hat jemand einen beweis?

Bei dem Erlebnis einer seelischen Begegnung gibt es nur zwei Möglichkeiten : Täuschung / echtes Erlebnis.

Grundsätzlich gibt es bei Fragen auch verschiedene Möglichkeiten, zu einem richtigen Ergebnis zu kommen - nicht nur zu einem falschen.

Eine Möglichkeit, wo man lernen kann, das intuitive Erleben durch emprische überprüfte Übung zu schulen (und so die Irrtumswahrscheinlichkeit zu minimieren) wurde oben verlinkt.

Gawyrd
 
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nein. die wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine täuschung handelt, ist wesentlich höher. warum?
es gibt viele möglichkeiten, sich zu täuschen, aber nur einzige, richtig zu liegen. greift man aus diesem pott zufällig eine möglichkeit raus, hat man mit hoher wahrscheinlichkeit eine illusion.

Die Frage, ob Täuschung oder nicht hängt doch von einer Definition "des Richtigen" ab, oder? Und nun sag mir doch mal, ob ich mich täusche, wenn ich annehme, dass Du Dich gar nicht ernsthaft (wobei Humor erlaubt ist) mit diesem Thema befassen und mit Unterhaltungen Deinen Horizont erweitern möchtest, sondern Dein Interesse eher dahin geht, selektiv das herauszugreifen, was Dir gerade in Deinen Horizont passt, um alles andere abzulehnen? Richtig oder falsch?

Katarina:)
 
Die Frage, ob Täuschung oder nicht hängt doch von einer Definition "des Richtigen" ab, oder?

das führt zu nichts

Und nun sag mir doch mal, ob ich mich täusche, wenn ich annehme, dass Du Dich gar nicht ernsthaft (wobei Humor erlaubt ist) mit diesem Thema befassen und mit Unterhaltungen Deinen Horizont erweitern möchtest

du täuscht dich, weil deine definition von ernsthaft befassen dem entspricht, was ich glauben nenne.
 
Hallo!

Diese Erlebnisse und andere Zeichen, die ich wahrgenommen habe, verlieren insofern Wert für mich, weil ich weiß, wie meine Wahrnehmungen (und die anderer Menschen) zustande kommen könnten, ohne, dass sich da eine Seele von mir verabschiedet.
Für mich weiß ich inzwischen: Wahrnehmungen, die es offiziell "nicht geben darf", stelle ich automatisch in Frage - ich habe das jetzt ein paarmal gezielt beobachtet: Sogenannte "paranormale" Dinge wurden von mir wahrgenommen, verloren aber schon bald an "intensität" im Gedächtnis, ähnlich wie Träumen.

Nach ein paar Tagen war ich dann eigentlich immer soweit mich zu fragen, ob ich mir dies oder jenes nicht doch "nur eingebildet" haben könnte, oder ob es übertrieben erinnert ist, ein Tagtraum war, usw.

Der Trick, solche Beurteilungen zu "entlarven" war bei mir: Wenn sie geschehen, macht man sich kurz bewusst, das sie gerade tatsächlich so geschehen sind. An diesen"Realismus-Anker" erinnert man sich evtl. später etwas klarer, als an die Ereignisse selbst, und das kann davor schützen, sich im Nachhinein vom (ver)urteilenden Verstand "einlullen" zu lassen.

Gruß,
Elgrin
 
Als ich 15 Jahre alt war, habe ich mal just for fun mir eine Wünschelrute gebastelt und bin damit durch mein Elternhaus gegangen. Und sie schlug immer an der selben Stelle aus. Ich spürte regelrecht die Kraft, mit der sie nach unten gezogen wurde. Neugierig geworden bat ich meinen Bruder mir die Augen zu verbinden, mich zu desorientieren und durch's Haus zu führen. Die Wünschelrute schlug wieder aus, ich spürte wieder die Kraft, mit der sie nach unten gezogen wurde... nur dummerweise war es nie an der selben Stelle, sondern immer dann, wenn ich glaubte an dieser Stelle zu sein.
Na, wenn das mal kein Beweis für außersinnliche Fähigkeiten ist: Du hast durch pure Gedankenkraft den Raum des Paralleluniversums gekrümmt, auf das deine Wünschelrute ausgrichtet war! ;)

Gruß,
Elgrin
 
Moin,

melde mich auch mal wieder zu Wort; wozu haben sonst Hörsäle WLAN ;)

Wie weit ist es denn möglich?

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht.

Mir scheint, es wäre gewinnbringender, sich diese "Suggestionseffekte" genauer anzusehen anstatt sie ausschalten zu wollen. Schließlich sind wir Menschen nicht nur Materie, sondern auch Geist.

Man will sie ja nicht ausschalten. Man will wissen, worauf ein beobachtetes Phänomen beruht, ob es ein materielles ist, oder ob es eine reine Suggestion ist.

Ergebnis einer solchen Doppelblind-Studie kann immer nur ein begrenzter Ausschnitt aus der materiellen Wirklichkeit sein, der auch immer nur in seinem begrenzten Rahmen "objektive Aussagekraft" haben kann. (...)

Das Ziel ist es ja gerade, die "materielle Wirklichkeit" zu beschreiben. Was ist "echt" und was ist "eingebildet" oder "suggeriert"? Dabei wird der Wert des Eingebildeten gar nicht mal geschmälert.

Ich glaube, dass die "Beweisbarkeit des Jenseits" nur schmerzbetäubende Wirkung hätte. (...)

Ja, der Trennungsschmerz bliebe.

Woher weißt Du das? Und läge dann nicht nahe, die menschliche Natur umfassender als bisher in experimentellen Untersuchungsmethoden zu berücksichtigen, - sprich: den Geist - miteinzubeziehen?

Er wird ja dadurch mit einbezogen, indem man sich fragt, welche Phänomene sind außerhalb des Menschen und welche beruhen auf seine Suggestion.

Zugvogel schrieb:
Wie vielen hilft eine Chemo nicht? Wenn schulmedizinische Behandlungen rein wissenschaftliche, objektiv messbare Vorgänge wären, dann müsste jede Behandlung bei jedem (im objektiv gleichen Zustand) gleich wirken. Offensichtlich ist der Mensch aber doch nicht so einfach gebaut wie ein Auto...

Nein, ist er nicht. Und kein Mensch ist im "objektiv gleichen Zustand" zu einem anderen. Wie weit eine Therapie anschlägt, hängt eben auch von Faktoren ab, die wir nicht unter Kontrolle haben und bestimmt auch von vielen, die wir nicht einmal kennen. Darum ist ja dieser ganze Aufwand mit Statistiken notwendig.

Gawyrd schrieb:
Es gibt genug wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema. Man muss sie nur finden wollen.

Und es ist gut, dass es die gibt. Es ist niemals "dumm" etwas auszuprobieren, so unplausibel es auch anderen erscheinen mag. Es könnte unethisch oder unmoralisch sein; aber niemals dumm. Es gibt viele seriöse Wissenschaftler, die sich mit Jenseits oder Telepathie beschäftigen, und die diese Dinge für sich als bewiesen ansehen. Und da sind dann Skeptiker, die ihnen systematische Schwächen in ihren Untersuchungsmethoden a priori unterstellen oder auch nachweisen. Es kann lange dauern, bis wirklich etwas als "nachgewiesen" gilt, und selbst dann ist es nicht in Stein gemeißelt.

Das ist Wissenschaft; sie lebt vom Disput. Es geht ja nicht unbedingt darum zu schauen: "Warum ist die Aussage wahr?", sondern darum "Wie könnte die Aussage noch falsch sein?" Und so fußen die Thesen, die immer mehr Tests bestehen, auf sehr festem Fundament.

Ich kann dazu ein Beispiel aus der Physik liefern: Eine "Heilige Kuh" in der Physik ist die Lorentzinvarianz; eine Grundlage der speziellen Reltivitätstheorie von Einstein. Ich arbeite u.a. derzeit an astronomischen Beobachtungen, die diese Lorentzinvarianz widerlegen könnten, obwohl knapp ein Jahrhundert lang jede Messung zu diesem Thema die von der Theorie vorhergesagten Ergebniosse hatte... aber es blieben immernoch Freiräume, wie stark man es verletzen kann.

Gawyrd schrieb:
Es besteht nicht nur die Täuschungsmöglichkeit, einem illusionärem Trugbild zu folgen. Es kann genauso die Täuschung sein, eine reale seelische Begegnung nicht als solche erkannt und gewürdigt zu haben.

Man kann Wunschbildern genauso auf den Leim gehen wie dem eigenen Skeptizismus.

Insoferne ist es aufs erste nicht "naturwissenschaftlicher", sich für die eine Möglichkeit zu entscheiden oder für die andere.

Im Rahmen der Naturwissenschaft liegt die Beweislast beim Thesenaufsteller. Eine Aussage, die das aktuelle naturwissenschaftliche Weltbild verlässt oder widerspricht, gilt so lange als "falsch" oder zumindest als "unbewiesen", bis ein Beweis vorliegt; und der gilt auch nur so lange als Beweis, bis eventuel jemand anderes einen Grund findet, warum es doch kein Beweis war.

Soweit zum "offiziellen".

Nun meine Gedanken dazu: Natürlcih kann man auch seinem Skeptizismus auf dem Leim gehen. Da muss ich mich jetzt fragen: Wem gehe ich lieber auf dem Leim? Ist es ein schönerer Gedanke, einer möglichen Illusion nachzulaufen (wobei ich in dem Falle nie feststellen würde, dass es eine Illusion war), oder ist es für mich lieber möglichen Illusiuonen mit skeptischen Abstand zu begegnen? Ich habe mich für letzteres entschieden. Dabei will ich meine Erlebnisse in keinster Weise herabsetzen; ich bin sehr dankbar dafür. Ich bin dankbar für jeden Traum. Ich bin dankbar für jeden "Gedanken"... nur eben mit dem Unterschied, dass ich die Möglichkeit in Betracht ziehe, dass es "nur von mir" kommt.

Viele Grüße
Joey
 
... wirklich bewundernswert, wieviel Theorien und Weltanschauungen hier vertreten sind.
Für mich hat jeder einen Funken Wahrheit in sich!

Schade, dass dieser Mann nicht mehr lebt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Dunglas_Home


Vielleicht hätte er Dir einen Beweis darbieten können, Hamsterofdeath!

(Irgendwie hast Du ja schon ein kleines Wunder - was eigentlich zum Menschsein dazugehört und nur verlernt wurde - erfahren dürfen, oder? Ich für mich, habe davon profitiert und meinen 6. Sinn gewürdigt. Nun liegt es nurmehr an Dir Deinen Sinnen zu vertrauen, denn einen >Beweis< findest Du in jedem "Wunder" des Lebens.)

:)
 
Man will sie ja nicht ausschalten. Man will wissen, worauf ein beobachtetes Phänomen beruht, ob es ein materielles ist, oder ob es eine reine Suggestion ist......
Das Ziel ist es ja gerade, die "materielle Wirklichkeit" zu beschreiben. Was ist "echt" und was ist "eingebildet" oder "suggeriert"? Dabei wird der Wert des Eingebildeten gar nicht mal geschmälert......
Er wird ja dadurch mit einbezogen, indem man sich fragt, welche Phänomene sind außerhalb des Menschen und welche beruhen auf seine Suggestion.

Hast Du schon mal überlegt, ob es sich hierbei weniger um ein Entweder/oder als vielmehr um ein Sowohl/als auch handeln könnte? Vielleicht drückt ja die materielle Wirklichkeit die geistige Wirklichkeit aus, - und umgekehrt. Und dies nicht nur als Kausalbeziehung, sondern eben auch in der Gleichzeitigkeit.

Katarina:)
 
Joey schrieb:
Nein, ist er nicht. Und kein Mensch ist im "objektiv gleichen Zustand" zu einem anderen. Wie weit eine Therapie anschlägt, hängt eben auch von Faktoren ab, die wir nicht unter Kontrolle haben und bestimmt auch von vielen, die wir nicht einmal kennen. Darum ist ja dieser ganze Aufwand mit Statistiken notwendig.

Weißt du, Joey, irgendwie gehst du nur darauf ein, was deine Meinung stützt.

Hej, Parkinson! Nachweisbare Verbesserung dank Placebo! Das dürfte es doch eigentlich nicht geben! Warum gehst du nicht darauf ein? Das wäre doch etwas für deine Sammlung.

Und ein objektiv gleich großer Tumor bei ansonsten gleich alten und fitten Patienten - das sind schon Kriterien, die in Studien gewertet werden, um Vergleichbarkeit zu erreichen. Wenn du aber selber zugibst, dass es keine objektiv gleichen Zustände gibt - wozu dann Statistiken? So ganz ohne Vergleichsbasis ist das doch sinnlos...

Herzlich grüßt der Zugvogel
 
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