hat jemand einen beweis?

Hi Joey,

Als ich 15 Jahre alt war, habe ich mal just for fun mir eine Wünschelrute gebastelt und bin damit durch mein Elternhaus gegangen. Und sie schlug immer an der selben Stelle aus. Ich spürte regelrecht die Kraft, mit der sie nach unten gezogen wurde. Neugierig geworden bat ich meinen Bruder mir die Augen zu verbinden, mich zu desorientieren und durch's Haus zu führen. Die Wünschelrute schlug wieder aus, ich spürte wieder die Kraft, mit der sie nach unten gezogen wurde... nur dummerweise war es nie an der selben Stelle, sondern immer dann, wenn ich glaubte an dieser Stelle zu sein.

Etwas früher in meiner Kindheit hatte ich mal höllische Zahnschmerzen. Meine Mutter brachte mir eine aufgelöste Schmerztablette ans Bett und ich trank. Die Schmerzen verschwanden augenblicklich... bis meine Mutter mir die Packungsbeilage vorlas: "Wirkung tritt nach 20 Minuten ein."

Na, das scheinen mir doch gute Beispiele dafür zu sein, wie Bewußtsein Wirklichkeit kreiert und es damit gar nicht um objektive Kriterien gehen kann:).
Wie wäre es wohl mit Dir weiter gegangen, wenn Du Dein Gespür beim Wünschlrutenexperiment nicht hättest beweisen wollen, ihm vielmehr einfach vertraut hättest?
Gaube nicht, dass ich Deine Gedankengänge nicht sehr gut nachvollziehen könnte. Ich hatte mal eine längere Phase in meinem Leben, da sprach mich die "Telepathie mit Tieren" sehr an und ich besuchte den einen oder anderen Kurs dazu und übte so vor mich hin. Während andere da die dollsten Botschaften erhielten, war bei mir Leere, bzw. was immer war, tat ich ab mit dem Gedanken, das sei reine Projektion. Dann kam ich zu der Phase, dass ich diese "Tiertelepathie" für Unsinn hielt, weniger, weil ich das nicht zustande brachte, sondern weil die angeblichen Antworten, die andere erhielten, meinem Gefühl nach keine "stimmigen Tierbotschaften" waren. Schließlich hielt ich das alles für wilde Projektiererei. Und so ist es auch heute noch.
Aber damit will ich eigentlich nicht die Wahrnehmungen der anderen entwerten. Vielleicht sagen diese nicht so viel über das Tier als vielmehr über sie selbst aus. Ist ja auch interessant.
Also, auch wenn da bei Deinem Wünschelrutenexperiment nicht wirklich eine zu erspürende Wasserader war (was Du nicht weißt), so gab es da doch eine spannende in Dir wirkende Kraft. Die hättest Du Dir auch genauer ansehen können anstatt das Ding als nonsense abzutun, oder? Auch die Geschichte mit der Schmerztablette ist doch klasse. Diese Kraft unserer Einbildung ist doch faszinierend und hat vielleicht viel mehr mit "Heilung" zu tun als wir das glauben möchten. Nur lassen sich halt persönliche Erfahrungen und innere Erlebniswelten bisher schlecht "nach wissenschaftlichen Kriterien" beweisen.

Im Falle des Jenseits bestünde der Gewinn für mich darin, dass es sich anders anfühlt, wenn ich weiß, dass ich geliebte Menschen wieder sehen werde, als wenn ich weiß, dass sie nie wieder in mein Leben treten werden. Im Falle von Gott/Jenseits ist mein Beweiswunsch aber inzwischen nicht mehr so groß... es spielt für mein Leben und meine Handlungen keine Rolle mehr... nur ein wenig für mein Gefühl.

Wie anders?

Für einen Einzelfall spielt die Wahrscheinlichkeit eher eine untergeordnete Rolle. Die Wettervorhersage bringt die "Regenwahrscheinlichkeit",und ich weiß immernoch nicht, ob ich das Picknick mit meinen Freunden absagen soll. Eine Sicherheit gibt es nicht... man kann immer auf der falschen Seite der Statistik stehen. Aber die Statistik sagt aus, wievielen geholfen werden kann. Und einem Heilverfahren, welches 80% der Patienten helfen kann, würde ich eher vertauen, als einem, welchem 50% hilft. Natürlich besteht die Gefahr, dass gerade mir letzteres Heilverfahren geholfen hätte; da kann ich dann nur aufr meine Gefühle und meine Intuition hoffen... aber diese Wahrscheinlichkeiten sind weitgehend objektive Kriterien.

Jetzt bist Du aber nicht gerade stringent in Deinen Gedankengängen. Oben hast Du irgendwo gesagt, Du zweifelst selbst an der "totalen Objektivität" .Und nun reicht Dir eine Wahrscheinlichkeit nach objektiven Kriterien?
Ich glaube ja, dass es Objektivität nur innerhalb eines fest definierten Systems geben kann, z.B. in der Mathematik (so weit sie für mich Mathedubi überschaubar ist). Aber bei so Phänomenen wie Gesundheit und Krankheit, Jenseits etc. da wird`s schwierig.

Stimmt. Man kann immer auf der falschen Seite der Statistik stehen. Aber nehmen wir wieder zwei Verfahren. Eines liefert 50% Erfolg, das andere 80%. Für Dein Wohlbefinden währenddessen gibt es keinen großen Unterschied. Das sind die Informationen, die Du hast. Welches würdest Du wählen? Und welches sollte ein Arzt wählen, der 1000 derzeit nicht zurechungsfähige Patienten schnell behandeln soll?

In diesem Kontext würde ich für mich nicht nach statistischen Erfolgswahrscheinlichkeiten entscheiden, sondern nach meinem Gefühl von "was ist für mich stimmig". Und für den Arzt möchte ich nicht bestimmen, was er tun soll. Ich für mich erkenne an, dass jeder Weg richtig ist, auch wenn ich ihn nicht gehen würde.

Katarina:)
 
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Hi Katarina,

Na, das scheinen mir doch gute Beispiele dafür zu sein, wie Bewußtsein Wirklichkeit kreiert und es damit gar nicht um objektive Kriterien gehen kann:).

Doch, wenn man die diversen Suggestionseffekte ausschaltet... soweit es möglich ist.

Wie wäre es wohl mit Dir weiter gegangen, wenn Du Dein Gespür beim Wünschlrutenexperiment nicht hättest beweisen wollen, ihm vielmehr einfach vertraut hättest?

Ein Gedankt, der mir nicht sonderlich gefällt.

(...) Aber damit will ich eigentlich nicht die Wahrnehmungen der anderen entwerten. Vielleicht sagen diese nicht so viel über das Tier als vielmehr über sie selbst aus. Ist ja auch interessant.

Ja, sehr interessant sogar. Ich habe auch mal den sehr klugen Satz: "Alle Aussagen über Gott sagen wahrscheinlich mehr über den sprechenden Menschen als über Gott selber aus." (von einem religiösen Menschen). Da sind unsere Geschmäcker verschieden; für mich ist "Satz beschreibt die Realität" schon ein Qualitätskriterium.

Also, auch wenn da bei Deinem Wünschelrutenexperiment nicht wirklich eine zu erspürende Wasserader war (was Du nicht weißt), so gab es da doch eine spannende in Dir wirkende Kraft. Die hättest Du Dir auch genauer ansehen können anstatt das Ding als nonsense abzutun, oder?

Ein kleiner Nachtrag zu der Geschichte mit der Wünschelrute: Diese Geschichte sagt herzlich wenig über Wünschelruten-gehen und Wasserardern allgemein aus. Sie ist auch wieder nur ein Einzelbericht und sagt z.B. nicht aus, bei wievielen es blind geklappt hätte. Das füge ich kurz dazu, bevor mir wieder vorgeworfen wird, ich würde mich an meine eigenen Spielregeln nicht halten. (abegesehen davon glaube ich allerdings nicht an Wasseradern und Erdstrahlen; das hat aber andere Gründe).

Auch die Geschichte mit der Schmerztablette ist doch klasse. Diese Kraft unserer Einbildung ist doch faszinierend und hat vielleicht viel mehr mit "Heilung" zu tun als wir das glauben möchten. Nur lassen sich halt persönliche Erfahrungen und innere Erlebniswelten bisher schlecht "nach wissenschaftlichen Kriterien" beweisen.

Naja, was diese Selbstheilungskräfte angeht, so scheiden sich die Geister. Dei einen sehen darin nur eine Symptomlinderung und glauben, dass damit keine objektive Heilung möglich ist; andere sehen u.a. im Placeboeffekt ein beinahe magisches Allheilmittel (wenn man z.B. diverse Texte vom Arzt Rüdiger Dahlke liest) Ich kenne mich da zu wenig aus, um mir da wirklich ein Urteil zu erlauben... aber ich halte da a priori einiges für möglich. Ziel so einer Studie im Doppelblind-Design ist es ja, zu zeigen (oder zu widerlegen), dass ein Verfahren besser als der Placebo-Effekt (und andere Suggestion) wirkt.


Naja, wenn ich vom Jenseits wüsste, dann wäre der Tod mir lieber Menschen mehr ein Umzug in ein Ort ohne Telefon, zu dem ich irgendwann in (hoffentlich ferner) Zukunft nachkommen werde, und ich würde mich drauf freuen (daneben, dass ich den Tod natürlich in ferner Zukunft erhoffe... ich lebe dennoch sehr gerne). Der Gedanke, sie niemals wiederzusehen, schmerzt und steigert das Vermissen sogar.

Mittlerweile bin ich für mich wieder zu der Ansicht gekommen: "Wenn es das Jenseits gibt, werde ich mich drüber freuen; wenn nicht, bleibt nichts von mir übrig, was diesen Umstand bedauern könnte."

Jetzt bist Du aber nicht gerade stringent in Deinen Gedankengängen. Oben hast Du irgendwo gesagt, Du zweifelst selbst an der "totalen Objektivität" .Und nun reicht Dir eine Wahrscheinlichkeit nach objektiven Kriterien?

Sagen mir mal so: Ich bin vorsichtig. Ich wünsche mir der Objektivität möglichst nahe zu kommen (zumindest in einigen Fragen). Andererseits glaube ich, dass das keinem Menschen wirklich möglich ist. Das liegt aber mehr an der menschlichen Natur als daran, dass es die objektive Realität nicht gäbe.

Ich glaube ja, dass es Objektivität nur innerhalb eines fest definierten Systems geben kann, z.B. in der Mathematik (so weit sie für mich Mathedubi überschaubar ist). Aber bei so Phänomenen wie Gesundheit und Krankheit, Jenseits etc. da wird`s schwierig.

Tja, und selbst die Mathematik hat da Probleme; ich werfe da mal des Schlagwort "Gödelscher Unvollständigkeitssatz" in die Runde. Wen es interessiert, kann man nachlesen, was der bedeutet.

In diesem Kontext würde ich für mich nicht nach statistischen Erfolgswahrscheinlichkeiten entscheiden, sondern nach meinem Gefühl von "was ist für mich stimmig". Und für den Arzt möchte ich nicht bestimmen, was er tun soll. Ich für mich erkenne an, dass jeder Weg richtig ist, auch wenn ich ihn nicht gehen würde.

Tja, und das ist wieder eine Geschmackssache. Ich würde mich da nach den Wahrscheinlichkeiten richten, wohl wissend, dass ich auch auf der falschen Seite der Statistik sein kann.

Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn da jemand nach seinem Gefühl geht und will da niemandem reinreden. Meine Beiträge sollen bitte wirklich nicht als respektlos und intolerant gewertet werden.

Viele Grüße
Joey
 
Guten Morgen,

Doch, wenn man die diversen Suggestionseffekte ausschaltet... soweit es möglich ist.

Wie weit ist es denn möglich?
Mir scheint, es wäre gewinnbringender, sich diese "Suggestionseffekte" genauer anzusehen anstatt sie ausschalten zu wollen. Schließlich sind wir Menschen nicht nur Materie, sondern auch Geist.

Naja, was diese Selbstheilungskräfte angeht, so scheiden sich die Geister. Dei einen sehen darin nur eine Symptomlinderung und glauben, dass damit keine objektive Heilung möglich ist; andere sehen u.a. im Placeboeffekt ein beinahe magisches Allheilmittel (wenn man z.B. diverse Texte vom Arzt Rüdiger Dahlke liest) Ich kenne mich da zu wenig aus, um mir da wirklich ein Urteil zu erlauben... aber ich halte da a priori einiges für möglich. Ziel so einer Studie im Doppelblind-Design ist es ja, zu zeigen (oder zu widerlegen), dass ein Verfahren besser als der Placebo-Effekt (und andere Suggestion) wirkt.

Ergebnis einer solchen Doppelblind-Studie kann immer nur ein begrenzter Ausschnitt aus der materiellen Wirklichkeit sein, der auch immer nur in seinem begrenzten Rahmen "objektive Aussagekraft" haben kann. Mir persönlich ist das zu beschränkt und würde mich als Wissenschaftlerin nicht zufriedenstellen. Ich verstehe schon, "Placebo-Effekt", Spontanheilungen und dergleichen bewegen sich in schwer fassbaren Bereichen und mit den üblichen experimentellen Untersuchungsmethoden wird`s da schwierig. Aber das würde mich persönlich geradezu herausfordern, da neue Wege zu finden, anstatt immer und immer wieder auf Althergebrachtes zurückzugreifen, das mir nur immer und immer wieder dieselben unvollständigen und letztlich unbefriedigenden Antworten liefert.

Naja, wenn ich vom Jenseits wüsste, dann wäre der Tod mir lieber Menschen mehr ein Umzug in ein Ort ohne Telefon, zu dem ich irgendwann in (hoffentlich ferner) Zukunft nachkommen werde, und ich würde mich drauf freuen (daneben, dass ich den Tod natürlich in ferner Zukunft erhoffe... ich lebe dennoch sehr gerne). Der Gedanke, sie niemals wiederzusehen, schmerzt und steigert das Vermissen sogar.
Mittlerweile bin ich für mich wieder zu der Ansicht gekommen: "Wenn es das Jenseits gibt, werde ich mich drüber freuen; wenn nicht, bleibt nichts von mir übrig, was diesen Umstand bedauern könnte."

Ich glaube, dass die "Beweisbarkeit des Jenseits" nur schmerzbetäubende Wirkung hätte. Denn auch wenn ich weiß, dass ich meine Lieben irgendwann wiedersehen werde, so wäre ich Hier und Heute mit meinen Schmerz angesichts der Trennung konfrontiert. Mich damit zu trösten, dass es ein Wiedersehen gibt, das käme mir vor wie eine "Tablette gegen Schmerz". Solche Tabletten sind zwar wertvoll, solange man noch nicht stark genug ist, um seinen Schmerz selbst zu meistern/zu erlösen/aufzulösen. Ich für mich habe da aber sehr hohe Ansprüche an mich selbst und würde eine Tablette nie als Lösung, sondern nur (Not-)Lösung betrachten, die mir dient, solange ich in mir noch nicht die Stärke gefunden habe, Schmerz vollständig und bewußt auszuhalten.

Sagen mir mal so: Ich bin vorsichtig. Ich wünsche mir der Objektivität möglichst nahe zu kommen (zumindest in einigen Fragen). Andererseits glaube ich, dass das keinem Menschen wirklich möglich ist. Das liegt aber mehr an der menschlichen Natur als daran, dass es die objektive Realität nicht gäbe.

Woher weißt Du das? Und läge dann nicht nahe, die menschliche Natur umfassender als bisher in experimentellen Untersuchungsmethoden zu berücksichtigen, - sprich: den Geist - miteinzubeziehen?

Tja, und das ist wieder eine Geschmackssache. Ich würde mich da nach den Wahrscheinlichkeiten richten, wohl wissend, dass ich auch auf der falschen Seite der Statistik sein kann.
Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn da jemand nach seinem Gefühl geht und will da niemandem reinreden. Meine Beiträge sollen bitte wirklich nicht als respektlos und intolerant gewertet werden.

Na, mein "stimmiges Gefühl" würde sich ja auch auf irgendetwas gründen. Und Dein "stimmiges Gefühl" hätte halt statistische Wahrscheinlichkeiten zur Grundlage. Das ist eigentlich dasselbe.
Ich werte Deine Beiträge übrigens keineswegs als respektlos und intolerant. Und wenn ich es täte, wäre es eine wohl eine illusionäre oder eine echte Wahrnehmung? Ich schätze, die Antwort darauf hängt wiedermal vom Blickwinkel des Betrachters ab;).

Katarina:)
 
Tue ich so? Ich glaube, ich habe mehrfach hier das Wort "beeindruckend" verwendet, und das meinte und meine ich ernst.
Wieso wertest du das als gegen dich gemeint? :clown: Muss eine Illusion sein :). Ich hab beim Schreiben nicht an die Aussagen des Users Joey gedacht, ich hab nur meinen Eindruck beim Lesen hier generell geschildert.

Na ja, aber Suggestion und Placebo ist -so denke ich - halt das, was bei Homöopathie und ähnlichem wirkt. Nur ist es halt nicht "nur".

Tolle Sache. Mein Problem ist aber nach wie vor: Wenn ich von einem positiven Bericht einer Behandlung höre... bei wievielen hilft die Behandlung nicht?
Wie vielen hilft eine Chemo nicht? Wenn schulmedizinische Behandlungen rein wissenschaftliche, objektiv messbare Vorgänge wären, dann müsste jede Behandlung bei jedem (im objektiv gleichen Zustand) gleich wirken. Offensichtlich ist der Mensch aber doch nicht so einfach gebaut wie ein Auto...

Was ich hier ansprach, Suggestion bei Parkinson, ist sogar ein schulmedizinisches Experiment, eine Doppelblindstudie:
Da hat man einer Reihe Parkinson-Patienten den Schädel aufgeschnitten, die Hälfte erhielt eine Art Schrittmacher ins Gehirn implantiert, der anderen Hälfte wurde der Schädel ohne Behandlung wieder zugenäht.
Das Beeindruckende: In beiden Gruppen gab es Patienten, deren Krankheit sich besserte (das ließ sich sogar per Gehirnscan nachweisen - also kein bloßes subjektives Gefühl der Patienten). In beiden Gruppen gab es auch Patienten ohne Besserung.

Ich denke, die Kraft unserer Gedanken (wobei man hier auch mal genauer definieren müsste, mMn ist es eher die Kraft des Unterbewussten) ist viel stärker als du annimmst (und wenn dein Unterbewusstes davon überzeugt ist, dann erfährst du auch dementsprechendes).

Herzlich grüßt der Zugvogel
 
Wie vielen hilft eine Chemo nicht? Wenn schulmedizinische Behandlungen rein wissenschaftliche, objektiv messbare Vorgänge wären, dann müsste jede Behandlung bei jedem (im objektiv gleichen Zustand) gleich wirken. Offensichtlich ist der Mensch aber doch nicht so einfach gebaut wie ein Auto...

womit telepathie aber immernoch nicht bewiesen ist, um mal sanft aufs eigentliche thema hinzuweisen
 
womit telepathie aber immernoch nicht bewiesen ist, um mal sanft aufs eigentliche thema hinzuweisen

Das Phänomen Telepathie hat mich auch lange interessiert, habe ich ja oben schon angesprochen. Heute denke ich, dass sich telepathische Phänomene grundsätzlich nicht über den Willen herbeiführen und deshalb auch nicht beweisen lassen. Da ist man einfach auf Einzelfallberichte angewiesen und muß dann jeweils für sich schauen, welche Schlüsse man daraus ziehen mag.

Ich habe dazu mal folgendes erlebt: das war noch in der Zeit, in der ich unbedingt die "telepathische Kommunikation mit Tieren" lernen wollte und mich dazu in "Gedankenleere" übte. Ich hatte immer gelesen, Voraussetzung dafür wäre, im Geiste leer zu werden.
An einem Sommernachmittag holte die Tante meine Töchter zu einem football-Spiel ab......und brachte sie dann nicht zum verabredeten Zeitpunkt zurück. Damals noch ganz sorgevolle Mama fing ich an, mir Sorgen zu machen, ermahnte mich aber gleichzeitig zur Ruhe. Und dann kam mir in den Sinn, dass ich das ja jetzt als "Telepathieübung" nutzen könne. Also legte ich mich in den Garten und übte Gedankenleere, mit einem innerlichen Focus auf "Wo sind meine Töchter?" In dieser Leere hatte ich irgendwann plötzlich ein deutlich farbiges Bild vor Augen, dem ich aber in dem Zusammenhang keine Aufmerksamkeit schenkte. Ich sah nämlich eine Koppel mit Pferden und ein braunes Pferd, dass sich genüßlich im Staub wälzte.
Da dieses Bild nichts mit meinen Töchtern zu tun haben konnte (denn die waren ja auf einem Football-Spiel), tat ich es als bloßes "Phantasiebild" ab und dachte auch nicht mehr daran. Als meine Kinder schließlich irgendwann nach Hause kamen, rannte mir meine älteste Tochter entgegen und rief "Mama, Mama, wir waren bei den Pferden und eines hat sich direkt vor mir gewälzt."

Wie auch immer das funktioniert haben mag, irgendwie hatte ich auf mir nicht bekannten Kanälen eine Ortsinformation bekommen. Das kann ich aber weder beweisen noch nochmals über meinen Willen hervorrufen. So etwas habe ich auch danach nie wieder erlebt, - und glaube mir, ich habe es oft versucht.

Was die sog. "Tiertelepathie" betrifft, da bin ich ja heute eine große Skeptikerin. Früher habe ich versucht, z.B. meinem Hund über Gedanken und Bilder irgendwelche Informationen zukommen zu lassen. Da kam niemals irgendeine Reaktion. Allerdings habe ich mehrfach festgestellt, dass es da zwischen mir und meinen Tieren so etwas gibt, was ich "Feldverbundenheit" nennen würde. Da kann man sich aber nicht über seinen Willen einklinken. Also mal ein Beispiel, was ich hier auch schon mal irgendwo beschrieben habe: mein Hund läuft üblicherweise beim Spazierweg relativ weit voraus. Wenn ich ihm nun zu "tiertelepathischen Übungszwecken" das Bild einer Wurst gesendet habe, die ich ihm nun gebe, wenn er zu mir zurückkommt, - Null Reaktion (und glaube mir, wenn diese Info bei ihm angekommen wäre, wäre er sofort zurückgekommen). Wenn ich andererseits überhaupt nicht an so etwas wie Telepathie gedacht habe, sondern einfach nur irgendwo Wurst ins Gras werfen wollte, damit er sie suchen kann (ein ganz beliebtes Spiel bei meinem Hund), dann kam ich meist überhaupt nicht dazu, die Wurst irgendwo hinzuwerfen, weil sich meine Hund wirklich jedesmal zu mir zurückwandte, wenn ich nur den Gedanken hatte. Ich hatte da immer den Eindruck, er hat den totalen Draht in mein Hirn.

Also, langer Rede, kurzer Sinn: Phänomene wie Telepathie entziehen sich der Beweisbarkeit nach herkömmlichen Methoden, weil sie mE nicht über den Willen, das "Ich will" steuerbar sind. Wenn einen das Phänomen dennoch interessiert, muß man selber Augen und Sinne aufmachen, bzw. sich Einzelfallberichte genau ansehen. Rupert Sheldrake hat da einiges zusammengetragen. Ist ganz interessant.
Aber sag mal, wieso ist denn für Dich ein Beweis so wichtig?

Katarina:)
 
Zu Intuition, Telepathie etc.:

Dr. Regina Obermayr-Breitfuss (österreichische habilitierte Psychologin (Naturwissenschaftliche Fakultät), Psychotherapeutin) : Intuition - Theorie und praktische Anwendung

Ausbildung bei : Gail Ferguson MA

Dr. Obermayr-Breitfuss (Oberösterreich) bietet Kurse in intuitiver Wahrnehmung an, die empirisch überprüfbar gelernt wird. (zB. als Anfangsübung : Indem man lernt zu erkennen, was jemand anderer in einer anderen Wohnung in der Hand hält, und die Richtigkeit anschließend telefonisch überprüft wird.)

Es gibt genug wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema. Man muss sie nur finden wollen.
 
Zu Joeys möglichen Kontakten mit den Seelen von Verstorbenen :

Es besteht nicht nur die Täuschungsmöglichkeit, einem illusionärem Trugbild zu folgen. Es kann genauso die Täuschung sein, eine reale seelische Begegnung nicht als solche erkannt und gewürdigt zu haben.

Man kann Wunschbildern genauso auf den Leim gehen wie dem eigenen Skeptizismus.

Insoferne ist es aufs erste nicht "naturwissenschaftlicher", sich für die eine Möglichkeit zu entscheiden oder für die andere.
 
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Es kann genauso die Täuschung sein, eine reale seelische Begegnung nicht als solche erkannt und gewürdigt zu haben.

nein. die wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine täuschung handelt, ist wesentlich höher. warum?
es gibt viele möglichkeiten, sich zu täuschen, aber nur einzige, richtig zu liegen. greift man aus diesem pott zufällig eine möglichkeit raus, hat man mit hoher wahrscheinlichkeit eine illusion.
 
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