Interessantes Thema.
Es ist zwar richtig, dass es ungesunde Ernährungs- und Lebensweisen gibt, eine zumindest halbwegs brauchbare Lebensweise, mit der man auch gesund alt werden kann, ist aber auch ohne diese Ratgeber kein Geheimnis und auch nicht besonders schwierig. Wenn man solche Ratgeber aber vollumfänglich ernst nimmt - und ich kenne Menschen, die das tun - geht sehr viel Zeit und Mühe dabei drauf, die eigene Ernährung zu planen und zu optimieren; Zeit und Mühe, die wenig bis gar keinen zusätzlichen Nutzen bringt.
Ich bin jemand der einerseits spielerisch, aus Neugierde und aus echtem Interesse sich mit dem Thema gesunde Ernährung auseinandersetzt.
Aber mir geht es wie viele Menschen, die bei dem Thema sind verunsichern lassen, wie man/frau sich gesund ernährt.
Hinzu kommt das sich die Nahrungsmittel Skandale in der Vergangenheit häuften. Schadstoffe in Lebensmittel, oder Verseuchung von diesen (BSE Skandal) Quecksilber in Thunfisch. Salmonellen In Eier
Medikamente und Hormone in Fleisch. Und ganz schlimm, die Vernachlässigung in der Tierhaltung.
Oft höre ich den Satz, ´dann darf man ja gar nicht mehr essen´.
Der Verbraucher kann nicht alles prüfen. Man kann den Eindruck haben, dass man den Erzeugern und Hersteller ausgeliefert ist. Nur über die Kaufkraft kann man Einfluss nehmen.
Ich setze auf Bio Produkte, aber eine Sicherheit ist das auch nicht. Wegen der Unsicherheit, meine Mutmaßung, setzen viele auf die Ernährungsratgeber.
Dann hört oder liest man, dass Japaner zum Beispiel besonders gesund leben, weil sie bestimmte Salze und überwiegend Fisch essen und dadurch viele 100- jährige Menschen haben.
Oder die Mittelmeerkost soll Herz gesund sein soll, wegen des Olivenöls.
In den Nordischen Länder bestimmte Krankheiten selten vorkommen oder umgekehrt, bestimmte Diagnosen besonders häufig vorkommen (häufiger Depression) und schnell ist die Antwort da, es muss an der Ernährung liegen.
Ich habe mal eine Studie gelesen, das Japaner (auch Männer bekommen Brustkrebs) Japanerinnen seltener Brustkrebs bekommen, wenn sie jedoch auswandern, in ein westliches Land die Häufigkeit mit dem Einwanderungsland sich anpasst. Also keine Gene doch Ernährung?
Ich habe mich für fast alle Theorien begeistert.
In der 80-igern Atkins-Diät (Null Kohlehydrate) durchgeführt. Man konnte damit prima abnehmen, diese Diät wurde dann aber schnell öde.
Trennkost
Blutgruppenernährung
Atkins-Diät oder Low Carb
Weight Watcher
Ayurvedische Ernährung (die 3 Doschas: Vata / Pitta/ Kapha Typ)
Vollwertige Mischkost
Nur Vegetarische Ernährung habe ich nie ausprobiert. In den BSE Zeit habe wir versucht komplett auf Fleisch zu verzichten. Bei Rindfleisch habe ich das fast 10 Jahre durchgehalten.
Alles Theorie die diesen Ernährungsvorschlägen zu Grunde liegen sind überzeugend.
Was aber letztlich unverständlich ist, dass so mancher Ernährungsratschlag wieder auf den Kopf gestellt wurde. Denkt man nur an die Verteufelung der Eier oder Butter. Die dann nach einem Jahrzehnt auf den Kopf gestellt wurde, dass sie doch nicht so schädlich für den Cholesterin Wert sein soll.
Selbst die sogenannte Ernährungspyramide soll überholt sein. Und überall wird empfohlen, Omega 3 und Vitamine zu substituieren. Sonst droht Mangelernährung. Vitamin D ist auch in aller Munde.
Als ich Kind war, ging wir in den Garten der alles hergabt. Für den Winter wurde eingekocht und die Haustierhaltung war selbstverständlich in den ländlichen Gegenden.
Heute musst du in den Supermarkt und hast die Qual mit den Fertiggerichten und den Zusatzstoffe. Neben den frischen Produkte selbstverständlich.
Und wenn es stimmt, dass Ernährungsrohstoffe immer knapper werden, sind wir immer abhängiger von den Lebensmittel- Erzeuger. Dann gibt es vermutlich noch mehr Ratgeber über Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe.