nein. jesus ist nicht am kreuz gestorben.
ich bin teigabid,
ich sage,
selbstverständlich erwartet man entweder übereinstimmung mit den bisher anerkannten schriften die im neuen testament zusammengefasst sind, oder zumindest sollte man ein gewisses einfühlungsvermögen so wie für alle gläubigen menschen dieser welt auch im falle der christen mitbringen und eine ausgeglichen wortwahlt treffen, wenn man seine eigene meinung kund tut.
aber leider, damit kann ich in diesem fall wirlich nicht dienen:
die kreuzigung des nazaräers war eigentlich eine leichenschändung,
und das festnageln der leiche war nicht dazu angetan, damit noch einmal schnell starke schmerzen zugefügt werden sollten, oder damit eine gekreuzigte person nicht davonlaufen könne,
sondern viel mehr hatte es den sinn,
dass diese leiche nicht vom kreuz herunterfallen konnte!
sehr wohl wurde diese leiche zuvor auch gegeisselt, das ist wahr.
wer sich mit einer solchen prozedur auseinander setzt, der wird darauf kommen, dass durch das ständige bewegen der leíche die leichenstarre aufgehoben wird. das hatte zur folge, dass weiterhin blut aus dem körper floss und den oberflächlichen eindruck erweckte, hier sei noch immer leben enthalten in diesem körper.
nicht nur von den militärischen menschen der damaligen zeit, was zu der annahme führte, man müsse diese person sogar zweimal töten, damit sie einmal tot sei.
sondern auch für die nahestehenden menschen der damaligen zeit war dieses bluten etwas besonderes, was sie so noch niemals gesehen hatten bei einem gestorbenen menschen.
und dieser mensch war tot.
nicht nur durch einen einzigen stich. nein, es waren sogar sehr viele stiche die ihm verabreicht wurden. wovon der erste, einer von vielen die ihm von rückwärts zugefügt wurden, nicht so gesetzt war damit er sofort tot gewesen ist, sondern dieser stich sollte ihm wirklich grosse schmerzen zufügen.
dieser mann sollte so reagieren wie man es gewohnt war:
schmerzen verspüren, mit hass seine verteidigungsprogramme fürs menschliche überleben hochfahren, kämpfen und im kampf gegen eine bewaffnete übermacht sterben - ein rebell also, wie ihn jeder kennt.
ein stich in den rücken, dort wo das rückgrat und die rippen nicht schützen, in der nierengegend.
das was dann folgte war ein schrei. ein schmerzerfüllter schrei, der alle lebensgeister in einem körper anzuregen vermochte und selbst tote aufweckt.
ein nie enden wollender laut, der unheilvolles versprechen in sich barg.
so dass man auf das erwartete kämpfen gar nicht mehr länger warten konnte und nur mehr getrieben war diesen laut zum versiegen zu bringen und wild auf den wehrlosen mann eingestochen hatte, nachdem sich der schock aus dem überraschungsmoment verflüchtigt hatte.
so ist er gestorben auf den stufen vor dem tempel in jerusalem
während einer geheimen nächtlichen religiösen besprechung unter freunden.
und nicht anderst.
an der tiefsten stelle des christlichen glaubens.
aber selbstverständlich steht es jedem frei diese darstellung genau so zu bagatellisieren,
wie das bereits gefundene grab und wohnhaus von maria in der heutigen türkei.
die wege da und dort sind die gleichen.
was nun die forderung betrifft, jemanden in seiner heimat zu beerdigen nach der jüdischen tradition, und wie die apostelbruderschaft dies bewerkstelligte, nachdem sie das erste grab vom tempel freigekauft hatte, darüber habe ich erst unlängst geschrieben.
das bestreben den nazaräner in nazareth seine allerletzte ruhestätte zu geben lag genau so im interesse der herrschenden jüdischen kaste, wie auch in dem der apostelbruderschaft.
die einen wollten den beweis ihrer unmenschlichen tat so weit weg wie nur möglich wissen, und die anderen hatten damit ein persönliches verlangen verbunden.
niemand von den betroffenen menschen damals hatte den weitblick, dass wir uns hier und heute über dieses thema gedanken machen werden.
viel mehr war dieses leere grab am anfang das symbol der gemeinsamen interessen.
nicht das trennende soll unser thema sein,
sondern von jeder seite das förderliche zusammen.
wenn wir letztlich sterben,
das materielle abstreifen wie eine decke,
was dann ... ?
und ein
