Hallo
@IoannesNoctua
Eine Mannigfaltigkeit (Manifold) ist vereinfacht gesagt ein Raum, der lokal wie ein gewöhnlicher euklidischer Raum aussieht, global aber eine komplexere Struktur haben kann. Ein klassisches Beispiel ist die Oberfläche einer Kugel: Lokal wirkt sie zweidimensional flach, global ist sie gekrümmt. Formal spricht man von einer differenzierbaren Mannigfaltigkeit.
Ein Submanifold (Untermannigfaltigkeit) ist ein Teilraum, der in einem höherdimensionalen Raum eingebettet ist. Zum Beispiel ist eine 2-dimensionale Fläche in einem 3-dimensionalen Raum ein Submanifold. Ihre Struktur ist nicht „unabhängig“, sondern wird durch die Einbettung und die Metrik des umgebenden Raums beeinflusst.
Übertragen auf physikalische Modelle:
In Theorien wie der Stringtheorie werden zusätzliche Raumdimensionen eingeführt, weil die mathematische Konsistenz bestimmter Gleichungen (z. B. bei der Vereinheitlichung von Gravitation und Quantentheorie) dies nahelegt. Diese zusätzlichen Dimensionen wären stark „kompaktifiziert“, also extrem klein zusammengerollt, sodass sie im Alltag nicht direkt messbar sind.
Es gibt bislang keinen experimentellen Befund, der zwingend eine Raumdimension > 3 erfordert. Teilchenbeschleuniger, Gravitationstests und kosmologische Beobachtungen liefern bisher keine eindeutigen Hinweise auf solche Dimensionen.
Zur Frage der UFO-Erklärung:
Eine zusätzliche Raumdimension wäre keine direkte Erklärung, sondern ein theoretischer Rahmen. Wenn ein Objekt scheinbar: abrupt, beschleunigt ohne erkennbare Trägheit, verschwindet,
geometrisch inkonsistente Bewegungen zeigt, könnte man spekulieren, dass es nicht vollständig in unserem dreidimensionalen Subraum verbleibt, sondern mit einer höheren Dimension wechselwirkt. Analog wie ein 3D-Objekt, das durch eine 2D-Fläche geht, dort nur als Projektion erscheint. Aber das ist eine mathematisch mögliche Interpretation, keine empirisch bestätigte Notwendigkeit. Derzeit gibt es keine Messdaten, die UAP-Bewegungen eindeutig auf höhere Raumdimensionen zurückführen.