Die drei multikulturellen Staaten der Neuzeit, Österreich-Ungarn, Jugoslawien, Sowjetunion; sind nicht zuletzt an den inneren
kulturellen Widersprüchen gescheitert.
Naja, so einfach ausgedrückt ist es nun auch nicht.
Österreich-Ungarn ist am, im 19. Jahrhundert auftrenden Hang zu Nationalstaaten gescheitert.
Davor definierte sich ein Mensch / Bürger nicht durch seine Sprache bzw. durch seine dadurch empfundene Nationalität, sondern durch die Religion und dem gemeinsamen Herrscher, ob Fürst oder König, der die Religion vorgab.
Jugoslawien ist zum einen gescheitert weil es ein Kunststaat, der erst durch den entsprechenden Ausgang des 1.Weltkriegs gebildet wurden konnte, war.
Und zum weiteren ist Jugoslawien gescheitert, weil die Politiker der jeweiligen Teilrepubliken dem Nationalstaatsdenken des 19. Jahrhunderts frönten, was auch in der Bevölkerung bewusstseinsmässig Anklang fand.
Zwischen Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina gab es garnicht mal so grosse kulturelle Unterschiede. Denn das Kulturelle lässt sich ja nicht nur auf die Religion reduzieren., sondern bezieht sich auch auf die Lebensweise generell.
Und die Lebensweise war in allen 6 Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslwaiens fast identisch. In Jugoslawien gab es z.B. viele Muslime die auch Schweinefleisch assen.
Aber Jugoslwien ist auch mit der ehemaligen Sowjetunion zu vergleichen; ich habe früher schon gesagt, dass Jugoslwien nichts anders ist als eine kleine Sowjetunion und die Serben diesbezüglich mit den Russen in der Sowjetunion zu vergleichen sind.
Und hier finde ich einen direkten Schwenk zur ehemaligen Sowjetunion:
Die Sowjetunion ist an ihrem politischen System des Kommunismus & Sozialismus gescheitert.
So ein politisches System wie Kommunismus & Sozialismus kann nur solange funktionieren wie es die Globalen Verhältnisse zulassen.
In Jugoslawien konnte das System des Kommunismus & Sozialismus nur solange funktionieren wie J.B.Tito am Leben war, weil Tito es verstand die damaligen Blockverhältnisse ( Ost-West) zu seinen eigenen Gunsten gegeneinander auszuspielen.
Schliesslich war Jugoslawien nicht nur Gründungsmitglied der Organisation der Blockfreien Staaten, sondern die Gründung dieser Bewegung fand auch noch in der jugoslwischen Hauptstadt Belgrad 1955 statt, auf Initative des indischen Ministerpräsidenten Nehru und des jugoslwaischen Staatspräsidenten Tito.
Als sich ende der 1980er abzeichntete, dass der Kalte Krieg zu Ende ging, fiel auch die finanzielle Unterstützung vom Westen für Jugodslawien weg;
das politischen System des Kommunismus & Sozialismus fiel in sich zusammen und es kam zum sogenannten "Erbfolgekrieg" in den 1990er Jahren.