Meditation und Sex

Christian schrieb:
Kaum taucht wieder ein weibliches Wesen Deines Kalibers auf, geht es wieder um Meinungen und darum, daß Du dir nicht vorstellen kannst, daß da irgendetwas auf Dich zutreffen könnte von dem, was hier im Thread geschrieben steht. siehst Du nicht, wie DU da deine Möglichkeiten auch begrenzt?
:) "meines Kalibers" :) (*grins* du sollst doch nicht mein Ego füttern)

Also. Wenn du schon bein Auseinandernehmen bist. Es geht - ich sags jetzt zur Vorsicht noch einmal dazu - nicht darum, ob ICH mir etwas vorstellen kann. Das ist schon wieder diese persönliche Ebene, die dann aber nur die Sicht auf die Dinge verstellt. Versuch doch probeweise nur das zu lesen, was dasteht, und nicht, wer dahintersteht. Es gibt Situationen, da ist es wichtig, darauf einzugehen, welcher Mensch das ist, der da spricht. Wenn es aber, wie du grade selbst sagst, um eine grundsätzliche Polarität - in diesem Fall zwischen männlichem und weiblichem Erleben - geht, ist meine Persönlichkeit doch Nebensache.

Worum es mir im Sinne dieses Themas geht, ist ja eben die Frage, ob denn dieses Erleben spiritueller Entwicklung als Kampf wirklich erforderlich ist. Darauf hat mir eigentlich auch noch keiner eine Antwort geben können oder wollen. Und ich möchte das tatsächlich hinter-fragen und niemanden über-zeugen. Das wäre auch absolut sinnlos, denn eine Überzeugung kann nur von innen kommen und nicht von außen (zumindest solange, bis man die Erkenntnis, daß Innen und Außen Projektionen sind, verwirklicht hat :)).

Und warum ich das hinterfragen will, hat einen guten Grund, der nicht unbedingt nur mit den Problemen einer einzelnen speziellen Person zu tun hat.
Denn wenn ich so elementare Dinge wie Sexualität nur als etwas erleben kann, das mit allen Mitteln bekämpft werden muß, dann bin ich mit mir selbst und meinem Wesen als Mensch sowas von nicht im Einklang, daß sich die Frage stellt, wie ich überhaupt irgendwohin fortschreiten soll. Zuerst muß ich doch mit mir selbst Frieden machen, findst nicht?
 
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Kinnaree schrieb:
Worum es mir im Sinne dieses Themas geht, ist ja eben die Frage, ob denn dieses Erleben spiritueller Entwicklung als Kampf wirklich erforderlich ist. Darauf hat mir eigentlich auch noch keiner eine Antwort geben können oder wollen. Und ich möchte das tatsächlich hinter-fragen und niemanden über-zeugen. Das wäre auch absolut sinnlos, denn eine Überzeugung kann nur von innen kommen und nicht von außen (zumindest solange, bis man die Erkenntnis, daß Innen und Außen Projektionen sind, verwirklicht hat :)).
Etwas als Kampf zu betrachten ist eine konditionierte und subjektive Betrachtungsweise.
Das ganze ist kein Kampf sondern ebenfalls nur eine Sprache ohne jegliche Bewertung. Oder Energieaustausch.
Ich habe mal vor langer Zeit einen Kung FU Film gesehen, da ist mir das auch mal blitzartig klargeworden. Die kämpfen nicht sondern reden nur miteinander, und jede Bewegung kann man mit dem Ausdruck eines Wortes gleichsetzen.
Auch in der Musik ist mir das mal begegnet, als ich mal eine Live-Mitschnitt ein Jazz-Improvisation von Herbie Hancock, Chick Corea und noch ein paar Leuten gehört habe.
Beim ersten mal habe ich gedacht, spinnen die da eigentlich, das ist doch keine Musik.
Erst beim dritten mal, wurde mir auf einmal klar, das die durch die Töne nur miteinander reden. Als ich denen dann unter diesem Aspekt weiter zugehört habe, habe ich die auch verstanden.
Von daher kannst du das gleiche darin anwenden, was du Christian unter dem Aspekt des *persönlichen* gesagt hast.
Auch da findet ein ganz kleiner subtiler Kampf statt. Eben weil er als solcher gesehen werden kann.

Es gibt in dem Sinne keinen Kampf, sondern es ist lediglich eine Projektion die wir in energetischen Wechselspielen hineininterpretieren. Daher übersehen wir meist die eigentlich inhaltliche Information.

Wir können uns alle nicht von diesen Sichtweisen freisprechen, aber drauf aufmerksam machen. (Was wir ja hier auch angefangen haben zu tun)
 
Also ich kann gut verstehen, was Kinnaree meint. Bin da auch ihrer Ansicht, denn wenn man(n) etwas so sehr bekämpfen muß (obwohl vielleicht Männer den Kampf mehr brauchen, um sich zu beweisen) , ist man möglicherweise einfach auf dem falschen Weg? Alles was fließt, geschieht kampflos. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, daß Nonnen weit weniger Probleme mit dieser Thematik hatten, da die Sexualität bei Frauen doch etwas anders tickt. Sie hatten ihren himmlischen Bräutigam, den haben ja Mönche nicht gehabt. Nur den "Herrn". Na ja.

liebe Grüsse

Morgenwind
 
Unreine Gedanken, die beim Anblick einer Frau entstehen, verschwinden allmählich, wenn deine Reinheit durch regelmäßiges Japa und Meditation wächst. Es dauert einige Zeit, bis die alten lüsternen Eindrücke im Unterbewusstsein beseitigt sind und sich ein neues Bewusstsein gebildet hat. Dann steigen allmählich reine Gedanken auf. Richte deinen Blick auf Gott. Versuche immer wieder, die Frauen als Göttinnen zu betrachten, dich von der sexuellen Vorstellung zu lösen und nicht im Körperlichen zu verhaften.

Wann immer sich lüsterne Gedanken einstellen, dann denke daran, dass selbst die hübscheste Frau nur aus Fleisch, Knochen, Urin, Schweiß und Fäkalien besteht. Dieses verursacht Abscheu und Leidenschaftslosigkeit. Dann wirst du nie wieder einen unkeuschen Blick auf eine Frau richten. Frauen, die ebenfalls das Brahmacharya praktizieren, sollten in ähnlicher Weise vorgehen.

Du solltest nicht nur Abscheu entwickeln, sondern dich auch von der sexuellen Verhaftung befreien. Bist du nicht extrem erschrocken, wenn eine Kobra direkt auf dich zukommt? Die gleiche Einstellung solltest du besitzen, wenn lüsterne Gedanken in deinen Verstand eindringen. Dann nur wird die sexuelle Anziehung allmählich nachlassen. Selbst auferlegte Bußen sollen helfen, sich lüsternen Gedanken hinzugeben. Verzichte auf das Abendessen, wenn du dich lüsternen Gedanken hingegeben hast. Mache zwanzig Japas (Mantrameditation) mehr auf der Mala (Gebetskette). Trage einen Lendenschurz oder ein Langoti (eine Art Tanga) im Buße zu tun.

Betrachte eine Frau nicht mit lüsternem Auge. Wenn sie alt ist, betrachte sie als deine Mutter. Wenn sie jung ist, als deine Schwester. Und wenn sie sehr jung, als dein Kind. Du kannst das Gefühl entwickeln, das alle Frauen deine Mütter und Schwestern sind. Befolge eisern diese Praxis. Wenn du auf der Straße gehst, dann schaue nicht wie ein Affe hierhin und dorthin. Gehe in dich gekehrt mit würdigen Schritten durch die Straße, in der Haltung eines Guru. Dies wird es dir erleichtern, nicht gegen die Gebote des Brahmacharya zu verstoßen.

O Kind von unsterblichem Wesen! Du bist lange Zeit mit lüsternen Augen durch die Welt gegangen. Kultiviere dein Urteilsvermögen und lerne die Kunst der Unterscheidung. So gewinnst du ein großmütiges Sehvermögen. Dann wird dir die ganze Welt als eine Masse kristallisierten Glücks erscheinen. Dann wirst du kein Übel, keine Hässlichkeit finden.

Es ist nicht zu leugnen, dass die Sinneslust die mächtigste Kraft ist, die man überwinden sollte. Äußerlich kannst du sagen: "Ich sehe die Frau als meine Mutter, ich betrachte sie als meine Schwester." Aber selbst wenn du dich bemühst, alle guten Vorsätze zu beachten, so spielt dir dein Geist doch immer wieder einen Streich. Es zieht ihn immer wieder in die falsche Richtung. Immer wieder schleichen sich sinnliche Wünsche und Gedanken in den Verstand. Sie sind fast ebenso schlimm wie die Tat. Solltest du einmal auf die Probe gestellt werden, dann wirst du vielleicht hoffnungslos versagen, da du keine Kontrolle über deine Sinne hast.

Es gibt nichts, was der Yogi nicht erreichen könnte, wenn er seinen Verstand kontrolliert. Je grösser die Schwierigkeit, desto größer ist der Glanz des Erfolges. Versuche es immer wieder. Betrachte die Frau nicht als Sexualobjekt. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, und die Frauen weiterhin mit lüsternem Blicken betrachtest, dann stelle dir in deiner Phantasie das Bild einer Leiche, eines Skeletts oder einer verrunzelten, kranken und alten Frau vor und behalte es solange in deinem Gedächtnis, bis du mit Ekel erfüllt bist.

Dieses wird dir ermöglichen, deine Leidenschaften zu überwinden. Gleichzeitig nimm Zuflucht zu den Lotosfüßen der Göttin Devi, die alle anderen Göttinnen in sich vereint. Bete zu ihr und bitte sie um die Stärke, den Versuchen der Leidenschaft zu widerstehen und sie zu besiegen. Durch eine aufmerksame und konstante spirituelle Praxis, wird es dir gelingen, allmählich Fortschritte zu erzielen.

Nachtrag: Die Betrachtung der Frau als Leiche oder Skelett, sowie als alte, verrunzelte und kranke Frau, geht vermutlich auf Buddha zurück. Buddha ersann insgesamt 40 Meditationsmethoden, wobei sich zehn Meditationsmethoden auf die Unreinheiten des Körpers bezogen. Detaillert kann man dies im Palikanon unter "Der Weg zur Erlösung" nachlesen.

Practice of Brahmacharya
 
morgenwind schrieb:
Ich frag mich, warum man überhaupt in einem Körper geboren wird? Nur um die Sexualität zu "überwinden"?
Nein, um sie ohne Zwang und Abhängigkeit zu genießen. Sonst kann man sich die Inkarnation auch sparen.
 
morgenwind schrieb:
Ich frag mich, warum man überhaupt in einem Körper geboren wird? Nur um die Sexualität zu "überwinden"?

liebe Grüsse Morgenwind

Einfach ab und zu einmal in der Bibel lesen. Dort findet man die Antwort, wenn man es fassen kann:

Matthäus 19,12 : 12Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

1.Korinther 7,7-9 : 7Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so. 8Den Ledigen und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. 9Wenn sie sich aber nicht enthalten können, sollen sie heiraten; denn es ist besser, zu heiraten als sich in Begierde zu verzehren.

1.Korinther 7,25-38 : 26So meine ich nun, es sei gut um der kommenden Not willen, es sei gut für den Menschen, ledig zu sein. 38Also, wer seine Jungfrau heiratet, der handelt gut; wer sie aber nicht heiratet, der handelt besser."

Im Brief des Paulus an die Römer (Kapitel 8) - Das Leben im Geist - steht:

6Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. 7Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott. 8Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen. 9Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt.

12So sind wir nun, liebe Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, dass wir nach dem Fleisch leben. 13Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben.
 
Satnaam hat natürlich recht, das Wort ist das effektivste Kampfmittel. aber das Wort hat ja heute die Macht verloren, eben weil man nur noch selten die Worte meint, die man spricht. Und das schreib ich jetzt mit einem Grinsen ;-)

Aber: das zweite Chakra ist ja für Kampf wie für Sexualität und auch den Charakter im Umgang mit anderen gleichermaßen "hauptzuständig". Wegen dieses "Haupt-Zuständigseins" ist ja der opti richtigerweise auch darauf bedacht, die Energie seines 2. Chakras zu mehren und endlich in den Kopf zu bekommen. er macht nur einen kleinen energetischen Fehler: er vernachlässigt andere Chakren. Aber: mit jeder spiritueller Praxis, die Du wählst, vernachlässigst Du andere Seins-Bereiche. Das geht halt gar nicht anders, weil man ja seinen Fokus "lenken" muß. Wenn man mit körperlichen Chakren arbeitet (1-3), dann macht man deshalb auch "körperliche Erfahrungen" und da gibt es eben 2 Extreme: liebevoller Sex und Kampf. da opti beides nicht will, reflektiert das im Leser- richtigerweise sicher für ihn in seiner Situation, das kann ja nur er alleine beurteilen, egal wer sich ansonsten schon wieder durch eine Vor-Stellung den Blick auf das Wesentliche nimmt.

Das Wort nun wieder, das opti "hat", das ist ja das von Avataren. Er hat sich ja abgewöhnt, sein Inneres zu besprechen mit den Menschen, er will sich angewöhnen, als Avatar zu den Menschen zu sprechen. Das können wir ihn jetzt wieder lassen oder nicht. Wenn wir ihn lassen und nett zu ihm bleiben, dann verläßt er vielleicht nicht das Forum, wenn er sich "geklärt" hat und wir alle werden hübsch brav von diesem Christuskind profitieren, oder?

Liebe Grüße, Christian
 
Christian schrieb:
Er hat sich ja abgewöhnt, sein Inneres zu besprechen mit den Menschen, er will sich angewöhnen, als Avatar zu den Menschen zu sprechen.

Ich hab's eigentlich nicht so sehr mit den Avataren. Ich möchte lediglich denen ein paar Informationen zukommen lassen, die wirklich an dem Thema interessiert sind. Und vielleicht sogar den einen oder anderen zum Nachdenken bringen. Die Hardcore-Erotiker, die werde ich sowieso nicht erreichen. Das ist mir vollkommen klar. Meine Erfahrung sagt mir tatsächlich, dass man mit persönlichen Informationen sehr behutsam umgehen sollte.
 
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Christian schrieb:
Wenn wir ihn lassen und nett zu ihm bleiben, dann verläßt er vielleicht nicht das Forum, wenn er sich "geklärt" hat und wir alle werden hübsch brav von diesem Christuskind profitieren, oder?

Liebe Grüße, Christian
Wie bitte? Ich glaub ich schiele. In allem Ernst, was hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Ich bin weder hübsch noch brav und ans Christkind hab ich nie so recht geglaubt. Ich bitte jetzt dringendst darum, daß wir beim Thema bleiben. An Avataren und solchen, die es noch werden wollen, hab ich persönlich null Interesse und will auch hier nicht drüber diskutieren.

Also.

Sat Naam schrieb:
Es gibt in dem Sinne keinen Kampf, sondern es ist lediglich eine Projektion die wir in energetischen Wechselspielen hineininterpretieren. Daher übersehen wir meist die eigentlich inhaltliche Information.

Wir können uns alle nicht von diesen Sichtweisen freisprechen, aber drauf aufmerksam machen.
Damit kann ich was anfangen, und mit der Frage auch
morgenwind schrieb:
Ich frag mich, warum man überhaupt in einem Körper geboren wird? Nur um die Sexualität zu "überwinden"?
und die Antwort
Sat Naam schrieb:
Nein, um sie ohne Zwang und Abhängigkeit zu genießen. Sonst kann man sich die Inkarnation auch sparen.
finde ich durchaus bedenkenswert. Denn sie beinhaltet die wichtige Annahme, daß wir in unserem Menschsein uns als Ganzes erleben sollen, ohne uns an Einzelheiten zu klammern. Damit schließt sich nämlich auch gleich der Kreis zum Spielen. Das tun wir ja alle - und wer sich das bewußt machen kann, der hats erfaßt. (Es gibt nur immer wieder so Rückfälle ;) - das ist der weite Weg, den wir noch gehen müssen, bis wir keine Rückfälle mehr haben.)
 
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