Bougenvailla
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Soll Colombi seine Tastatur abgeben?
Schon seit langem ist die Mehrheit dafür.
Und jetzt ist die Mehrheit sicher noch größer geworden.
Dafür
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Soll Colombi seine Tastatur abgeben?
Schon seit langem ist die Mehrheit dafür.
Und jetzt ist die Mehrheit sicher noch größer geworden.
Hast du schon mal einen Politiker gehört der eine klare, eindeutige Postition bezieht.Aber sie nimmt ja Rücksicht darauf, das muss man schon sagen. Also sie erschlägt den Zuschauer ja nicht gleich mit unendlich vielen sachlichen Vorgängen und Argumenten, die dann auch noch einen Sinn ergeben müssen. Ne, da ist sie ja erstmal ganz behutsam.
Hast du schon mal einen Politiker gehört der eine klare, eindeutige Postition bezieht.
Es geht schließlich um Wählerstimmen und um Machterhalt.
Jeder Politiker laviert so gut er kann um echte Postionen herum, das gehört zum Politikergeschäft. Auch Schäuble gestern im ZDF "Was nun..." war ausweicheind und schwammig bis zum Nichtssagenden.
Eine der rühmlichen Ausnahmen ist für mich der Wolfgang Bosbach. Der hat eine klare Haltung, begründet diese und knickt bei Abstimmungen auch nicht ein.
Hast du schon mal einen Politiker gehört der eine klare, eindeutige Postition bezieht.
Es geht schließlich um Wählerstimmen und um Machterhalt.
Jeder Politiker laviert so gut er kann um echte Postionen herum, das gehört zum Politikergeschäft. Auch Schäuble gestern im ZDF "Was nun..." war ausweicheind und schwammig bis zum Nichtssagenden.
Eine der rühmlichen Ausnahmen ist für mich der Wolfgang Bosbach. Der hat eine klare Haltung, begründet diese und knickt bei Abstimmungen auch nicht ein.
schäuble gestern:.... was kann man schon von ihm anderes erwarten???
shimon
Das ist wirklich ein sehr interessanter Artikel. Man sollte ihn aber auf jeden Fall ganz lesen, denn der Auszug den Du zitierst ist zwar ein interessantes Konzept, im Gesamt-Artikel geht es aber v.a. darum wie die Agenda insgesamt aussieht, das es letztlich kein Interesse an einer sinnvollen Lösung "fürs Ganze" geben soll. Finanzpolitik wird ja nicht mehr nach ökonomisch rationalen Regeln gemacht, sondern gezielt eingesetzt um viel weitreichendere Interessen durchzusetzen.
Abgesehen davon: Der von Dir zitierte Vorschlag würde auch einige potentielle Probleme bereithalten... Denn entweder würde so etwas ebenfalls mit weitreichenden Machtverschiebungen einhergehen, also etwa das die EZB ebenfalls im Gegenzug Auflagen macht und damit in die nationale Politik der Staaten eingreift, oder aber umgekehrt, korrupte Regierungen würden das als Freifahrtschein nehmen um sich weiterhin ziemlich ungehemmt zu verschulden. Es würde auch, genau wie jetzt, so oder so zur Spaltung führen, da z.B. Deutschland rebellieren würde wenn Italien sofort wieder neue und hohe Schulden anhäuft, da Deutschland die höchste EZB-Beteiligung hat. Da so eine "Entschuldungs-Strategie" über Jahrzehnte laufen müsste, würde sie als Bedrohung wahrgenommen. Und das Problem ungleicher wirtschaftlicher Kraft bei gleichem Wechselkurs würde nicht gelöst. Heißt: Die Südländer müssten sich weiterhin hoch verschulden um den Lebensstandard zu erhalten. Letztlich würde das, genau wie jetzt auch, auf Inflationierung hinauslaufen.
Ich glaube, das wäre ebenfalls keine Lösung sondern auch nur eine Verschiebung. Besser als das was jetzt läuft und mit mehr Potential wenn alle am selben Strang ziehen würden. Aber das wird nicht passieren, eben wegen der großen Unterschiede.
Was der Artikel auch ganz gut beschreibt ist das was ich vorher schon mal sagte: Eine Zentralbank muss gar nicht konkret in Privathand sein um genau so zu agieren als wäre sie es. Die Entmachtung der Demokratien funktioniert durch das grundlegende Design des Finanzsystems schon fast automatisiert. Das ist ein schleichender Putsch und es braucht noch ne ganze Weile bis "zurückgeputscht" wird. Aber das kommt auch irgendwann... davon bin ich absolut überzeugt. Allerdings wird das dann auch nicht nett, da es vermutlich keine demokratischen Systeme sein werden die sich die Macht zurückholen. Im Bestfall Typen wie Tsipras an der Spitze, aber denkbar ist als Reaktion auch Sozialismus als Diktatur.
Aber... das ist ferne Zukunftsmusik. Irgendwann wird es aber eine Reaktion geben.
Breite Teile der griechischen Bevölkerung leiden unter der Wirtschaftskrise - für die Oberschicht hat sich hingegen kaum etwas geändert. Sie frönt nach wie vor dem süßen Leben. Eine Fotoreportage.
Und so ergeht es der griechischen Oberschicht, die kaum Steuern zahlt.
Und die griechische Regierung kümmert sich da kaum darum, denn auch sie gehört mehrheitlich zur Oberschicht.
So ist das ....
Das ist wirklich ein sehr interessanter Artikel. Man sollte ihn aber auf jeden Fall ganz lesen, denn der Auszug den Du zitierst ist zwar ein interessantes Konzept, im Gesamt-Artikel geht es aber v.a. darum wie die Agenda insgesamt aussieht, das es letztlich kein Interesse an einer sinnvollen Lösung "fürs Ganze" geben soll. Finanzpolitik wird ja nicht mehr nach ökonomisch rationalen Regeln gemacht, sondern gezielt eingesetzt um viel weitreichendere Interessen durchzusetzen.
Abgesehen davon: Der von Dir zitierte Vorschlag würde auch einige potentielle Probleme bereithalten...]
Abgesehen davon: Der von Dir zitierte Vorschlag würde auch einige potentielle Probleme bereithalten... Denn entweder würde so etwas ebenfalls mit weitreichenden Machtverschiebungen einhergehen, also etwa das die EZB ebenfalls im Gegenzug Auflagen macht und damit in die nationale Politik der Staaten eingreift, oder aber umgekehrt, korrupte Regierungen würden das als Freifahrtschein nehmen um sich weiterhin ziemlich ungehemmt zu verschulden. Es würde auch, genau wie jetzt, so oder so zur Spaltung führen, da z.B. Deutschland rebellieren würde wenn Italien sofort wieder neue und hohe Schulden anhäuft, da Deutschland die höchste EZB-Beteiligung hat. Da so eine "Entschuldungs-Strategie" über Jahrzehnte laufen müsste, würde sie als Bedrohung wahrgenommen. Und das Problem ungleicher wirtschaftlicher Kraft bei gleichem Wechselkurs würde nicht gelöst. Heißt: Die Südländer müssten sich weiterhin hoch verschulden um den Lebensstandard zu erhalten. Letztlich würde das, genau wie jetzt auch, auf Inflationierung hinauslaufen.
Ich glaube, das wäre ebenfalls keine Lösung sondern auch nur eine Verschiebung. Besser als das was jetzt läuft und mit mehr Potential wenn alle am selben Strang ziehen würden. Aber das wird nicht passieren, eben wegen der großen Unterschiede.
Was der Artikel auch ganz gut beschreibt ist das was ich vorher schon mal sagte: Eine Zentralbank muss gar nicht konkret in Privathand sein um genau so zu agieren als wäre sie es. Die Entmachtung der Demokratien funktioniert durch das grundlegende Design des Finanzsystems schon fast automatisiert. Das ist ein schleichender Putsch und es braucht noch ne ganze Weile bis "zurückgeputscht" wird. Aber das kommt auch irgendwann... davon bin ich absolut überzeugt. Allerdings wird das dann auch nicht nett, da es vermutlich keine demokratischen Systeme sein werden die sich die Macht zurückholen. Im Bestfall Typen wie Tsipras an der Spitze, aber denkbar ist als Reaktion auch Sozialismus als Diktatur.
Aber... das ist ferne Zukunftsmusik. Irgendwann wird es aber eine Reaktion geben.