Hi Ouranos,
vor einigen Jahren war ich auch echt frustriert, nur ging bei mir der Weg über die Hemmung, ich traute mich nix zu sagen, deswegen finde ich es gut, wenn du einfach machst, was du für richtig hältst, - ich erkenne in dir die Bereitschaft Wahrheit von Täuschung zu trennen, aber gleichwohl spürst du wie so viele das Bedürfnis auf einem eigenen ganz Weg dain zu kommen, um das zu entscheiden. Und wie jedermann hast du ein Konzept von Grundlagen, Gesichtspunkten.
Hast ja gesehen, wie das so ist , mit den Widerständen, wenn man frei und ungezwungen seine Ansichten formuliert, - hier in diesem Thread, was ich hier geschrieben habe - und plötzlich hatte ich zuviel geschrieben, weil ich keine Linie fand.
Eine Zeit lange habe ich mich gefragt, was eigentlich erwartet wird.
Mir fehlte die Einsicht der anderen, dass diese "Monologe" ja keine Regel bedeuten, dass ich hier ausnahmsweise mal so tat, wie ich tat. Ich hörte stattdessen den Ton heraus, dass es ja zu nichts hinführt, keiner was damit anfangen kann. Was ich aber nicht bezwecken wollte. Insgeheim lauerte ich eben auf Simi und ihre Meinung.
Mittlerweile denke ich, dass es eine gewisse Eigendynamik gibt.
Bei Simi muss man immer wissen, dass sie eine hartnäckige Vertreterin des Zweifelns ist.

Was die Art angeht, wie eine Kommunikation verläuft, kann ich bei Simi mich nicht mit meinem eigenen Urteil so richtig einlassen, da - wie Paula schon angedeutet hat - , auch ich nicht weiss, welche Hintergründe an tatsächlichen Wirkungen und Fundamente da bestehen, worauf das alles getragen ist.
Ich stehe zu manchen meiner Ansichten, auch wenn Simi da meine Zweifel weckt, aber mich spornt das persönlich an, endlich näher daran zu kommen, was ich hinter den Erscheinungen vermute, - und was nicht so einfach zu begründen zu sein scheint. Dann sucht man und ich weiss immer noch nicht, wass ich mir bei Uranus als Prinzip denken soll- mir schwebt da etwas vor, aber es gärt noch.
Manche Irrtümer, die ich hatte, hat Simi mir ja schon ausgetrieben, andere Dinge erhalten einen neuen Gesichstpunkt. Ich traue nur mir selbst und meinen Überzeugungen, wenn jemand mir da auf die Sprünge hilft, bin ich dankbar, aber es wird dann zu meinem Bestand und meiner eigenen Wahrheit.
Auch durch das, was der gute hi2u schreibt oder auch andere, kann ich noch Impulse wahrnehmen, selbst wenn es manchmal etwas spitz formuliert sein sollte. Ich nehme mittlerweile vieles nicht mehr so ernst und betrachte manche Äußerungen als persönliche meinung, die ich nicht immer "für mich persönlich" nehmen brauche, selbst wenn sie mit mir zu tun haben, dann kann ich durch die gewonnene Distanz viel leichter eine angemessene Antwort finden. Ausserdem kriegt man mit der Zeit auch eine innere Sicherheit, die einem nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringt.
Für mich ist ein Forum - egal was für eins - fast schon ein "Schwert-Kampf-Platz", auf dem die Argumente und Formulierungen gewetzt werden und man sich dem steten Widerspruch aussetzt. Es kommt immer wieder jemand, der ein Haar in der vermeintlich gut gewürzten Suppe findet.
Man kann es wohl zeitweise als Spiel betrachten, aber es ist nicht so einfach, wenn man Frustrationen empfindet. ich brauchte echt lange, dahin zu kommen, es zeitweise als lockeres und unverbindliches Unterfangen aufzufassen.
Hey, Glück auf!
Stefan