Trixi Maus
Sehr aktives Mitglied
- Registriert
- 23. Oktober 2005
- Beiträge
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Vielleicht kann ich da "übersetzen": Wahrheit kann nicht erlangt und nicht erreicht und auch nicht gefunden werden. Man kann sie immer nur annehmen und verstehen.
"Annehmen" hat dabei zweierlei Wortbedeutung: zum Einen das Annehmen, daß die erfahrene Information wahr ist, und zum Anderen aber auch die Annahme, daß die erfahrene Information wahr ist. Annahme im Sinne von "Vermutung", aber eben eine Vermutung, die angenommen wird und daher ab dann keine Vermutung mehr ist, sondern eine "angenommene Wahrheit".
Jetzt ist das Phänomen: wenn ich eine Wahrheit annehme (also nicht ich persönlich, sondern allgemein ein ich, "wir" könnte ich auch schreiben aber ich bin kein Priester), wenn ich also eine Wahrheit annehme dann ergibt sich die Erfüllung der Information in mir selber. Das ist bei Meinungen, die ich annehme, nicht so: Meinungen "erfüllen" sich nicht, sondern sie werden immer Gegenmeinungen hervorrufen und mein Ego auf einem Weg halten. Was ja auch sinnvoll sein kann. Man sagt auch Überzeugungen dazu - aber Überzeugungen sind eben keine Wahrheiten, sondern eben Meinungen.
Wenn ich also eine Wahrheit annehme - es ist egal welche - dann erfüllt sie sich in mir selber. Was heißt das? Sie löst die Meinungen und Überzeugungen ab und es erscheint eine "andere Wahrnehmung" des vorher als falsch Vermuteten. Ganz allein dadurch, daß ich die Wahrheit nicht mehr als falsch vermute, sondern als wahr, entsteht die Möglichkeit, die Meinung und die Überzeugung fallen zu lassen. Was ich dadurch bekomme, ist eine andere "Sicht".
Das ist der Prozeß. Das ist das Phänomen. Wollte ich nur kurz erklären, weil ich las, daß es Verständigungsprobleme gab. Vielleicht konnte ich helfen, vielleicht nicht, auf Wiedersehen.
lg
"Annehmen" hat dabei zweierlei Wortbedeutung: zum Einen das Annehmen, daß die erfahrene Information wahr ist, und zum Anderen aber auch die Annahme, daß die erfahrene Information wahr ist. Annahme im Sinne von "Vermutung", aber eben eine Vermutung, die angenommen wird und daher ab dann keine Vermutung mehr ist, sondern eine "angenommene Wahrheit".
Jetzt ist das Phänomen: wenn ich eine Wahrheit annehme (also nicht ich persönlich, sondern allgemein ein ich, "wir" könnte ich auch schreiben aber ich bin kein Priester), wenn ich also eine Wahrheit annehme dann ergibt sich die Erfüllung der Information in mir selber. Das ist bei Meinungen, die ich annehme, nicht so: Meinungen "erfüllen" sich nicht, sondern sie werden immer Gegenmeinungen hervorrufen und mein Ego auf einem Weg halten. Was ja auch sinnvoll sein kann. Man sagt auch Überzeugungen dazu - aber Überzeugungen sind eben keine Wahrheiten, sondern eben Meinungen.
Wenn ich also eine Wahrheit annehme - es ist egal welche - dann erfüllt sie sich in mir selber. Was heißt das? Sie löst die Meinungen und Überzeugungen ab und es erscheint eine "andere Wahrnehmung" des vorher als falsch Vermuteten. Ganz allein dadurch, daß ich die Wahrheit nicht mehr als falsch vermute, sondern als wahr, entsteht die Möglichkeit, die Meinung und die Überzeugung fallen zu lassen. Was ich dadurch bekomme, ist eine andere "Sicht".
Das ist der Prozeß. Das ist das Phänomen. Wollte ich nur kurz erklären, weil ich las, daß es Verständigungsprobleme gab. Vielleicht konnte ich helfen, vielleicht nicht, auf Wiedersehen.
lg