Und ganz genau, du bist in ganz vielen Dingen und Ansichten nicht ich oder wie ich. Du bist, wie jeder einzelne weitere auch einfach nur eine der vielen Antworten auf die Frage: Was, wo, wie ist Liebe.
Und trotzdem empfand ich dich bisher als recht angenehm und zudem witzig. Bis zu dem einen Beitrag, der mich, wie ich zugeben muss, in dem Moment des Lesens bisschen enttäuscht hatte, aber ok. Vielleicht hatte ich das aber auch schon vorher ein klein wenig im Gefühl.
Wer bei sich ist, sich selbst erkannt hat, und vielleicht auch in der Liebe ist, der möchte nichts anderes als sich selbst sein. So empfinde ich das. "Ich bin du und du bist ich" bezieht sich für mich auf eine Seele, die sich mitunter geteilt hat, nicht auf alle Menschen.
Es macht mir nix, dass du zb. Veganer bist und Bibel- oder Gottglaube usw... sehr kritisch gegenüberstehst, im Gegenteil, auch wenn sich mir Verschiedenes anders darstellt, ich es anders erlebe, schlicht auch, weil ich da ganz anders bin, funktioniere usw...du kannst mir auch gerade dann Inspiration, Ergänzung, Korrektur, Bestätigung, Erweiterung usw. sein (hinter unseren Horizonten gehts weiter

), es würde mir aber etwas machen, wenn du anderen oder mir das Leben DEINER Inhalte und Ansichten abverlangen würdest oder eine Unterwerfung dir/deinem gegenüber.
Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, hier mal was von einem Nicht-Gott-glauben geschrieben zu haben. Ich hatte in den letzten Beiträgen erwähnt, dass es mir allmählich schwer fällt, das, was ist, "Gott" zu nennen. Klar ist es in mir auch noch so drin, dieses "Lieber Gott, ...". Und ich kann manches nach wie vor nicht in Worte fassen, verstehen. Wie im anderen Thread bereits geschrieben, ist es als Mensch denn überhaupt möglich, die Unendlichkeit zu verstehen? Zu begreifen. Nur so als Gedanke.
Ich hab in meiner Wohnung selbst auch noch eine Bibel und eine Kinderbibel liegen ... und ich hab auch mal in so einer Zeit gelebt, wo ich die Bibel haben wollte, die Kinderbibel ebenfalls. Ich hab ein Kreuz getragen usw., war sogar stolz darauf, teilweise euphorisch bei dem Gedanken an Gott. Allerdings hatte ich es nie mit Jesus, es bezog sich bei mir rein auf Gott. - Ich bin ein paar Mal am Überlegen gewesen, ob ich die Bücher verschenke. Ich brauch's nicht mehr. Das, was ich brauche, find ich in mir.
Inzwischen empfind ich manches als sehr menschlich, weshalb es so ist, wie es ist. Das Göttliche ist für mich frei von allem.