Liebe Gabi,
genau so definiere ich das auch für mich. Für mich muss irgendwo die Distanz möglich sein und man braucht nicht auf Gutmensch-Betragen zu kommen, sofern man andererseits nicht zu sehr in die wunden Punkte anderer greift. Das ist meiner Meinung nach immer dann gegeben, wenn der Dialog durch Kritik beginnt. Also was ich nicht so mag, ist zB wenn ich etwas deute, und jemand (indirekt) sagt, das ist "schrott und abartig, das spiegelt dein ganzes Unvermögen wider". In der Regel wäre mir lieber, er würde dann einfach seine eigene Deutung dazustellen, ohne direkt auf mich Bezug zu nehmen. Aber andererseits kann so etwas natürlich ausnahmsweise mir auch die Augen öffnen...

Es soll nur nicht die dauerhafte Erfahrung sein... weil dann ist die Distanz , die für einen ungezwungenen Austausch nötig ist, nicht mehr so konkret gegeben... aber Frustration kommt auf und der Weltschmerz (das sich das so sehe liegt sicher an meinem Saturnkomplex, welcher das stimmige Bild ergibt:in eine Ecke gedrängt zu werden)
Und finde auch , dass jeder seinen eigenen Zugang hat, und sogar haben muss, - man kann sich selbst entscheiden, was man von anderen nimmt, oder als wert erachtet reflektiert zu werden, und was nicht.
Vieles, was andere beitragen, bereichert auch deshalb, weil mir oft neue Gesichtspunkte dadurch geschaffen werden, und das gilt bei mir hinsichtlich sehr vielen Foris. Ja fast allen, die täglich schreiben.
LG
Stefan