spiritualitaet und sex

  • Ersteller Ersteller armagoddon
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@opti
ich finde deine beiträge interessant, ich hoffe du verzeihst das ich immer nur dir antworte :)
ich glaube, dein einziger eigentlicher fehler ist, das du davon ausgehst, das andere so sind wie du.
"Und ich denke, die Vernunft sollte unsere oberste Instanz sein,"
nicht die vernunft, ein eigenes individuum sein. individuum = anders wie andere sein. der unterschied ist aber erst nicht mehr wichtig, wenn wir sterben, aber so weit bist du noch nicht. denn wenn wir keine individuen wären, könnte jeder in meinem dasein rumpfuschen (also ist es gut so, so wie es ist). ich bin was ich bin, das sollte jeder sagen (irgendwann kommt man nicht umhin, es zu sagen)
je mehr du dich versuchst abzuheben, desto mehr pfuschst du rum, weil du kein eigenes individuum sein willst, sondern direkt ein gott und das bist du nicht. ein gott kann man ERST sein, wenn man sein eigenes individuum lebt. gott (wenn es einen gibt) gibt einen menschen der sich selbst lebt, mehr macht wie jemanden, der nicht versucht sich selbst zu leben. das warum stellt sich nicht, wenn man erkennt, das gott (wenn es einen gibt) gar nicht anders kann. dabei ist es auch pups, mit was du dich identifizierst, solang du es auch wirklich sein wirst, ist es ok. und bei einem bin ich mir sicher, deine missionierungsversuche rühren nicht daher, das du ein eigenes selbstseinwollendes individuum sein wirst. du willst gleich sofort an die quelle, aber da gibt es ein paar unbedachte hindernisse.

Deine Vorstellungen von Gott sind nichts als Vermutungen. Wieso glaubst du irgendetwas von Gott zu wissen? Nichts weißt du von Gott. Du weißt nicht einmal, ob es überhaupt einen Gott gibt. Meinst du etwa ein Gott würde dir helfen, glücklich und zufrieden zu sein? Bestimmt nicht, denn du allein hast dich in diesem Schlamassel hineingebracht. Kein Gott hat dir gesagt, dass du pausenlos Sex haben musst. Das hast du ganz allein entschieden. Und kein Gott wird dir helfen dies zu änden, denn das kannst nur du allein.
 
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Deine Vorstellungen von Gott sind nichts als Vermutungen.
Genau, geb ich dir recht.

Wieso glaubst du irgendetwas von Gott zu wissen? Nichts weißt du von Gott.
geb ich dir auch recht

Du weißt nicht einmal, ob es überhaupt einen Gott gibt.
geb ich dir wieder recht.

Meinst du etwa ein Gott würde dir helfen, glücklich und zufrieden zu sein? Bestimmt nicht, denn du allein hast dich in diesem Schlamassel hineingebracht.
ja, stimmt

Kein Gott hat dir gesagt, dass du pausenlos Sex haben musst. Das hast du ganz allein entschieden. Und kein Gott wird dir helfen dies zu änden, denn das kannst nur du allein.
Hei, du hast es ja kapiert.

doch irgendwie widersprech ich dir? ich hab alles gesagt, was ich sagen wollte, für diesen text hier werde ich mich nicht wiederholen, wenn du mir antworten solltest, dann
 
@opti

Seit einigen Tagen rekapituliere ich mein ganzes Leben bis ins Details.
Als eine Übung zur Willenssteigerung lebe ich wieder enthaltsam.
Das halte ich jetzt "freiwillig" aufrecht, zumal ich auch Sex haben kann und dennoch meine Samenkraft behalten kann. Das ist für mich ein Test.
Bisher klappt das schon seit fast einer Woche ohne Probleme.
Interessant wirds wohl aber erst nach der ersten Woche.
Ich sage dir auch, warum ich das mache.
Es geht mir um das ICH, dass sich durch mein gesamtes Leben zieht in Form von Gier, Lust, Wichtigkeit...
es ekelt mich an, denn seitdem ich mein Leben rekapituliere begegnet es mir auf eine ehrliche Weise, die ich mir nie erträumt hätte.
Verstehen kannst du das vielleicht nicht. Es kommt nicht darauf an etwas tun ZU WOLLEN oder NICHT ZU WOLLEN, es ist für mich ein und dasselbe.
Ich würde daher niemals Jemanden dazu auffordern mir das jetzt nachzumachen. Es ist ein Erkenntnisprozess. Außerdem musst du erst einmal mit der Energie klar kommen, die sich nun mit jeden Tag häuft.
Die Sexualität ist für mich also nicht mehr als eine Möglichkeit um mein EGO oder sagen wir, DAS WAS UNS MENSCHEN zu UNMENSCHEN macht, aufzulösen. Ich habe erst jetzt wieder sehen können in wie vielen Schichten sich mein eigenes Ego offenbart. Selbst ein Forum kann bereits zum Ausdruckmittel des eigenen Egos werden. Aber eine Zwanghaftigkeit, ein grausames Beenden des eigenen Egos kommt für mich nie in Frage.
Der Zustand zwischen Wollen und Nicht-wollen ist ein Loslassen und gleicht für mich einem positiven Sterbeprozess. Eine Neutralisierung der Energien und auch dazu kann das Sublimieren der Sexualkraft zugehörig sein.
Vielleicht kannst du das nachvollziehen und auch verstehen, dass bereits ein Missionieren einem ganz starken Egoismus gleicht? Eine, der vielen Schichten.
Wie auch immer, ich wollte dir mitgeben, dass ich Vieles von dir nachvollziehen kann. Ichhabe mir nun auch genau überlegt ob ich dir nun schreibe oder es unterlasse. Letzten Endes bringt es mir keinen persönlichen Vorteil und das ist gut so.

Gruß
 
Hi Loge

Mein Bruder war früher auch in einer guten Fußballmannschaft. Jetzt nicht mehr, aber das heißt nicht, dass er überhaupt nicht mehr Fußballspielen kann. Wenn Du eine Ahnung davon hättest, wüsstest Du, dass man sowas nicht verlernt, das ist wie Radfahren. Sogar ich hab meine in der Schule gelernten Kniffe nicht verlernt.

Und ich denke, ein Pfarrer wird sowas auch nicht "verlernen". gg


Was denn? Fußballspielen oder Radfahren?

:dontknow:
 
Hi zusammen

Das Zölibat bei katholischen Priestern, Möchen und Nonnen ist logisch, da Sex sowieso nur zum Kindermachen erlaubt ist nach katholischem Glauben. Sex einfach so geht ja auch für normale Katholiken nicht, wenn sie sich streng an ihre Religion halten. Deshalb wird ja auch die Pille nicht erlaubt, da damit Sex ohne Kinderzeugung impliziert wird, was ja nicht sein darf.


Wo gibt´s denn so was? Das ist ja finsterstes Mittelalter ...... :nono:
 
Sei gegrüßt! :)

Zunächst einmal möchte ich dir ein Kompliment machen. Du schreibst oft sehr gute Beiträge. Allerdings bin ich nicht immer mit deinen Beiträgen einverstanden. Ich würde gerne oft den einen oder anderen Punkt mit dir diskutieren, aber es fehlt mir mitunter die Zeit dazu.
Ich habe soeben einen langen Artikel geschrieben, den ich aber versehntlich gelöscht habe... Daher jetzt nur eine kurze Antwort. Danke, für das Kompliment. Die Zeit ist leider ein limitierender Faktor.

opti schrieb:
Nun aber zu diesem Beitrag. Ich habe es schon so oft gesagt, dass das Wort "Unterdrückung" die falsche Bezeichnung für das freiwillge Zölibat ist. Ich frage mich, wie oft ich das noch sagen soll, damit ihr es endlich versteht? Wer unterdrückt mich denn? Ich lebe freiwillig enthaltsam und das sehr wohl überlegt und aus guten Gründen.
Wenn du freiwillig im Zölibat lebst, ohne dabei Druck, Zwang, Unwohlsein zu empfinden, ist das in Ordnung. Aber du pauschlisierst...

Die Formel: Sex = Unglücklich sein, wird von vielen Menschen als falsch empfunden, da die Libido des Menschen natürlich ist und durch den Hormonhaushalt beeinflußt wird. Wenn alle Menschen Spiritualität und Glück nur durch den Zölibat erfahren könnten, dann müssten sie zwangsläufig ihre Libido unterdrücken. Das kann also nicht stimmen, zumal Glück ein subjektiv empfundenes Gefühl ist.

Über Jahrhunderte diktierte die Kirche und die Medizin eine prüde Moral, die aus heutiger Sicht nur als unchristlich bezeichnet werden kann.

wikipedia schrieb:
Falsche Vorstellungen kursierten über Jahrhunderte, dass „Selbstbefleckung” die gesunde geschlechtliche Entwicklung eines Knaben behindere und zur Gehirnerweichung und zum Rückenmarksschwund führe. Auch Krebs, Wahnsinn oder Lepra sollten angeblich die Folge der Masturbation sein. Erst nachdem Robert Koch 1882 den Tuberkelbazillus entdeckte, behaupten die Mediziner nicht mehr, dass Masturbieren Tuberkulose hervorrufe.

In einer bestimmten Interpretation der paulinischen Tradition, die sich unter anderem auf Philo von Alexandria zurückführen lässt, die jedoch ausdrücklich nicht von römisch-katholischer Seite gelehrt wird, gilt ferner allgemein jedes geschlechtliche Tun, das nicht der Fortpflanzung dient, als schwere Sünde der Unzucht.

Für einige Wissenschaftler ist die Negation des Auslebens der Sexualität gerade in der römisch-katholischen Kirche Ursache von Persönlichkeitsveränderungen bei Angehörigen des Klerus.

Natürlich wird kein Mensch mit physischer Gewalt zum Zölibat gezwungen. Aber der psychische Druck, der durch eine öffentliche Brandmarkung der Sexualität, durch Androhung drakonischer Strafen (Höllenfeuer und ewige Verdammnis) aufgebaut wurde/wird, ist mit Gewalt gleichzusetzen. Wieviele Schuldgefühle und Komplexe das bei Menschen über die Jahrhunderte ausgelöst haben muss und was für Konsequenzen es gehabt hat, kann man gar nicht abschätzen. Menschen haben sich für etwas gegeißelt, das zu ihrer Natur gehört! Die Ironie dabei ist, dass noch nicht einmal in der Bibel ein Gebot existiert, welches Sex ausdrücklich verbietet!

opti schrieb:
Und dasselbe trifft wohl auf alle Mönche und Nonnen zu. Keiner zwingt irgendeinen Mönch oder irgendeine Nonne zum Zölibat. Sie können jederzeit vom Zölibat zurücktreten. Aber sie wollen es gar nicht, wahrscheinlich, weil die meisten Mönche und Nonnen die Sexualität längst abgelegt haben. Für die Mönche und Nonnen und für viele enthaltsam lebende Laien ist die Sexualität überhaupt kein Thema mehr. Sie haben keinerlei sexuelles Begehren.
Wer weiß?! Keiner wird es an die große Glocke hängen ob er mastubiert oder nicht, da dieses Thema ein Tabuthema ist und die Intimssphäre eines Menschen berührt.

opti schrieb:
Die Sexualität ist eigentlich nur ein Thema der Menschen, die regelmäßig Sex haben. Wie lange können sie denn ohne Sex leben? Die Realität ist doch, dass mindestens 90 Prozent aller Männer mehr oder weniger sexsüchtig sind. Und das wird von den meisten Menschen als vollkommen normal betrachtet. Das ist es aber nicht, sondern es ist eine Form der Sucht. Von Unterdrückung kann also überhaupt nicht die Rede sein, weil die Entscheidung enthaltsam zu leben, freiwillig ist.
Du wirst imho die Begriffe (gesunde) Sexualität und Sexsucht durcheinander. Das eine ist Ausdruck der Natur des Menschen, das andere ist ein Krankheitsbild.

http://www.onmeda.de/lexika/sexualitaet/sexsucht.html?p=2
Sexsucht schrieb:
Häufigkeit
Schätzungen, wie verbreitet sexuell süchtiges Verhalten ist, gehen stark auseinander. Abhängig davon, wie Sexsucht (Hypersexualität) definiert wird, schwanken die Angaben zwischen einem und sechs Prozent in der erwachsenen Bevölkerung. Von Hypersexualität sind deutlich mehr Männer (ewta 75%) als Frauen (etwa 25%) betroffen.

http://www.netdoktor.de/sex_partnerschaft/menshealth/selbstbefriedigung_maenner.htm
Masturbation schrieb:
Wie oft kann man onanieren?
Eine Norm, wie häufig onaniert wird oder werden sollte, existiert nicht - "normal" ist, so oft wie man will. Gerade männliche Jugendliche können mitunter auch zehn Mal am Tag ein solches Verlangen verspüren. Es gibt aber auch erwachsene Männer, die das Onanieren täglich brauchen, manchmal mehrmals an einem Tag, manchmal seltener. Die Häufigkeit der Selbstbefriedigung ist letztlich individuell unterschiedlich und zudem abhängig von Lebensphase, körperlichem und psychischem Befinden und vielen anderen Faktoren.
...
Kann die Masturbation krank machen?

Es ist keineswegs schädlich, sich selbst zu befriedigen und es macht mit Sicherheit nicht krank. Die Sexualität gehört nicht nur zum menschlichen Leben dazu, sondern ist sogar eine Energiequelle für dieses. Wenn man Lust verspürt, ist es der einfachste Weg, sie auszuleben. Die Fantasien spielen keine Rolle und man ist auch keinem anderen Rechenschaft darüber schuldig, was man bei der Selbstbefriedigung denkt oder sich vorstellt.

Außerdem führt imho gerade eine gesunde Sexualität dazu, dass Menschen sich eben nicht mehr geistig mit diesem Thema zu jedem Zeitpunkt beschäftigen müssen. Siehe Buddha, Weg der Mitte.

opti schrieb:
Es ist auch nicht richtig, wenn du sagst, dass der enthaltsam lebende Mensch nicht zwangsläufig spirituell wird, denn er wird tatsächlich zwangsläufig spirituell.Es findet eine Orientierung in religiöse Richtung statt.
Das ist eine These, deren Beweis mich interessieren würde.

opti schrieb:
Ich merke es sehr deutlich an mir.
Du schließt von dir auf andere. ;)

opti schrieb:
Früher habe ich gegen die Kirche rebelliert und nun kann ich mich sogar mit dem katholischen Kirchentag anfreunden. Was mich allerdings hindert an Gott zu glauben, ist meine Vernunft, denn niemand weiß, ob es einen Gott gibt. Und ich denke, die Vernunft sollte unsere oberste Instanz sein, denn sonst können wir beliebige Annahmen treffen. So können wir ebenso die Annahne treffen, das Universum sei vom Satan erschaffen. Diese Aussage hat genau so viel Gewicht, wie die Aussage, das Universum ist von Gott erschaffen. Weil wir darüber aber in Wirklichkeit keine Aussage treffen können, sollten wir uns einer Aussage enthalten. Ist derjenige, der glaubt, die Welt sei von Gott erschaffen, also wirklich spirituell oder einfach nur leichtgläubig und hilfesuchend? Welche Beweggründe treiben ihn an, so etwas zu glauben? Das zu untersuchen, wäre bestimmt auch sehr interessant.
Wenn du so denkst, ist das vollkommen in Ordnung. Jeder so wie er mag...

opti schrieb:
Und eigentlich ist die Frage nach der Spiritualität auch gar nicht so wichtig. Was wollen wir denn? Wollen wir spirituell sein und an Gott glauben oder wollen wir einfach nur glücklich und zufrieden sein? An Gott zu glauben ist ganz einfach. Das machen nämlich sehr viele Menschen und zwar besonders die Menschen, die in Not sind, die von Krankheiten gezeichnet sind. Sie wenden sich an den lieben Gott und hoffen dadurch geheilt zu werden. Und geschieht das? Nein, in den meisten Fällen geschieht es nicht. Sie mögen zwar spirituell (gottgläubig) sein, aber hilft ihnen das irgendwie, glücklicher zu sein? Ich glaube kaum.
Du pauschalisierst, denn mein Glaube hat mir schon häufig geholfen. Gott ist kein Wunsch-o-Mat, bei dem man ein paar Münzen einwirft und der auf Befehl Wünsche realisieren muss.

opti schrieb:
Es kommt nämlich gar nicht so sehr darauf an, spirituell zu sein, sondern in erster Linie kommt es darauf an, sein Leben sehr bewusst zu leben. Und Bewusstsein zu schaffen ist ein sehr schwerer und mühseliger Weg, den die meisten Menschen gar nicht auf sich nehmen wollen oder können, weil ihnen dazu der Mut und das Wissen fehlt.
Da stimme ich dir zu. :) Zwischen Glaube und Spiritualität sowie einem tiefen Verständnis desselben gibt es Unterschiede. Aber das ist ein Prozess, eine Entwicklung.

Man wird nicht sofort spirituell oder gewinnt plötzlich die Einsicht, dass das Leben in der Tonne (s. Kyniker), fernab allem weltlichen Luxus, das einzig wahre ist.

opti schrieb:
Und diese Menschen flüchten sich dann in die Religion, sie werden spirituell. Was nützt es aber, wenn ich mich aus meiner Not heraus an Gott wende, aber mein Leben ganz genau so unbewusst weiterlebe wie bisher? Was nützt es, wenn ich täglich bete oder in die Kirche gehe, aber täglich meine sexuellen Energien vergeude, die nämlich für mein Unglücklichsein verantwortlich sind, weil mit dem Verlust der sexuellen Energie ebenfalls die Lebensenergie und die Lebensfreude verloren gehen.

Religion = Opium für das Volk? Ehemalige Sowjetbürger freuen sich über die freie Religionsausübung.

Sex = Unglück?, geht als Gleichung nicht auf. (s.o.) Gerade Sex kann Ausdruck von purer Lebensfreude sein, in die man gerne Energie investiert.

Liebe Grüße :kiss4:
Toffifee
 
Hallo, opti! :)

Damit sagst du eigentlich aus, dass derjenige, der weiterhin die weltlichen Dinge in den Vordergrund stellt, nicht von Spiritualität erfüllt ist.
Nein, Spiritualität und Sexualität schließen sich nicht aus. Nur trägt die Spiritualität (meinetwegen auch der Glaube) bei Menschen unterschiedliche Früchte.

Erkenntnisgewinn ist ein Prozess!

Menschen wie Jesus Christus waren am Ende ihres Weges angelangt, als wir sie kennenlernten. Ihre Entwicklung oder auch Kindheit bleibt uns verborgen. (Siehe bitte hier Apokryphe Schriften.) Wenn als Ergebnis dieses Weges weltliche Interessen abgefallen sind, so war dies eine natürliche Entwicklung.

(Vielleicht steckt hierdrin auch die tiefe Bedeutung für das Altern eines Menschen. Im Alter verschieben sich die Bedürnisse...)

opti schrieb:
Ich würde dir zustimmen, aber ich würde es anders ausdrücken, denn ich würde sagen, dass er ein sehr unbewusster und oberflächlicher Mensch ist. Man muss außerdem kein Priester sein, um erleuchtet zu werden. Der einzige Weg sich der weltlichen Dinge, speziell der Sexualität, zu enthalten, ist das Zölibat. Es gibt keinen anderen Weg, denn jede sexuelle Aktivität regt die sexuellen Begierden erneut an und schürt die sexuelle Verhaftung. Hat man dies einmal erkannt und hat man die negativen Folgen der Sexualität und die positiven Möglichkeiten der Enthaltsamkeit erkannt, dann ist man bereit, auf die Sexualität zu verzichten. So haben es alle Weisen, Heiligen, Yogis, Mönche, Nonnen u.a. gemacht, selbst die Tantriker.
Der Buddhismus lehrt den Weg der Mitte. So gibt es verschiedene Wege, die nach Rom führen. Der Zölibat mag für einige der richtige Weg sein, für andere denen er eine Qual bedeuten würde, wäre er dies nicht.

opti schrieb:
Ich frage mich, woher du eigentlich wissen willst, dass derjenige, der enthaltsam lebt, nicht auch spiritueller wird?
Ganz einfach: Es ist eine pauschale Annahme.

opti schrieb:
Ich denke, man kann es nur beurteilen, wenn man es selber ausprobiert hat. Andernfalls ist es nichts als eine Vermutung.
Richtig. Ich stellte für mich fest, dass Zölibat für mich, zum gegenwärtigen Zeitpunkt zumindest, nicht in Frage kommt. :)

opti schrieb:
Und weil du in deinem Beitrag auch die Spiritualität erwähnst, sei doch einmal die Frage gestellt, welches denn die Quelle der Spiritualität für die Christen ist? Es ist die Bibel.
Interessant. In meinem Blog wollte ich demnächst genau auf dieses Thema kommen. Wird jemand der die Bibel liest automatisch zum Christen? Ein Mensch der ein Physik-Buch liest zum Physiker oder ein Mensch der ein Fachbuch liest zum Arzt? Nein, sondern nur dann, wenn man gelerntes Wissen anwenden kann.

opti schrieb:
Und was sagt die Bibel zur Keuschheit? Lies doch bitte einmal sehr genau nach, was in der Bibel über die Keuschheit steht. Die Mehrheit der Christen hat nicht einmal Ahnung davon, wie oft in der Bibel von der Keuschheit die Rede ist. Sie glauben, gute Christen zu sein, sie glauben, die Bibel zu kennen, aber ignorieren alle Aussagen über die Keuschheit oder kennen sie nicht einmal.
Keuschheit: In der Lutherbibel 1984, habe ich es nur einmal gefunden. ;)

http://www.bibleserver.com

Aber das Christentum lehrt noch viel mehr als Keuschheit!!! Und da liegt der Hund begraben: Warum heute ein Priestermangel herrscht und die Kirchen leer sind, liegt auch daran, dass es nicht richtig gelehrt wird und es zuviele Missverständnisse gibt.

Liebe Grüße :kiss4:
Toffifee
 
Hallo Toffifee,

ist es nicht so, dass die Bibel einfach eine andere Sprache spricht, wenngleich sie übersetzt worden ist? Legen wir sie deswegen anders, vielleicht falsch aus? Oder liegt schon in der Übersetzung der Fehler?

Oder gehts den Menschen im westl. Teil der Welt nur zu gut, dass sie meinen nicht mehr glauben zu müssen? Sie nicht mehr Halt im Glauben suchen?
 
Hallo Toffifee,

ist es nicht so, dass die Bibel einfach eine andere Sprache spricht, wenngleich sie übersetzt worden ist? Legen wir sie deswegen anders, vielleicht falsch aus? Oder liegt schon in der Übersetzung der Fehler?

:) Liebe jogurette,

die Bibel ist ein Thema für sich. Man kann sie meiner Meinung nach nur mit den Augen der Menschen von damals lesen und verstehen. Sie mit den Augen von heute zu lesen, führt unweigerlich zu Missverständnissen. Daher empfehle ich eine Bibel mit historisch-kritischer Exegese nebst Erläuterungen als Lektüre. Sie spiegelt die Bedürfnisse, Vorstellungen, Hoffnungen, Weltbild der Menschen wieder und hat einen zeitlosen, aber auch streng historischen Kontext. Sie ist einfach was sie ist. Ausdruck des Glaubens und Zeugnis der jüdischen Gemeinschaft im Altertum, wenngleich der Kanon des neuen Testaments erheblichen Einfluss auf unsere abendländische Kultur und Geschichte hatte. Schon allein um der Allgemeinbildung wegen sollte man sie einmal gelesen haben.

jogurette schrieb:
Oder gehts den Menschen im westl. Teil der Welt nur zu gut, dass sie meinen nicht mehr glauben zu müssen? Sie nicht mehr Halt im Glauben suchen?
Gute Frage. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich traurig darüber bin, dass mir erst der Zen-Buddhismus half, die Lehre Jesu besser zu verstehen. (...oder: zu erkennen.)

Joh8 schrieb:
32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Liebe Grüße :kiss4:
Toffifee
 
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mal für all die, die opti ernst nehmen. opti redet davon einen bestimmten teil von ganzen auszuschneiden, aber man kann ein teil von ganzen nicht ausschneiden (denn auch wenn wir das nicht wissen, wir sind alle eins) man kann sich nur erkennen (das ganze) und auf diese weise der ganzheit die eigendynamik nehmen. dadurch entsteht leben in aller vielfalt. (das symbolisiert übrigens das kreuz, ein balken der sich selber kreuzt, anders ausgedrückt, die begegnung mit sich selber). erst wenn wir all unsere versteckten seiten erkennen und uns zurückerrinnern, sind wir frei. denn irgendwie behandelt nicht nur opti sex wie ein rohes ei. und das meint opti eigentlich, es dient zur fortpflanzung, aber das sich menschen selbst erkennen müssen, versteht er eben nicht (weil dieser teil für ihn nicht ein teil von ganzen ist). alles erschaffene leben ist dazu da, sich selber zu erkennen, verdrängt man auch nur einen EINZIGEN TEIL, ist man materie. der balken der sich zwangläufig selber kreuzen muss. und DESWEGEN, alles ist gut so, so wie es erschaffen wurde. verdrängt man auch nur einen einzigen teil,

hat mans falsch gemacht

ahoi,

cybawurm
 
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