Existiert eine Seele?

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Deshalb hatte ich (schon mehrfach, aber immer erfolglos) die Frage gestellt, wie diese hochkomplexen, offenbar auf einzigartige Weise perfekt auf Psychonen abgestimmten Vesikel entstehen konnten.

Im religiösen Kontext könnte man eine göttliche Instanz annehmen, die Psychonen und Dendronen für die interaktionistische Liaison konzipierte...^^



Das liest sich fast so, als seien die, die deiner Psychonen-These nicht viel abgewinnen können, schlicht nicht in der Lage, sie nachvollziehen zu können.

Ja, zuweilen konnte ich mich dieser Impression in der Tat nicht erwehren.^^
 
MysticalLady schrieb:
Im religiösen Kontext könnte man eine göttliche Instanz annehmen, die Psychonen und Dendronen für die interaktionistische Liaison konzipierte...^^

Womit man bei meinen "Theonen" vom Anfang wäre und sich endgültig von jeder sachlichen Diskussion verabschieden würde. Im religiösen Kontext bliebe mir dann nur noch die Frage, warum Gott Psychonen und Dendronen benutzt und den Geist nicht einfach mittels seiner Allmacht über uns Menschen kommen lässt. Oder wie Captain Kirk es einst formulierte: "Wozu braucht Gott ein Raumschiff?".


MysticalLady schrieb:
Ja, zuweilen konnte ich mich dieser Impression in der Tat nicht erwehren.^^


Das kenne ich.


Gruß
McCoy
 
Ok, spiele ich dann auch mal ein wenig mit.
Gibt ja wenigstens mal wieder interessante Diskussionen hier.

@ Joey

Zitat:Und warum sollte man das tun? Ein Postulat/Axiom ist nach Ockhams Rasiermesser besser als zwei.


Ja sehe ich auch so.;) "Euer" Problem ist allerdings, dass das Bewusstsein als Postulat wesentlich geeigneter erscheint, weil man nicht daran zweifeln kann, dass man denkt/zweifelt (oder dass man sich etwas vorstellt). Umgekehrt stehen wir mit der angeblichen "Materie" nur in indirektem Kontakt. bei allem was wir wahrnehmen handelt es sich um geistige Repräsentationen und nicht um materielle Objekte.
Weiterhin ist auch vollkommen unklar, wie eine geistige Repräsentation einem materiellen Objekt ähnlich sein soll, wenn Ähnlichkeiten doch sonst nur zwischen Ideen bestehen, da wir ja nur Bekanntschaft mit Ideen machen.

@ McCoy

Zitat:Nicht einfach mit dem Gehirn, sogar nur mit dem menschlichen Gehirn! Deshalb hatte ich (schon mehrfach, aber immer erfolglos) die Frage gestellt, wie diese hochkomplexen, offenbar auf einzigartige Weise perfekt auf Psychonen abgestimmten Vesikel entstehen konnten. Bevor es sie gab, konnte die immaterielle Welt schließlich keinen Kontakt zur materiellen aufnehmen.


Ich denke auch, dass dies eventuell das größte Problem der Theorie von MysticalLady ist. Es gibt auch sonst (soweit ich weiß) keine Teilchen die in ausschließlich spezifischer Weise auf ganz spezielle makrophysikalische Strukturen einwirken, die sich von anderen Quantenzuständen aber letztlich wenig (nicht) unterscheiden. Jedoch ist auch wieder unklar, warum überhaupt ein Kollaps der Wellenfunktion stattfindet. Natürlich gibt es da Ideen, die teilweise abenteuerlich sind (Viele Welten-Theorie). Allerdings könnte es auch das Bewusstsein sein, dass dafür sorgt, dass nicht das ganze Universum in einem Superpositionszustand vorliegt. Insgesamt denke ich, dass das Bewusstsein, nicht aber das individuelle Bewusstsein das Universum manifestiert. Dabei entspricht diesem Bewusstsein der "Träumer" , das Universum ist ein "Traum" und wir sind die Figuren darin, wobei eine Repräsentation dann auch tatsächlich der Wirklichkeit ähnlich sein kann, weil es ja in beiden Fällen Ideen sind.

Normalerweise kann der individuelle Geist die Wahrscheinlichkeiten genauso wenig beeinflussen, wie die Traumfigur den Traum, obwohl diese sich in einer
"seltsamen" Identitätsbeziehung mit dem Träumer befindet.

@ MysticalLady

Ich weiß auch nicht, warum du überhaupt Psychonen annimmst. Der Geist könnte ja direkt mit den Synapsen interagieren (die Wahrscheinlichkeit ändern). Vielleicht ist es einfacher wenn man von einer klassischen Interaktion ausgeht (Teilchen -Teilchen), aber dann sehe ich nicht, wie diese Psychonen wiederum mit dem Geist interagieren. Da sind dann wiederum viele lokale Teilchen, die mit einem einzigen Bewusstsein interagieren, dass sich ohne weiteres nicht lokalisieren lässt und keine materiellen Eigenschaften hat.
Da könnte es auch direkt mit den Synapsen interagieren. Psychonen erscheinen mir eigentlich redundant zu sein.

Insgesamt hat die Quantentheorie aber den Idealismus wahrscheinlicher gemacht. Das Newtonsche Uhrwerk lässt eine solche Interpretation ja viel weniger zu. Und das sahen ja einige Quantenphysiker auch so. Siehe auch diesen Thread: https://www.esoterikforum.at/threads/152853&page=3

LG PsiSnake
 
So irrelevant ist das alles nicht. Wenn Du die philosophische Position vertrittst, dass Deine Seele bzw. deren Erscheinung vollständig auf die materiellen Komponenten Deines Gehirns reduzierbar sei, so hat diese Haltung gravierende Konsequenzen für Dich und Dein Leben, zumindest, wenn Du Dir über derartige Themen Gedanken machst. Ist das Hirn Produzent Deiner Seele, vergeht diese mit dem biologischen Tode. Ist das Hirn Konstrukteur Deines Bewusstseins, wer spendet Deiner Existenz dann einen objektiven oder meinetwegen auch spirituellen Sinn?

Ich hab so was wie Seele, Spiritualität usw. nie auf das Gehirn reduziert. Im gegenteil, wie schon beschieben ist das Leben nicht nur im Gehirn, sondern der Ganze Körper besteht aus einer vielzahl von Leben.
Auch würde ich dies nicht nur auf den Menschen allein beziehen.

Wenn Du aber sagst, dass Psychonen nur mit dem Menschlichen Gehirn interagieren, dann wäre doch aus Deiner Sicht die "Auswirkung" der Seele letztendlich erst recht auf die materiellen Komponenten des Gehirns reduzierbar!?
Und womit interagieren die Psychonen dann nach dem biologischen Tod?

Die Seele ist offenkundig nichts Materielles oder Energetisches im physikalischen Sinne. Denn in diesem Falle wäre sie der wissenschaftlichen Observation zugänglich, sie ließe sich demnach beobachtet oder mindestens mit technischen Messapparaturen detektieren. Das ist jedoch nicht möglich.

Warum soll etwas nicht Meterielles, oder Energetisches nicht beobachtet oder mindestens mit technischen Messapparaturen erfasst werden können?
Wenn dem so wäre, hätte die Seele auch keinerlei Auswirkung, auf den Menschen Selbst.
Ich habe ja schon öfter beschrieben (zuletzt hier) wie Form, bzw. In-Formation, welche selbst weder Materiell, noch Energeisch ist, trotzdem beobachtet werden und auch meßtechnisch erfasst werden kann.

Meinen letzten Beitrag zu diesem Thema habe ich heute Morgen unmittelbar nach dem Aufstehen und vor der Schule verfasst. Korrekt ist aus meiner Sicht, dass das Bewusstsein des Menschen seit der Zeugung angelegt ist, verzeih.

Also in der Ersten Zelle. Das würde bedeuten dass Psychonen auch schon in einer einzigen Zelle interagieren würden?
Natürlich nur mit einer menschlichen Zelle;)

...das Ensemble aller Psychonen eines Menschen (ca. 40 Millionen pro Individuum) bilden das Bewusstsein, das Ich.

:ironie: Hat dann die Eizelle der Frau und die Samenzelle des Manns je nur eine Halbe Seele (20 Psychonen)?
Sorry für die Sarcastische Bemerkung :rolleyes:

Ehrlich gesagt wird das immer verwirrender:confused:

Warum hat eigentlich die Esoterik immer soche Probleme damit, dass Seele, Spiritualität usw. auch physikalische Kombonenten benötigt?
Psychonen sind doch auch nur wieder Kombonenten, wie sämtliche anderen Quantenteilchen, Sub-Quanten, Sub-Sub-Qunaten...
Diese "Tatsache" würde doch die Existenz der Seele und Spiritualität garnicht ausschließen, sondern würde diese sogar irgendwann wissenschaftlich "beweisbar" machen!

Liebe Grüße Reiner
 
Und womit interagieren die Psychonen dann nach dem biologischen Tod?

Nach dem biologischen Ableben eines Organismus kann sich das aus Psychonen aufgebaute Bewusstsein keiner intakten Hirnstrukturen mehr bedienen, so dass es vermutlich den physischen Körper verlässt infolge seiner Untauglichkeit. Was mit dem Bewusstsein im Anschluss geschieht, bleibt spekulativ.

Warum soll etwas nicht Meterielles, oder Energetisches nicht beobachtet oder mindestens mit technischen Messapparaturen erfasst werden können?

Weil nur Manifestationen von Materie und Energie mit materiellen Messgeräten interagieren können. Alles andere widerspräche dem Energieerhaltungssatz. Ohne energetische Korrelation gäbe es auch keine Energieübertragung.

Wenn dem so wäre, hätte die Seele auch keinerlei Auswirkung, auf den Menschen Selbst.

Um diesem Konflikt eine rationale Lösung zuzuführen, wurde das quantentheoretische Konzept zur Deskription der hier thematisierten dualistischen Interaktion ja gerade entwickelt, wovon ich nun seit Tagen berichte.

Ehrlich gesagt wird das immer verwirrender

Nein, es ist eigentlich relativ simpel, da lediglich ein neues Quasi-Teilchen definiert wird, um die wechselseitige Liaision von Hirn und Geist theoretisch zu beschreiben. Mehr nicht.

Du musst Dich dieser philosophischen Position ja nicht anschließen. Aber für mich ist es ausgeschlossen, dass es sich bei der menschlichen Seele um etwas Energetisches oder gar Materielles handelt. Dann benötigte sie im Übrigen auch einen physikalischen Raum. Wo sollte dieser sein? In den Zellen findet man selbigen wohl nicht, oder? Wie kann ich Seele beobachten und ggf. messen, mit welchem wissenschaftlich fundierten Experiment nachweisen?
 
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Ja sehe ich auch so.;) "Euer" Problem ist allerdings, dass das Bewusstsein als Postulat wesentlich geeigneter erscheint, weil man nicht daran zweifeln kann, dass man denkt/zweifelt (oder dass man sich etwas vorstellt). Umgekehrt stehen wir mit der angeblichen "Materie" nur in indirektem Kontakt. bei allem was wir wahrnehmen handelt es sich um geistige Repräsentationen und nicht um materielle Objekte.
Weiterhin ist auch vollkommen unklar, wie eine geistige Repräsentation einem materiellen Objekt ähnlich sein soll, wenn Ähnlichkeiten doch sonst nur zwischen Ideen bestehen, da wir ja nur Bekanntschaft mit Ideen machen.

Das Postulat der Materie alleine hat allerdings bisher hervorragend funktioniert. Wir haben mittlerweile Theorien, die die Umwelt schon ziemlich gut beschreiben, und wir werden da immer besser. Von den technischen Möglichkeiten, die uns das beschert hat, ganz zu schweigen. Wie wäre das alles möglich, wenn wir nur das Bewusstsein als Postulat annehmen?

Ich wage mal wieder, auch auf Punkte einzugehen, die nicht direkt an mich gerichtet waren.

(...) Jedoch ist auch wieder unklar, warum überhaupt ein Kollaps der Wellenfunktion stattfindet. Natürlich gibt es da Ideen, die teilweise abenteuerlich sind (Viele Welten-Theorie). Allerdings könnte es auch das Bewusstsein sein, dass dafür sorgt, dass nicht das ganze Universum in einem Superpositionszustand vorliegt.

Ein Bewusstsein ist dafür nicht unbedingt notwenig.

Insgesamt denke ich, dass das Bewusstsein, nicht aber das individuelle Bewusstsein das Universum manifestiert. Dabei entspricht diesem Bewusstsein der "Träumer" , das Universum ist ein "Traum" und wir sind die Figuren darin, wobei eine Repräsentation dann auch tatsächlich der Wirklichkeit ähnlich sein kann, weil es ja in beiden Fällen Ideen sind.

Normalerweise kann der individuelle Geist die Wahrscheinlichkeiten genauso wenig beeinflussen, wie die Traumfigur den Traum, obwohl diese sich in einer
"seltsamen" Identitätsbeziehung mit dem Träumer befindet.

Dafür scheinen die Naturgesetze allerding sehr fix zu sein.

Ansonsten ist die Kirtik an dieser Behauptung auch klar: Es ist - wie Gott - eine nicht-falsifizierbare Behauptung. Warum dann davon ausgehen? Warum sie aufstellen?

Insgesamt hat die Quantentheorie aber den Idealismus wahrscheinlicher gemacht. Das Newtonsche Uhrwerk lässt eine solche Interpretation ja viel weniger zu. Und das sahen ja einige Quantenphysiker auch so. Siehe auch diesen Thread: https://www.esoterikforum.at/threads/152853&page=3

Nein, auch die QM hat den Idealismus nicht wahrscheinlicher gemacht, weil in keiner der QM-Formeln die Gedankenwelt des Beobachters vorkommt. Die Übergangswahrscheinlichkeiten lassen sich berechnen, und in keiner der Berechnungen taucht ein Term auf, der ein Bewusstsein repräsentiert. Warum nicht? Man könnte jetzt natürlich behaupten, dass die QM deswegen unvollständig ist. Aber wo sind dann die gut durchgeführten und reproduzierbaren Messungen, die z.B. die Beeinflussung von radioaktiven Zerfall durch Bewusstsein nahelegen? Das wäre prima, wenn es klappen könnte - das Atommüll-Problem ware dann gelöst.
 
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