trollhase
Sehr aktives Mitglied
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So, @Tacita , da bin ich wieder. Ja, ich habe versucht Streß zu reduzieren. Zum Zeitpunkt des Haarausfalls hatte ich sowohl physischen als auch psychischen Streß. Im Beruf war die Arbeitsmenge so groß, dass sie nur mit vielen Überstunden zu bewältigen war, was dazu führte, dass ich keine Freizeit hatte um für den nötigen Ausgleich zu sorgen. Gleichzeitig habe ich eine Chefin, die einfach unmöglich ist (war deshalb schon beim Betriebsrat). Zwar habe ich mich immer gegen sie gewehrt, aber diese ständigen Auseinandersetzungen zerren an den Kräften.
Und da fielen mir die Haare aus und ich war sechs Wochen mit ständigen Kehlkopfentzündungen krank (davon zwei Wochen krank gearbeitet). Meine Chefin machte mir immer sehr subtil Vorwürfe, weil ich so lange krank war. Und da hats gereicht. Ich habe im November verkündet, dass ich nicht mehr bereit bin Überstunden zu machen. Ich habe einen Vertrag, dass ich 40 Stunden in der Woche arbeiten muss. Den Vertrag erfülle ich. Wenn ich nicht mehr Stunden arbeiten möchte, muss ich das weder erklären, noch mich dafür rechtfertigen. Außerdem verkündete ich, dass ich nicht mehr krank zur Arbeit komme und auch das nicht zur Diskussion steht.
Danach ging es mir schon besser und die Haare wuchsen langsam wieder nach.
Aber natürlich nölt meine Chefin mehr oder weniger subtil rum und ich bemerke auch jetzt noch sehr starke Symptome eines Burnouts und/oder einer leichten bis mittelschweren Depression.
Ende April habe ich mich deshalb in eine ambulante Behandlung einer Psychotherapeutin begeben (ab da sprießten die Haare wie verrückt). Ich würde sagen, den Streß konnte ich eigentlich um 50 % reduzieren. Die restlichen 50 % sind meine Chefin, die ich natürlich nicht los werde. Ich schaue immer, ob es in der Hochschule, in der ich arbeite, noch andere Stellen gibt - bisher ohne Erfolg.
Mit Hilfe der Psychotherapeutin versuche ich einen privaten Ausgleich zu finden und eine Gelassenheit gegenüber der beruflichen Situation zu entwickeln, wenn ich sie schon nicht ändern kann.
Die größte Veränderung in meinem Leben ist, dass ich jetzt ausschließlich auf mich schaue - auf meine physische und psychische Gesundheit. Nichts anderes ist zur Zeit wichtiger. Und das macht enorm viel aus.
Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht mit meinem langen Text überladen.![]()
Bist du sicher, dass du für die oide bissgurkn noch weiterhin arbeiten willst? Was würdest davon halten dich krank schreiben zu lassen und dir in der zeit nen neuen Job zu suchen?