ja, woher kommt dann diese Haltung/diese Illusion eines "sollte"? ...
es gibt eine der Schöpfung inhärente Ethik. Jeder ist eingeladen, soviel davon zu entdecken wie er mag.

(auch dies ist übrigens ein Teil dieser Ethik, dieses "Eingeladensein". Kein Zwang.)
...
wenn es keine verbindlichen Antworten gibt, (wer könnte die denn eigentlich geben?) so gibt es doch vielleicht unverbindliche Antworten, oder zumindest offene Fragen, die einen Raum erzeugen, einen Boden schaffen, auf dem die Antworten gedeihen können.
... ein Element der Antwort aus dem Gleichnis Jesu ..., in dem er die beiden Frauen am Mühlstein beschreibt, von denen die eine zu Gott entrückt wird, die andere aber nicht.
Scheint ja ungerecht. Beide mühen sich doch, und doch wird nur eine von beiden genommen.
Gut, könnte man sagen, das ist eben Gottes Souveränität, seine Gnade. Er bestimmt wem er gnädig ist und wem nicht.
Doch das löst neues Unwohlsein aus. Was, wenn er mir auf diese Art vielleicht nicht gnädig wäre?
Eine gute Antwort löst kein Unwohlsein aus, kein ungutes Gefühl.
Also die Lösung kann es noch nicht sein, aber vielleicht ein Stück dahin.