Meine schlimmste Erfahrung machte ich mal im Schwarzwald in einem großen Gastbetrieb, wir mussten dort auf der Durchreise zwangsweise übernachten, da alle anderen Betriebe ausgebucht waren.
Am Morgen mussten wir in einem riesigen bereits verqualmten Raum frühstücken. Die Hölle!
Jetzt wird wenigstens mal bewusst gemacht, was man jahrelang anderen Menschen zugemutet hat. Dass das nicht angenehm ist, kann ich mir vorstellen.
Wieviel Sterne hatte der Betrieb ? Wahrscheinlich keinen oder nur eine Schwarzwälder-Waldbaumkrone

?
In vernünftigen Betrieben sind vor allem im Frühstücksraum schon seit 30 Jahren getrennte Räume. Abgestandener Rauch ist auch für mich als Raucher unzumutbar - das stinkt wie nach einem Brand. Mein Frühstück besteht aus Kaffee und Zigarette - deswegen will ich aber auch nicht in einem stinkenden Raum sitzen. (Raumtrennung, Belüftung, Terrasse...)
Im Übrigen ist dieser ganze Radau eine Seifenoper.
Geht mal in Länder, in denen das Gesetz eingeführt wurde - dort kräht kein Hahn mehr nach dem Thema, die meisten Menschen schätzen sogar die dazugewonnene Qualität, in primis beim Essen.
Das ist allerdings ein Gerücht - publiziert von der "Nichtraucher-Mafia". (sicherheitshalber: ich vergleiche Nichtraucher damit keineswegs mit kriminellen Mafiosis)
In Italien war ich schon lange nicht mehr - da kann ich nicht mitreden, in GB aber schon - das wirkt sich auf verschiedene Lokalarten durch stärkste Umsatzeinbußen extrem aus. Vor allem in der kalten Zeit - da die Gäste beim kalten Dauerregen auch keine Lust haben, im Freien das Pint zu zischen.
Dabei hatte man sich dort genauso melodramatisch geschworen, den Fuß
niiiie wieder in ein Lokal zu setzen...
Der Unterschied, den ich selbst sehen konnte - früher traf sich praktisch die ganze Firma im Pub und da wurde dann noch ein/zwei Stunden getrunken, geraucht und palavert. Dieses tägliche Saufen ist wegen Rauchverbot völlig außer Mode gekommen, nur noch gelegentlich trifft man sich dort und auch nur, bei schönem Wetter. Der Pub-Wirt spricht von Schließen des etwa 400 Jahre bestehenden historischen Lokals.
Viel Lärm um nichts !
Iregendwelche euphorischen Statistiken aus der Nichtraucherbewegung sind ebenso "gefälscht", wie jene Todeshorrorzahlen durchs Rauchen.
Entgegen der Ansicht vieler Verfechter des Verbots ist letzteres wissenschaftlich nicht bewiesen.
Wobei es ja eigentlich, mir jedenfalls, weniger ums Rauchen selbst, sondern um einen weiteren erheblichen Eingriff des Staates in die persönlichen Rechte, die individuelle Freiheit geht.
Das halte ich für weit tragischer, als irgendwo nicht Rauchen zu dürfen.
L.G.
Ramar