Schizophrenie

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dem ist auch so!

bei mir liegt beides vor.
das macht das therapiert werden fast unmöglich weil dominanz (bei mir) ein trigger punkt ist und therapeuten in der Täter rolle schon als dominant gelten, als kranker ist man derren Opfer.
Haben sie mich getriggert bekamen sie schiss vor mir und ich war in der Täter rolle, die haben gedacht ich hau denen auf die Fresse, wie ein "englischer Hooligan" so wörtlich oder
andersrum das arme kranke würstchen, das nur mit Samthandschuhen angefasst wird.

Also musste ich aufhören mich als krank zu bezeichnen, weder Täter noch Opfer sondern einfach Ich.

Film Tipp passend zum Thema: Ziemlich beste Freunde.

http://www.youtube.com/watch?v=uGe6J_5Izfw

Kranke nicht wie Krank zu behandeln ist die beste Heilung.

Nehme aber noch Medikamente (Neuroleptika) mit denen zumindest die spannungen auszuhalten sind (stand in permanenter abwehrhaltung ohne es selbst mehr zu wissen) und betreibe neuerdings Tai Chi und hantiere mit Ätherischen Ölen und Bachblütenessenzen rum, die langfristigen wirkungen sind noch abzuwarten, im grunde ist es glaube ich egal, mit was man arbeitet (mit ausnahme von Drogen und Alkohol) die hauptsache ist man glaubt daran, selbstheilungskräfte besitzt jeder, sie müssen nur aktiviert und kanalisiert werden.

akupunktur ist auch nicht übel, aus eigener erfahrung.

Grüße

Ich wünsch dir alles Liebe, Freigeist2012.
 
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Beziehst Du jetzt SERIÖS auf 22 Jahre Arbeit?

Die Attributionen (sowohl von Angehörigen als auch von Fachpersonal) reichen von
Vererbung, Dopamin-Hypothese, Geburtstrauma, Kindheitstraumata, Geister, Vodoo, Reinkarnatiion, Strafe Gottes, Umweltverschmutzung, falsche Ernährung, Familienkonstellation, Entwicklungsdefizite, Mobbing, Bewußtseinsspaltungen, Deprivation, schlechter Umgang, zuviel Alkohol, zu viel Zigaretten, Burn Out, zu viel Computer, zu wenig Sport, verschleppte Infektion .... (es gibt sicherlich noch einige Hunderte).

Ich halte es da mit den Konstruktivisten: jeder erschafft sich seine eigene Wirklichkeit (was man da wahrnehmen will, wird man auch wahrnehmen und darüber läßt sich schwerlich effizient streiten).

Das sehe ich ein wenig anders.
Stelle dir vor, wir stehen beide an einer Strasse und beobachten gemeinsam einen Unfall. Wenn du da nun sagst, ich nehme den Unfall nicht wahr, würde ich an deinen Verstand zweifeln.

Oder wir nehmen den Fall Mobbing auf.
Ein Mensch behauptet, gemobbt worden zu sein. 10 andere, die womöglich zu den Mobbern gehören, behaupten, dass der Gemobbte nicht gemobbt worden ist und sich das einbildet.
Ein Mensch, der einen anderen mobbt, wird sicherlich seine eigene kriminelle Handlung nicht zugeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich der Gemobbte alles eingebildet hat.
Da rechtlich nach dem demokratischen Prinzip meist die Mehrheit recht hat, wird der Gemobbte so oder so im falschen Licht da stehen.
Muss er deswegen Unrecht haben?
Die Demokratie hat eine Schattenseite: Wenn die Mehrheit im Unrecht ist, hat die Minderheit nicht viel zu lachen.

Wo Recht drauf steht, muss nicht immer Recht drin sein.
Oder: In kollektiver Wahrnehmung ist mehr Wahrheit enthalten (nicht immer, siehe Mobbing), als in höchst persönlicher Wahrnehmung.
Und: Was man gerne wahrnehmen möchte, ist nicht immer das, was man wahrnehmen darf: Siehe der Fall der kleinen Susi, Beitrag 208 auf Seite 14.

Das Leben der Menschen ist von so vielen Faktoren abhängig, dass er nicht immer seine Wirklichkeit selber erschaffen kann.
Dies ist nur im Leben von relativ selbständigen, finanziell unabhängigen und erwachsenen Menschen möglich. Nicht jeder in einer Gesellschaft ist aber in dieser Position, daher ja die meisten Psychosen.

LG
Justi
 
Das sehe ich ein wenig anders.
Stelle dir vor, wir stehen beide an einer Strasse und beobachten gemeinsam einen Unfall. Wenn du da nun sagst, ich nehme den Unfall nicht wahr, würde ich an deinen Verstand zweifeln.

Oder wir nehmen den Fall Mobbing auf.
Ein Mensch behauptet, gemobbt worden zu sein. 10 andere, die womöglich zu den Mobbern gehören, behaupten, dass der Gemobbte nicht gemobbt worden ist und sich das einbildet.
Ein Mensch, der einen anderen mobbt, wird sicherlich seine eigene kriminelle Handlung nicht zugeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich der Gemobbte alles eingebildet hat.
Da rechtlich nach dem demokratischen Prinzip meist die Mehrheit recht hat, wird der Gemobbte so oder so im falschen Licht da stehen.
Muss er deswegen Unrecht haben?
Die Demokratie hat eine Schattenseite: Wenn die Mehrheit im Unrecht ist, hat die Minderheit nicht viel zu lachen.

Wo Recht drauf steht, muss nicht immer Recht drin sein.
Oder: In kollektiver Wahrnehmung ist mehr Wahrheit enthalten (nicht immer, siehe Mobbing), als in höchst persönlicher Wahrnehmung.
Und: Was man gerne wahrnehmen möchte, ist nicht immer das, was man wahrnehmen darf: Siehe der Fall der kleinen Susi, Beitrag 208 auf Seite 14.

Das Leben der Menschen ist von so vielen Faktoren abhängig, dass er nicht immer seine Wirklichkeit selber erschaffen kann.
Dies ist nur im Leben von relativ selbständigen, finanziell unabhängigen und erwachsenen Menschen möglich. Nicht jeder in einer Gesellschaft ist aber in dieser Position, daher ja die meisten Psychosen.

LG
Justi

Mir ist nicht klar, worauf Du hinauswillst ... ?

Wenn ich mich gemobbt fühlen sollte, 10 (von mir wahrgenommene) Mobber das Gegenteil behaupten, werde ich mich (höchstwahrscheinlich) immer noch gemobbt fühlen und das ist dann meine Wirklichkeit, ganz egal, wie viele Leute dazu den Kopf schütteln (diese Geschichte läßt sich in sehr viele Richtungen weiterspinnen - ... ).
 
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...
Schon auch auf die 22 Jahre... aber natürlich auf dem Hintergrund meiner 2fachen akademischen Ausbildung (Maschinebau-Ing. mit Schwerpunkt Flugtriebwerkbau und Psychologie mit anschließender therapeutischer Ausbildung), durch die Objektivität und wissenschaftliches Denken und Arbeiten zur 2 Natur geworden sind!



Ich halte es da mit den Konstruktivisten: jeder erschafft sich seine eigene Wirklichkeit (was man da wahrnehmen will, wird man auch wahrnehmen und darüber läßt sich schwerlich effizient streiten).
Aus den o. g. Gründen ist es mir bei dem heiklen Thema von 'medialer Wahrnehmung' immer wichtig gewesen, mir eben keine eigene Wirklichkeit zu zimmern, zumal ich eine natürliche Bescheidenheit mein eigen nenne und überhaupt nicht zur Selbstüberschätzung neige!

Mir ist es bei dieser Arbeit immer wichtig gewesen, bei eventuellen Ungereimtheiten bzw. Widersprüchen den Finger darauf zu legen.

Mir sind ja von der Ausbildung her durchaus die Gütekriterien von Tests und Skalen bekannt!

Du weißt schon...
Kriterien der Validität (Gültigkeit), der Reliabilität (Zuverlässigkeit) und der Objektivität....

...and so on...

:rolleyes:
 
Schon auch auf die 22 Jahre... aber natürlich auf dem Hintergrund meiner 2fachen akademischen Ausbildung (Maschinebau-Ing. mit Schwerpunkt Flugtriebwerkbau und Psychologie mit anschließender therapeutischer Ausbildung), durch die Objektivität und wissenschaftliches Denken und Arbeiten zur 2 Natur geworden sind!




Aus den o. g. Gründen ist es mir bei dem heiklen Thema von 'medialer Wahrnehmung' immer wichtig gewesen, mir eben keine eigene Wirklichkeit zu zimmern, zumal ich eine natürliche Bescheidenheit mein eigen nenne und überhaupt nicht zur Selbstüberschätzung neige!

Mir ist es bei dieser Arbeit immer wichtig gewesen, bei eventuellen Ungereimtheiten bzw. Widersprüchen den Finger darauf zu legen.

Mir sind ja von der Ausbildung her durchaus die Gütekriterien von Tests und Skalen bekannt!

Du weißt schon...
Kriterien der Validität (Gültigkeit), der Reliabilität (Zuverlässigkeit) und der Objektivität....

...and so on...

:rolleyes:

Die persönliche Wrklichkeit hat doch wenig mit Bescheidenheit zu tun?
Wie soll man ohne diese leben?
(eine persönliche Wrklichkeit kann auch sein: ich bin nix, kann nix und das wird sich nie ändern ...)

Welche therapeutische Ausbildung hast Du gemacht?
 
Mir ist nicht klar, worauf Du hinauswillst ... ?

Wenn ich mich gemobbt fühlen sollte, 10 (von mir wahrgenommene) Mobber das Gegenteil behaupten, werde ich mich (höchstwahrscheinlich) immer noch gemobbt fühlen und das ist dann meine Wirklichkeit, ganz egal, wie viele Leute dazu den Kopf schütteln (diese Geschichte läßt sich in sehr viele Richtungen weiterspinnen - ... ).

Du schriebst:
Ich halte es da mit den Konstruktivisten: jeder erschafft sich seine eigene Wirklichkeit (was man da wahrnehmen will, wird man auch wahrnehmen und darüber läßt sich schwerlich effizient streiten).

Menschen nehmen viel als ihre Wirklichkeit wahr.
Im Endeffekt zählt aber die Wahrheit.

Wenn du z.B. als Psychologin über einen gemobbten Menschen die Diagnose "Schizophren" stellst, reicht deine Wirklichkeitsthese nicht aus, um den Gemobbten zu seinem Recht zu verhelfen.
Wie du schriebst, wird der sich immer noch gemobbt fühlen, da ihm aber keine Gerechtigkeit widerfährt, für die kriminelle Handlung, die ihm widerfuhr, wird er noch mehr darunter leiden.
Kein Mensch wird dem dann glauben, dass er gemobbt wurde und obendrein wird er als Schizophren verschrien.

Es gibt Grenzbereich, wo Aussenstehnde nicht immer den Wahrheitsgehalt einer Wahrnehmung bestimmen können. Und um die Wahrheit geht es aber im Endeffekt.

Wir Menschen definieren die Wahrheit in einer Gesellschaft, um einen Anhaltspunkt zu haben, der uns alle überzeugt und befriedigt.
Die Wahrheit ist in manchen Grenzbereichen, wie z.B. bei Mobbing, nicht immer klar definierbar.
Daher kann man auch nicht sagen, dass der Mensch seine Wirklichkeit selbst bestimmt. Für sich persönlich kann er das sicherlich. Da er aber in einer Gesellschaft lebt, wo er sich an gewisse Bedingungen anpassen muss, ist daher auch die kollektive Wirklichkeit wichtig, die entweder mit der persönlichen übereinstimmt, oder auch nicht.

Wärst du daher z.B. ein gemobbter Mensch, der weiss, dass er gemobbt worden ist, gilts du trotzdem als ein Schizophrener, wenn du das nicht beweisen kannst und die Gesellschaft wird dich fortan als solchen betrachten, was zu erheblicher Minderung der Lebensqualität in deinem Leben in dieser Gesellschaft kommen kann. Denn man würde dich in dieser Gesellschaft fortan als einen kranken und daher geistig nicht zurechnungsfähigen Menschen betrachten, den man nicht immer ernst nehmen kann, obwohl dir was Kriminelles widerfahren ist und dir im Grunde rechtlich Zuspruch und Entschädigung zustünde.

Beispiel:
Die Juden wurden im 3.Reich misshandelt und so gesehen von der Mehrheit gemobbt.
Wenn man sie nun als Schizophren betitelt hätte, hätten sie nie Entschädigung für das Erlittene erhalten und man würde sie fortan als geistig unzurechnungsfähige Menschen betrachten. In dem Fall hätte man sie kriminell behandelt und an ihnen Rufmord begangen.
Sie hatten dahingehend aber Glück, dass Aussenstehende (Alliierte Kräfte) dazu kamen und es bezeugen konnten.

LG
Justi
 
Die persönliche Wrklichkeit hat doch wenig mit Bescheidenheit zu tun?
Wie soll man ohne diese leben?
(eine persönliche Wrklichkeit kann auch sein: ich bin nix, kann nix und das wird sich nie ändern ...)
Ich wollte damit ausdrücken - falls jemand an Selbstüberschätzung leidet - er leichter die Objektivität verlieren kann.

Welche therapeutische Ausbildung hast Du gemacht?
Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP)
 
da ist eine Menge von dem, was du da beschreibst, mit dem ich dakor gehen kann; es ist quasi das Gleiche, was ich mit meiner Signatur und dem dazugehörigen Symbolbild ausdrücken will

Okay, Fhedor, Du siehst das Wesentliche. :)
Ich war gestern abend ziemlich im Zwiespalt, ob ich soviel Klartext überhaupt schreiben darf - aber ich war nach einem harten Arbeitstag ziemlich müde und von daher nicht ganz so diszipliniert wie sonst.

Aber...
der "Filter", von dem du sprichst, ist etwas Natürliches und quasi was Schützendes, damit wir auf unserer jeweiligen Seelen-Entwicklungstufe die notwendige Entwicklungsarbeit leisten

Tja... ehrlich gesagt kann ich mit dieser Seelen-Entwicklungs-Idee nicht so recht viel anfangen.
Für mich hat sich die Sache anders dargestellt. Ich erzähle das Zitierte nicht von ungefähr - ich erzähle es weil ich es genau so selber erlebt hab, dass diese Filter nicht etwa nur durchlässig wurden, sondern vollständig aufgehoben waren.
Ich hatte damals keine Ahnung was Sache ist - ich war nicht an Spiritualität interessiert und noch nichtmal religiös - ich wusste nicht was mit mir passiert, aber es machte auch erstmal keine Anstalten wieder aufzuhören. Und so stand ich vor der Entscheidung, die ich ganz persönlich treffen musste: will ich mich selber als krank und psychotisch verstehen, oder will ich in dem Bewusstsein leben dass mir eine wunderbare Erkenntnis über die Beschaffenheit der Schöpfung zu teil geworden ist?
Wie hättest Du Dich entschieden?

Ich weiss nicht ob dieser 'Filter' etwas natürliches ist - ob wir uns vor Gott "schützen" müssen.
Allerdings bin ich zu der Auffassung gekommen, dass eben dieser 'Filter' sehr eng mit dem zusammenhängt, was in der Religion als "Sündenfall" umschrieben wird.

Ich für meinen Teil fühle mich sehr wohl in dem Bewusstsein, eben nichts Schützendes zu brauchen, sondern eigenverantwortlich zu sein. Aber ich möchte mich auch nicht mit der Idee anfreunden, eine irgendwie besonders "entwickelte" Seele zu sein/haben - mir erscheint ein solches Selbstbild irgendwie unsinnig und albern.

Wahrscheinlich kennst Du Aldous Huxley; er hat ein wunderschönes Buch geschrieben - "Eiland". Eine Skizze dahingehend, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, die bewusst und aktiv mit diesen Dingen umgeht, und die dann weniger "natürlichen Schutz" braucht und mehr Wahrhaftigkeit leben kann.
Eine andere Skizze in dieser richtung ist von Frank Herbert - "The Santaroga Barrier".

Wir haben zwar das ganze Potenzial in uns, aber wir haben es noch nicht verwirklicht und individuell variiert, um so dem Großen Ganzen neue Facetten zu ermöglichen.

Tja - aber wo liegt da das Problem? Wenn man persönlich vor die Entscheidung gestellt ist, dieses Potential entweder als gegenwärtig anzunehmen und damit zu leben, oder sich selber als geisteskrank zu verstehen - und es gibt jedenfalls keinen Weg zurück.

und jetzt könnte man vermuten - um beim Thema zu bleiben - dass, wenn der Apfelkern den Filter zum gesamten Potenzial des Baumes nicht hätte, er entweder sich nicht mehr der Entwicklungsnotwendigkeit stellen würde ... oder überflutet werden und psychotisch werden würde.

Ja, diese Kritik begegnet mir nicht zum ersten mal - dass es irgendwie unlauter(?) wäre, dieses Potential zu vergegenwärtigen, weil man dann ja nicht mehr arbeiten und leiden würde (sprich: "sich der Entwicklungsnotwendigkeit stellen").
Ich weiss nicht recht was ich davon halten soll. Wenn ich mich auf Platons Höhlengleichnis beziehe, dann würde ich sagen: ich möchte mich mit Gleichgesinnten austauschen, die auch draussen an der Sonne waren - anstatt mir nur Vorträge darüber anzuhören wie mühsam es doch sei die eigenen Fesseln zu lösen.
Denn - für mich ist da eben keine Sache des Vermutens, sondern eine Tatsache der ich mich stellen musste.

Vom Astrologischen her ist dieses Prinzip des Verschmolzen-Seins, diese Sehnsucht nach Eins-Sein... dieses höhere Liebesprinzip dem Neptun zugeordnet; und es ist interessant, dass z. B. bei Suchtproblemen der Neptun im persönlichen Horoskop "beschädigt" ist... oder besser gesagt im Verhältnis zu dem Individualitätsprinzip der Sonne ....und dem Abgrenzungsprinzip des Saturns "dominiert".

Okay - das muss man dann auseinanderklauben...
Aber ich für meinen Teil, was mich angeht, widerspreche der "Sehnsucht nach Eins-Sein". Aus meiner Sicht ist dieses Eins-Sein eine Tatsache - eine äußerst herausfordernde und konsequenzenreiche Tatsache. Ich hab mich nicht danach gesehnt.

Nunja, wenn Du mit sowas was anfangen kannst: mein Neptun bildet ein Trigon mit Mars und ein Quadrat mit dem Saturn, der wiederum im Sextil zur Sonne steht. whatever that means.

Erst wenn die Seele über eine lange Reihe von Inkarnationen so ent-wickelt ist, dass für das Individualitätsprinzip bzw. der ICH-HEIT nicht mehr die Gefahr einer Auflösung besteht, kann der "Filter" durchlässig werden!

Ich bin da anderer Meinung. Ich sehe überhaupt kein Problem damit, die "Ich-heit" zu zerstören. Die baut sich doch eh wieder neu auf. Jedenfalls hab ichs so erlebt, mehrfach. Und ich sehe keinen Grund mich als irgendwas besonderes anzusehen - ich bin ja noch nichtmal imstande ein süßes Mädel zu begeistern und ne Familie zu gründen, was jeder Durchschnittsmensch fertigbringt - also offenbar noch nichtmal zur Fortpflanzung geeignet - was ich kann sollten wohl unzählige andere genausogut können.

Symptome, wie sie <Ireland> weiter unten schön beschreibt können sonst u.U. die Folge sein!

Ja, unter umständen - wobei da dann zu prüfen wäre ob nicht eher eine Stoffwechselstörung vorliegt - was nämlich auch sein kann.
Aber wenn Du Der Auffassung bist, dass solche Reaktionen einfach nur durch eine Auflösung der Filter verursacht sein können - dann müsste man da doch eigentlich anfangen Fragen zu stellen: warum reagieren manche Menschen derart heftig, während es für andere eine spannende Erfahrung ist?

Ich möchte auch an dieser Stelle nochmal auf ein Schaubild hinweisen, das die Notwendigkeit einer Ich-Entwickung sehr deutlich macht, bevor es "geil" sein kann - wie du dich ausdrückst, PPMc - wie etwas bei D-7, die Wahrheit... das Große Ganze... oder Teile davon in seine Wahrnehmung reinzukriegen!!!

Wenn man eine Ich/Selbstentwicklungs-Reife D-2 (Emotionales Selbst) erreicht habe, ist es ja erst einmal angesagt zu lernen, sich von den Emotionen und Gefühlen anderer zu differenzieren...

Nun, gut - aber was soll ich davon halten? Ich bin ja nicht gefragt worden, welche Erfahrungen ich machen will. Also, was ist da das richtige: das was das Bewusstsein mir als Erfahrung vorlegt, oder das was Du sagst dass es "angesagt" sei?
Und gewiss, mir ist von spirituellen Kreisen auch schon gesagt worden, dass ich mir doch einen Strick nehmen und mich aufhängen sollte, weil meine Erfahrungen offenbar unzulässig seien. Ist das die Lösung? Und wer bestimmt eigentlich, was angesagt oder zulässig ist?

Ich bin übrigens durchaus soetwas wie ein "Fan" von Ken Wilber. Ich habs zwar nie geschafft mehr wie zwei Seiten von ihm zu lesen, weil seine Sprache so ungemein dicht und konzentriert ist - aber danach bin ich glücklich in der Gewissheit dass ich nicht so ganz allein bin - dass da einer ist der einiges begriffen hat.

Und auf jeder Stufe seiner Ich-Entwicklung lauern immer noch etwaige Pathologien, die möglicherweise noch auftreten können und zu bearbeiten sind!

Nunja, wenn man zum Gartentor geht um den Briefkasten zu leeren - und auf dem Weg sind acht Treppenstufen - dann mag man natürlich auf jeder Stufe stehenbleiben und über die Pathologie meditieren, dass man möglicherweise auf dieser Stufe stolpern und hinfallen könnte. Oder man geht einfach zum Gartentor, leert den Briefkasten und liest den erhaltenen Brief. Das ist wohl persönliche Geschmackssache...
 
Du schriebst:
Ich halte es da mit den Konstruktivisten: jeder erschafft sich seine eigene Wirklichkeit (was man da wahrnehmen will, wird man auch wahrnehmen und darüber läßt sich schwerlich effizient streiten).

Menschen nehmen viel als ihre Wirklichkeit wahr.
Im Endeffekt zählt aber die Wahrheit.

Wenn du z.B. als Psychologin über einen gemobbten Menschen die Diagnose "Schizophren" stellst, reicht deine Wirklichkeitsthese nicht aus, um den Gemobbten zu seinem Recht zu verhelfen.
Wie du schriebst, wird der sich immer noch gemobbt fühlen, da ihm aber keine Gerechtigkeit widerfährt, für die kriminelle Handlung, die ihm widerfuhr, wird er noch mehr darunter leiden.
Kein Mensch wird dem dann glauben, dass er gemobbt wurde und obendrein wird er als Schizophren verschrien.

Es gibt Grenzbereich, wo Aussenstehnde nicht immer den Wahrheitsgehalt einer Wahrnehmung bestimmen können. Und um die Wahrheit geht es aber im Endeffekt.

Wir Menschen definieren die Wahrheit in einer Gesellschaft, um einen Anhaltspunkt zu haben, der uns alle überzeugt und befriedigt.
Die Wahrheit ist in manchen Grenzbereichen, wie z.B. bei Mobbing, nicht immer klar definierbar.
Daher kann man auch nicht sagen, dass der Mensch seine Wirklichkeit selbst bestimmt. Für sich persönlich kann er das sicherlich. Da er aber in einer Gesellschaft lebt, wo er sich an gewisse Bedingungen anpassen muss, ist daher auch die kollektive Wirklichkeit wichtig, die entweder mit der persönlichen übereinstimmt, oder auch nicht.

Wärst du daher z.B. ein gemobbter Mensch, der weiss, dass er gemobbt worden ist, gilts du trotzdem als ein Schizophrener, wenn du das nicht beweisen kannst und die Gesellschaft wird dich fortan als solchen betrachten, was zu erheblicher Minderung der Lebensqualität in deinem Leben in dieser Gesellschaft kommen kann. Denn man würde dich in dieser Gesellschaft fortan als einen kranken und daher geistig nicht zurechnungsfähigen Menschen betrachten, den man nicht immer ernst nehmen kann, obwohl dir was Kriminelles widerfahren ist und dir im Grunde rechtlich Zuspruch und Entschädigung zustünde.

Beispiel:
Die Juden wurden im 3.Reich misshandelt und so gesehen von der Mehrheit gemobbt.
Wenn man sie nun als Schizophren betitelt hätte, hätten sie nie Entschädigung für das Erlittene erhalten und man würde sie fortan als geistig unzurechnungsfähige Menschen betrachten. In dem Fall hätte man sie kriminell behandelt und an ihnen Rufmord begangen.
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LG
Justi

Jetzt verstehe ich, was wir vermischen.

Es gibt die Theorie des radikalen Konstruktivismus (von Glaserfeld, Watzlawik u.a.), die letztendlich ausdrückt, daß es keine absolute Wahrheit an sich gibt (weil diese nicht beweisbar ist) und sich jeder seine eigene Wirklichkeit erschafft - sie ist die Grundlage für die systemische Therapie.

Ein (persöhnlich gefühlt) Gemobbter kann, muß aber nicht eine "Psychose" entwickeln und da sind wir im Bereich der Attributionstheorien (ein Gemobbter kann intern attribuieren mit der wahrscheinlichen Folge, psychisch "auffällig" zu werden oder extern, was ihn wahrscheinlich auf lange Sicht gesunder leben läßt).
Z.B. mit der Diagnose Schizophrenie ist man heute mehr als vorsichtig, weil man weiß, daß eine Diagnose sich reziprok auf den Kranken auswirkt (selbst-erfüllende Prophezeihung), aber letztendlich gilt das für alle Diagnosen (und alle Attributionen).

Ganz wichtig ist, ein Gemobbter nur so lange ein Gemobbter ist, wie er "das Spiel mitmacht". Sobald er seine Sichtweise verändert, wird das Verhalten nachziehen (und das ist einfacher gesagt als getan und da kann eine Therapie hilfreich sein) ... und da sind wir wieder beim Konstruktivismus ... .

Ganz schwierig wird das ganze bei juristischen oder historischen Entscheidungen:
Da handelt es sich um einen gesellschaftlichen Konsens, aber was letztendlich "Wahrheit" ist (was genau ist denn gut oder böse, in welcher Zeit, in welchen Kulturen ... darf man eine Person töten, um 100 andere zu retten, durfte man Osama bin Laden ohne Gerichtsverfahren töten usw. ... ) ist dahingestellt!!!

Hätte man noch vor 50, ja sogar noch vor 20 Jahren prognostiziert, daß mal eine Frau Bundeskanzlerin wird oder ein Schwarzer amerikanischer Präsident, daß Homosexuelle heiraten dürfen usw. hätte man nur Lacher und ungläubiges Kopfschütteln geerntet.
Glücklicherweise haben die Juden Entschädigungen erhalten, aber es gibt auch heute noch Menschen, die einfach nicht nachvollziehen können, daß das so ist (und das können die meisten von uns wiederum beim besten Willen nicht nachvollziehen)
 
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