Uranus (der Prüfer der Zentrierung der Identität)

Hallo Ouranos,

ich find den Deutungsansatz richtig gut und da kann ich mich auch selber drin wiederfinden bzw. ist plausibel für mich.
Ja klar- und ich weiss auch, warum. :clown:

Annie schrieb:
Wenn ich für jemanden gefühlsmäßig nix empfinden kann (Haus 4), kann ich mich auch nicht sexuell einlassen bzw. ne Romanze oder Liebschaft starten (5).
Wenn du für deine Eltern (4. Haus) nix empfinden kannst, dann kannste dich nicht sexuell einlassen (5)?

Das ist plausibel.

:weihna1
 
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Hallo Simi,

wieso ist denn der Begriff der Begegnung in Bezug zum 7. Haus so abwegig? Denn am AC trete ich in die Welt hinaus, und am DC begegne ich einzelnen Begebenheiten der Welt als ein Gegenüber. Da liegt mir etwas vor, ist mir etwas gegenüber. Ich und Du.

Im 1. Haus liegt meine Persönlichkeit begründet , was ich ausdrücken will, und im 7. Haus ist die Art, wie ich in Bezug zu anderen die entstehende "Begegnung" gestalten kann, oder welche Projektionen dabei offenbar werden.


LG
Stefan
 
Hi Stefan,

wenn deine Deutung für dich Sinn macht, ist das doch total in Ordnung so. Und wenn sie doch nicht stimmen sollte aus welchen Gründen auch immer, wirst du´s schon noch früh genug merken. ;)
Davon abgesehen geh ich mit ihr auch konform.

lg Annie
 
Hi Annie :) (und Hi Simi nochmals)

Ich glaube Simi hat eine gewisse Bevorzugung einer hauptsächlichen Ebene, auf der die Häuser und Planeten wirken. Das liegt gewiss an der Zwillinge-Komponente bei Simi, und finde ich auch aus einem gewissen Blickwinkel gut, weil damit das "Hauptthema" jedes Prinzips oder Hauses in den Vordergrund gerückt wird.

Interessant wäre es zu wissen, wie Simi das 7. Haus grundsätzlich deutet, wenn es um KEINE Verträge geht, weil es ja nicht immer um Verträge gehen kann (oder um Heirat).

LG
Stefan
 
Hi, Mietz.

Da fehlt doch noch (m)eine Antwort...

Schrödingers Katze;1417748 schrieb:
Ich find's blöde, ständig jemanden zu zitieren...der Zitierte eckte sicherlich bei seinen Zeitgenossen auch mal an...Wer hat denn Recht? Geht's darum überhaupt? Wäre es nicht stinkelangweilig, wenn wir nur mehr zitieren müssten?
Niemand muss irgendwen zitieren -- ich halte es nur für lauter, die Gedanken bei jenen zu lassen, die sie hatten. Also schreibe ich dazu, wo ich abschreibe, wenn sich das nicht aus dem Kontext ergibt. Ehre, wem Ehre gebührt -- ein (unsinniges?) Relikt akademischer Praxis, das sehr viel Zeit sparen kann, wenn man richtig damit umgeht. Fremde Gedanken wie eigene erscheinen zu lassen, ist schlicht unehrlich. Wenn das blöde ist, bin ich gerne der Narr.
Kommen Menschen mit Herz in die Diskussion, will man ihnen sofort ein Stück rausreißen, weil's einem selber fehlt.
Wenn überhaupt, werden nur Stücke aus Herzen gerissen, wenn der Gegenpart ebenfalls mit dem Herzen, also abseits der Sachebene, in die Diskussion einsteigt.

Die Frage, wer nun Recht hat, stellt sich nicht -- die Frage stellen immer nur die "offenen Herzen", die mit ihrer Argumentation nicht auf den gewünschten Widerhall stoßen.
Im Diskurs geht's nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um die optimale Lösung von Problemen, manchmal auch überhaupt erst um das Erkennen von Problemen. Das Emittieren der eigenen Befindlichkeit stellt keinen validen Beitrag zu irgendeiner Diskussion dar und ist damit zuerst eine Verletzung geltender Regeln.

So sehe ich das -- Fragen beantwortet?
 
Hi, Simi.

Solange man sich aber mit dem Körper des Pickels identfiziert, solange weiss man da nix von- und lebt das Leben eines Pickels. Jederzeit kann man ausgedrückt werden- und schon sind allerlei Sicherheitsmassnahmen vonnöten.
Tja, das musste wohl kommen, wenn ich einen Pickel hernehme :) De facto sehe ich die Geschichte anders, aber wie auch immer ich das be-schreiben würde, es bliebe ein Gleichnis, was aber etwas anderes ist wie das Gleiche... Also muss die Diskussion hier enden.

Wenn man sich allerdings für einen [Pickel, Anm.] hält, droht einem der Tod. Wer bist du, wenn du stirbst? Bist du dann nicht mehr? Womit wir wieder im 8. Haus wären. :)
Mit VIII. kann man mich nicht wirklich schrecken, sagte ich doch schon, oder? Was passiert, wenn ich sterbe, lasse ich einfach offen -- es juckt mich nicht, denn was immer ich mir dazu vorstelle, es wird wohl der tatsächlichen Wirklichkeit des Todes nicht gerecht. Es genügt nicht zu vergessen, dass es ein Ende des Lebens gibt.

Obwohl.... wie war das mit den erschreckenden Visionen, die du da mal hattest? Von deinem Tod? Angstplaneten-Transite durch 8? Kann gar nicht anders sein, erzähl' doch bitte mal genauer.
Nope, keine "bösen" Transite durch VIII. Klar könnte ich mir noch Winkel auf die Hausspitze oder Halbsummen herzaubern, aber wozu? Ich bin schlicht und einfach leichtsinnig in die Anderswelt marschiert und habe mir dort Ohrfeigen (oder besser: Magenstüber) der heftigen Art geholt -- übrigens zum ersten und einzigen Mal, davor und danach war ich weniger nachlässig :) Zauberlehrling halt. Und die Magenstüber waren so real, dass ich drei Tage knapp am Erbrechen war. Dabei weiß ich heute nicht mehr, was da passiert ist, ich hab's wohl völlig verdrängt. Ganz dunkel erinnere ich mich, dass ich irgendwem bei einer Krankheit helfen wollte und ich glaube, ich bin mit mit einem Karzinom zusammengerauscht -- aber wie gesagt, lange her und völlig verschüttet. Andere (und frühere) solcher Ausflüge habe ich aber noch kristallklar in Erinnerung -- es muss also wirklich ziemlich traumatisch gewesen sein.
Meine Vision vom eigenen Ableben -- das war eine andere solche Gelegenheit -- war aber völlig friedlich und angenehm. Da diese Reisen einen guten Teil meines Freizeitprogramms ausmach(t)en, könnte ich da Seiten volltippseln -- aber wozu? Es ist nicht so schwierig, dahin zu kommen, das kann jeder für sich erleben.

Ein halbes Jahr nach der Trennung bekam ich einen Anruf von unserem gemeinsamen Arzt- er hatte sich umgebracht.
Da siehst du, wie du auf Männer wirkst :D
Ja schon, das Horoskop zeigt das gesamte Ich, aber die unmittelbare Ich-Wahrnehmung als solche sitzt im 1. Haus,
Das ist ein bisserl unscharf -- Ich-Wahrnehmung ist wohl im Zentrum des Horoskops, rundherum sind die Facetten, durch die rezipiert wird. I. ist auch weniger das Haus der "Ich Wahrnehmung" als des Seins. Ich bin wie mein erstes Haus es vorgibt -- ob ich mich auch so wahrnehme, steht auf einem anderen Blatt. Da kann man nun mit der Worthülse der "Bewusstwerdung" (oder auch "erlöster AS", mein Lieblingsunwort) operieren, es bleibt mundan ein Marshaus und Mars ist wohl nicht für Wahrnehmung zuständig -- da halte ich mich lieber an die beweglichen Häuser der Dreier-Reihe (nicht BMW :))

So wie ich die Sache sehe, sendet der HE durch die Häuser nach außen ebenso, wie er durch die Häuser sein ausgesendetes Signal auch empfängt. Dabei ist dieser Empfang wieder zweiteilig: einerseits direkt, andererseits durch die Reflexion der Umwelt. Mir ist es aber zu spät (oder zu früh?), um das Modell jetzt zu elaborieren...

im 7. Haus nimmt man auch sich selbst wahr, aber nur mittelbar durch die Interaktion mit dem Du des wirklichen oder potentiellen Partners.
Siehst, wie ich sage. VII. ist jene Facette, durch die man sich aus dem Horoskop-Zentrum über den tatsächlichen (nicht potenziellen) Partner rezipiert. Da kommt das schöne Unwort "vom anderen gespiegelt wird" ins Spiel -- tatsächlich liegt es wieder im Auge des Nativen, ob er sich in dem Spiegel wiederfindet. Um in diesem Bild zu bleiben: die Facetten sind je nach Stand wie Kirchenfenster gefärbt -- und wer schon je durch grünes Glas einen roten Gegenstand betrachtet hat weiß, wie viel Gehirnarbeit nötig ist, um die korrekten Farben zu synthetisieren.

In 3 durch die Interaktion mit anderen im Gespräch, da werden Ähnlichkeiten abgeklopft durch Vergleich, in 11 durch die Interaktion mit wirklichen oder potentiellen Freunden, da geht's um die Sympathie.
Warum verlässt du hier das Konstrukt der Wahrnehmung so abrupt? In III. nehme ich mich über die Kommunikation mit meiner Umgebung wahr -- aber eben auch so, wie der Filter der Facette es festlegt.

In XI. das selbe -- ich nehme mich über die Interaktion mit Freunden wahr. Gefiltert. Ich sehe das gesamte Horoskop völlig egozentrisch, da passiert nichts ohne das Wörtchen "ich". Und mit Sympathie hat XI. für mich überhaupt nix zu tun -- da ist Uranus am Werk, und den juckt Sympathie wenig: hier geht es explizit um Hoffnungen und Wünsche, und dazu gehören halt auch die Freunde -- denn ein Freund ist ein Mensch, von dem ich hoffe, dass er mich sein lässt/versteht wie ich bin. Garantie gibt's keine, deswegen Hoffnung. Mit etwas Glück wird die auch nicht enttäuscht, Freunde fürs Leben. Die Sympathie braucht Venus, da sind wir wieder in II. und VII. unterwegs...

Nein. Weisste, woher das mit dem Besitz in 8 wirklich kommt? Das ist so: man kann jedes Haus als das 1. Haus betrachten. Wenn man das 7. Haus als das 1. nimmt, dann ist das 8. Haus das 2. nach dem 7ten. Man kann dann solche Ableitungen machen:
Das ist ein nummerologisches Spielchen, das zu keinem anderen Ergebnis führt. Ich bevorzuge den mythologischen Weg über den Mundan-Herrscher des Hauses :)

Gemeinsamer Besitz ist geregelt durch einen mündlichen oder schriftlichen Vertrag unter Partnern- und Verträge jeder Art gehören zum 7. Haus.
Nicht für mich -- und ein paar mehr... der "tatsächliche Vertrag" als Gegenstand ist in III. -- da wird (formal) mit der Umwelt kommuniziert. Das, was aus dem Vertrag folgt, ist z.B. Partnerschaft in VII. Kann aber auch zu versteckten Feinden führen, dann XII. Oder zu offenen Feinden. Oder meinen Ruf in der Öffentlichkeit beeinflussen -- der Vertrag ist nur eine weitere Facette, wie ich mich wahrnehme, hier über die formale Merkurebene der Kommunikation.

Ob der Vertrag wirklich das ausdrückt, was man gemeint hat, hängt von der Formulierung des Vertrags ab- das ist das 3. Haus, Sprache.
Geht doch -- der Vertrag ist in III. formuliert. Was wäre denn ein nicht formulierter Vertrag? Exakt: warme Luft, unverbindlich.

Die Einstellung zu Besitz an sich gehört ins 2. Haus, die hat im 8. Haus nichts zu suchen, bestenfalls Veränderungen am Besitzstand, aber nur sofern sie unter Zeitlupe wahrgenommen werden.
Da kommen wir wieder zusammen -- Besitz und Vermögen ist in II. -- in VIII. wird die Vermögensveränderung aus der Beziehung zu anderen wahrgenommen. Übrigens, das fällt häufig unter den Tisch, in V. haben wir ja Spekulationen mit (spontanen) Gewinnen und Verlusten, in VI. die Früchte der (konstanten) Arbeit, in VIII. den Zugewinn durch die Verlassenschaft anderer und in XI. Gewinne und Verluste im Allgemeinen.

Wenn wir das nummerologische Spielchen anwenden wollten, konnten wir ja auch XI. als das V. von VII. bezeichnen -- die "Spekulationsergebnisse aus Partnerschaften" und damit wissen wir auch, dass Veränderungen am Besitzstand durch die Partnerschaft nicht in VIII. zu suchen ist.
 
Hi hi!:)

hi2u schrieb:
Ich bin schlicht und einfach leichtsinnig in die Anderswelt marschiert und habe mir dort Ohrfeigen (oder besser: Magenstüber) der heftigen Art geholt -- übrigens zum ersten und einzigen Mal, davor und danach war ich weniger nachlässig Zauberlehrling halt. Und die Magenstüber waren so real, dass ich drei Tage knapp am Erbrechen war. Dabei weiß ich heute nicht mehr, was da passiert ist, ich hab's wohl völlig verdrängt. Ganz dunkel erinnere ich mich, dass ich irgendwem bei einer Krankheit helfen wollte und ich glaube, ich bin mit mit einem Karzinom zusammengerauscht -- aber wie gesagt, lange her und völlig verschüttet.
Du hast dich mal mit Magie beschäftigt? *gg* Das ist schon ein interessantes und reizvolles Thema, ich selber hatte noch nie damit zu tun. Was mich aber fasziniert, ist die Alchemie des Mittelalters. Da gab es ja die Kräuterfrauen, die genau wussten, was Pflanzen und Kombinationen derer bewirkten. :zauberer1
 
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Hi, Lilith.

Du hast dich mal mit Magie beschäftigt?
Ausflüge in die Anderswelt sind vielleicht Teil dessen, was "Magier" treiben, aber ich habe mich nie als ein solcher verstanden. Es gefällt mir einfach gut "da drüben" (wenn man aufpasst :) )

Was mich aber fasziniert, ist die Alchemie des Mittelalters. Da gab es ja die Kräuterfrauen, die genau wussten, was Pflanzen und Kombinationen derer bewirkten. :zauberer1

Alchemie ist allerdings etwas völlig anderes als Kräuterfrauen -- in der Alchemie ging es um die Gewinnung der Quintessenz, des fünften Elements, um Gold zu erzeugen -- was physikalisch völliger Schwachsinn ist und daher auch nie zu Erfolg führen konnte. In diesen Komplex fällt auch die Suche nach dem "Stein der Weisen" -- alles in allem eine sehr naive Herangehensweise. Und die Kräuterweibeln -- so erfolgreich können die nicht gewesen sein, vergleicht man die Lebensumstände des Mittelalters mit dem im alten Rom oder Griechenland oder noch viel älteren Ägypten.
Na ja, eine seltsame Zeit, das Mittelalter und vor allem für Frauen nicht gerade der Hit. Aber mit genug Distanz sicher faszinierend :)
 
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