben leben möchte. Also ohne diese krankmachende Selbstaufgabe, die vielen Frauen von klein auf an eingehämmert wurde. Auch von Frauen, nicht nur von Männern, weil das eben das Überleben der Frau in der Gesellschaft sicherte, wenn sie im Patriarchat nämlich "versagte" = keinen Versorger fand, war sie völlig am A...
Nein, das "ich muss für alle da sein"-Zeugs ist nicht anerzogen. Es ist vorgelebt durch die Eltern (damit anerzogen), ist aber auch ein Grundbedürfnis des Weiblichen, und hat sich genau deshalb auch geschichtlich so entwickelt. Weil die Frau im Rahmen der Brutpfelge mit anderen Frauen in der Gruppe gemeinsam ist, und daher eher ein Gruppenwesen. Und in dieser Form sucht sie immer den Ausgleich und die Versorgung für alle Mitglieder der Gruppe sicherzustellen. Die sich aber auch ausserhalb der Gruppe nicht wohl fühlt.
Anders als der Mann als Jäger, der primär Einzelgänger ist, und sich um den Jagderfolg sicherzustellen mit andern Einzelgängen zu einer einzel-autonomen Gruppe zusammenschließt. Jeder agiert für sich alleine und eigenverantwortlich im Sinne des Zieles, und nach der Jagd teilt man die Beute auf und verschwindet wieder am hemischen Herd. In jedem Unternehmen live und in freier Wildbahn zu beobachten.
Gerade deshalb ist Frau so eine immense Chance für unsere Wirtschaft, weil sie anders ist, weil sie positive Eigenschaften einbringen kann. Eigenschaften die sie aber im Leben auch eher als Innenminister prädestinieren, denn als Außenminister. Aussenminister eben nur dann, wenn der Mann noch schwächer ist als die Frau.
Und nein, wenn das Patriarchat versagt, dann ist Frau eben zu diesem Zeitpunkt auf sich alleine gestellt. Genauso wie eine Wölfin mit Jungen, die ihren Partner verliert, genauso wie eine ägyptische Bäuerin, die ihren Mann verloren hat.
Alleine mit deinem Satz stellst Du dich schon wieder als Opfer der Männer dar, die ja alle so böse zu dir sind. Aber Frau kann genauso gut alleine überleben, wie das ein Mann kann, wie es jeder Mensch kann. Es geht vielleicht schlechter, ist vielelicht mit mehr Aufwand verbunden, aber es geht - für jeden.
Wann war die Frau am A. wenn sie den Partner verloren hat? Komischerweise haben Frauen immer wieder Wege gefunden, dass das nicht so ist. Entweder indem sie sich so rasch als möglich wieder einen neuen Partner gesucht haben, oder indem sie ihr Leben selber in die Hand genommen haben. So wie es auch jeder Mann tut. Auch hier keine Unterschied.
Aber natürlich, es ist wirklich tragisch, wenn das arme Opfer Frau tatsächlich mal ihr Leben in die eigene Hand nehmen muss.
Danke ... mit dem letzten Satz habe ich auch dich verstanden ....