1. Wie speichern Neuronen Informationen aus der Umwelt?
Ich weiß es nicht.
Ich persönlich weiß nur, dass bei charakteristischen Hirnschäden der Mensch nicht mehr Zugriff auf Erinnerungen hat, sowie bei anderen charakteristischen Schäden er keine Erinnerungen mehr langfristig speichern kann.
Vielleicht kann ein Neurologe dazu mehr sagen... vielleicht auch (noch) nicht.
2. Wie integriert das Gehirn die einzelnen elektrophysiologischen Signale zu einem Gesamtbild?
Ich weiß es nicht.
Es ist vor kurzem gelungen anhand von Hirnscans Gesehenes und Gehörtes zu rekosntruieren.
Vielleicht kann ein Neurologe dazu mehr sagen... vielleicht auch (noch) nicht.
3. Welche neuronalen Korrelate liegen bewussten Willensakten zugrunde?
Ich weiß es nicht.
Allerdings werden diese neuronalen Kontakte schon geknüpft, bevor uns die bewusste Entscheidung eben bewusst wird. Das wurde auch schon gemessen.
4. Auf welchem Wege induziert die hochevolvierte Materie in Form eines zentralen Nervensystems (Elektrizität und Biochemie) ein Bewusstsein mit Reflexionspotenzial?
Ich weiß es nicht.
5. Welche empirischen Daten belegen, dass Materie des Generierens eines Bewusstseins fähig ist?
Ockhams Rasiermesser: Warum von mehr ausgehen?
6. Wieso folgt einem im motorischen Kortex entstehenden Bereitschaftspotenzial nicht auch zwingend eine muskuläre Kontraktion (z. B. der Extremitäten)? Durch welche Faktoren kann selbiges bis kurz vor der Aktivierung der Pyramidenneuronen noch abgebrochen bzw. an der Innervierung der Pyramidenareale gehindert werden?
Ich weiß es nicht.
Diese ganzen
Ich weiß es nichts sind wahrscheinlich auch das, was Du hören wolltest: Ich kann viele dieser Fragen nicht beantworten. Jetzt zu diesen unbeantworteten Fragen aber gleich ein sehr speziellen Problemlöser zu postulieren, ist kein gutes Vorgehen. Warum nicht erst einmal beim Bekannten bleiben und schauen, ob man da nicht noch mehr rausfindet. Falls man da dann mal auf ein Naturgesetz stoßen sollte, welches es unmöglich macht, dass Materie alleine eine Bewusstsein erzeugt, kann man immernoch ausweichen.
Ich weiß auch nicht genau, warum heute in meiner Waschmaschiene eine ungerade Anzahl an Socken rauskam. Muss ich da auch das unsichtbare rosafarbene Einhorn in Betracht, welches eine einzelne Socke in eine andere Diemension entführt hat, ziehen? Oder ist es nicht besser, ob ich die fehlende Socke irgendwo anders in der Wohnung suchen sollte?
Ich kann auch nicht die Bewegung von mehr als zwei Körpern unter Einfluss ihrer Gravitation beliebig genau berechnen, sondern kenne nur (wenn auch ziemlich gute) Näherungsverfahren. Muss ich jetzt das "intelligente Fallen" (siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Falling) auch in Betracht ziehen?
Hast Du dazu mehr als Spekulatives hervorzubringen?
Ich verweise nochmal auf Ockhams Rasiermesser: Es ist besser auf wohl bekanntes zu spekulieren als etwas vollkommen Neues dazu zu erfinden.
Welcher Energieübertragung bedarf denn eine Wahrscheinlichkeitsmodifikation?
Auch eine Reaktionswahrscheinlichkeit ist ein Messwert.
Radioaktive Atomkerne haben eine gewisse Zerfallswahrscheinlichkeit, die ihre Halbwertzeit festlegen. Eine Modifikation der Reaktions- bzw. in diesem Fall Zerfallswahrscheinlichkeit kann gemessen und damit festgestellt werden.
Eine Glühbirne könnte auch ein vollkommen anderes Lichtspektrum emitieren, ohne den Energieerhaltungssatz zu verletzen. Tut sie aber nicht, weil die verschiedenen Emissionswahrscheinlichkeiten quantenmechanisch festgelegt sind.
Wenn Du die Zerfallswahrscheinlichkeit quantenmechanisch korrekt verändern willst, musst Du eine der relevanten Größen - am besten das entsprechende Matrixelement - modifizieren (siehe dazu auc
http://de.wikipedia.org/wiki/Fermis_Goldene_Regel). Das geschieht beispielsweise über eine Wechselwirkung (in dem Wiki-Artikel repräsentiert durch modifikation des Störoperators).
Ja, weil kein anderes Teilchen das Bewusstsein bildet, so dass sie nicht willentlich agieren können...
Das ist also ein vollkommen neues hochspekulatives Konzept, während alle die Beispiele, die Du als Analogen angeführt hast, ein Problem mit einem bekannten Konzept beantwortet haben.