da ist eine Menge von dem, was du da beschreibst, mit dem ich dakor gehen kann; es ist quasi das Gleiche, was ich mit meiner Signatur und dem dazugehörigen Symbolbild ausdrücken will
Okay, Fhedor, Du siehst das Wesentliche.

Ich war gestern abend ziemlich im Zwiespalt, ob ich soviel Klartext überhaupt schreiben darf - aber ich war nach einem harten Arbeitstag ziemlich müde und von daher nicht ganz so diszipliniert wie sonst.
Aber...
der "Filter", von dem du sprichst, ist etwas Natürliches und quasi was Schützendes, damit wir auf unserer jeweiligen Seelen-Entwicklungstufe die notwendige Entwicklungsarbeit leisten
Tja... ehrlich gesagt kann ich mit dieser Seelen-Entwicklungs-Idee nicht so recht viel anfangen.
Für mich hat sich die Sache anders dargestellt. Ich erzähle das Zitierte nicht von ungefähr - ich erzähle es weil ich es genau so selber erlebt hab, dass diese Filter nicht etwa nur durchlässig wurden, sondern vollständig aufgehoben waren.
Ich hatte damals keine Ahnung was Sache ist - ich war nicht an Spiritualität interessiert und noch nichtmal religiös - ich wusste nicht was mit mir passiert, aber es machte auch erstmal keine Anstalten wieder aufzuhören. Und so stand ich vor der Entscheidung, die ich ganz persönlich treffen musste:
will ich mich selber als krank und psychotisch verstehen, oder will ich in dem Bewusstsein leben dass mir eine wunderbare Erkenntnis über die Beschaffenheit der Schöpfung zu teil geworden ist?
Wie hättest Du Dich entschieden?
Ich weiss nicht ob dieser 'Filter' etwas natürliches ist - ob wir uns vor Gott "schützen" müssen.
Allerdings bin ich zu der Auffassung gekommen, dass eben dieser 'Filter' sehr eng mit dem zusammenhängt, was in der Religion als "Sündenfall" umschrieben wird.
Ich für meinen Teil fühle mich sehr wohl in dem Bewusstsein, eben nichts Schützendes zu brauchen, sondern eigenverantwortlich zu sein. Aber ich möchte mich auch nicht mit der Idee anfreunden, eine irgendwie besonders "entwickelte" Seele zu sein/haben - mir erscheint ein solches Selbstbild irgendwie unsinnig und albern.
Wahrscheinlich kennst Du Aldous Huxley; er hat ein wunderschönes Buch geschrieben - "Eiland". Eine Skizze dahingehend, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, die bewusst und aktiv mit diesen Dingen umgeht, und die dann weniger "natürlichen Schutz" braucht und mehr Wahrhaftigkeit leben kann.
Eine andere Skizze in dieser richtung ist von Frank Herbert - "The Santaroga Barrier".
Wir haben zwar das ganze Potenzial in uns, aber wir haben es noch nicht verwirklicht und individuell variiert, um so dem Großen Ganzen neue Facetten zu ermöglichen.
Tja - aber wo liegt da das Problem? Wenn man persönlich vor die Entscheidung gestellt ist, dieses Potential entweder als gegenwärtig anzunehmen und damit zu leben, oder sich selber als geisteskrank zu verstehen - und es gibt jedenfalls keinen Weg zurück.
und jetzt könnte man vermuten - um beim Thema zu bleiben - dass, wenn der Apfelkern den Filter zum gesamten Potenzial des Baumes nicht hätte, er entweder sich nicht mehr der Entwicklungsnotwendigkeit stellen würde ... oder überflutet werden und psychotisch werden würde.
Ja, diese Kritik begegnet mir nicht zum ersten mal - dass es irgendwie unlauter(?) wäre, dieses Potential zu vergegenwärtigen, weil man dann ja nicht mehr arbeiten und leiden würde (sprich: "sich der Entwicklungsnotwendigkeit stellen").
Ich weiss nicht recht was ich davon halten soll. Wenn ich mich auf Platons Höhlengleichnis beziehe, dann würde ich sagen: ich möchte mich mit Gleichgesinnten austauschen, die auch draussen an der Sonne waren - anstatt mir nur Vorträge darüber anzuhören wie mühsam es doch sei die eigenen Fesseln zu lösen.
Denn - für mich ist da eben keine Sache des Vermutens, sondern eine Tatsache der ich mich stellen musste.
Vom Astrologischen her ist dieses Prinzip des Verschmolzen-Seins, diese Sehnsucht nach Eins-Sein... dieses höhere Liebesprinzip dem Neptun zugeordnet; und es ist interessant, dass z. B. bei Suchtproblemen der Neptun im persönlichen Horoskop "beschädigt" ist... oder besser gesagt im Verhältnis zu dem Individualitätsprinzip der Sonne ....und dem Abgrenzungsprinzip des Saturns "dominiert".
Okay - das muss man dann auseinanderklauben...
Aber ich für meinen Teil, was mich angeht, widerspreche der "Sehnsucht nach Eins-Sein". Aus meiner Sicht ist dieses Eins-Sein eine Tatsache - eine äußerst herausfordernde und konsequenzenreiche Tatsache. Ich hab mich nicht danach gesehnt.
Nunja, wenn Du mit sowas was anfangen kannst: mein Neptun bildet ein Trigon mit Mars und ein Quadrat mit dem Saturn, der wiederum im Sextil zur Sonne steht. whatever that means.
Erst wenn die Seele über eine lange Reihe von Inkarnationen so ent-wickelt ist, dass für das Individualitätsprinzip bzw. der ICH-HEIT nicht mehr die Gefahr einer Auflösung besteht, kann der "Filter" durchlässig werden!
Ich bin da anderer Meinung. Ich sehe überhaupt kein Problem damit, die "Ich-heit" zu zerstören. Die baut sich doch eh wieder neu auf. Jedenfalls hab ichs so erlebt, mehrfach. Und ich sehe keinen Grund mich als irgendwas besonderes anzusehen - ich bin ja noch nichtmal imstande ein süßes Mädel zu begeistern und ne Familie zu gründen, was jeder Durchschnittsmensch fertigbringt - also offenbar noch nichtmal zur Fortpflanzung geeignet - was ich kann sollten wohl unzählige andere genausogut können.
Symptome, wie sie <Ireland> weiter unten schön beschreibt können sonst u.U. die Folge sein!
Ja, unter umständen - wobei da dann zu prüfen wäre ob nicht eher eine Stoffwechselstörung vorliegt - was nämlich auch sein kann.
Aber wenn Du Der Auffassung bist, dass solche Reaktionen einfach nur durch eine Auflösung der Filter verursacht sein können - dann müsste man da doch eigentlich anfangen Fragen zu stellen: warum reagieren manche Menschen derart heftig, während es für andere eine spannende Erfahrung ist?
Ich möchte auch an dieser Stelle nochmal auf ein Schaubild hinweisen, das die Notwendigkeit einer Ich-Entwickung sehr deutlich macht, bevor es "geil" sein kann - wie du dich ausdrückst, PPMc - wie etwas bei D-7, die Wahrheit... das Große Ganze... oder Teile davon in seine Wahrnehmung reinzukriegen!!!
Wenn man eine Ich/Selbstentwicklungs-Reife D-2 (Emotionales Selbst) erreicht habe, ist es ja erst einmal angesagt zu lernen, sich von den Emotionen und Gefühlen anderer zu differenzieren...
Nun, gut - aber was soll ich davon halten? Ich bin ja nicht gefragt worden, welche Erfahrungen ich machen will. Also, was ist da das richtige: das was das Bewusstsein mir als Erfahrung vorlegt, oder das was Du sagst dass es "angesagt" sei?
Und gewiss, mir ist von spirituellen Kreisen auch schon gesagt worden, dass ich mir doch einen Strick nehmen und mich aufhängen sollte, weil meine Erfahrungen offenbar unzulässig seien. Ist das die Lösung? Und wer bestimmt eigentlich, was angesagt oder zulässig ist?
Ich bin übrigens durchaus soetwas wie ein "Fan" von Ken Wilber. Ich habs zwar nie geschafft mehr wie zwei Seiten von ihm zu lesen, weil seine Sprache so ungemein dicht und konzentriert ist - aber danach bin ich glücklich in der Gewissheit dass ich nicht so ganz allein bin - dass da einer ist der einiges begriffen hat.
Und auf jeder Stufe seiner Ich-Entwicklung lauern immer noch etwaige Pathologien, die möglicherweise noch auftreten können und zu bearbeiten sind!
Nunja, wenn man zum Gartentor geht um den Briefkasten zu leeren - und auf dem Weg sind acht Treppenstufen - dann mag man natürlich auf jeder Stufe stehenbleiben und über die Pathologie meditieren, dass man möglicherweise auf dieser Stufe stolpern und hinfallen könnte. Oder man geht einfach zum Gartentor, leert den Briefkasten und liest den erhaltenen Brief. Das ist wohl persönliche Geschmackssache...