Das verstehe ich nicht ganz. Zumindest bin ich nicht sicher, was du meinst.
Naja ... eben. Du verstehst es nicht und so nimmst du einfach an, was alle annehmen

... es mag so aussehen, als wäre es "falsch" sich zu etwas zu zwingen, sich etwas vorzuenthalten, was man doch eigentlich so gerne haben möchte. Aber es hat was mit Verstand und Vernunft bzw. mit Willen auch zu tun. Wenn ich merke, dass mir meine Sexualität, so wie ich praktiziere nicht gut tut, dann höre ich damit auf, weil ich mir eben nicht mehr schaden will und wissen will, was da schiefläuft. So war das bei mir jedenfalls - wenn auch nicht bewußt.
Die sexuelle Energie wurde dann um so stärker, weil sie ja nicht mehr als Ventil den körperlichen Akt hatte, aber ich habe schon von jeher immer mit imaginären Partnern Liebe visualisiert - schon als Kind, das ist mir sozusagen in die Wiege gelegt worden

... und in Form dieser Visualisationen und dem Entzug setzte dann eine Heilung ein und ich verstand, was mir gefehlt hatte und ich konnte mich mit den Verletzungen auseinandersetzen, die tiefer gingen als ich je vermutet hätte. Und wo ich schon mal dabei war, bin ich einfach immer weiter gegangen und hab immer tiefer gegraben und bin immer mehr in diese Liebesenergie getaucht - was aber in meinem Fall die sexuelle Energie nie hat abflauen lassen - nur veränderte sich die Visualisation vollständig mit der Zeit. Die Liebe wirkte eben und transformierte immer mehr die selbstzerstörerischen Elemente/Teile in mir. Heilte sie und setzte sie als Liebe, Sanftmut, Zärtlichkeit wieder frei ...
Ich kann das noch nicht halten im Reallife. Ich falle immer noch zurück, aber dennoch merke ich in allen Bereichen diese Heilung.
Deshalb meine Aussage: ES ist eben vielleicht genau das Sinn und Zweck der Enthaltung, dass sich die Energie verstärkt, um auf andere Art und Weise genutzt werden zu können. Wie auch immer ...
